Das mit der quadratischen Ausrichtung muß ja nicht Zwang sein ("ich kann nicht anders"), sondern ... unbezwingbarer Gestaltungsdrang. Ich habe auch lieber mit dem Kartoffelpürree und der Soße Kanäle gebaut und Dämme und ...

Macht doch mehr Spaß als dieses langweilige normale Essen...

Vielleicht ist der Schuhständer auch eine künstlerische Übung gewesen. So seltsam es wäre. Das Motiv macht es halt aus.

Ich hab auch schon mal Sachen auf dem Schreibtisch rechtwinklig hingelegt. Einmal als Gutwillenserklärung, und dann, damit der Dreck und Müll auf dem Tisch ein kleines ... gestaltetes ... Moment bekam. Als Frühkind-Techniker mochte ich früh geometrische Anordnungen. Aber wegen ihrer Schönheit. Nicht wegen irgendeiner "heiligen" Ordnung, oder was irgendwelche Pedanten oder Spießer drin sehen könnten. OK, das hat sich im Lauf der Zeit gewandelt. Man passt sich an.

Auf die Idee, irgendetwas aufzuräumen, wäre ich als Kind freilich nie gekommen. Mir kommt das bei Kindern bis heute recht ... verdächtig vor, wenn sie aufgeräumte Zimmer haben (die nicht von Mutti zwangsaufgeräumt wurden). Auch wenn es bestimmt Kinder gibt, für die das normal ist. Ich kann es mir nur nicht vorstellen.

Den "ich muss die Bude ordentlich verlassen"-Tick habe ich auch, sehr zum Missfallen meiner Frau. Den habe ich mir aber auch sehr mühsam antrainiert im Laufe des Studiums. Könnte ja sein, dass jemand nachher mit heim kommt, und dem kann man ja nicht die Chaosbude präsentieren, wo der Kamm in der Butter liegt...

Ich kriege aber keine Zwangs-Entzugserscheinungen, oder mache den "Monk", wenn ich einen "Alarmstart" hinlegen muss.