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Diskutiere im Thema Problem mit den Fragebögen zur Diagnostik!!! im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #11


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.808
    Blog-Einträge: 40

    AW: Problem mit den Fragebögen zur Diagnostik!!!

    Hallo

    Grisu schreibt:
    Richtig. Wenn die Eltern nicht mehr leben, oder dement sind, Zeugnisse fehlen, oder wenn die Eltern nicht mehr mit einem reden wollen (oder umgekehrt), dann bedeutet das nicht, daß eine Diagnose nicht mehr gestellt werden kann.
    Doch, genau das bedeutet es.

    Ist keine Fremdanamnese vom sechsten bis zum zwölften Lebensjahr möglich, so wird keine entsprechend qualifizierte Stelle (z.B. eine der ADHS-Ambulanzen der Unikliniken) eine ADHS-Diagnose bei einem Erwachsenen stellen.

    Es ist dann aufgrund der Beurteilungen der aktuellen Symptomatik lediglich eine Verdachtsdiagnose möglich.

    Es wird im Punkt der Fremdanamnese der Symptomatik in der Kindheit auch immer auf möglichst viele Quellen zurückgegriffen, da die Wahrscheinlichkeit, dass die Diagnose letztendlich auch stimmt (100% gibt es nie) mit jeder Informationsquelle steigt.

    So ist es nicht ungewöhnlich, dass 1. die Grundschulzeugnisse eingesehen werden, 3. der Proband angehört wird, 3. Bezugspersonen aus der Kindheit (eben zum Beispiel die Eltern) etliche Fragebögen beantworten müssen und 4. noch ein persönliches oder telefonisches Gespräch bzw. diagnostisches Interview mit diesen Bezugspersonen statt findet.

    Eine ADS- bzw. ADHS-Diagnose, die ohne diese Fremdanamnese der Kindheitssymptome gestellt wurde, ist (aus verschiedenen Gründen) völlig nutzlos und aussagelos und mit einem sehr hohen Wahrscheinlichkeitsgrad falsch.







    Liebe Grüße,
    Alex

  2. #12
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 148

    AW: Problem mit den Fragebögen zur Diagnostik!!!

    Ich bitte um Entschuldigung

    Das Wort "nutzlos" wars dann wohl für die Hoffnung auf Klarheit.
    Aber das wird mir die Ärztin dann wohl hoffentlich früher als später auch sagen

  3. #13
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 4.770

    AW: Problem mit den Fragebögen zur Diagnostik!!!

    Dann wird`s bei mir auch "nutzlos"...
    Keine Zeugnisse (Wohnung zu DDR Zeiten geplündert)
    keine Kontakte zu jemanden von Früher
    kaum Kontakt zu den Eltern...


    Gruß Matze

  4. #14
    mit Nebenwirkung

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 4.672

    AW: Problem mit den Fragebögen zur Diagnostik!!!

    Ich frage mich gerade, was mit einer Beurteilung ist, die von selbstbetroffenen Eltern abgegeben wird.
    Also ich stelle bei mir ja immer wieder fest, dass ich Sachverhalte völlig anders interprtiere, als vermeintlich Gesunde...

    Das steht dann doch uU. auf wackeligen Füßen.

    ZB. würden mein Mann und ich unsere Tochter beschreiben und beurteilen, kämen mit Sicherheit 2 sehr verschiedene Ergebnisse zu Stande.


  5. #15
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 148

    AW: Problem mit den Fragebögen zur Diagnostik!!!

    Wahrscheinlich dient dazu das direkte Gespräch mit Eltern/Kontaktpersonen. Viele Inhalte der Fremdanamnese sind ja auch auf harte Fakten bezogen.

  6. #16


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.808
    Blog-Einträge: 40

    AW: Problem mit den Fragebögen zur Diagnostik!!!

    Hallo

    happypill schreibt:
    Ich frage mich gerade, was mit einer Beurteilung ist, die von selbstbetroffenen Eltern abgegeben wird.
    Also ich stelle bei mir ja immer wieder fest, dass ich Sachverhalte völlig anders interprtiere, als vermeintlich Gesunde...

    Das steht dann doch uU. auf wackeligen Füßen.

    ZB. würden mein Mann und ich unsere Tochter beschreiben und beurteilen, kämen mit Sicherheit 2 sehr verschiedene Ergebnisse zu Stande.

    Der ganze Hintergrund dieser Sache ist

    1. zum einen, dass AD(H)S bei Erwachsenen nach wie vor auch in der fortgeschrittenen Medizin als Kinderkrankheit behandelt wird und sich die Diagnosestellung bei Erwachsenen daher fast 1:1 an die einer Diagnostik im Kindesalter hält und

    2. zum anderen, dass Erwachsene mit einer ADS bzw. ADHS meist eine ganz erheblich mit Defiziten behaftete Selbsteinschätzung und Selbstwahrnehmung, sowie sehr oft nur noch sehr begrenzte oder quasi gar keine Erinnerungen an die eigene Kindheit haben.

    Waren die entsprechenden Symptome in der Kindheit nicht vorhanden, so ist das augenblickliche Zustandsbild auch keine ADS bzw. ADHS, denn AD(H)S beginnt in der Kindheit und die entsprechenden Symptome sind zwingend schon bei Kindern vorhanden.

    Daher ist die Feststellung der Symptome in der Kindheit mittels der Fremdanamnese ein ganz außerordentlich bedeutender Baustein der Diagnosestellung, dem jede qualifizierte Anlaufstelle entsprechend Rechnung trägt.

    Ob die Eltern nun selbst eine AD(H)S haben, halte ich persönlich für irrelevant, zumal gerade Erwachsene mit einer AD(H)S im völligen Gegensatz zur Selbstwahrnehmung eine sehr ausgeprägte Wahrnehmung fremder Personen und eben auch der eigene Kinder haben.


    Liebe Grüße,
    Alex

  7. #17
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 124

    AW: Problem mit den Fragebögen zur Diagnostik!!!

    Ich bin heute zu faul,hier jetzt lange zu schreiben....

    ABER

    der hypoaktive typ,fällt in schule und kindheit (eltern oder anderen Aussenstehenden)nicht auf,hätte nach oben genannten Gesichtspunkten somit kein Ads im Erwachsenenalter....

    ebenso gibt es viele mischtypen.......fällt nicht auf

    ebenso gibt es viele AD(H)S ler ,bei welchen die Symptomatik schwach oder gering ausgeprägt ist...fällt nicht auf.....kommt im Leben gut zurecht

    alles Bsp dafür,
    dass diese These kompletter Unsinn ist.

    Wenn das nicht logisch ist,was dann.....

    PS:

    Mir fällt noch etwas dazu ein.Dieses ständige lächerliche ARGUMENT!!,
    ADSler können sich nicht richtig einschätzen,selbstreflektiere n......

    Stellt sich die Frage,warum solche Leute zur Diagnosestellung Fragebögen(zu ihres Tun-Denken-Handelns)ausfüllen müssen-sollen,wenn sie sich doch selbst nicht verstehen,analysieren,einschä tzen können.
    Diese dann sogar nach Punktesythem beurteilt werden.
    Lass diese Fragebögen,nicht ADSler oder oder anders psychisch Kranke ausfüllen.
    Ich wette 50% der Normalos oder anders psycisch erkrankten,hätten nach Auswertung ADS.
    Je mehr ich darüber ,desto lächerlicher sind viele Thesen zu ADS-ADSlern.
    Geändert von Chilischote (16.12.2010 um 20:46 Uhr)

  8. #18


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.808
    Blog-Einträge: 40

    AW: Problem mit den Fragebögen zur Diagnostik!!!

    Chilischote schreibt:
    Ich bin heute zu faul,hier jetzt lange zu schreiben....

    ABER

    der hypoaktive typ,fällt in schule und kindheit (eltern oder anderen Aussenstehenden)nicht auf,hätte nach oben genannten Gesichtspunkten somit kein Ads im Erwachsenenalter....

    ebenso gibt es viele mischtypen.......fällt nicht auf

    ebenso gibt es viele AD(H)S ler ,bei welchen die Symptomatik schwach oder gering ausgeprägt ist...fällt nicht auf.....kommt im Leben gut zurecht

    alles Bsp dafür,
    dass diese These kompletter Unsinn ist.

    Wenn das nicht logisch ist,was dann.....
    Die oben (von mir) genannten Gesichtspunkte sind ein Faktum und deshalb auch nicht diskutierbar.

    Eine Diagnose einer ADS bzw. ADHS erst im Erwachsenenalter ist äußerst schwierig, da es etliche andere, psychische und physische Erkrankungen/Störungen bei Erwachsenen gibt, die bei alleiniger Betrachtung der aktuellen Symptomatik im Erwachsenenalter schwer bis fast gar nicht von einer AD(H)S unterschieden werden können, bei denen aber z.b. dann eine Medikation mit Methylphenidat oder anderen Stimulanzien negative bis verheerende Auswirkungen haben kann.

    Jemand, der trotz AD(H)S oder einer ähnlichen Symptomatik im Leben zurecht kommt ... braucht der eine Behandlung?

    Jedenfalls ist AD(H)S eine Störung, die immer im Kindesalter beginnt und nicht - wie z.B. bei Psychosen, Depressionen, Angsterkrankungen oder fast allen anderen Störungs-/Krankheitsbilder der Psychiatrie - erst im Erwachsenenalter.

    Daher ist die Abklärung im Kindesalter durch Fremdanamnese zwingend.

    Chilischote schreibt:
    Ich wette 50% der Normalos oder anders psycisch erkrankten,hätten nach Auswertung ADS.
    Eben. Bei Betrachtung nur der aktuellen Symptome.





    Liebe Grüße,
    Alex

  9. #19
    mit Nebenwirkung

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 4.672

    AW: Problem mit den Fragebögen zur Diagnostik!!!

    Alex schreibt:
    Ob die Eltern nun selbst eine AD(H)S haben, halte ich persönlich für irrelevant, zumal gerade Erwachsene mit einer AD(H)S im völligen Gegensatz zur Selbstwahrnehmung eine sehr ausgeprägte Wahrnehmung fremder Personen und eben auch der eigene Kinder haben.


    Liebe Grüße,
    Alex
    Da sprichst du etwas an, das mir schon länger zu schaffen macht.
    In den Kiga- Entwicklungsgesprächen wurde mir von verschiedenen Erziehern gesagt, dass ich meine Kinder aussergewöhnlich realistisch einschätzen würde,
    während mir die Lehrerin meines Sohnes sagte, ich würde "aus Mücken Elefanten machen". ????


    Aber nochmal was anderes
    Kindheit - wann endet die, mit 18, mit 14 ( weil dann ja Jugendlich)???
    Ist das vorgegeben in welchem Alter genau die Symptomatik deutlich geworden sein muß?
    (sorry, werde gerade schon wieder unsicher)
    L.G.
    happypill

  10. #20
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 231

    AW: Problem mit den Fragebögen zur Diagnostik!!!

    Jazz schreibt:
    Hallo,

    ich bin gerade völlig verzweifelt. Ich hab heute angefangen die Fragebögen für die ADHS Diagnostik, die ich zugeschickt bekommen habe, auszufüllen.
    Jetzt hab ich das Problem, dass ich mich nicht mehr an meine Kindheit eriinnern kann!!!
    Ich hab dann meiner Mutter den Fragebogen für Angehörige gegeben und sie hat mir erklärt sie kann den Bogen nicht ausfüllen!!! Ich durfte als Kind immer raus wenn ich wollte, machen was ich wollte, sie hat mir alles hinterher geräumt, hat meine Schulsachen gepackt, ... daher könne sie eigentlich garnicht sagen, wie ich denn so war.
    Ich kann doch nicht lauter unausgefüllte Fragebögen zurückschicken!!!!
    Wie war das bei Euch???

    Verzweifente Grüße Jazz

    Poste doch mal EinZweiDreiVier Fragen aus dem Bogen für deine Mutter...
    Will nur mal wissen warum sie diese nicht ausfüllen kann.

    Hast du noch alte Schulzeugnisse der Klasse 1-4?
    In meinen stand einiges der Lehrer drin, was hilfreich war bei der Diagnose.

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