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Diskutiere im Thema Wurs-k im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 93

    Frage Wurs-k

    hm,

    wie soll ich es sagen. ich soll zur diagnostik den "WURS-K"-Bogen ausfüllen, der mich zu meiner Kindheit im Alter von 8-10 befragt.

    bin den bogen durchgegangen und habe mehr fragezeichen als antworten. ich kann mich nicht erinnern

    und nu?

    das macht echt fertig. der bogen kann dann doch gar nicht ausgewertet werden.

    habt ihr eine idee?

    wie war das bei euch?

    gruß petra

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 3.120

    AW: Wurs-k

    Hej Petra

    ... ich konnte die Fragen beantworten , weil ich das zig mal zu hören bekommen habe... ständig mußte ich mir anhören , wie schlimm ich doch gewesen sei... seit 3 Jahren ist Ruhe , weil ich keinen Kontakt mehr habe... sonst würde ich es mir heute noch anhören müssen ...

    ich würde nachfragen , in der Praxis oder da wo du getestet wirst , ob es auch OK ist, Personen zu befragen die da intensiv mit dir Kontakt hatten , und wie die dich erlebt haben ...bzw die Fragen denen stellen darfst ...

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 93

    AW: Wurs-k

    tja,
    vielleicht könnt ich meine mutter dazu bewegen. .

    was mit heute noch in den ohren klingelt ist der spruch: du bist so faul, du bist zu faul zu stinken!

    oder: an dir ist ein junge verloren gegangen!

    gruß petra

  4. #4
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.742

    AW: Wurs-k

    Hallo Petra,

    leider gehört zur Diagnostik von ADHS der "Längsschnitt" dazu, was heißt, dass es bereits in der Kindheit bestanden haben muss.

    Dass dies für viele ein Problem darstellt, weil eben keiner mehr da ist, den man fragen kann oder z.B. keine Zeugnisse mehr auffindbar sind, ist leider eine Tatsache und führt oft dazu, dass keine eindeutige Diagnose (nach ICD) gestellt werden kann.

    Ich denke jedoch, dass die Sprüche, die dir da in Erinnerung geblieben sind, durchaus hilfreich sein können.

    Vielleicht erinnerst du dich ja noch an Situationen, die besonders schlimm oder besonders schön waren.... Manchmal kommen dann auch Situationen ins Gedächtnis zurück.
    Oder gibt es Dinge von deinen Kindern, wo du sagen kannst, das hab ich genauso erlebt....

    Also sollen nur Gedankenanstöße sein, vielleicht helfen sie dir ja weiter....

    LG
    Erika

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 521

    AW: Wurs-k

    was ist das denn für ein Fragebogen? kann mit dem begriff gerade nix anfangen.

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 93

    AW: Wurs-k

    @ kimbini

    erklären kann ich dir den nicht

    aber hier sind infos dazu:

    zentrales-adhs-netz

    gruß petra

  7. #7


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.804
    Blog-Einträge: 40

    AW: Wurs-k

    Naja,

    viel zu erklären gibts zu dem Fragebogen WURS-K eigentlich nicht.

    Es wird anhand verschiedener Punkte abgefragt, wie sehr man die Ausprägung der typischen AD(H)S-Symptome bei sich im Alter von 8 bis 10 Jahren einschätzt.

    Zusätzlich enthält der Fragebogen ein paar Kontrollpunkte, anhand derer man erkennen kann (oder wenigstens erkennen will), ob jemand die einzelnen Punkte wahrheitsgemäß ankreuzt oder nur krampfhaft versucht, an eine AD(H)S-Diagnose respektive an eine entsprechende Methylphenidat-Medikation zu gelangen.

    Es fragt sich meiner Ansicht nach aber ziemlich, ob eine Selbstbeurteilung des Kindesalters überhaupt einen großen Sinn macht.

    Tendenziell erinnert man sich (v.a. dann, wenn man eine ADS oder ADHS hat) vorwiegend oder sogar nur ausschließlich an besonders einschneidende und gravierende Erlebnisse, was aber eben dann wenig mit einem Gesamtüberblick aus dieser Zeit zu tun hat.

    Soweit man sich überhaupt an irgendwas erinnert.

    Besser wird das erst nach längerer, AD(H)S-spezifischer Behandlung, wenn nach und nach auch feinere Erinnerungen zurück kehren.

    Die meisten Stellen zur AD(H)S-Diagnostik legen daher Wert auf eine Fremdbeurteilung der frühen Schulzeit z.B. durch die Eltern (z.B. FEA-FFB) und teilweise auch auf Inhalte der Schulzeugnisse der Grundschule.

    Den Bogen zur Selbstbeurteilung von Angehörigen ausfüllen zu lassen, macht wiederum auch keinen Sinn.

    @ Petra69: Wurde bei dir lediglich die Selbstbeurteilung anhand WURS-K angefragt oder werden deine Eltern (respektive deine Mutter) ebenfalls in die Diagnosestellung einbezogen?



    Liebe Grüße,
    Alex

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 93

    AW: Wurs-k

    @alex,

    nein, bislang noch nicht. Hab erst übernächste Woche Gesprächstermin. Ich bin mir auch nicht sicher, ob das etwas bringt, denn es ist über 30 Jahre her und meine Mutter ist ähnlich "gestrickt" wie ich.

    Ich habe mit mit meinem Mann unterhalten und in den meisten Punkten waren wir uns einig. (War mit ihm auch mal einen Fragebogen für Angehörige durchgegangen.) Allerdings betrifft das ja nur die letzten 14 Jahre. Allerdings fühle ich mich ja seit meiner Kindheit so. Aber reicht das Fühlen gegenüber dem Wissen aus?

    Die Problematik sehe ich auch in der Selbst- und Fremdwahrnehmung. Andere nehmen mich ganz anders wahr als ich mich selbst. Dies führe ich auf meine "schauspielerischen" Leistungen zurück, die ich mir schon als Kind angeeignet habe um angepaßt zu sein.

    In dem Zusammenhang frage ich mich, was Zeugnisse aussagen?

    Ich bemerke gerade beim Schreiben, dass ich mich in einem Dilemma befinde!

    Du hast geschrieben (ich weiß immer noch nicht wie man zitiert, bin einfach zu blöde):

    "nur krampfhaft versucht, an eine AD(H)S-Diagnose respektive an eine entsprechende Methylphenidat-Medikation zu gelangen."

    Meine Angst besteht darin, ich könne den Eindruck erwecken als wolle ich nur an eine Medikation kommen. Nein, ich will einfach wissen wo ich hin gehöre!

    Jedes nichtgenommene Medikament ist das beste! Außerdem ist für mich MPH nur ein "normales" Medikament. Ich musste mich auch erst daran gewöhnen mit dem "besonderen Status" des Medis umzugehen, als mein Sohn MPH verschrieben bekam.

    Somit kann ich auch nicht verstehen, dass einige auf eine ADHS-Diagnose aus sind um MPH zu bekommen. (Ich hätte ja auch von meinem Sohn "naschen" können. Ich bin zwar experimentierfreudig, aber nicht wahnsinnig! Denn ich bekom schon Psychopharmaka).

    Ich denke, dem könnte man entgegenwirken, in dem man die "Leute" zu einer Therapie verpflichtet oder einfach mal "nur" Atomoxetin (richtig geschrieben???) zunächst verordnet bzw. vorschlägt und auf die Reaktion desjenigen achtet (ich meine damit, wie er es aufnimmt).

    Jetzt bin abgeschweift. Iss halt so!

    Ich harre jetzt der Dinge die da kommen, oder auch nicht. Ich würde mir einfach wünschen, dass ich endlich mal am Ende meiner Suche wäre!

    Liebe Grüße Petra

  9. #9


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.804
    Blog-Einträge: 40

    AW: Wurs-k

    Petra69 schreibt:
    Meine Angst besteht darin, ich könne den Eindruck erwecken als wolle ich nur an eine Medikation kommen. Nein, ich will einfach wissen wo ich hin gehöre!

    Jedes nichtgenommene Medikament ist das beste! Außerdem ist für mich MPH nur ein "normales" Medikament. Ich musste mich auch erst daran gewöhnen mit dem "besonderen Status" des Medis umzugehen, als mein Sohn MPH verschrieben bekam.
    Zumindest auf mich machst du nicht den Eindruck, als wolltest du irgendwie krampfhaft eine Methylphenidat-Medikation gelangen. Und mein Eindruck täuscht mich eigentlich enorm selten.

    Das mit dem "besonderen Status" find ich eine gute Formulierung.

    Die Wald-und-Wiesen-Medien und auch genügend der Fachpublikationen sind enorm mit der Thematik "Methylphenidat" (oder die weniger anspruchsvollen mit dem Handelsnamen "Ritalin") übersättigt, ob das nun wirklich der Thematik noch angemessen ist oder ob absolut zu viel und zu scharf darin hinein interpretiert wird.

    Kein anderer Wirkstoff wie Methylphenidat bzw. kein anderes Medikament als Ritalin wird derart kontrovers diskutiert und vor allem dann, wenn es um die Medikation bei Kindern geht, gehen die (mehr oder meist weniger qualifizierten) Meinungen weiter auseinander und nehmen extremere Positionen ein, als wenn es um eben diese Thematik geht.

    Nichtsdestotrotz sprechen wir von einem Stoff, der absolut zurecht dem BtmG unterliegt, da das Missbrauchspotential erheblich und die Risiken zumindest bei einem Missbrauch beträchtlich sind.

    Zudem ist man gründlich auf dem falschen Dampfer, wenn man meint, dass Methylphenidat dazu geeignet ist, in der Art einer Droge Probleme zu überdecken und einem längerfristig trotz Problemen gute Gefühle zu verschaffen.

    Das ist genau das, was Methylphenidat über längere Zeit genommen, nicht bewirkt, sondern Probleme und die damit verbundenen Gefühle und Gedanken treten (oft erstmals überhaupt) richtig ans Tageslicht, was nicht jeder gleich gut verkraftet und was nicht wenigen Erwachsenen mit einer ADS bzw. ADHS erst mal saftige depressive Verstimmungen oder sogar handfeste, reaktive Depressionen beschert.

    Petra69 schreibt:
    Somit kann ich auch nicht verstehen, dass einige auf eine ADHS-Diagnose aus sind um MPH zu bekommen.
    Naja

    Sehr viele sind auch ohne die Aussicht auf eine Medikation mit Stimlulanzien "scharf" auf eine AD(H)S-Diagnose.

    Diese erklärt nunmal sehr vieles, was bei einem im Leben so falsch gelaufen ist und wieso man so anders ist, als alle um einen herum.

    Was man aber dabei nicht vergessen sollte ist, dass diese Diagnose im Vergleich zu den meisten anderen der Psychiatrie zum derzeitigen Stand der Wissenschaft ein "Lebenslänglich" bedeutet, denn ADS/ADHS lässt sich bis dato nicht heilen und es gibt auch keine Medikamente, die eine 100%-Erfolgsaussicht versprechen.

    Medikamente beheben die AD(H)S-Symptomatik bei Erwachsenen im allerbesten Fall in etwa zur Hälfte und dieser Fall wird selten erreicht.

    Auch bei der immer und absolut anzustrebenden, multimodalen Behandlung durch Psychotherapie, Soziotherapie, Coaching, medikamentöser Therapie und weiteren Therapieverfahren ist i.d.R. keine 100%-ige Remission möglich.

    Die Diagnostik und Therapie einer ADS bzw. ADHS bei einem spät-diagnostizierten Erwachsenen stellt Ärzte, Therapeuten und Patienten vor eine enorme Herausforderung und gehört mit Abstand zum Anspruchsvollsten, was die Psychiatrie und Psychotherapie so zu bieten hat.

    Das steigert sich analog zur Anzahl und Ausprägung der so gut wie immer vorhandenen Komorbiditäten (meist Depressionen, Angststörungen und Süchte).

    Ob diese Diagnose also wirklich so toll und erstrebenswert ist, bin ich mit persönlich nicht unbedingt sicher.

    Petra69 schreibt:
    Ich denke, dem könnte man entgegenwirken, in dem man die "Leute" zu einer Therapie verpflichtet oder einfach mal "nur" Atomoxetin (richtig geschrieben???) zunächst verordnet bzw. vorschlägt und auf die Reaktion desjenigen achtet (ich meine damit, wie er es aufnimmt).
    Hach ja. Die Psychiater und Psychotherapeuten haben da schon ihr Paket an Verfahrensweisen.

    Atomoxetin wäre oft sicher ein äquvalenter Ersatz für Methylphenidat, jedoch sind die Kosten für Strattera derzeit noch derart eklatant (mehrere hundert Euro pro Monat) und werden bei fast keinem Erwachsenen von den Krankenkassen übernommen, so, dass das Ganze schon allein deshalb flächendeckend scheitert.

    Absolut genug Betroffene können sich noch nicht mal eine Medikation mit retardierten Methylphenidat-Präparaten leisten, obwohl diese im Vergleich zu Atomoxetin (Strattera) wesentlich erschwinglicher wäre.

    Ohne AD(H)S-Behandlung geht im Regelfall der Lebensweg der davon Betroffenen eben schrittweise aber stetig abwärts, was nicht zuletzt auch die soziale Stellung und die persönlichen, finanziellen Möglichkeiten betrifft.

    Wenn wir schon grad mal beim Abschweifen sind.



    Liebe Grüße,
    Alex

Thema: Wurs-k im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung bei ADHS bei Erwachsenen Forum
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