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Diskutiere im Thema Mischtyp? Verdacht? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Bruchpilot

    Gast

    Frage Mischtyp? Verdacht?

    Hallo Chaoten,


    Hab 2 Fragen:

    1. Was ist ADHS-Mischtyp? Dachte ADS ist ADHS ohne hyper. Das zu mischen kommt dann doch wieder ADHS raus, oder?

    2. Den Unterschied zwischen einer Verdachtsdiagnose und einer Diagnose habe ich auch noch nicht verstanden. Was ich hier schon gelesen habe, sieht für mich so aus als wär eine 100pro Diagnose sowieso nicht machbar, deshalb kommt mir die Unterscheidung sinnfrei vor.


    Lieber Gruß
    Bruchpilot

  2. #2


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.806
    Blog-Einträge: 40

    AW: Mischtyp? Verdacht?

    Bruchpilot schreibt:
    1. Was ist ADHS-Mischtyp? Dachte ADS ist ADHS ohne hyper. Das zu mischen kommt dann doch wieder ADHS raus, oder?
    Das mir mal bitte so erklären, dass ich dem folgen kann.

    Die AD(H)S-Subtypen sind in der DSM-IV (314.0, 314.01) sowie über die ICD-10 (F90.0, F90.1, F90.8, F90.9) definiert.

    http://www.dimdi.de/static/de/klassi...ck-f90-f98.htm

    DSM-IV:

    Attention-Deficit/Hyperactivity Disorder

    • 314.01 Combined Type
      314.01 Predominantly Hyperactive-Impulsive Type
      314.00 Predominantly Inattentive Type
      314.9 Attention-Deficit/Hyperactivity Disorder NOS




    Bruchpilot schreibt:
    2. Den Unterschied zwischen einer Verdachtsdiagnose und einer Diagnose habe ich auch noch nicht verstanden. Was ich hier schon gelesen habe, sieht für mich so aus als wär eine 100pro Diagnose sowieso nicht machbar, deshalb kommt mir die Unterscheidung sinnfrei vor.
    Ärztliche Verdachtsdiagnose = Verdacht auf Vorliegen einer Krankheit/Störung, durch einen Arzt geäußert aufgrund erster Anhaltspunkte, jedoch ohne weiterführende Diagnostik.

    Diagnose = Durch entsprechendes Diagnoseverfahren bzw. nach entsprechenden Diagnoserichtlinien bestätigte Verdachtsdiagnose.

    So, wie überall in der Medizin.

    Eine 100%-sichere Diagnose ist in der gesamten Medizin fast nie möglich.



    Liebe Grüße,
    Alex

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6

    AW: Mischtyp? Verdacht?

    Meine Therapeutin hat mir das so erklärt: es gibt den hyperaktiven Typ, den träumerischen Typ und den desorganisierten Typ. Wenn man Symptome von zwei Typen hat, ist man eben ein Mischtyp. Ich bin träumerisch/desorganisiert.

  4. #4
    Bruchpilot

    Gast

    AW: Mischtyp? Verdacht?

    Hi,

    ah ok, danke Alex, danke misscalypso. Ich hab gedacht es gibt nur ADS oder ADHS.
    Komisch mir wurde gar nicht gesagt welcher Typ ich bin.

    Liebe Grüße

  5. #5


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 9.524

    AW: Mischtyp? Verdacht?

    Bruchpilot schreibt:
    .. Komisch mir wurde gar nicht gesagt welcher Typ ich bin ...
    Das kann einen sehr einfachen Grund haben. Nach allem was ich aus Gesprächen mit Ärzten und aus der Literatur weiß, liegt bei den meisten Betroffenen eine Mischung von Merkmalen der verschiedenen Typen vor. Das heißt, dass es bei genauer Betrachtung anscheinend nur wenige "lupenreine" Hypers und Hypos gibt. Im DSM-IV ist immer die Rede von predominantly, was bedeutet, dass der Schwerpunkt der Symptome in einem Bereich liegt.

    Bei Erwachsenen kommt noch erschwerend hinzu, dass sie oft zumindest einen Teil der Symptome recht erfolgreich kompensieren. Zum Teil sind ihnen diese Techniken so in Fleisch und Blut übergegangen, dass sie diese selbst nicht mehr als solche erkennen. Damit wird es aber oft noch schwieriger, sie eindeutig einem Typ zuzuordnen.

    Es ist also gut möglich, dass dir niemand gesagt hat, welcher Subtyp vorliegt, weil er nicht eindeutig festgestellt werden konnte.

    Für die Therapie sind sowieso die konkreten Symptome und Probleme wichtiger, als daraus den Typ zu bestimmen.

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