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Diskutiere im Thema 2 Themen - Eure Meinung? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
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Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 35

    2 Themen - Eure Meinung?

    Hallo und guten Morgen, euch ADHS-Chaoten

    Ich habe gleich 2 Themen, mit denen ich mich beschäftige und zu denen ich gerne eure Meinungen hätte.
    Ich werde diese hier zusammen in einem Thread erstellen, da es mir momentan so sinnvoller erscheint (vielleicht will ich auch nicht gleich zu Beginn 2 verschiedene Threads erstellen? Keine Ahnung.); ich bin derzeit auch in einem anderen ADS-Forum unterwegs, wo ich dieselben Fragen stellte, doch durch die sehr mäßige Aktivität der User dort, insbesondere der ADSler (andere Fälle sind dort häufiger), hoffe ich hier auf mehr und vielfältigere Antworten.
    Falls eines der Themen mehr Diskussion erfordert oder allgemein interessanter sein wird (von meinem 2ten Thema gehe ich etwas davon aus), kann der Thread gern gesplittet werden.


    1. AD(H)S, PS oder bloße Unzufriedenheit?

    Hierzu eine kleine Einleitung...
    Meine Freundin und ich waren gen Jahresende sehr frustriert. Ich brach meine Lehre zum zweiten Mal ab und saß erneut mit einer mittelschweren Depression zuhaus. Tinchen, meine Freundin, legte nurnoch depressives Verhalten an den Tag - allerdings mehr wegen ihrer krankhaften Eifersucht und ihrem so sinnlos-erscheinenden Leben.
    Da wir beide in einer ähnlichen (Gefühls-)Lage steckten, redeten wir täglich und fanden gegenseitigen Trost und Verständnis.
    Im Frühjahr stelte meine Therapeutin die Vermutung an, dass ich an ADS leide, was zuvor bereits meine Schwester vermutete; und so erhielt ich nach wenigen Wochen meine Diagnose des verträumten ADSlers.
    Seit meiner Diagnostizierung vermutet meine Freundin, sie habe das auch und erklärte mir anhand einiger Beispiele, dass dies zuträfe.
    Es gibt einige Parallelen zwischen uns, wie Zwänge (Händewasch-/Ordnungszwang), Gedankenkreisen und in Gedanken abweichen/versinken sowie "Vorrausdenken", Probleme beim längeren Zuhören, Vergesslichkeit.
    Es gibt aber auch vielerlei Unterschiede.
    Ich bin sehr "verzettelt", mache mir ständig Pläne, um mich zu prüfen. Immerwieder, seien's die selben nur neu aufgerollt und zu jedem Schund. Ich brauche das, wie die Struktur von außen, die mir Halt gibt, ansonsten gehe ich in der Welt wie verloren. Ich nehme mir Dinge vor, die ich nicht umsetze oder anfange und nicht zuende bringe, oder sie ihren Reiz verlieren oder schlicht untergehen und an Priorität verlieren, da ich vieles gleichzeitig beginne und alles gleich werte. Ich war, laut meiner Freundin, das reinste "Psychokind" als ich klein war. Sehr komisch und anders als andere Kinder. Still und desinteressiert; beinah lethargisch und nur mit meiner Welt beschäftigt. Ich reagierte gereizt, wenn sich wer in mein "Spiel" einzuklinken versuchte und mied (unbewusst) den Kontakt mit anderen Kindern, da ich sie eigentlich kaum wahrnahm. Zur Schulzeit war ich zwar viel kontaktfreudiger, jedoch noch immer langsam und verträumt, was sogar zum Thema wurde. An eine Krankheit dachte man nie; sie sagten, es sei mein Wesen, ich müsse noch etwas älter werden. Nundenn. Mein Werdegang war sehr wechselhaft und frustrierend; mit einigen Lücken und Entscheidungsschwierigkeiten, sowie 2 offenen Lehrstellen. Durch die ständige Bestätigung, unter meinen eigentlichen Leistungen und Potential zu tanzen und niemanden zeigen zu können, was ich wirklich kann, häufte sich viel Frust an bishin zur Selbstwertkrise, da ich mir selbst kaum noch etwas zutraute. Erst seit der Therapie wegen Depressionen fand ich einige hilfreiche Erklärungen.
    Bei Tinchen war es anders. Sie war ein ganz normales Kind, mal schüchtern, mal offen - kein Extrem. Sie hatte weder Probleme in der Schule, noch das Gefühl, mehr Leisten zu wollen aber mysteriöserweise nicht zu können. Geradewegs nach der Schule begonn sie eine Ausbildung, wenn auch etwas zwanghaft, und absolvierte sie erfolgreich. Heute immernoch imselben Beruf.
    Trotzdem ist sie unzufrieden. Sie würde gern was anderes machen, aber auch nicht so wirklich. Sie sieht das Leben als sinnlos, weil sie nur arbeitet - für nichts. Sie fühlt sich allein und das Leben langweilt sie; sie ist sehr eifersüchtig und unzufrieden mit sich. Ständge Gedankenkreise plagen sie Tag für Tag. Es fängt an mit einer Sache, diese bildet mehrere Möglichkeiten, die sie alle auszudenken versucht udn diese ergeben noch weitere Gedankenzweige, denen sie alle folgt und das geht so lange, bis alles zuende gedacht ist - also quasi niemals. Es ist zwanghaft und sie kann nichts dagegen tun. Das Schlechte dabei vorallem ist, dass diese alle negativen Inhalt haben und sie komplett runterziehen. Darum verfällt sie bei Filmen oder Gesprächen auch schnell in ihre eigenen Gedanken und kann nichtmehr zuhören. Sonst hat sie eigentluich keine auffälligen Konzentrations- bzw Aufmerksamkeitsprobleme. Auch gentechnisch gesehen könnte man keinen ihrer Eltern die Diagnose zuweisen. Bloß ihr Vater ist von Mal zu Mal paranoider geworden, mit soziophobischen Gedanken und Bewertungsängsten. Deshalb dachte ich vielleicht, sie hat eine Art Persönlichkeitsstörung. Oder sie ist einfach nur so rundum unzufrieden, dass ihre Konzentration darunter leidet und sie im Alltag vergesslich wird. Vielleicht eine permanente chronische depressive Verstimmung in leichter bis mittelschwerer Form.
    Jedenfalls sagte sie einmal "Soeine Diagnose würde alles erklären. Zum Beispiel warum ich immer so ein Scheißmensch bin; vorallem zu denen, die ich liebe." und ich fragte mich "Was hat das mit ADS zutun?" ich war niemals bereitwillig schlecht zu anderen - und schon garnicht zu Leuten, die mir am Herzen liegen. Ich glaube nicht, dass eine ADS-Diagnose eine derartigen Einfluss auf das Sozialverhalten hat. Außer vielleicht, man ist grenzenlos durch hyperaktive Schübe, die sie allerdings nicht hat und nie hatte.
    Ich würde ihr schon sehr gerne helfen und bin unsicher mit ihrer Vermutung. Allerdings ist das ADS-Feld ein weites Spektrum an bunten Individuen - daher richte ich meine Frage an Euch: Was meint ihr und was würde ihr helfen?


    2. HKS gleich ADS?

    Typischerweise wird HKS immer mit einem Aufmerksamkeitsdefizit in Verbindung gebracht. Aber ist dem wirklich immer so? Worin liegen die Unterschiede? Kann man nicht auch einfach hyperaktiv sein, ohne ein Konzentrationsproblem zu haben? Hängt das vielleicht mit dem IQ-Grad zusammen? Ich frage mich schon seit Monaten, was das soll...
    Story: Mein Freund litt als Kind an seiner "motorischen Unruhe" (wobei schätzungsweise die Eltern mehr drunter "litten". ;-) )
    Er war immer sehr hyperaktiv, baute im Schulunterricht kleine Filzstiftkatapulte, machte Blödsinn; dennoch konnte er dem Unterricht immer folgen; selbst dann, wenn er scheinbar schlief. Er war sehr auffällig und zappelig - dennoch nahm das keine Auswirkungen auf seine Leistungen.
    Als ich ihn kennenlernte kam er mir nahezu verrückt vor, mit wahnsinnigen Gedankensprüngen und ausgefallenen Spontaneinfällen, die er unbedacht herausplauderte - dazu recht aufgedreht, aber auch nicht permanent.
    Nach Wochen viel mir auf, dass er sehr aufmerksam ist; nahezu super multifunktionstüchtig. Wie kann man Hörbuch hören, Telefonieren, dazu Solitär spielen und nebenbei eine rauchen? Das wäre mir viel zu viel. Spätestens wenn ich mich auf das Spiel konzentrierte, könte ich niemals noch dem Hörbuch folgen - doch er bekommt Alles mit. Wie geht das? Vorallem in Verbindung mit einem HKS (welcher heute "nur noch" in innere Unruhe zum Ausdruck kommt und phasenweiser Albernheit)? Kann man also hyperaktiv sein, ohne gleich ADS zu haben? Ich vermute nämlich, dass hier oft zwischen "Aufmerksamkeits-defizit-symptomen" und dem allgemeinen "AD-Syndrom" und deren Ursacher verwechselt bzw nicht unterschieden wird. Wie seht ihr das?


    Es grüßt euch in neugieriger Erwartung,
    Robin

  2. #2
    Ehem. Mitglied 14

    Gast

    AW: 2 Themen - Eure Meinung?

    Hallo liebe Robin!

    Vielleicht wäre es einfacher für die anderen User zu lesen und zu antworten, wenn Du die Abkürzungen, die Du gebrauchst, kurz ausschreiben könntest - vielleicht beim ersten Erwähnen?

    Nicht jeder kann ja etwas mit Abkürzungen anfangen.

    Liebe Grüße,

    Virtuna

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 35

    AW: 2 Themen - Eure Meinung?

    Hmm.. ob es daran liegt?
    Sie sind ja teilweise ausgeschrieben oder inhaltlich be-schrieben. :/

    Nun, aber danke nochmals für Deinen Hinweis, Virtuna.

    Im ersten Thema geht es darum, herauszufinden, was meine Freundin vielleicht wirklich für ein Problem hat, bevor sie fälschlicherweise abweichende Diagnosen zugeschoben bekommt.
    Neben der Verdachtsdiagnose (ADHS) tippe ich auf eine (chronische?) Depression oder vielleicht eine Art Persönlichkeitsstörung (abgekürzt als "PS"), woraus Depressionen entsehen können. Zudem wird ADS häufig mit zB einer Borderlinestörung verwechselt, weil die "Krankheitsbilder" sich ähneln, was meine Zweifel darin bestärken, dass der Verdacht auf ADS bei ihr die falsche Fährte ist.

    Beim 2ten Thema geht es darum, wie HKS (das hyperkinetische Syndrom; Hyperaktivität) und ADS auseinandergehalten werden, worin sie sich unterscheiden und warum sie immer zusammen in Verbindung gebracht werden, obwohl sie gar nicht zwingend in Verbindung stehen. Und meine Frage dazu ist, wie das alleinige (!) HKS als Krankheitsbild aussieht und wie es kommen mag, dass mein Freund, der definitiv unter HKS litt, zeitgleich auf verschiedenen Ebenen so überaus aufmerksam sein kann.

    Ich denke, wer Interesse hätte darin mitzuforschen oder etwas dazu beizutragen, wird fragen und stöbern.

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