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Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 60

    Meine kleine Geschichte..

    hallöchen


    Erst mal werde ich etwas von mir berichten, aber ich würde auch gerne von anderen hören wie es ihnen geht, was eure erfahrungen sind. ich beginne mal bei mir. ich (23) habe mittlerweile nich gerade den angenehmsten weg hinter mir http://www.med1.de/l/s2.gif;-)
    ich kann mich teilweise an viele dinge aus meiner Kindheit gar nicht erinnern, genau genommen sogar eher wenig. Meine Mutter hatte immer das Gefühl ich wäre etwas anders und hatte sehr oft mit mir zu kämpfen. ich war als baby ein schreikind als kind teilweise unerträglich. ich habe sehr viel geweint, hatte sehr viel angst und hatte meine tobsuchtsanälle. ich habe als kind wohl andere kinder terrorisiert (was man sich bei mir heute kaum vorstellen kann). ich war endlos zappelig. oft außenseiter, die meisten kinder mochten mich nicht und das habe ich oft zu spüren bekommen. meine mutter sagte das ich auch immer wieder gemerkt hab dass ich etwas anders war als die anderen. die leute fragten sie auch manchmal ob ich behinert sei wegen meiner art. als ich so ca. 11 wurde sagte ich zu meiner mutter ganz stolz: ich kann auch still sitzen. und sie wollte das nicht glauben also habe ich es ihr bewiesen. ab da versuchte ich still zu sein. ab da begannen alle probleme. ich zog mich stark zurück. auf einmal wurde aus dem selbstbewussten mädchen ein stilles zurückhaltendes mädchen. die ängste wurden größer, bis hin zur depression die so mit 15, 16 begann. mir wurde zwar immer wieder gesagt dass es nicht sein kann dass ein adhs kind sich unter kontrolle bringt, aber ich kann das nicht glauben. ich meine ich hatte ja nichts unter kontrolle, ich habe versucht mich den normalen anzupassen und bin daran zugrunde gegangen. meine situation wurde zunehemend schlimmer. ich hatte schwierigkeiten mit gefühlen und ängsten. heute merke ich stark dass ich so unkonzentriert bin die leichtesten dinge nicht mehr verstehe, ich vergesse viel oder habe zu viel chaos im kopf. in den letzten 4 jahren ist mir dennoch aufgefallen dass mir ein sehr sehr schwer fiel, nämlich lernen. für einen moment war mir alles klar nach 10 minuten war es wieder weg. einfach weg. ich versuchte mit anderen zu lernen, die vom vielen reden total begeistert waren und danach fast alles wussten, ich jedoch stand da und konnte kaum etwas. ich merke das ich nicht blöd bin ich möchte so viel wissen aber es scheint wie blockiert zu sein. natürlich kann das auch die psyche sein. ich möchte es keinenfalls auf adhs schieben, aber manchmal scheine ich mich so regelrecht darin zu erkennen. mein neurologe hat mir neulich mal einen test mitgegeben, der von mir und meiner mutter ausgefüllt werden sollte. ich habe ihn auch wieder abgegeben. ich gehe nun seit diesem jahr wieder auf die schule, aber ich merke zunehmend das es mir so schwer fehlt und mich frsutriert. und da bin ich wieder, es ist immer noch da. diese blockade. was meint ihr? mich würde interessieren wie es euch ergangen ist, wie wurde es festgestellt, wie werdet ihr behandelt, habt ihr erfolge?


    ja jetzt beginnt wohl mein weg nach der bestätigung... aber es dauert jaaaa soooo lange...

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 62

    AW: Meine kleine Geschichte..

    Herzlich Willkommen Philo


    Mir ging/geht es ähnlich, viele habe ich zwar nicht terrorisiert, aber wenn, dann konnte ich mich wohl nicht zurückhalten. Ich wurde afaik auch von einem aufgeweckten fröhlichen Jungen zu einem zurückgezogenen stillen und meine mich die meiste Zeit zu kontrollieren.

    Aus meiner Kindheit kenne ich nur Situationen, die wirklich stark mit Gefühlen bezogen sind. Erinnerungen habe ich allgemein wenige, aber zumindest glaube ich diese auf Richtigkeit bewerten zu können.

    Die Blokade habe ich noch, ich war noch nicht beim Arzt (Selbstverdacht), meine Zukunft ungewiss. Zur Zeit bin ich der Falsche für Empfehlungen, wollte aber nur mal Hallo sagen. (Das hier entspricht ja eher deiner Vorstellung )

    Schön, dass du schon beim Arzt warst und deine Mutter da scheinbar mit geht!


    Viel Glück und Erfolg
    Tegularius

  3. #3
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 562

    AW: Meine kleine Geschichte..

    hallöchen

    ich hatte auch mal so eine phase wo ich andere kinder terrorisierte, das war in der grundschule, nachdem mich einige zeitweise mal ausgrenzten wegen meinem auffälligen verhalten/spleens etc..
    zum glück war das nur vorübergehend wo ich gehänselt wurde.

    damals dachte ich auch dass tiere viel besser sind als menschen, tieren gegenüber konnte ich immer schon viel empathie zeigen.

    motorisch ungeschickt war ich schon seit frühester kindheit.

    in der grundschule meinte die lehrerin auch ich sei irgendwie vom verhalten her so bisschen wie eine sonderschülerin, war aber gut in der schule damals.
    heute hab ich nix erreicht und oft bin ich wirklich wie behindert, dass ich wohl nur am zweiten arbeitsmarkt dauerhaft chancen hab, mein ganzer weg so ab 14 an war wie eine art degeneration obwohl da nix vorgefallen ist.

    dass ich anders bin merkten meine eltern auch schon immer aber man wollte es wohl nie so wirklich wahrhaben und dachte immer nur ich brauch bloß eine "therapie" oder sei "unterfordert" bzw "hochbegabt".

    später war ich dann immer ruhig in der schule aber hatte genug freunde außerhalb, mit den anderen kam ich klar, aber redete halt sehr wenig in gruppen.

    seit einger zeit schleicht sich in mir auch so ein verdacht ein,..hatte mit fünf jahren eine leistenbruch op...ist jetzt aber nur vermutung und eigentlich gehörts ins offtopic.

    wünsche dir aber viel glück bei der diagnosefindung und fürs weitere leben.

    lg crazyy
    Geändert von crazyy (22.10.2010 um 14:01 Uhr)

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