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Diskutiere im Thema Diagnose durch Methylphenidat? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Bruchpilot

    Gast

    Diagnose durch Methylphenidat?

    Warum wird für die Diagnose nicht einfach geschaut ob Methylphenidat was bringt oder nicht? Das würde doch viel schneller gehn?

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 234

    AW: 5-Minuten Diagnosen bei Münchner Ärzten

    Methylphenidat hat ja so weit ich weiss bei jedem Menschen eine aufputschende Wirkung, Studenten und Manager nehmenes es, um besser zu funktionieren,
    auch ixh habe es bekommen, um die Dioagnose zu festigen.

    Bei mir wirkt es sedierend und antreibend zu gleich, ich fühle mich in einer himmlischen Ruhe und kann dadurch gezielter und ungestörter agieren.
    Jetzt erst habe ich das Gefühl, dass ich ICH bin.
    Mit den Antidepris ist es mir nicht so gut gegangen, da hatte ich immer das Gefühl der Entfremdung ( ICH WAR NICHT ICH)

    Trotz dieser Wirkungsweise durch Ritalin ist die Diagnose bei mir nicht gesichert. ( aber sehr wahrscheinlich - eine wahrscheinliche Diagnose hehe)

    Meine Psychotherapeutin wieder weigert sich hartknäckig, ADHS bei mir zu glauben und arbeitet an einem frühkindlichen Trauma .

    Also ich will nur, das es mir besser geht und ich leben kann so wie ich das gern habe......


    LG

    Schneeflocke

  3. #3


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.803
    Blog-Einträge: 40

    AW: Diagnose durch Methylphenidat?

    Hallo

    Man kann keine ADS- bzw. ADHS-Diagnose an der Wirkung von Methylphenidat festmachen.

    Ein großer Teil der Erwachsenen mit einer AD(H)S profitiert nicht von Methylphenidat, wohingegen auch andere, nicht von einer ADS bzw. ADHS Betroffene, die gleiche oder eine sehr ähnliche Wirkung spüren können, wie sie bei Vorhandensein einer ADS bzw. ADHS auftaucht.

    Methylphenidat ist als Diagnostikum also absolut nicht geeignet.





    Liebe Grüße,
    Alex

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 38

    AW: Diagnose durch Methylphenidat?

    Hi Bruchpilot

    Ich denke nicht dass das als alleiniges Kriterium ausreicht.

    Jeder Mensch reagiert grundsätzlich anders auf MPH, und vor allem kann der unterschied zwischen den verschiedenen Generika auch riesengroß sein.

    Man kann wohl schlecht zb sagen: wer sich mit mph besser konzentrieren kann, aufs lernen etwa, hat adhs! sonst würde sich ja die frage stellen warum es so viele studenten genau aus dem grund mißbrauchen, um sich auf prüfungen vorzubereiten, die keine adhs haben??

    Und es gibt ja auch non-responder. wie würdest du diese dann einordnen?

    Grüße,
    Sömpf!

  5. #5


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.803
    Blog-Einträge: 40

    AW: Diagnose durch Methylphenidat?

    Sömpf schreibt:
    Ich denke nicht dass das als alleiniges Kriterium ausreicht.
    Es ist gar kein Kriterium.

    Ein paar Gründe, weshalb das so ist, hast du ja selbst aufgezählt.







    Liebe Grüße,
    Alex

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 38

    AW: Diagnose durch Methylphenidat?

    @ alex
    naja, sagen wir mal so - wenn es negativ (also gegenteilig) wirkt, könnte man doch sagen dass eine adhs eher nicht vorliegt, oder nicht?

  7. #7


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.803
    Blog-Einträge: 40

    AW: Diagnose durch Methylphenidat?

    Sömpf schreibt:
    @ alex
    naja, sagen wir mal so - wenn es negativ (also gegenteilig) wirkt, könnte man doch sagen dass eine adhs eher nicht vorliegt, oder nicht?
    Kann man das?

    Also eine Methylphenidat-Wirkung, die nicht wie gewünscht auftritt, als relatives Ausschlusskriterium für das Vorliegen einer AD(H)S annehmen?

    Wer sagt das und kann es auch entsprechend wissenschaftlich belegen? Würd mich mal interessieren.

    Was genau verstehst du denn unter einer "gegenteiligen" Wirkung?

    Auf welche Symptome der ADS bzw. ADHS und welche unter der Medikation auftretenden Veränderungen bezieht sich das und was sind jeweils deine Kriterien, um die Wirkung in den einzelnen Punkten als "gegenteilig" zu bezeichnen?

    Außerdem (was ja ganz gerne mal "vergessen" wird) hat die Mehrzahl der Erwachsenen, die eine ADS bzw. ADHS haben, gleichzeitig noch eine oder mehrere, andere psychiatrische und/oder psychosomatische Krankheiten oder Störungen, auf die sich eine Medikation mit Methylphenidat ebenfalls teils recht gravierend und bei weitem nicht in jedem Fall positiv auswirken kann.

    Was von dem ganzen Sammelsurium an Symptomen von AD(H)S + Komorbiditäten jeweils direkt dem Symptomkomplex der AD(H)S anzulasten ist und welche der Auswirkungen einer Methylphenidat-Medikation direkt in Verbindung mit der ADS bzw. ADHS stehen oder ob die wie auch immer geartete "negative" oder "gegenteilige" Wirkung nicht vielleicht eher doch auf Einflüsse der Medikation auf bestehende Komorbiditäten (oder vielleicht auch auf Wechselwirkungen mit weiteren Medikamenten) zurückzuführen ist, das ist (vorsichtig ausgedrückt) nicht immer sehr leicht zu erkennen.

    Schon gar nicht am Anfang der AD(H)S-spezifischen Behandlung oder gar schon im Rahmen des Diagnoseverfahrens.

    Naja, wie auch immer ...

    Jedenfalls wäre ich sehr daran interessiert, die (von wem auch immer herausgegebenen) entsprechenden Leitlinien zur AD(H)S-Diagnostik bei Erwachsenen kennen zu lernen, in denen Einflüsse einer Medikation mit Methylphenidat als wie auch immer geartetes, diagnostisches Kriterium aufgeführt sind.




    Liebe Grüße,
    Alex

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 540

    AW: Diagnose durch Methylphenidat?

    Hallo

    genau diese Frage kam beim Treffen in Karlsruhe auf,
    der dort behandeltete Psychiater, der wirklich sehr viele "ADHS-Chaoten" behandelt,
    hat ebenfalls ausgesagt - wie von Alex schon geschrieben - , dass die Behandlung mit Methylphenidat kein Kriterium für die Diagnose ist.

    LG, Anja

  9. #9


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.803
    Blog-Einträge: 40

    AW: Diagnose durch Methylphenidat?

    Naja,

    eigentlich ist das Ganze auch ein uralter Hut und schon lang eher was für die bei ADS bzw. ADHS ziemlich umfangreiche Kategorie "Mythen und Legenden".

    Trotzdem wird man es irgendwie nicht wirklich los und dass sogar Fachärzte heutzutage immer mal wieder noch AD(H)S-Diagnosen an den Auswirkungen einer Methylphenidat-Medikation festmachen oder die Wirkung zumindest bei der Diagnosestellung berücksichtigen, unterstreicht nur nochmal das ganze Dilemma, in dem wir zur Zeit noch stecken.

    Eigentlich ist schon lange alles definiert, was die diagnostischen Kriterien angeht und zumindest die "wirklichen Spezialisten" arbeiten im Rahmen der Diagnostik nach weitgehend einheitlichen Richtlinien, bei denen aber eben besagte Auswirkungen der Medikation mit Methylphenidat keine Rolle spielt.




    Liebe Grüße,
    Alex

  10. #10
    Bruchpilot

    Gast

    AW: Diagnose durch Methylphenidat?

    Hallo ihr Chaoten,


    vielen dank für eure Antworten. So weit hab ich nicht gedacht. Das beantwortet meine Frage, bringt mich aber gleich auf die nächste:

    Weil AD(H)S an nichts festgemacht werden kann, weil alle Symptome bei AD(H)Slern und nicht-AD(H)Slern auftreten können, aber nicht müssen, Methylphenidat nicht bei allen AD(H)Slern wirkt, dafür aber auch bei manchen nicht-AD(H)Slern, AD(H)Sler gute aber auch schlechte Schüler gewesen sein können und Fragebögen ja auch subjektiv sind, was soll dann noch der Unterschied zwischen einer AD(H)S-Verdachtsdiagnose und einer AD(H)S-Diagnose sein?


    Lieber Gruß
    Kiran



    PS:
    Sorry Alex, beschäftige mich noch nicht so lange mit dem Thema wie du. Bin doch extra hier um mich zu informieren. Deshalb war das für mich kein uralter Hut. Das war neu für mich.

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