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Diskutiere im Thema Psychologen und das Ursache- Wirkungsprinzip im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztl. Diagnose erst als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 77

    Böse Psychologen und das Ursache- Wirkungsprinzip

    Hi allerseits!
    Ich will im Folgenden von meiner bisherigen ADS- Geschichte berichten. Selbstverständlich ist der inhalt dieses textes äusserst subjektiv dargestellt- das mal vorweg.
    Ich wurde vor ca.1jahr durch zufall von der mutter einer bekannten, welche expertin in sachen ad(h)s isowie die leiterin einer ads- station für kinder und jugendliche ist in ein dann doch sehr analytisches gespräch verwickelt. Das resultat nach dem ca.1 stündigen gespräch war: Ich bin angeblich adsler, träumertyp. Vor einigen monaten beschloss ich dann doch besagte person aufzusuchen da ich eine wahnsinnig stake depression verfallen war. Bis dahin dachte ich mit der neu erworbenen erkenntnis die ursache meiner probleme zu verstehen und dementsprechend konstruktiv "bekämpfen" zu können.
    Meine grosse hofnung setzte ich quasi auf die medikamention. Jedoch wurde in der zwischenzeit mein bruder auf concerta eingestellt. (und zwar katastrophal, er wurde innerhalb einer woche auf 54er concerta hochdosiert- das kam selbst mir mit meinem erlesenen gefährlichen halbwissen wesentlich zu schnell vor.)
    Die eresten wochen war der typ echt unausstehlich (egomanisch, gefühlskalt, leicht reizbar- von den schlafproblemen mal ganz abgesehen- somit "musste"er sich über wochen abends mit alkohol wieder runterholen.
    Zwar setzte auch die eigentlich erwünschte wirkung ein- jedoch nur für die ersten wochen- und in denen ziemlich crass. Jedoch legte sich die positive wirkung des MPH nach den paar wochen nahezu komplett. Übrig ist im moment ein stark saufender(zum runterkommen) komplett übersteuerter mensch der nicht mehr gebacken kriegt als ohne medikation. Seine gesamte wahrnehmung hat sich in eine ganz seltsame richtung verschoben. Er schluckt seinen kompletten frust runter und lässt ihn an den denkbar schlechtesten augenblicken raus.
    Nun bin ich nach der anamnese auch offizieller adsler- jedoch wurde mir die illusion durch das medikament würde sich alles in die richtigen bahnen lenken völlig genommen. im gegenteil: ich wil nicht den sanften kern, der mit ausschlaggebend für meinen charakter ist aufgeben für eine möglicherweise aber nicht unbedingt garantiert bessere lebensstruktur aufgeben. Was ich auch leider feststellen musste ist, dass psychologen oder wieLeider geht da das echte zwischenmenschliche understatement fast komplett verloren. Da heisst es: präfrontaler cortex, nucleus accumbens etc., ihr kennt das ja.
    Aber mich macht es durchaus stutzig dass einem durch eine eigentliche unterdrückung bestimmter charaktereigenschaften zu einem "besseren" oder sagen wir lieber unkomplizierteren/leichteren leben verholfen werden soll.
    Denn so wunderschön leistungs- sowie konzentrationsfähiger man durch die medikation(v.a.zu beginn) zu werden scheint- man ist imo nicht mehr ganz der/die alte. Für mich heisst das also: gesprächstherapie um die vergangenheit(jaja, die alte laier, ich hatte ne brutal harte kindheit etc.pp.) aufzuarbeiten. Aber ich will immer noch ich selber sein und lernen auf anderem weg mein potential voll ausschöpfen zu können.
    Worauf wollte ich eigentlich heraus?...aja- mich würde interessieren ob von EUCH schon jemand ähnliche bedenken bzgl. der medikation hegte.
    Vllt. war mein bruder lediglich zu hoch eindosiert und drehte daher so am rad...
    Für mich gilt laut psychol.: da suchtaffinität besteht kriege ich kein mph/amphetaminsulfat.
    strattera nehme ich nicht da es noch weniger "langzeitstudien" gibt, das zeug auf den magen schlägt mit dem ich sowieso schon trouble genug habe, teurer ist und ein SSRI ist. ja super, da kriegt man erst was auf die nase gebunden(von wegen drogenkonsum als versuch der selbstmedikation, mache ich auch so, ob ihr´s glaubt oder nicht dass der konsum eben darauf zurückzuführen ist, die lösung also das richtige medikament wäre-ABERABERABER nönö, das kriegste nicht....
    also entschuldigung, aber ich komme mir halt auch irgendwie komplett verarscht vor.
    zudem wollte mich die gute alte psychotante bei der anamnese fast ins bkh einweisen wg starker depression- dann meldet die kuh sich aber über 1 monat gar nicht- ach keine ahnung, ich versteh die welt nicht mehr.
    Für diejenigen die bis hierher durchgehalten haben: danke und respekt
    aber was tun ist die frage............mfg der kreativkopf in dem´s wieder einmal ziemlich brodelt....tüdeldüüüüüü üüüüüüüü

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 583

    AW: Psychologen und das Ursache- Wirkungsprinzip

    Auweiah, dass du verwirrt bist kann ich mir vorstellen.

    Was ein Chaos.


    An deiner Stelle würd ich mir eine zweite Meinung einholen und für deinen Bruder genauso.

  3. #3
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.742

    AW: Psychologen und das Ursache- Wirkungsprinzip

    Hmmm......


    Also ein Anamnesegespäch ist ja nur ein Teil der Diagnose.....
    du findest im Forum bereits viele Berichte, wie eine "saubere" Diagnosestellung laufen sollte. Du kannst aber auch mal hier schauen: ADHS im Erwachsenenalter – Leitlinien auf der Basis eines Expertenkonsensus mit Unterstützung der DGPPN

    Ich stimme da MefaMama zu, du solltest evtl. eine zweite Meinung einholen. Schau mal, auf der Karte sind einige kompetente Kliniken verzeichnet.

    Mph ist auch nur ein Teil der Therapie und setzt eben eine Ausschlussdiagnostik von anderen Krankheiten voraus.

    Auch ist es oft so, dass bei Erwachsenen eine geringere Dosis ausreichend ist. Eine Überdosierung lässt die Symptome oft wieder verstärkt zu Tage treten....

    Also ich finde gut, dass du dir dazu Gedanken machst....

    LG
    Erika

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztl. Diagnose erst als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 77

    AW: Psychologen und das Ursache- Wirkungsprinzip

    hey ihr!
    danke erstmal für die anteilnahme.
    die diagnose läuft bei mir schon korrekt ab. anamnese sowie intelligenztest weisen auf ein ads hin. (sprachintelligenz überdurchschittlich, handlungsintelligenz unterdurchschnittlich etc.pp).
    auch zeugnisse wurden inspiziert.
    evtl. muss ich noch einen konzentrationstest machen- wusste die gute noch nicht, da sie an der aussagekraft dieser dinger zweifelt....
    mit meiner ma hat sie auch gesprochen. ausserdem mit meiner ma und mir zusammen über die familienkonstellation und - umstände.
    das nächste gespräch steht noch aus, also einfach mal weitermachen ist mein plan.... mühsam ernährt sich das eichhörnchen
    grüsse

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