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Diskutiere im Thema Wo sind hier die Erfolgsgeschichten von ADs-ADHS Menschen..... im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #61
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztl. Diagnose seit Kindheit
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 81

    AW: Wo sind hier die Erfolgsgeschichten von ADs-ADHS Menschen.....

    Ich finde Erfolgsgeschichte klingt echt hochtraben, aber im endefekt ist es ja doch eine. Auch wenn es für alle "normalos" außenherum nicht wirklich verständlich ist. Ich lebe ein völlig normales, lustiges, trauriges, langweilig, spannendes und glückliches Leben. Wie alle Menschen auch. Ich stehe morgens auf, gehe auf Arbeit, komm abends heim mache mit mehr oder weniger freude meinen Haushalt und bin glücklich verheiratet. Klar hat das alles viele Jahre gedauert bis ich da hin gekommen bin aber mit viel Unterstützung und liebe meiner Eltern die mir ermöglicht haben selber herauszufinden was mein Weg ist und wenn es noch so viele Umwegen gebraucht hat, die immer an mich geglaubt haben und immer für mich da waren habe ich das alles geschaft.
    Sehr geholfen hat mir auch meine Erzieherausbildung in der ich gelernt habe mich selber zu reflektieren und genauer wahrzunehmen aber auch viel Rückmeldung bekommen habe wie ich bin und wirke. Das hat mich stark beeinflusst.
    Ich habe als Kind nur ritalin genommen und bin nie in therapie gewesen. Ich bin seit Sommer in Ergotherapie und habe vorher nie etwas gemacht. Mein Erfolg ist, dass ich glücklich bin und gelernt habe mein ADS für mich positiv zu nutzen und mein Leben um das ADS herum zu bauen. Es ist alles mehr oder weniger darauf abgestimmt und so bemerke ich und meine Umwelt wenig davon und das macht das Leben wirklich leicht.

    Einfach auf sich selber hören und ganz viel ausporbieren. Das was einem gut tut beibehalten und alles andere wieder loslassen.

    Liebe Grüße,
    mokuren_chan

  2. #62
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.632

    AW: Wo sind hier die Erfolgsgeschichten von ADs-ADHS Menschen.....

    Also ich denke Erfolgsgeschichten im Zusammenhang mit ADHS gibt es durchaus. Auch hier im Forum. Auch wenn die Leute mit den Erfolgsgeschichten wahrscheinlich nicht so viel Zeit haben, in einem Forum herumzusurfen. Es gibt nur bei vielen ADHSlern die Tendenz, Erfolge nicht unbedingt gleich an die große Glocke zu hängen. (Eigentlich ein sympathischer Zug...) Aus dem Grunde, weil sie erstmal sehen wollen, was daraus wird. Der Erfolg könnte sich ja auch wieder mal als flüchtig herausstellen, wie andere Erfolge in der Vergangenheit mehr auf Dummendusel als auf Leistung basieren oder eher wieder mal eine Ausnahme als eine werdende Regel sein. Dies sind nach meinem Dafürhalten die Gründe, warum der ADHSler mit seinen vorweisbaren Erfolgen nicht unbedingt hausieren geht. Ganz abgesehen davon, dass die Kette der Misserfolge sich natürlich auf der Festplatte stärker eingebrannt hat, von wo aus die Erfolge auch stets immer igrendwie beschattet werden. Daraus kann natürlich sehr leicht der Eindruck entstehen, es gäbe sie nicht. Was aber sicher falsch ist.

  3. #63
    hirnbeiß

    Gast

    AW: Wo sind hier die Erfolgsgeschichten von ADs-ADHS Menschen.....

    Naja. Eigentlich sollten hier ja Erfolgsgeschichten gepostet werden. Alleine schon um zu zeigen,
    daß es durchaus auch ein Leben neben dem 'Monster ADHS' geben kann, das einigermaßen
    Lebenswert ist. Wenn ich jetzt im Moment nicht so scheiße drauf wäre und nicht so penetrant depressiv,
    dann würde (man achte auf den wohlgesetzten Konjunktiv!) ich auch eine kleine Geschichte zum Besten geben.
    Aber macht ja nix. Das Stehaufmännchen in uns bringt uns schon ans nächte Ufer.
    So wie immer.

    LG --hirnbeiß--

  4. #64
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 32

    AW: Wo sind hier die Erfolgsgeschichten von ADs-ADHS Menschen.....

    Erfolgsgeschichte hört sich so hochtrabend an...
    Mein Leben verlief auch "vorher" nicht schlecht... Abi mehr schlecht als recht, zufällig richtigen Job gefunden über leichten Umweg, Fernstudium durch die Firma zur Hälfte gesponsort bekommen, dort sehr erfolgreich gearbeitet... Aber irgendwie war ich immer innerlich "aufgedreht" - und keiner verstand mich, alle meinten immer nur: "ach, das geht mir auch so (mit dem Ablenken usw.)...
    Aber nun zur Geschichte:

    Bei meinem Sohn wurde vor knapp 4 Jahren ADHS festgestellt - das war mein erster Erfolg, denn alls meinten nur "der ist doch nur noch klein und will spielen" und "unsere Jungs sind genauso... das ist normal", wenn ich fast durchgedreht bin, weil alles mit dem Junior so anstrengend war, er sich nicht über 5 min merken konnte, was er tun soll usw.
    Dann habe ich halt viel über ADHS gelesen, zumal er ja auch MPH verschrieben bekam - und dieses bei ihm sehr gut wirkt. Gleichzeitig bekamen wir von seinem Doc mit diversen Broschüren ein mit Namen "ADHS bei Erwachsenen". Das zu lesen, war wie eine Erleuchtung... !
    Zu diesem Zeitpunkt (und danach erst recht) war ich psychisch total fertig durch den Streß mit dem Junior und der Schule. Und je mehr Energie ich brauchte, um den Junior einigermaßen in der Spur zu halten, desto weniger Energie hatte ich für mich übrig.

    Nach langem hin und her und viel mit "Aufschieberitis" verbrachter Zeit habe ich dann vor knapp 2 Jahren einen Doc in meiner Nähe angemailt mit Beschreibung und Bitte zwecks Termin - ja, telefonieren fällt mit schwer, vor allem, wenn ich viel erklären will/muß, fange ich an, wild hin und her zu springen...

    Als Antwort kam "Rufen sie an und machen Sie einen Termin" - das ging dann auch, denn ich mußte ja nicht lange reden, sondern einfach einen Termin für ADHS-Diagnostik bzw. Erstgespräch machen.
    Nach dem 2. Termin dann (nach diversen Gesprächen, Fragebögen usw.) sollte ich EEG und Blutwerte feststellen/machen lassen, danach sollte die MPH-Einstellung losgehen. Gut, Termine geholt (EEG lange Wartezeit), Bericht zum Hausarzt ließ auf sich warten.
    Kurz vor dem EEG-Termin beim Hausarzt angerufen - der Schock: der Bericht war noch nicht da, ohne diesen keine Überweisung für EEG.
    Ich also in der Praxis angerufen. "Oh, das ist wohl hier intern hängen geblieben... Schreiben wir und wird zum Hausarzt geschickt" - ja, kam aber zu spät, NACH dem (dann abgesagten EEG-Termin...)
    Der Hammer aber war: der Doc hatte zwischenzeitlich seine Kassenzulassung abgegeben, die Nachfolgerin, die die Patienten übernommen hat, nahm keine ADHS-Patienten...

    Gut, hier im Forum dann nach einer Alternative gesucht.
    Tipps bekommen und mir vorgenommen, es erneut anzugehen. Dieses dauerte auch erstmal wieder - Mut machen, Anruf aufschieben bzw. immer außerhalb der Sprechzeiten daran erinnern usw.
    Dann gab es hier nochmal den ultimativen Tipp: ein Doc für ADHS im Umkreis von 3km !!!
    Den dann (nach einiger Zeit, siehe oben... ) angemailt, ob er auch ADHS-Diagnostik durchführt (war dem Tipp-Geber nicht bekannt) - Antwort war "ja, bitte machen Sie einen Termin".
    Gut, sage und schreibe 10 Tage nach der Antwort habe ich es geschaftt und einen Termin gemacht - für 3 Monate später, was ja nicht lange ist meiner Erfahrung nach.
    Und was sind schon 3 Monate, nachdem ich nun schon 43 Jahre so gelebt habe ?!

    Der erste Termin kam. Aufregung pur... Gedanken kreisten... Was, wenn ich "es" doch nicht habe ? (Was der andere Doc vorher ja schon quasi festgestellt hatte)
    Der Doc war (wie vom Tipp-Geber angekündigt) sehr nett und symphatisch. Hörte sich meine "Geschichte" an einschl. aller momentanen Probleme usw.
    Las meine Zeugnisse durch (keinerlei Hinweise darin, ziemlich gute Noten bis zur 7. Klasse...) und verabschiedete mich für einen neuen Termin, vorher sollte ich noch die bekannten Fragebögen ausfüllen, die er dann bis zum nächsten Termin (nur 14 Tage später) auswerten würde.

    Beim nächsten Termin dann: "nach den Fragebögen liegt ein geringer Prozentsatz vor - aber ausreichend, eine MPH-Therapie zu versuchen, denke ich !"
    Also Rezept bekommen mit Einweisung, wie ich mit der Einnahme anfange sollte - und daß ich mich nach und nach an die richtige Dosis herantasten sollte. Wenn Fragen oder Probleme - einfach anrufen. Nebenwirkungen etc. brauchte er ja nicht zu erklären - hatte ich mich hinreichend wegen meines Sohnes drüber informiert.

    Also habe ich nun vor 5 Wochen angefangen mit Medikinet adult. Und: für mich eine absoluter Erfolg !
    Diese Ruhe im Kopf ! Ich hatte vorher gar nicht bemerkt, daß mir SO VIELE unwichtige Dinge auffallen bzw. mich beeinflussen ! Wußte zwar, daß ich mehr mitbekomme von der Umwelt, als gut ist, aber DASS ?
    Besonders auffällig beim Autofahren - die Mülltonnen, die in der Seitenstraße stehen, an der ich gerade vorbeigefahren bin... Ich registriere sie nicht mehr !!!
    Das Zusammenleben mit dem Junior: weniger Streit, ich kann ruhiger bleiben, wenn er pubertäre "Anfälle" hat oder sich bei den Hausaufgaben extrem dämlich anstellt bei Dingen, die er kann.
    Und: ich kann abends einschlafen und auch immer häufiger durchschlafen !
    ...und nebenbei wird auch der Zappel-Hund ruhiger durch mich - was ich mir auch als Zeichen für "Medis wirken !" vorgestellt habe.
    Und das Arbeiten und Haushalt usw. gehen auch besser durch weniger Selbstablenkung. ...naja, der Haushalt ist ... ausbaufähig...

    Also, für mich und meine Familie ist das Ganze eine Erfolgsgeschichte !
    Geändert von bleimel (23.10.2012 um 23:48 Uhr)

  5. #65
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 23

    AW: Wo sind hier die Erfolgsgeschichten von ADs-ADHS Menschen.....

    Die Formulierung Erfolgsgeschichte möchte ich für mich nicht anwenden, direkt erfolglos war ich in meinem Vordiagnose-Leben auch nicht.
    Ohne das Wissen um ADHS und ohne Medis habe ich sehr viel erreicht (auch im Job), doch alles nur mit einem enormen Kraftaufwand und dem Verzicht auf
    Lebensqualität.
    Dank der tollen und wunderbaren Unterstützung durch meine großartigen Eltern bin ich "relativ" heil durchs Leben gekommen (trotz einiger Löcher und Sümpfe),
    meine Eltern gaben mir immer das Gefühl der Sicherheit sowie den nötigen Rückhalt.
    Bis heute ist es hilfreich dass mir die Natur einen stark ausgesprägten eisernen Willen (früher auch Dickkopf genannt ) mitgab.

    Nachdem unser damaliger Zwerg, er ist jetzt erwachsen, die Diagnose ADHS erhielt, kam in meiner Familie die Idee auf, es könnte auch mich betreffen.
    Ich sah es nicht so, meiner Ansicht nach waren Faulheit, Bequemlichkeit und mangelnde Selbstkontrolle die Gründe für meine Negativ-Erfolge.
    Um den nervigen Fragen bzgl. einer Diagnose zu entgehen, holte ich mir einen Termin.

    Damals, Anfang 2001, ging es auch noch recht zügig, die Wartezeit betrug lediglich drei Wochen und bereits vorher wurden mir die Fragebögen zugeschickt.
    Ich bin nur in die Uniklinik gegangen um abklären zu lassen dass ADHS mich NICHT betrifft und meine Familie mich endlich damit in Ruhe lässt.
    Das Ergebnis: ADHS
    Ähhh???
    Ich war nicht faul? OK...

    Da es damals kaum Selbsthilfegruppen für Erwachsene gab, die Anzahl der Foren noch überschaubar war, musste irgendwas passieren.
    Nach gefühlten 150 Telefonaten fand ich eine Neurologin die begonnen hatte sich mit ADHS b. Erwachsenen auseinanderzusetzen.
    Sie bemühte sich sehr um einen Therapieplatz für mich und die erste Therapie begann dann auch paar Monate später.
    Inzwischen nahm ich auch Mph.
    Mein Leben ist viel ruhiger geworden, es nicht mehr nur schwarz und weiß sondern auch bunt, ich habe Freunde und Bekannte und das Wichtigste.
    Ich weiß was Lebensqualität bedeutet.
    Vieles ist ausbaufähig , doch ohne Ziele wäre das Leben langweilig.
    Und seit vielen Jahren bin ich glücklich verheiratet, doch bevor ich meinen Prinzen traf mußte ich viele Frösche küssen.

    Meine ADHS ist zwar ziemlich lästig, aber wenn ich etwas ändern oder verbessern möchte, dann liegt es nur an mir.


    Erfolgsgeschichte - hmm, vielleicht zum Teil.
    Vor allem habe ich viel Glück gehabt und dafür bin ich echt dankbar.

    LG
    Duracell

  6. #66
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 13

    AW: Wo sind hier die Erfolgsgeschichten von ADs-ADHS Menschen.....

    Ich fasse mich mal relativ kurz: Bis 2009 (bin mir nicht sicher) hab ich einige Variationen MPH durchprobiert. Diese mussten alle in ihrer Wirkung langsam angeschwemmt werden. Diese haben für 1-2 Tage ihre Wirkung gezeigt. Aber nach einiger Zeit entfaltete sich die volle Wirkung innerhalb der ersten 15 Minuten und danach bin ich
    In ein tiefes, schwarzes Loch gefallen.
    Von daher kam diese Wirkungsart nicht mehr in Frage.

    Dann bin ich auch Ritalin LA umgestiegen (also das, was über den Tag verteilt Wirkung zeigt)
    Oft genug wurde mir gesagt, dass die Medikation nur ein Helferlein zur Lösung des Problems ist, was natürlich auch stimmt. Aber irgendwie lässt mich der Gedanke auch nicht los, dass es sehr viel von alleine macht und ich kaum noch etwas beisteuern muss. Anscheinend schaff ich es mein Gehirn reinzulegen und nen Placebo-Effekt zu erzeugen.
    Geändert von surroagate19 (11.11.2012 um 04:30 Uhr)

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