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Diskutiere im Thema Was hat man dann nachher davon? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
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Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 87

    Was hat man dann nachher davon?

    Ich bin mir bewusst, dass die Frage ziemlich blöd klingen mag.
    Aber ich lese hier, dass das ADS- Diagnoseverfahren doch recht kompliziert sein soll.
    Ist das überall gleich? Also in der Schweiz gleich wie in Deutschland?

    Was habe ich dann letztendlich von der ganzen Prozedur? Also ich meine,
    braucht man das für die Krankenkasse?
    Bei meinem Sohn hat der HA das Ritalin verschrieben und es gab gar keine
    Probleme. Klar habe ich das mit dem Kinderpsychologen abgesprochen
    gehabt, aber der HA hat da gar nicht gross danach gefragt.

    Oder ist das nur für Erwachsene wichtig?
    Selber interessiert es mich auch, gar keine Frage. Ich werde, wenn es denn
    soweit kommt, die Tests machen, weil ich neugierig bin.
    Für mich selber brauche ich diese Bestätigung eigentlich kaum noch.

    Viele Fragen, ich weiss, aber es interessiert mich.
    Besonders eben, was man denn davon hat wenn man das alles auf sich nimmt?
    Lieber Gruss
    Sofie

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 735

    AW: Was hat man dann nachher davon?

    Interessanten Frage

    Also, ich habe für mich auch gedacht: Ach, Mensch, jetzt bin ich doch schon so verdammt weit gekommen...So für mich und ich würde auch bestimmt irgendwie noch weiter kommen. Aber: Eben nur irgendwie. Und da sind wir auch schon beim Grundübel: Viele von uns empfinden ihr Leben als Leben im "Irgendwie" und "Gerade ebenso"...wenn überhaupt. Und vorallem: Es ist wahnsinnig anstrengend sein Sein immer irgendwie als Drahtseilakt zu empfinden.

    Eine Diagnose bedeutet ja in allererster Linie mal eine Legitimation dafür, dass man überhaupt ein Problem hat und nicht alle Widrigkeiten mit denen man sich tagtäglich herum schlägt, einer Willkür entspringen, die einem von aussen so oft unterstellt wird. Als hätte man die Wahl von einem Extrem ins andere zu fallen z.B..
    Würde ich irgendwo in der Pamaps leben, allein und nur für mich verantwortlich...Es wäre alles kein Thema. - Aber ich lebe nunmal in einer Gesellschaft die von mir verlangt, dass ich mich anpasse; das ich funktioniere. Ausserdem trage ich Verantwortung und kann es mir einfach nicht erlauben,diese nur eingeschränkt zu übernehmen. - Will sagen: Für mich selbst bin ich vollkommen in Ordnung, aber alles was darüber hinaus geht überfordert mich an allen Ecken und Enden.

    Könnte noch endlos weiterschreiben, aber meine Konzentration lässt heute irgendwie schwer zu wünschen übrig.

    Herzliche Grüsse
    Etosha

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 87

    AW: Was hat man dann nachher davon?

    Hallo Etosha,
    ja, das kann ich ganz gut nachvollziehen, geht mir eigentlich auch so.

    Man fühlt ein Leben lang das man halt etwas anders ist und weiss nicht warum
    so hätte man eine Erklärung.
    Ich möchte dass es einen Namen hat, wenn "es" sich schon in mein Leben
    einmischt
    Habe aber gerade mit Erschrecken festgestellt, dass man schon mit dem Verdacht auf ADS in der Familie auf seltsame Reaktionen stösst.
    Meiner Schwester habe ich es erzählt und die hat grad gar nichts gesagt. Obwohl sie weiss, dass es bei uns in der Familie ist.
    Dieses Schweigen war fast schlimmer als irgend eine Reaktion.
    Eine meiner Töchter hat ähnlich reagiert...einfach nichts...seltsam für Menschen die sonst immer zu allem ihre Meinung sagen.

    Naja...vielleicht nehmen sie es ernst, wenn ich mehr weiss... und vielleicht
    ist es ja etwas anderes...
    Liebe Grüsse
    Sofie

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 735

    AW: Was hat man dann nachher davon?

    Hi Sofie,
    naja, dass sie erstmal nix gesagt haben, bedeutet ja eigentlich nicht, dass sie
    grundsätzlich davon ausgehen, dass das alles abwegig ist.

    Manche Sachen müssen sich erst setzen und brauen Zeit um den richtigen Platz im
    Inneren zu finden. Besser, man sagt nix, als vorschnell das Falsche. Aber ich versteh
    schon, was Du meinst. Man wünscht sich natürlich...Verständnis...Au stausch,
    Bestätigung, etc.pp.

    Naja, den bekommst du in der Zwischenzeit halt von uns

    Viele, ganz liebe Grüße aus dem Schnee
    Etosha

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 181

    AW: Was hat man dann nachher davon?

    hallo

    ja, ich finde eine korrekte diagnosestellung wichtig, auch wenn es aufwändig ist.
    erstens werden mögliche andere erkrankungen ausgeschlossen und zweitens setzt man sich selber (zumindest war es bei mir so) während der diagnose schon mit dem thema auseinander.

    gerade weil es so viele skeptiker bezüglich ADHS gibt, finde ich es für mich gut, dass ich sagen kann: "ich habe ADHS und das wurde mir von der spazialistin der ADHS sprechstunde korrekt diagnostiziert".

    bei der Krankenkasse musste ich die bestätigung vorlegen, damit mir das medi bezahl wird und ich div. therapien in anspruch nehmen darf.

    finde ich auch ok so. gerade bei kindern finde ich wichtig nicht einfach mit ritalin und co zu experimentieren. (auch wenn es der kinderarzt verschreibt). ich denke so ist ritalin auch etwas in verruf gekommen..

  6. #6
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 148

    AW: Was hat man dann nachher davon?

    Also ich mache es in erster Linie für die Klarheit. Eben um einigermaßen sicherzusein, woran ich nicht leide.
    Was macht man mit dem Wissen nachher? Vielleicht weiß "die Doktorsche" darauf qualifizierteren Rat.

    Meine Frau reagiert immer etwas ... sonderbar ... wenn ich mit der ADS-Hypothese ein gerade bemerktes sonderbares Verhalten oder Empfinden versuche einzusortieren. Da muß man also offenbar mit vorsichtig umgehen.

    Andererseits hatte ich letzten Freitag grade wieder so ein langsames "Hochkochen" der Unruhe, bis ich mich auf nichts mehr konzentrieren konnte und nur noch durch die Wohnung tigerte. Anschließend der beliebte seelische Kollaps und ein schwieriger Samstag. Wenn das durch Medikation quasi für den Notfall etwas gelindert werden könnte, das wäre schon toll. Und das geht nur mit Diagnose verantwortet.

    Rauskriegen, was man gut kann und wo man aufpassen muss, um es sich z.B. beruflich nich dauernd zu schwer zu machen, oder jede "Falle" nutzt, oder in der Partnerschaft Dauerstress hat, das geht vielleicht auch ohne Diagnose mit einem ausreichend starken Verdacht und Hilfe aus Forum und Literatur, wenn man (so) im Prinzip klarkommt?!

    Aber mit einem starken therapeutischen Partner geht das sicher erfolgreicher, und der/die muss ja auch wissen, woran er/sie ist!?

    Von daher steht vor der Besserung die Erkenntnis, d.h. die Diagnose als erster Schritt. Die Arbeit fängt aber erst dann an, da bin ich mir jetzt schon sicher.

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 87

    AW: Was hat man dann nachher davon?

    Danke Euch für Eure Antworten!
    Ich bin froh, dass ich nicht allein dastehe mit dem Wunsch, Gewissheit zu haben!

    @ Etosha, doch, bei meiner Schwester und meiner Tochter bedeutet das, dass sie denken
    ich spinne wieder einmal
    Meine Tochter ist angehende Drogistin und ärgert sich dauernd, wenn ich mit meinem
    Bauchgefühl und meiner Lebenserfahrung Dinge anwende, die sie mir nicht
    empfohlen hat
    und meine Schwester ist Krankenschwester von Beruf und weiss sowieso alles...
    Und Ritalin ist für beide ein rotes Tuch.... Tja... ihr Pech...
    wenn mir das hilft, dann bin ich überzeugt, wird keine mehr ein Wort darüber verlieren!
    Bin mal gespannt! Und mit einem angemessenen Abstand natürlich, wird meine Schwester
    dann wahrscheinlich mindestens ihren mittleren Sohn testen lassen, der ist nämlich
    wirklich Hyperaktiv.

    Also..danke für Eure Antworten, es tut sooo gut, Euch gefunden zu haben!

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 113

    AW: Was hat man dann nachher davon?

    Also, ich habe mich testen lassen, weil ich durch mein Verhalten (Probleme bei der Haushaltsfürhrung, unnötige Einkäufe machen, zu Hause oft explodieren) meinen Mann und meine Kinder belaste. Und nun weiß ich und mein MAnn, das ich selbst auf mein Verhalten keine wirkliche Kontrolle habe.

    Ich erhoffe mir fachmännische Hilfe.

    Und in Deutschland gibt es evtl die Möglichkeit, beim Versorgungsamt Prozente zu bekommen. Da ich schon 30% wegen meiner MS habe, bekomme ich evtl. durch weitere Prozente einen Behindertenausweis.
    Das würde steuerliche Vergünstigung und etwas Vorteile bedeuten.

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 55
    Forum-Beiträge: 146

    AW: Was hat man dann nachher davon?

    Hallo,
    ich glaube die Diagnose nimmt einem ein Stück druck weg.
    Nun hat das etwas anders sein einen Namen.
    Es kann sogar eine Behandlung erfolgen die wie ich für mich hoffe
    mein Leben etwas leichter macht, und auch für meine Familie, die das so
    bestimmt nicht mehr lange mitgemacht hätte.

    Für mich/uns einfach eine 2.te Chance.

    Gruß Gerald

  10. #10
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 3.524

    AW: Was hat man dann nachher davon?

    Also für mich ist die Diagnose super wichtig und ein großer Schritt in "ein besseres Leben" irgendwie.
    Ich weiß wie es bei meinem Sohn war als ich nun endlich gehört habe, dass er ADHS hat.

    Und ich möchte für mich mit sicherheit wissen was alles genau hinter meinem Verhalten steckt. Abgesehen davon glaube ich, dass nur dann eine vernünftige Therapie möglich ist und das ist für mich das Ausschlaggebende, weil der Leidensdruck bei mir was einige Dinge angeht extrem hoch ist. Ich wünsche mir nichts mehr, als dass ich mit gewissen Dingen einfach besser klar komme.

    Für mich ist es außerdem so, dass ich es gerne schwarz auf weiß hätte um einigen Leuten in meinem Umfeld mal klar machen zu können, dass gewisse Dinge die ich tue oder eben anders tue oder gar nicht tue ...das das alles seinen Grund hat.

    LG

    Rose

    PS: Einem Kind auf Grund einer Vermutung Ritalin zu verschreiben finde ich übrigens unverantwortlich....
    Geändert von Rose (11.12.2010 um 13:01 Uhr) Grund: mal wieder was vergessen ;)

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