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Diskutiere im Thema Diagnose, die keine ist. im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 3.146

    Diagnose, die keine ist.

    Einige von Euch kennen mich hier als aktivere Userin, als die letzten Tage und fragen sich vielleicht, warum ich mich so zurück gezogen habe aus dem Forum. Einige von Euch wissen auch, dass ich mich auf ADS testen lassen wollte bzw. mich auch habe testen lassen.

    Ich glaube, ich versuche hier mal zu erklären, was in den letzen Tagen passiert ist.

    Ich habe einen Termin gehabt, wo mir meine Testergebnisse mitgeteilt werden sollten. Viele von Euch kennen vielleicht dieses Gefühl der inneren Zerrissenheit, oft jahrelang, weil man merkt, irgendwie verstehen einen die anderen nicht, man versteht sich selbst nicht und möchte wissen, was ist das, warum ist das so.

    Nachdem ich wegen Depressionen schon mehrere Therapien hinter mir habe, die mich aber nicht wirklich zum Kern meiner Probleme gebracht haben und nachdem ich hier im Forum für mich erkannt habe oder besser dachte erkannt zu haben, dass hinter allem auch ADS stecken könnte, habe ich mich testen lassen. Ich habe mich nicht danach gesehnt, endlich ADS zu haben, ich wollte etwas greifbares, etwas, was erklärt, was mein Leben lang Einfluss auf mich hat und wofür ich keinen Namen hatte.

    Nun habe ich Testergebnisse und diese Diagnose ist eine Diagnose, die keine ist, für mich nicht. So wie ich das verstanden habe könnte ich ADS haben und dann auch wieder nicht. In Deutschland gehören mehrere Teilaspekte zu einer Diagnose, die sozusagen erfüllt sein müssen. Dazu gehört z.B. Hyperaktivität, die mir fehlt, dazu gehört auch Impulsivität, die ich zwar habe, aber nicht so stark ausgeprägt und dazu gehört, dass die Probleme seit etwa 6. Lebensjahr vorhanden sein müssen, was bei mir nicht eindeutig ist, weil mir meine Zeugnisse aus dieser Zeit fehlen und weil in dem entsprechenden Fragebogen, wo man mindestens 90 Punkte haben muss, habe ich nur 88. Also ist nach diesen Kriterien bei mir eine ADS nicht eindeutig nachweisbar.
    Der Psychologe hat noch Tests aus dem amerikanischen übersetzt und verwendet diese mit, um seine Diagnose abzusichern. Nach diesen liegt bei mir ziemlich klar ADS vor und auch dass meine Konzentration klar nachgelassen hat u.s.w. könnten auf ADS hinweisen, aber da diese amerikanischen Tests hier in Deutschland nicht relevant sind, haben sie auch keine Aussagekraft für eine Diagnose. Und wer keine Diagnose hat, braucht auch keine Therapie oder so.

    Ja und da waren sie dann plötzlich wieder, meine alten Bekannten, der Zweifel, die Unsicherheit, die Traurigkeit, die Ratlosigkeit, die Zerrissenheit und alle zerren mich hinein in mein Depri- Loch und wollen mich einfach nicht in Ruhe lassen. Die Hoffnung, ihnen zu entkommen, endlich Gewissheit zu haben, mit einem Schlag zunichte gemacht.

    Ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll, wenn ein Fachmann Dir sagt, er weiß nicht, ob Du nun ADS hast oder nicht, wie willst Du es dann selber wissen. Wenn ich nicht weiß, warum so viel schief läuft in meinem Leben, wenn ich nicht weiß, was mit mir los ist, wie kann ich dann gut Mama sein? Verdammt ich will nicht mehr diese endlose Gefühlsachterbahn, mir wird schlecht davon.

    Mir wurde gesagt, ich habe hier einigen von Euch geholfen, mir wurde gesagt, ich wirke so stark, ich bin liebenswert und all solche Dinge, die so positiv sind. Warum kann ich das nicht sehen? Ich bin nicht stark und ich mag mich nicht mal selbst. Anderen helfen ist wunderbar und ich habe ein schönes Gefühl, wenn ich helfen kann, ich helfe auch wirklich gern, aber ich möchte mir auch helfen. Ich kann es nicht.

    Kann mir vielleicht jemand sagen, wie ich mit dieser Nicht-Diagnose umgehen kann? Kann mir jemand helfen, kennt jemand so etwas auch. Ich bitte wirklich nicht oft um Hilfe und ich wollte auch keine schlechte Stimmung hier verbreiten, aber bitte ich brauch Hilfe, ich dreh sonst durch. :help:

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.633

    AW: Diagnose, die keine ist.

    "aktivere Userin" - also Mädel, jetzt tu mal nich so bescheiden.

    "jahrelang" - jahrzehntelang, also Mädel, jetzt ... s.o.


    "So wie ich das verstanden habe könnte ich ADS haben und dann auch wieder nicht."




    "In Deutschland gehören mehrere Teilaspekte zu einer Diagnose, die sozusagen erfüllt sein müssen."

    Jo, des allerdings.

    Und zwar vor allem ein wahnsinniger "Dummendusel", auf einen Menschen zu stossen, der sich mit der Sache auskennt.


    "Ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll, wenn ein Fachmann Dir sagt, er weiß nicht, ob Du nun ADS hast oder nicht."

    Ja, Marvinkind, das ist eine zweischneidige Sache. Ein wirklicher Fachmann wird Dir nach der ersten Begegnung auch nicht sagen können, ob Du ADS hast oder nicht. Das ist sozusagen das Kriterium eines wirklichen Fachmanns. Leider wird diese Wahrheit auch von vielen Dilettanten ausgenutzt, die Dir auch nach der 100. Begegnung noch nicht sagen könnten, ob Du nun ADS hast oder nicht und auch ansonsten Schizophrenie nicht von Wileda unterscheiden könnten. Hier trennt sich dann die Spreu vom Weizen. Leider erst spät und dann zum Nachteil des Betroffenen.

    Ich musste ja selbst erst einmal eine Dekade mit Psychiatern und insgesamt ein knappes Jahr meiner Lebenszeit in Irrenhäusern verbringen, um da halbwegs durchzublicken, und kann heute noch nicht nach der ersten Begegnung mit einem Psychiater, auch noch nicht nach der sechsten, mit letzter Sicherheit sagen, ob es sich um einen Dilettanten handelt oder nicht. (Aber es ist schon besser geworden.)

    Ja, Marvinkind, ich muss leider sogar noch weiter gehen, einen wirklichen Fachmann wirst Du sogar daran erkennen, dass er zugibt, keine Ahnung zu haben. Ganz wenige Dilettanten werden Dir sagen, Frau Marvinkind, ich weiss es nicht. Vorsicht ist i. d. Z. insbesondere vor deutschen Pyychiatrieprofessoren zu üben, die die Weisheit mit der Mutterzitze in sich aufgesaugt zu haben scheinen.

    Ich schweife ab, es ist ein weites Feld.

    Oder wie mein Dubliner Lieblingsbarkeeper immer sagt, wenn ich ihm nach einer Bouteille ins Ohr schluchze: "Oh, Richard (*), it`s such a long, long, long way to Teperary." "Not, if you can afford the taxi."

    Noi, Marvinkind, ned durchdrehen jetzt.

    Was Du beschreibts ist völlig normal-

    Man nennt sich Fachmann und macht einen Test, damit man sich die Lebensgeschichte, mit deren Evaluierung eine Diagnose steht und fällt (Tests sind nur zur Absicherung der Diagnose da), nicht anhören muss.

    Des ist völlig normal, da darfst ned glei durchdrehen.

    Ich bin ja zur Zeit ein Asperger. Und nur ein lästig geduldeter Gast in diesem Forum-

    Noi, Marvinkind, ischd ein ADS-Fachmann gewesen, der diese Verdachtsdiagnose geäussert hat-

    Und glaub mir, ich hab mich da zunächst genauso erschlagen gefühlt wie Du. Und aufgeregt.

    Aber wie gesagt, das MUSS kein Anzeichen für Dilettantismus sein, es kann auch Sorgfältigkeit bedeuten, also das Gegenteil davon.

    Was es in Deinem Fall ist, weiss ich natürlich ned, i war ja ned dabei.

    Bitte mach Dir deutlich, dass Du in Deutschland lebst, also einem Land, das in puncto ADHS bei Erwachsenen sich auf einem Forschungsstand von einem Entwicklungsland wie Namibia oder Madagasskar befindet, mit dem Unterschied, dass es dort noch als wahrscheinlicher gelten dürfte, in eine angemessene Behandlung zu kommen, nach der Diagnose wohlgemerkt.


    (*) Richard ist Barkeeper in der "Temple Bar", hält das ganze aber für eine mother****in` Touristenattraktion.


    Jo, Karle, des ist ja alles schön und gut. Du säufst Dir am 23. Juni wieder die Hucke voll in dr Tempel Bar. Und was mach i jetzt im Osten.

    Jo, des ist au ganz einfach. Allerdings so einfach, dass ich Dir des gar nicht im offenen Forum empfehlen darf, davon abgesehen au gar ned will.

    I schick Dir trotzdem a PN.

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 70

    AW: Diagnose, die keine ist.

    Oh Marvinkind,ist dir schon aufgefallen das wir in Deutschland Leben?
    Viele dieser sog. "Spezialisten" haben vielleicht mal kurz gegoogelt oder haben ein-zwei Bücher gelesen dmit sie zumindest den Grundstoff wissen.
    Ich war von Ende November08-Ende April bei einer sogenannten "Spezialistin" in behandlung die laut ihrer Aussage bei der Terminvereinbarung am Telefon behauptet hatte das es ein Spezialgebiet von ihr wäre und dass sie Diagnosen stellt....in meinem Befund für den Hausarzt stand nur "Verdacht auf Adhs" , also vieleicht hat er es-oder auch nicht....
    Es ist leider wirklich nicht einfach einen GUTEN Adhs Spezialisten zu finden..in Niedersachsen gibt es meines wissens gerade mal 2!!!! die sich wirklich sehr gut mit dem Thema befasst haben,mein Arzt hat sogar selber Ads und selbst er hat gesagt das die meißten Arzte die eine Diagnose stellen überhaupt keine Ahnung haben von dem was sie tun.
    Es tut mir wirklich leid das du nun schon so lange gewartet hast und dennoch für einige Zeit im ungewissen bleiben wirst was nun genau los ist.
    Auf zum nächste Arzt der dir Hoffentlich helfen kann eine EINDEUTIGE Diagnose zu stellen.......ach ja.....KOPF HOCH!!!!!! du hast nichts davon den Kopf jetzt in den Sand zu stecken auch wenns jetzt ein wenig abgedroschen klingt.
    VIEL GLÜCK.

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 56
    Forum-Beiträge: 85

    AW: Diagnose, die keine ist.

    Liebe Marvinkind,

    das tut mir so Leid für Dich. Das klingt so schlimm. Ohne ein ja oder nein bist Du genau dort, wo Du am Mittwoch warst, nur dass Du keinen Endtermin für die Unsicherheit mehr hast.

    Ich fühle für Dich. Alles Liebe

    Pidge

  5. #5
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 3.146

    AW: Diagnose, die keine ist.

    danke, dass Ihr Euch so viele Gedanken macht und danke auch, dass ihr mir Mut machen wollt.

    Eiselein, Du hast ja schon einige Erfahrungswerte und ich hatte so oder ähnlich mir gedacht, dass deine Beurteilung lauten würde.

    Kay, auch Dein Vorschlag, zum nächsten zu gehen ist zu überlegen.

    Ich bin im Moment etwas unschlüssig. Zum einen ist es ja alles andere als einfach, jemanden zu finde. Wie Eiselein schon sagt, sich Fachmann nennen ist die eine Sache, auch wirklich einer sein eine ganz andere. Dann kommt da eine völlig verdrehte Marvinkind, die sich einbildet, ADS zu haben und die keine Ahnung hat und wie soll die wissen, wo jemand zu finden ist, der wirklich Ahnung hat?

    Und sollte ich dann wirklch jemanden finden und mich wieder testen lassen, dann wieder eine Diagnose bekommen, die ähnlich der jetzigen lautet? Wenn ich bis dahin noch nicht durchgedreht bin, dann passiert das spätestens dann. Ehrlich gesagt, habe ich davor Angst und vielleicht ist es besser, dieses "Vielleicht" irgendwie zu akzeptieren oder zu verdrängen, damit zu leben, als weiter darüber nachzudenken, was wäre wenn oder wieder mit der nächsten Diagnose noch weiter runtergezogen zu werden. Kann ja durchaus sein, ich blde es mir tatsächlich nur ein.

    Mir wäre es nur hilfreicher gewesen, wenn es schon nicht ADS ist, er hätte mir wenigstens gesagt, was es dann statt dessen ist.

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 239

    AW: Diagnose, die keine ist.

    Ich kann mich schnittenkay nur anschliesen . Es tut mir so leid das du dennoch im ungewissen bleibst .Aber kämpfe weiter , du schafst das und den Kopf nun in den Sand stecken und Aufgeben geht nicht .

    Sei Lieb umarmt

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 68

    AW: Diagnose, die keine ist.

    Hallo Marvinkind,

    das Vielleicht zu akzeptieren ist kontraproduktiv zumindest irgendwann wird es das, wenn die Verdränung nicht mehr klappt, denn diese Gedanken kommen immer wieder, was habe ich nur, warum bin ich anders, was mache ich falsch, warum bin ich falsch.............

    Einen anderen Thera oder Psychiater oder wie diese Weißkittel sich nennen zu suchen ist eine sehr gute Idee. Fand ich auch immer und hab das auch immer wieder getan. Viele Jahre lang ein Martyrium. Jetzt hab ich den Richtigen. Nach 25 Jahren aktiver Suche.
    Wenn man allerdings depressiv ist, eine schwierige Familiensituation hat, ist es nahezu unmöglich, sich aufzuraffen um weiterzusuchen, wieder alles erklären müssen, was man nicht erklären kann, Gefühle zu beschreiben, die nur diffus sind und von Angst, Panik und Lähmung überschattet werden.
    Ich kann dir anbieten, meinen Thera zu fragen (er ist in 2 Wochen aus dem Urlaub wieder da) ob er in deiner Nähe einen Kollegen kennt, der dir helfen kann. Ich kann dir bei der Suche helfen, anrufen, Vorgespräche führen, Termine ausmachen, wenn du das nicht alleine schaffst. Meinen Thera hat mein Freund für mich aufgetrieben, da ich nicht mehr in der Lage war irgendetwas außer trinken, toben, weinen zu tun.

    Ich war auch als Kind "anders". Nicht schusselig, nicht aggresiv, manchmal verträumt, immer sehr nachdenklich, immer elendig perfektionistisch bis zur Selbstzerstörung. Hab immer versucht es allen Recht zu machen, mich immer auf andere eingestellt, ihnen das gegeben, was sie wollten, wie sie mich haben wollten. Solange bis ich nicht mehr ICH war. Da war nix, keine Definition, wer bin ich, was will ich, was will ich nicht.
    Dann kam der Zusammenbruch, dann die Diagnose "Depression". JUHU ich habe ja eine Krankheit, und Krankheiten kann man heilen. Jaja, wenn man einen findet, der sich damit auskennt, ich stimme da Eisele völlig zu.

    Und - du bist stark, auch wenn du das gar nicht so siehst und im Moment so verzweifelt bist. Du bist stark, denn du bist hier im Forum und hockst an deinem Rechner und schreibst dir deine Qual von der Seele.

    Fühl dich festgehalten und gedrückt
    lg
    Schattentanz

  8. #8
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 28

    AW: Diagnose, die keine ist.

    Hey Marvinkind

    Also ich kann mich auch nur schnittenkay und Meinsohn anschließen, bitte bitte bitte gib jetzt bloß nicht auf !!!!!!!!!!!

    Ich kann nur aus eigener Erfahrung sprechen und es war bei mir so das ich zweimal in der Geschlossenen gesessen hab bevor ich zur Kur konnt und es bei mir eindeutig diagnostiziert wurde und ichhabe dann aber immer noch keine Medis bekommen weil andere Sachen bei mir im Vordergrund standen die behandelt werden mussten und ich sollte dann nach meiner Entlassung aus der Kur mir zuhause auf eigene Faust einen Arzt suchen der mir dann irgendwann Medis für AD(H)S verschreibt und mich darauf einstellt und das ganze hat mich fast zwei jahre meines Lebens gekostet und meine Ehe aber ich habe nie aufgegeben und habe nun seit ganz kurzer Zeit einen wirklich tollen Arzt der auch diagnostiziert und der auch selbst an ADS leidet und nun geht es langsam bergauf !!!!!!!!!!!!!!

    Also nochmal bitte bitte gib nicht auf sondern such weiter nach einem neuen Arzt, wenn du möchtest dann kann ich dir auch gerne helfen dafür brauche ich aber deine PLZ denn ich habe mal eine seite aufgetan hier im Netz dort werden Ärzte deutschland weit geführt die sich mit ADS und AD(H)S auskennen !!!!!!!!!

    Fühl dich gedrückt und lass den Kopf nicht Hängen !!!!!!!!

    LG Karsten

  9. #9
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 3.146

    AW: Diagnose, die keine ist.

    Schattentanz schreibt:
    Hallo Marvinkind,

    das Vielleicht zu akzeptieren ist kontraproduktiv zumindest irgendwann wird es das, wenn die Verdränung nicht mehr klappt, denn diese Gedanken kommen immer wieder, was habe ich nur, warum bin ich anders, was mache ich falsch, warum bin ich falsch.............

    Einen anderen Thera oder Psychiater oder wie diese Weißkittel sich nennen zu suchen ist eine sehr gute Idee. Fand ich auch immer und hab das auch immer wieder getan. Viele Jahre lang ein Martyrium. Jetzt hab ich den Richtigen. Nach 25 Jahren aktiver Suche.
    Wenn man allerdings depressiv ist, eine schwierige Familiensituation hat, ist es nahezu unmöglich, sich aufzuraffen um weiterzusuchen, wieder alles erklären müssen, was man nicht erklären kann, Gefühle zu beschreiben, die nur diffus sind und von Angst, Panik und Lähmung überschattet werden.
    Ich kann dir anbieten, meinen Thera zu fragen (er ist in 2 Wochen aus dem Urlaub wieder da) ob er in deiner Nähe einen Kollegen kennt, der dir helfen kann. Ich kann dir bei der Suche helfen, anrufen, Vorgespräche führen, Termine ausmachen, wenn du das nicht alleine schaffst. Meinen Thera hat mein Freund für mich aufgetrieben, da ich nicht mehr in der Lage war irgendetwas außer trinken, toben, weinen zu tun.

    Ich war auch als Kind "anders". Nicht schusselig, nicht aggresiv, manchmal verträumt, immer sehr nachdenklich, immer elendig perfektionistisch bis zur Selbstzerstörung. Hab immer versucht es allen Recht zu machen, mich immer auf andere eingestellt, ihnen das gegeben, was sie wollten, wie sie mich haben wollten. Solange bis ich nicht mehr ICH war. Da war nix, keine Definition, wer bin ich, was will ich, was will ich nicht.
    Dann kam der Zusammenbruch, dann die Diagnose "Depression". JUHU ich habe ja eine Krankheit, und Krankheiten kann man heilen. Jaja, wenn man einen findet, der sich damit auskennt, ich stimme da Eisele völlig zu.

    Und - du bist stark, auch wenn du das gar nicht so siehst und im Moment so verzweifelt bist. Du bist stark, denn du bist hier im Forum und hockst an deinem Rechner und schreibst dir deine Qual von der Seele.

    Fühl dich festgehalten und gedrückt
    lg
    Schattentanz
    Leute, Ihr macht mich fertig, im positiven Sinn.

    Ich habe mich hier hingesetzt und meine ganze Verzweiflung in die Tasten gehauen und ein wenig gehofft, vielleicht lesen das ja ein, zwei Leute, die Dir dann auch sagen, dass Du nicht ganz so daneben bist, wie Du Dich gerade fühlst. Ich wollte es auch einfach los werden, weil ich sonst geplatzt wäre.

    Aber was hier passiert, damit hätte ich doch im Leben nie gerechnet.

    Schattentanz, ich weiß es ja, es kommt bestimmt irgendwann wieder, nur im Moment ist das verdrängen der Weg, es auszuhalten. Die Lösung ist es nicht. Ich habe schon so einen Zombie, den ich seit Jahren mit mir herum schleppe und den hatte ich immerhin 16,17 Jahre erfolgreich verdrängt.

    Du hast auch Recht damit, warum ich mich nicht aufraffen kann, weiter zu suchen. Erklär mal, was Du nicht erklären kannst, mach mal deutlich, dass Du so sehr unter Leidensdruck stehst, Angst hast, gelähmt bist und das alles, wenn Du nicht weißt, warum oder die Ursache nicht kennst, ja noch nicht mal, ob Du alles nur so schlimm siehst, oder es tatsächlich schlimm ist.

    Aggressiv war ich auch nie, immer ruhig, verträumt und kindlich naiv, schusselig auch und sehr unordentlich, was meine Mutter nie verstehen konnte. Ich habe mich auch immer angepasst, auch versucht, es jedem Recht zu machen, eine eigene Meinung, kannte ich nicht, war nicht erwünscht. Wenn ich funktioniert habe, war ich gut, wenn nicht, war ich minderwertig. Meine Kinder habe ich nie richtig erzogen und dann kam auch bei mir der große Knall und ich war depressiv und musste mich in eine Behandlung begeben. Auch ich hatte die Hoffnung, alles klar, etwas Therapie, ein paar Pillen und gut ist. Nein, wurde nur schlimmer, denn die haben den Zombie geweckt und mich mit ihm im Schlepptau nach hause geschickt. Ich war ich wohl noch nie in meinem Leben, vielleicht besitze ich gar kein "ICH"?

    Stark ich? Glaube ich nicht so richtig, vielleicht irgendwann. Stark höchstens wenn es darum geht, für meine Kinder da zu sein.

    Was mich so erstaunt, dass Leute, die erst ein paar Tage hier sind, mich so unterstützen, nicht dass es die anderen nicht auch täten, aber es ist Wahnsinn, ich bekomme Gänsehaut, weil mich das so tief berührt und beeindruckt.

    Ich möchte so gerne losgehen und weitersuchen, glaubt mir das, ich habe aber Angst, weil ich nicht weiß, ob ich den Richtigen finde, steht ja keinem auf der Stirn. Ich habe Angst, weil ich keine Zeugnisse habe und auf meine Mutter, die sagen könnte, wie ich als Kind war, kann ich nicht zählen. Ich habe Angst, wieder ein "Vielleicht" zu bekommen und vielleicht ist dieses Vielleicht ja auch real und ich bilde mir wirklich alles nur ein, weil ich hier zu oft im Forum bin und den Blick für die Realität verloren habe und ein Hypochonder bin, der nur dann gut fühlt, wenn er sich krank fühlt?

    letztlich bleibt ja auch die Frage, was bringt es mir eine Diagnose zu haben? Gewissheit und ich kann sagen, hey, ich bin krank, wobei bin ich krank, ist ADS krank? Aber was bringt es mir wirklich, ein anderes Leben nicht.

    Auch Dir Pitbul und Dir MeinSohn und Eiselein und wen ich vergessen habe, ich bin Euch allen sehr dankbar und ich bin wirklich sehr ergriffen von dieser Resonanz, ich möchte Euch jeden einzeln drücken

    Ich fühl mich so hin und her gerissen, ob ich wirklich noch mal suchen soll, ich habe im Moment eher den Impuls, ich möchte es vergessen und hoffen, dass es nicht mehr hoch kommt.

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 68

    AW: Diagnose, die keine ist.

    Hallo Marvinkind,

    klar versuchst du es weiter, wenn auch nicht gleich, Angebote sind da dir "technische" Hilfe zu geben. Zu suchen nach dem Richtigen, alle Verfügbaren anzurufen in deiner Gegend. Und wenn du jetzt lieber verdrängen oder vergessen magst um Ruhe zu finden ist das doch ok!

    Hauptsache du schreibst hier weiter, damit hilfst du uns, bzw. mir nämlich sehr!

    Und - mir geht es auch so, ich bin völlig platt, wie liebevoll hier alle miteinander umgehen. Das tut so unsagbar gut. Ich habe gemerkt, dass ich dadurch auch viel liebevoller und verständnisvoller geworden bin in der Welt da draußen.
    Eigentlich komisch, offensichtlich sehnen sich viele Menschen nach einem solch respektvollen Umgang miteinander. Erschütternd, dass das dann in unserer Gesellschaft nicht machbar ist. Noch nicht. Noch muss man eine Rolle spielen, und kann dabei sein "Ich" verlieren. Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass das irgendwann mal anders ist. Auch wenn es 150 Jahre dauert.

    Liebe Grüße
    Schattentanz

    Da fällt mir ein, warum brauchst du Zeugnisse??? Und warum sollte deine Mutter was erzählen, wie du warst???? Nein nein, es geht darum, wie DU alles erlebt und empfunden hast. Nicht deine Mutter. Es geht um DICH, nicht wie deine Mutter dich sieht. Bestenfalls geht es darum, wie du dich aufgrund deiner Mutter Verhalten gefühlt hast. Um DICH gehts, net um Zeugnisse, das ist Papier, das sagt nix aus. Nicht die ganze Wahrheit zumindest. Nur einen Abklatsch derer die diese Dinger in ihrer unendlichen Überheblichkeit verfasst haben.
    DU bist wichtig, keine Zeugnisse über dich von irgendjemandem!!!!!
    Geändert von Schattentanz ( 4.06.2009 um 01:39 Uhr) Grund: Hab was vergessen!!!

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