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Diskutiere im Thema Warum lügen Ärzte??? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 1.865

    Warum lügen Ärzte???

    Hallo ihr Lieben,

    ich habe mal wieder schmerzlich lernen müssen, dass die Diagnose die der Arzt mit einem bespricht, weiß Gott nicht die sein muss die nachher im Bericht steht.

    Eigentlich steht bei mir seit April die Diagnose ADS gepaart mit Depressionen.
    Aussage damals: na mensch....ihre Zeugnisse sind doch gut!!! Sie sind anscheinend in einer "Grauzone" von ADS.

    Er erklärte mir sofort die unterschiedliche Wirkweise von MPH und AD´s, riet mir zu einer Ergotherapie die auf AD(H)S ausgelegt ist und zu einer Kur in einer ADS-Klinik. Parallel dazu habe ich Elontril gegen die Depris und Konzentrationsstörungen bekommen. Eigentlich wollte ich ihn am Donnerstag auf MPH ansprechen, da die Konzentration nicht wirklich besser geworden ist.

    ABER:
    Gestern habe ich mir vom Hausarzt den Bericht besorgt. Zum einen für den Kurantrag, zum Anderen wollte ich es gerne schwarz auf weiß sehen....
    Tja.... In der Kindheit und Jugend keine Anzeichen für ADS, kein kongruentes Bild, allenfalls diskrete Hinweise auf ADS.

    Ich könnte

    Stattdessen lässt er sich über meine Beziehung aus, ich wäre überfordert, hätte eine erhöhte Anspruchshaltung und Depris.

    Ich bin dermaßen wütend!!!!

    Und warum das Ganze? Weil in meinem Zeugnis der ersten Klasse drin stand: sie hat eine starke Konzentration und viel Spaß am Lernstoff... Ja logisch... ich wollte unbedingt lesen und schreiben lernen um endlich Bücher selbst lesen zu können!!!! Ab der fünften Klasse ging es dann los mit: sie könnte mehr, unerledigte Aufgaben hemmen ihren Erkenntnisprozess. Das interessiert überhaupt nicht! Nur die Grundschulzeugnisse...

    Ich finde doch, dass gerade wenn man unbedingt lernen möchte und evtl. auch eine "hohe Intelligenz" hat sowas doch wunderbar kompensieren kann.

    Die ganzen weiteren Schwierigkeiten (ja auch in der Kindheit, und wie auch von meiner Mutter bestätigt) und die vorallem dann in der Pubertät zum Vorschein kamen werden einfach ignoriert.

    Ich bin völlig durcheinander.... soll ich jetzt die Kur abwarten? Dort werden doch auch nochmal Test´s gemacht, oder? Ich trau mich nicht meinem Partner den Bericht zu zeigen. Was da über uns drinsteht ist echt kein Pappenstiel. Und dann die Bestätigung für meinen Männe das ich mir eben doch alles einbilde und ADS ja gar nicht sein kann etc....

    Und dank der blöden AD´s kann ich nicht mal richtig wütend sein!
    Ich habe keine Ahnung wie ich mich Donnerstag verhalten soll. Klar werde ich den Arzt drauf ansprechen, aber ich kenne mich. Er hat bestimmt wieder eine gute Erklärung, ich halte die Klappe und könnte mich nachher dafür ohrfeigen...

    Sorry, dass es so lang geworden ist. Ich musste das jetzt mal loswerden.

  2. #2
    Wills wissen ;-)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 1.122

    AW: Warum lügen Ärzte???

    Also ich würde Dir anraten, nimm einen Notizzettel mit was du Ihm
    sagen möchtest und sag gleich zu Anfang du möchtest etwas besprechen.
    Und lass Ihn erst gar nicht zu Wort kommen bevor Du alles losgeworden bist.
    Dann kann Er seine Meinungen und Erklärungen loswerden,
    wenn Er sich in Ausflüchte verbarikadiert, sag Ihm wenn hier nicht die
    Wahrheit gesagt wird, hast du immerhin die Wahl andere Patienten vor
    solch einem Arzt zu warnen. Ich würde Dir raten nicht den Kopf in den Sand
    zu stecken, Du hast schließlich als Patient Rechte und Sie sind keine Götter in Weiss!

    Geändert von Henrike (10.08.2010 um 10:39 Uhr)

  3. #3
    Wills wissen ;-)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 1.122

    AW: Warum lügen Ärzte???

    So habe gerade mal im Internet nachgeforscht, dass müßte die Klinik sein die auch vom Kolleg - DAT in Münzigen empfohlen wird, dort würde ich nochmals um sicher zu gehen anfragen ob Sie Dich nochmals Testen würden, aber ich denke das dies kein Problem sein dürfte. Also wie schon gesagt diese Frechheit musst Du Dir nicht bieten lassen, wenn Er bei euch als ADHS Spezialist bei Erwachsenen gilt, sollte man echt vor Ihm warnen wenn Er nicht darauf ein geht. Schreib doch bitte was sich ergeben hat, würde mich sehr interessieren.

    LG Henrike


    Essstörung, Essstörungen, ADHS, Anorexia nervosa, Magersucht, Bulimia nervosa, Ess-Brechsucht, Binge-Eating-Störung, Essstörung mit Essanfällen - Klinik Lüneburger Heide

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 49
    Forum-Beiträge: 171

    AW: Warum lügen Ärzte???

    ärzte lügen weil sie lügen müßen!

    korrekterweise üßte jeder arzt seine diagnose so einleiten:

    ich gehe mal davon aus, aber 100% sicher bin ich mir natürlich nicht ...

    die dummen patienten würden dann aber glauben daß dieser arzt sein handwerk nicht gut beherscht.

    und glauben ist bei der heilung sowieso das wichtigste.
    daran hat sich seit der zeit der schamanen und hexendoktoren nichts geändert.

    auch unsere wissenschaftliche schulmedizien erreicht ca. 60% ihres heilungserfolgs durch den glauben der patienten.
    wer denkt er sei in guten händen, die krankheit sei erkannt und die medizien wirksam, der ist positiv und optimiestisch.
    und das ist nun mal die wichtigste voraussetzung für eine genesung.

    bei ads sind arzte mit ihrer diagnose auch deshalb sehr zurückhaltend, da mph ein hohes missbrauchspotential hat und unter das btmg fällt.
    außerdem gibt es keine zuverlässige methode zur diagnose und obendrein keine heilung.
    ads bei erwachsenen ist eine relativ neue erkenntnis und sowas braucht meist eine generation um sich durchzusetzen.

    mir persöhnlich war es egal ob ich nun ads, oder etwas was nur genau so aussieht habe.
    für mich ging es nur darum ob mir mph hilft.
    ich habe mir davon lediglich etwas mehr innere ruhe erwarted und war sehr überrascht das es auch noch das verlangen nach alkohol praktisch völlig aufgelöst hat.

    gegen ads hilft dir keine therapie, aber du bist da nicht mehr alleine, kannst mit anderen über deine probleme reden und sie werden versuchen dir beizubringen zu leiden ohne soviel zu jammern.
    mph werden sie dir aber wahrscheinlich nicht verschreiben, auch weil es nicht von der kasse bezahlt wird.
    stadtdessen bekommst du ein antidepresievum das die wiederaufnahme von noradrenalin und dopamin hemmt. in der theorie hilft das auch, in der praxis hat das bei den meisten aber nur einen placeboeffekt.
    es ist aber nicht so wichtig das es dir besser geht, wichtig ist das die ärzte keinen fehler machen. und da das antidepresievung meist mehr nebenwirkungen als wirkung hat gibt es auch kein missbrauchspotential.

    wenn ads die ursache deiner depresion ist, kannst du stadt der therapie auch eine kerze in der kirche anzünden, das wird den selben erfolg haben.

    all das ist lediglich meine persöhnliche sicht der dinge, die nur teilweise auf erwiesenen medizienischen erkenntnissen beruht. eigene erfahrungen und das was ich unter gesunden menschenverstand verstehe sind zu einem großen teil in diese sichtweise miteingeflossen.

    meine ansichten vermitteln nicht die absolute wahrheit und sollen dir nur als denkanstoß dienen.

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 49
    Forum-Beiträge: 171

    AW: Warum lügen Ärzte???

    @moderator

    warum kann ich an meinem beitrag keine rechtschriftkoregtur mehr vornehmen?

  6. #6
    Wills wissen ;-)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 1.122

    Lächeln AW: Warum lügen Ärzte???

    Paul schreibt:
    ärzte lügen weil sie lügen müßen!

    gegen ads hilft dir keine therapie, aber du bist da nicht mehr alleine, kannst mit anderen über deine probleme reden und sie werden versuchen dir beizubringen zu leiden ohne soviel zu jammern.
    mph werden sie dir aber wahrscheinlich nicht verschreiben, auch weil es nicht von der kasse bezahlt wird.
    stadtdessen bekommst du ein antidepresievum das die wiederaufnahme von noradrenalin und dopamin hemmt. in der theorie hilft das auch, in der praxis hat das bei den meisten aber nur einen placeboeffekt.
    es ist aber nicht so wichtig das es dir besser geht, wichtig ist das die ärzte keinen fehler machen. und da das antidepresievung meist mehr nebenwirkungen als wirkung hat gibt es auch kein missbrauchspotential.

    wenn ads die ursache deiner depresion ist, kannst du stadt der therapie auch eine kerze in der kirche anzünden, das wird den selben erfolg haben.

    all das ist lediglich meine persöhnliche sicht der dinge, die nur teilweise auf erwiesenen medizienischen erkenntnissen beruht. eigene erfahrungen und das was ich unter gesunden menschenverstand verstehe sind zu einem großen teil in diese sichtweise miteingeflossen.

    meine ansichten vermitteln nicht die absolute wahrheit und sollen dir nur als denkanstoß dienen.
    Sorry Paul, wenn ich Dich hier kurz rezitiere und etwas gegenteiliges sagen muss, was Deine Aussage falls ich Sie so richtig verstehe evtl. angreift.
    Ich denke das eine richtige und für ADHs´ler passende Therapie viel bringen kann.

    Was zum Bsp. nichts bringt das weiss man inzwischen ist Tiefenpsychologie, ist was so Leute wie uns betrifft totaler Schei... .
    Ich weiss wovon ich rede, war mal eine Zeit (zum Glück sehr kurze Zeit) bei einem TP in Behandlung, ich hatte eher den Eindruck das der Eisberg der die gerammt hatte mir besser zugehört hätte. Da bekommt man eher eine echte Wut im Bauch.

    Ich würde Dir gern mal einige Leute vorstellen unter anderem meine VT, meine Ergo und nicht zu vergessen meinen Facharzt (scheint wohl selbst betroffen zu sein), die mir sehr viel helfen.

    Die Symtome zu lindern (denn es geht ja nicht weg, schon klar) und das Leben lebenswert zu machen hilft meiner Meinung nach ausserdem Coaching, Rasterplanung, Medi, evtl. Sport, Tanz oder das Erlernen eines Musikinstrumentes und bei einigen das Austauschen in einer Selbsthilfegruppe (ich schreibe bei einigen, da ich denke nicht jeder fühlt sich direkt in der Umgebung von Menschen wohl, da viele ja noch andere Komorbiditäten haben [z.B. Sozialphobien] und daher nicht unter Menschen gehen). Da hilft es das so Foren im Netz gibt, die so Leute wie ich zusätzlich nutzen.


  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 49
    Forum-Beiträge: 171

    AW: Warum lügen Ärzte???

    das man den umgang mit den folgeerscheinungen des ads durch eine therapie erlehrnen kann will ich in keiner weise abstreiten.
    unter einer depression versteht man aber eine störung des stoffwechsels.
    wer ein wenig erfolgreiches und befriedigendes leben führt ist natürlich auch nicht glücklich.
    ein depresiever mensch fühlt sich aber unabhängig von den äußeren bedingungen unglücklich.
    der durch ads verursachte dopaminmangel veringert das glücksempfinden und kann direkt zu einer depression führen.
    durch eine therapie kann man nun lehrnen sich mit diese depression abzufinden.
    dann ist man wenigstens nicht mehr unglücklich darüber daß man unglücklich ist.
    wenn man aber an die wurzel des problems gehen will muß man den dopaminspiegel erhöhen.
    und das geht nun mal bei ads in den meisten fällen nur mit mph effektiv.

  8. #8
    Wills wissen ;-)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 1.122

    AW: Warum lügen Ärzte???

    Nicht unbedingt, wenn man das Selbstbewußtsein stärken kann z.B. durch Lob anstatt Tadel hilft das sogar bei uns verdrehten Erwachsenen ADHS´lern, hab schließlich ne Freundin die ADHS Choaching macht, erfahre daher im echt gute Tips von ihr die ich auch bei mir versuche anzuwenden. Manchmal klappts, machmal siegt der innere Schweinehund den die Medi allein macht keine Therapie wett bzw. oder bringt eine komplette Verbesserung. Ausserdem ist "Dopaminmangel" auch ein Stoffwechselproblem wie Depressionen nur etwas anders in der Auswirkung, dehalb können sich ja Depressionen auf eine vorhandene ADHS draufsetzen.
    Da es ein guter Nährboden ist, da wir meisstens ein sehr sehr schlechtes Selbstbewußtsein haben und es auch meisstens von so vielen Leuten hören das wir es doch besser machen könnten, da wir ja nicht dumm sind. Oder uns direkt evtl. gesagt wir das wir doch doof sei weil das ja doch so einfach alles zu regeln sei etc. pp.

  9. #9
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 1.865

    AW: Warum lügen Ärzte???

    Hmmm, vielen Dank erstmal euch beiden! Zwei sehr unterschiedliche Sichtweisen.

    Henrike, vielen Dank für den Tipp mit der Klinik. Witzigerweise ist es eine die mir mein jetziger Arzt für die Kur empfohlen hat.

    Er bestand auch darauf, dass er den Antrag ausfüllt, damit die Kur durchgeht.
    Jetzt frag ich mich nur: was will er da reinschreiben? Depris und vielleicht ein kleines bißchen ADS? Schließlich sollte ich ja laut seiner Aussage genau deshalb dorthin.

    Paul: ich stimme dir teilweise zu. Sicherlich ist ADS bis heute nicht zweifelsfrei zu diagnostizieren, aber was steht denn dann bei den wirklich heftigen Fällen im Bericht? Hätte, könnte, vielleicht????

    Der Glaube spielt immer eine Rolle bei der Heilung, gar keine Frage. Aber: gerade zwischen Patient und Psychiater sollte doch ein Vertrauensverhältnis herrschen. Und das ist für mich hier gerade arg am Wanken.
    Und mit welcher Begründung verschreibt der Arzt dann MPH, wenn man doch angeblich nichts hat?

    Meine Depris sind, meiner Meinung nach, nur eine Folgeerscheinung des ADS. Denn wenn man ständig gegen sich selbst ankämpfen muss, gegen heftigste Stimmungsschwankungen, der Tatsache nichts geregelt zu bekommen, nicht mit Geld umgehen zu können usw. usw. Ich finde, jeder macht dann irgendwann mal schlapp. Und dann kommen die Selbstzweifel, die Erschöpfung und die Erkenntnis das man es alleine nicht schafft.

    MPH´s sind sicher kein Allheilmittel, aber sie können doch arg unterstützen. Ergo: wenn ich meine Probleme besser im Griff habe, habe ich auch weniger Depris, oder?

    Das die Probleme wohl nie vollständig verschwinden werden ist mir klar. Auch das die Stimmungsschwankungen immer ein Teil von mir sein werden, vermutlich genauso wie gelegentliche Einbrüche. Das bin ich und das ist ok.

    Da ich aber auch schon eine lange Reihe von negativen Erfahrungen hinter mir habe, finde ich es umso schlimmer, wenn einem der Glaube an die Diagnose, die Kompetenz des Arztes und das Vertrauensverhältnis genommen wird. Das ist, weiß Gott, nicht hilfreich.

    Jetzt ist es schon wieder soviel geworden und ich befürchte auch reichlich wirr. Entschuldigt das bitte. Ich will auch niemanden angreifen, dass sind nur die Gedanken die mir momentan durch den Kopf geistern.

  10. #10
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 88

    AW: Warum lügen Ärzte???

    loekoe schreibt:
    Der Glaube spielt immer eine Rolle bei der Heilung, gar keine Frage. Aber: gerade zwischen Patient und Psychiater sollte doch ein Vertrauensverhältnis herrschen. Und das ist für mich hier gerade arg am Wanken.
    Ohja. Vertrauen und Verständnis. Kaum als das eine flöten war, ging ich nur noch widerwillig hin und als das andere scheinbar weg war, war ich auch weg . Deswegen rate ich dir, alles auf eine Karte zu setzen:

    Red mit ihm und sag, dass du darauf keine Lust hast. Vielleicht hat er ja seine Gründe? Und wenn alles nicht klappt, solltest du dir nen neuen Arzt suchen.

    loekoe schreibt:
    Meine Depris sind, meiner Meinung nach, nur eine Folgeerscheinung des ADS. Denn wenn man ständig gegen sich selbst ankämpfen muss, gegen heftigste Stimmungsschwankungen, der Tatsache nichts geregelt zu bekommen, nicht mit Geld umgehen zu können usw. usw. Ich finde, jeder macht dann irgendwann mal schlapp. Und dann kommen die Selbstzweifel, die Erschöpfung und die Erkenntnis das man es alleine nicht schafft.
    Ich wurde mit Depression in eine Tagesklinik geschickt und da drin hat man mir dann erst ADHS diagnostiziert. Die Psychologin sagte mir, dass meine "Depression" eher ein gemisch aus ADHS und einer Angststörung ist. Wer geht schon gern raus, wenn er Angst hat? Und wer hat keine Angst, wenn er ständig Fehler macht und eigentlich viel Anerkennung sucht?

    Daher hat sie mir die Depression wieder gestrichen und eben ADHS mit multipler Angststörung eingetragen.

    loekoe schreibt:
    Da ich aber auch schon eine lange Reihe von negativen Erfahrungen hinter mir habe, finde ich es umso schlimmer, wenn einem der Glaube an die Diagnose, die Kompetenz des Arztes und das Vertrauensverhältnis genommen wird. Das ist, weiß Gott, nicht hilfreich.
    Mir hatte mal ein Psyschologe gesagt, dass die Diagnose in aller erste Linie für die Krankenkasse ist. Später vielleicht für andere Ärzte, aber die sollen sich auf Diagnosen nicht verlassen und den Patienten selbst noch einmal kennen lernen.
    Wenn er dir also versichert, dass er glaubt, dass du ADS hast, ist es eigentlich egal, was in der Diagnose steht. Und wer weiß - vielleicht nehmen die bei der Kur, wo du hin sollst, depressive Patienten eher auf, als Leute mit ADS? Somit würde er dir z.B. ein Gefallen tun.
    Aaaaaber! Ich bin mir mit dem alllem nicht sicher! Wenn es also nicht stimmt, könnt ihr mich gerne korrigieren

    loekoe schreibt:
    Jetzt ist es schon wieder soviel geworden und ich befürchte auch reichlich wirr.
    Vielleicht viel - ja. Aber nicht wirr. Und ich selbst schreib auch viel. Also ist es für mich ok xD.

    Paul schreibt:
    gegen ads hilft dir keine therapie, aber du bist da nicht mehr alleine, kannst mit anderen über deine probleme reden und sie werden versuchen dir beizubringen zu leiden ohne soviel zu jammern.
    Nunja - gegen Depression hilft auch keine Therapie, denn Depression, ADHS, Borderline und Schizophrenie z.B. sind alle nicht heilbar. Somit sind Therapien einfach nur als Verbesserung gedacht, wie du schon selbst sagtest.

    Aber auch die Medikamente alleine reichen nicht aus, um diese Krankheiten in den Griff zu bekommen. Sie lindern vielleicht, aber mehr leider auch nicht.

    Therapien sollen Patienten helfen, Strategien für sich zu finden, um in gewisse Situationen anders zu handeln. Und sie soll helfen, Frühwarnsympthome zu erkennen, bevor alles aus dem Ruter läuft. Abgesehen davon hilft sie auch, wie man mit anderen Menschen umgeht. Wie man sie vielleicht einweihen kann und wie andere Menschen einen selbst helfen können.

    In der Tagesklinik rückte ich versehentlich mit einer Patientin zusammen, die von mir total genervt war. Sie war allerdings Depressiv, weswegen es eben verständlich war. Ich hätte die Person ab da an gemieden, aber meine Psychologin gab mir als Aufgabe, mit ihr darüber zu reden.

    Das tat ich dann auch und die zweite Aufgabe war, ein Handzeichen mit ihr auszumachen, dass sie mir machte, wenn ich wieder "zu heftig rum spinne". Hat sehr gut funktioniert. Ich bin halt einfach gegangen, wenn sie mir das Zeichen machte, aber so nervte ich sie wenigstens nicht mehr.

    Nur mal als kleines Beispiel am Rande, um zu zeigen, dass eine Therapie sehr wohl helfen kann, wie ich finde.

    Edit: Ooooooh mein Gott. Warum ist das hinterher immer so viel, was ich schreibe? Ich lass es jetzt trotzdem einfach mal -.-.

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