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Diskutiere im Thema Ads mit 46 und verwirrt im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
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Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #31
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 181

    AW: Ads mit 46 und verwirrt

    hallo levi

    ich verstehe deinen ansatz. als teenager z.B. fühlte ich mich klasse.
    natürlich hatte ich phasen wo es mir schlecht ging, aber im grossen ganzen fühlte ich mich frei, unabhängig.. ich war sehr beliebt, kreativ und wurde von vielen leuten sogar bewundert..
    nur war das erstens zum teil eine fassade. zweitens hatte ich ein gutes netzwerk, das viel für mich regelte (ich habe noch bei meinen eltern gewohnt und konnte mir die verantwortungen danach aussuchen, was mich interessierte).
    das führte schon dazu, dass cih mich phasenweise "unbesiegbar" fühlte

    erst als ich von zu hause auszog, krank wurde und auf eigenen beinen stehen musste, kamen die alltagsprobleme.

    nach der diagnose vor drei jahren (und der medi einnahme) war ich einerseits sehr froh, dass mir endlich geholfen wurde. andererseits hatte ich aber (wie du jetzt?) das gefühl, meine "kreative, leichte seite" der gesellschaft zu liebe einzutauschen. funktionieren zu müssen.
    irgendwie löste das in mir eine grosse wut aus. und ich habe mir oft überlegt, dass ich die medis nicht brauchen würde, wenn ich zB. multimillionairin wäre und mir somit einfach nur die arbeiten rauspicken könnte, die mir spass machen. (also eine putzfrau, einen koch engagieren usw)

    heute sehe ich das anderst. ich würde mich heute auch für therapie und medis entscheiden, wenn ich nicht "funktionieren" müsste. denn heute bin ich ausgeglichener und ich komme besser mit mir selber klar.
    ich habe meinen humor nicht verloren und bin mehr ich denn je.

    was ich für mich einfach erlebt habe ist, dass ich die dinge nun klarer sehe. ich lüge mir nicht mehr in die tasche. das ist einerseits befreiend, andererseits hinterfrage ich plötzlich meine beziehung, meinen job usw.

    ich bin für mcih froh über die diagnose und die therapieen.

  2. #32
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 372

    AW: Ads mit 46 und verwirrt

    Leider darf ich aufgrund einer Erkrankung keine Medikamente einnehmen, die bei ADS helfen würden. Darum kann ich nicht aus eigener Erfahrung schreiben.
    Bevor das bekannt war, hatte ich den Psychiater, der mir Medikinet verschreiben wollte, genau das Gleiche gefragt wie Du jetzt.
    Er hat mir folgendes gesagt: Man wird nicht abhängig, wenn man die Medikamente aufgrund von AD(H)S einnimmt. Eher kann man ohne die Medikamente verstärkt zu Alkohol oder Drogen greifen oder andere Süchte entwickeln.
    Er sagte auch, dass die Wirkung beginnt, bevor die Nebenwirkung anfängt. Man muss vorsichtig die Dosis steigern, bis man sich besser fühlt und bevor die Nebenwirkung anfängt.
    Ich hatte ja schon vorher etwas über die Medikamenteneinnahme geschrieben.
    Kinder von Freunden und Familienangehörige von mir haben auch eine gewisse Zeit dieses Medikament genommen und sich dadurch sehr positiv entwickelt. Jetzt sind sie Erwachsene und es geht ihnen sehr gut. Das wäre ohne die Behandlung wohl nicht ganz so gut gegangen.

    Ich glaube aber auch, dass man nicht unbedingt Medikamente benötigt, wenn die äußeren Umstände günstig sind.
    Letztendlich kannst Du nur selber herausfinden, was Dir am besten hilft. Hier im Forum kann das ohnehin keiner, weil wir zu wenig Hintergründe kennen.
    Du solltest aber keine Angst vor den Medikamenten haben.
    Trotzdem wäre es wichtig, dass Du Deinen Arzt fragst, ob Du diese Medikamente einnehmen darfst. Bei manchen Herzerkrankungen darf man zum Beispiel Medikinet oder Ritalin..... nicht einnehmen. Dein Appetit könnte auch beeinträchtigt sein. Dann sollte Du essen, bevor Du die nächste Dosis einnimmst.
    Die Medikamente müssen meist nicht immer eingenommen werden, sondern einen therapiefähig machen. Ganz wichtig ist, dass man sich über AD(H)S informiert. Vielleicht kann man sich, je nach Problemlage, dann auch selbst helfen.
    Dieses Forum ist dabei sicher sehr hilfreich, da man lesen kann, welche Probleme die anderen haben und sich oft wiederfindet.
    Allerdings glaube ich, dass hier die Probleme durch AD(H)S im Vordergrund stehen, weil sich die zufriedenen ADSler hier sicher seltener anmelden werden. Das gibt vielleicht ein schiefes Bild.
    Ich denke immer noch, das AD(H)S nicht unbedingt eine Krankheit ist.

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