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Diskutiere im Thema Diagnose...und jetzt? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 1.096

    Unglücklich Diagnose...und jetzt?

    Brauche mal eure Meinung...bitte

    Nachdem ich ja erst nur die Verdachtsdiagnose bekommen habe, war ich nochmals zur Testung in der EOS-Klinik in Münster. Und jetzt habe ich Diagnose doch noch fest bekommen...und andere auch noch

    Jetzt weiß ich aber nicht wie es weitergehen kann. Zur Zeit nehme ich 300mg Elontril und werde zusätzlich eingestellt auf Lamotrigin (zur Zeit bin ich bei 50mg).
    Aber ehrlich gesagt möchte ich trotzdem wieder MPH bekommen- zwar stehen bei mir auch Depris mit im Vordergrund, aber andererseits bin ich auch sehr stark auf der Arbeit eingespannt, und das funktioniert so nicht so dolle, weil ich permanent durch den Wind bin, vergesslich, zehn Sachen gleichzeitig anfange ohne was wirklich zu Ende zu bringen- alles nur zu 90%. Ich bin total hektisch, fahrig, motorisch unruhig. Während meine Kollegin auf ihren Bildschirm starrt und unbeirrt ihrer Arbeit nachgeht, lasse ich mich von jedem Geräusch, Stimme usw. ganz leicht ablenken. Und das kommt in einem großen Büro nicht gerade selten vor

    Ums abzukürzen: meine Arbeit kann ich so nicht effektiv und zielstrebig verrichten. Auch meine mit allen Kräften nur aufrecht zu haltende Selbstdisziplin ist komplett zerbrochen: Ich schaufle im Moment Essen- sprich Süßigkeiten in mich rein und Cola- es ist einfach unglaublich.

    Jetzt habe ich kommenden Freitag einen Termin bei meiner Ärztin in der Bochumer LWL-Klinik. Das ist mein erster Termin dort seit der Diagnose-Stellung. Ich glaube aber nicht, dass ich dort MPH werde verschrieben bekommen-auch nicht auf Privat-Rezept. Aber ich möchte auch nicht schon wieder den Arzt wechseln- zumal sie mich aus meiner stationären Behandlung im letzten Jahr gut kennt und ich finde es so mühselig bei jedem neuen Arzt immer wieder von vorne anfangen zu müssen
    Klar, ich könnte parallel noch zu einem anderen Arzt gehen, der mir auch schon vorher MPH verschrieben hat, aber eigentlich widerstrebt mir das, denn ich bin für Offenheit und Ehrlichkeit- geht schließlich um meine Gesundheit und alleine schon wegen Wechselwirkungen usw. muss meine behandelnde Ärztin doch wissen, was ich nehme

    Versteht jemand mein Dilemma? Was soll ich bloß tun

    LG Amneris

  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 1.096

    AW: Diagnose...und jetzt?

    Wieso schreibt mir denn niemand Ich bin doch auch so eine ungeduldige ADHSdie

  3. #3
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 562

    AW: Diagnose...und jetzt?

    hallo amneris

    ich schreib dir mal.

    wieso bekommst du kein mph (mehr) verschrieben?

    was hast du so für zusatzdiagnosen? (nur wenn du`s schreiben willst)

    ich wünsche dir auf jeden fall dass du bald gut eingestellt wirst und mph doch noch kriegst.
    am besten du sagst es dem doc nochmal dass du damit schon gute erfahrungen hast.


    lg crazyy

  4. #4
    mit Nebenwirkung

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 4.672

    AW: Diagnose...und jetzt?

    Hallo Amneris,

    ich versuche mal was sinnvolles dazu zu sagen

    Zu nächst mal scheinst du recht aufgeregt und durcheinander zu sein.
    Das finde ich logisch. Frisch diagnostiziert und "schwarz auf weiß" ADS!!
    Lass dir selbst ein bißchen Zeit, es zu verdauen.

    Wieso setzt du voraus, dass dir dein Arzt kein MPH verschreiben wird? Hattet ihr das Thema schon mal besprochen?
    Oft macht man sich Sorgen um etwas, dass dann so gar nicht eintrifft.
    Bis Freitag ists noch lang, ich weiß, aber versuche dem Termin nicht grundsetztlich negativ entgegen zu sehen, sondern sieh ihn doch als Chance!

    Zu depressiven Stimmungen:Mir ist aufgefallen, dass seit ich wieder Ritalin nehme, die Gundverzweiflung am Leben nachgelassen hat. Also will sagen, vielleicht schließt sich MPH und Depression nicht gegenseitig aus. Kommt halt immer auf die Ursachen an.

    Äh, kann man das jetzt verstehen, wie ich s meine??
    Ich hoffe.

    Amneris, sei tapfer, noch 4 Tage und du bist wieder ein bißchen "schlauer"!
    Ich wünsche dir Kraft zu warten und dem positiver entgegen zu blicken!

    L.G.
    happypill

  5. #5
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 1.096

    AW: Diagnose...und jetzt?

    Erstmal danke für die Rückmeldungen (und da sage einer, dass Jammern nicht hilft)

    @Crazyy, habe keine Problem damit, nur da ich hier und dort schonmal was geschrieben hatte, wollte ich niemanden mit Wiederholungen langweilen
    Also außer ADHS, habe ich als Diagnose Depression mittleren Grades, Zwangsstörung (womit mein Messie-Syndrom gemeint ist), Ess-Störung (nicht Mager- sondern Fresssucht von Kleinauf ) und außerdem noch Verdacht auf bipolare Störung.

    @Happypill, ich habe leider die Erfahrung gemacht, dass man dort in der Klinik sehr schnell abgestempelt wird dem Motto nach "...die will ja nur Tabletten (MPH)" Und dass obwohl ich noch nie einen Zug an einer Zigarette getan habe, keinen Alkohol mag usw. Aber wahrscheinlich machen die Ärzte dort täglich andere Erfahrungen mit Süchtigen

    Und dass ich dort kein MPH bekomme, weiß ich, weil mir diese Ärztin, die selbst nicht auf ADHS spezialisiert ist und gerade erst ihren Facharzt gemacht hat, defintiv keins verschreibt. Sie hatte mich einmal zu einem Kollegen geschickt, um mit ihm darüber zu sprechen. Allerdings war das noch vor meiner festen Diagnose. Leider bin ich an diesem Morgen von Polizei und Feuerwehr geweckt worden, weil ich in meiner Wohnung einen Wasserrohrbruch hatte.
    Entsprechend überfordert und verheult stand ich dann bei dem Arzt auf der Matte, der meinte, ich müsste nur wegen Depression behandelt werden, aber nicht ADHS. Und er hat mir empfohlen mich wieder stationär behandeln zu lassen. Und dass nur weil meine Nerven blank lagen wegen meiner Wohnung

    Außerdem, ich bin nicht aufgeregt und durcheinander, sondern das ist meine ADHS-Ausprägung: unstrukturiert und ungeduldig

    Aber um ehrlich zu sein, ich habe auch Angst, dass mir NOCH mehr die Zeit davonläuft.

    Liebe Grüße
    Amneris

  6. #6
    mit Nebenwirkung

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    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 4.672

    AW: Diagnose...und jetzt?

    Das mit der Ungeduld und dem Gefühl, die Zeit läuft einem weg, kenne ich auch. Sehr gut.
    Und im Endeffekt ist ja auch so, dass das Leben nicht wartet. Es läuft ab, langsam aber sicher. Und wenn es einem dreckig geht, guckt man bestenfalls nur dabei zu.

    Wenn ich deine "Geschichte" so lese packt mich der Zorn und ich denke: das gibt es doch nicht, dass man dir nicht helfen konnte, bzw. nur unzureichend.

    Ich glaube, du solltest trotzallem am Ball bleiben. Weiter suchen. Wie oft hört/liest man von Leuten die Jahre lang von Arzt zu Arzt rannten, bis ihnen endlich jemand helfen konnte/wollte.

    Vielleicht wäre die weiter Suche nach neuen Ärzten/Therapieansätzen ja gar nicht falsch!!
    Wenn du jetzt schon sicher bist, die Klinik ist ne Sackgasse, warum dann wieder rein laufen?

    Neue Wege kosten natürlich wieder Kraft und Geduld, aber deshalb stehen bleiben???

    L.G.
    happypill

  7. #7
    Wohnt hier

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    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 1.096

    AW: Diagnose...und jetzt?

    Na ja, weil ich vorher bei Ärzten war, die ich überredet habe, mir trotz dass ich "nur" die Verdachtsdiagnose hatte, MPH zu verschreiben.
    Und irgendwie fand ich das auch nicht so toll, dass die Ärzte einfach gemacht haben, was ich wollte, ich aber letztendlich komplett auf mich alleine gestellt war. Denn ich konnte nur Tabletten schlucken und schauen, ob sie wirken und bei welcher Menge. Aber einen Ratschlag, auch hinsichtlich der richtigen Einstellung und/oder Wechselwirkungen mit meinen anderen AD konnten sie mir auch nicht geben.

    Und ich habe leider festgestellt, dass die Wirkung von MPH mit Elontril zusammen keinen großen Effekt aufweist.

    Als ich im letzten Jahr in der ersten Klinik, in der ich gewesen bin, dem "Ritalin-Test" unterzoge wurde und 5mg Medikenet bekam, hat mich das regelrecht umgehauen- so toll habe ich den Effekt empfunden. Damals habe ich aber auch noch gar nichts genommen außer 10mg Cipralex.
    Danach bin ich ja etliche Male umgestellt worden- halt auf Zyprexa, Ergenyl, Citalopram, Venlafaxin und dann Elontril. Und nachdem ich dann einige Monate schon Elontril eingenommen hatte, habe ich irgendwann auch wieder das erste Mal MPH genommen- und selbst bei 60mg am Tag, war ehrlich gesagt so gut wie kein Effekt mehr spürbar.

    Deshalb habe ich jetzt auch Angst, ob MPH überhaupt noch bei mir "funktionieren" würde.

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 167

    AW: Diagnose...und jetzt?

    Amneris schreibt:
    Na ja, weil ich vorher bei Ärzten war, die ich überredet habe, mir trotz dass ich "nur" die Verdachtsdiagnose hatte, MPH zu verschreiben.
    Und irgendwie fand ich das auch nicht so toll, dass die Ärzte einfach gemacht haben, was ich wollte, ....
    Es gibt eben auch schlechte Ärzte! Am Besten also jemanden Neuen suchen! Hier im Forum habe ich aber u.a gelesen es gibt wohl Neurologen die MPH auch ohne Diagnose verschreiben um dann durch dessen Wirkung die Diagnose zu stellen...

  9. #9
    Fühlt sich hier wohl

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    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 562

    AW: Diagnose...und jetzt?

    hallo amneris

    willkommen im club.

    ich hab den verdacht auf bipolar u.ä. auch immer noch,ne panikstörung und eben das adhs.
    mein doc hatte allerdings kein problem, es bei mir mit mph alleine zu probieren, da die anderen probleme bei mir meist nicht so im vordergrund stehen.

    ich setz das mph ab und zu auf oder fange nicht an aufzudosieren solange es mir noch hilft, im moment kombinier ich es mit ca. 3,3 mg citalopram.

    vl kannst du ja doch noch mal zu dem selben doc gehen der dir das mph schon mal verschrieben hat, oder du gibst dem elontril vorerst noch eine chance.
    daneben gäbe es ja auch noch andere noradrenalinaufhemmer, die eventuell bei adhs hilfreich sein könnten.

    mir fallen jetzt folgende nahmen ein, also bei mph gibts ritalin,medikinet,concerta (retardierte) u. eventuell noch paar andere, weiters gäbe es noch strattera,atomoxetin,edronax,a nd so on...

    ich wünsche dir viel glück bei der suche nach den richtigen medis und der passenden einstellung (bin ja auch noch in der testphase)..

    lg crazyy

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