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Diskutiere im Thema Diagnose Schwarz auf Weiß im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 66

    Diagnose Schwarz auf Weiß

    Jep.

    Da ist sie, die Diagnose, heute erhalten (ICD-10: F90, Mischtyp).
    Nach einigen Wochen der Ungewißheit (der Arzt hatte zwar die Verdachtsdiagnose, und meinte es sei an sich sehr stark ausgeprägt, aber es standen eben noch die gängigen Tests und Untersuchungen aus...).

    Und nun? Keine Ahnung, was ich damit anfangen soll. An sich bedeutet dies, daß ich mein bisheriges Leben mit einem nun völlig neuen Aspekt nochmals Revue passieren lassen sollte, und nun auch sehen muß, wie ich mein weiteres Leben gestalten werde.

    Positiv daran ist die Gewißheit, und auch noch positiv ist die Tatsache, daß ich die Möglichkeit habe, an der Lydo-Studie teilnehmen zu können - der heutige Termin war gleichzeitig auch "Visite 1".

    Wie ging es Euch, nachdem Ihr "frisch diagnostiziert" wurdet?

    Viele Grüße,
    Laertes

  2. #2
    Seb


    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 42

    AW: Diagnose Schwarz auf Weiß

    Hi

    in welcher Klinik warst du denn und welche Tests waren bei der Diagnose eingeschlossen?

    Gruß

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 66

    AW: Diagnose Schwarz auf Weiß

    Grüß Dich,

    war hier in München bei einer der in diesem Forum empfohlenen Praxen.

    Durchgeführte Tests: die einschlägigen Fragebögen (ADHS Checkliste nach DSM-IV, Wender-Utah-Rating-Scale K, Brown-Add-Scales, Jasper/Goldberg,...), dann großes Blutbild (insbes. wg Schilddrüse), EGK, Kopf MR und farbkodierte Duplexsonographie der extra- und intrakraniellen Gefäße.

    Sollte es gewesen sein, wenn ich nicht irgendwas vergessen habe...

    Viele Grüße,
    Laertes

  4. #4
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 1.649

    AW: Diagnose Schwarz auf Weiß

    Hi Laertes,
    die Diagnose setzt ja meistens so einiges in Bewegung, das war bei mir so:
    -Entscheidung Medikament, ja, nein, welches (Entscheidung f. Strattera war richtig)
    -Therapie, und dann welche (eher tiefenpsych. o. Verhalt.therapie)
    - sich in den Foren und per Bücher schlau machen
    - es vertrauten Personen erzählen
    = bei mir hat die rel.unerwartete Diagnose vor 1 Jahr zu einer intensiven Auseinandersetzung mit meinen bisherigen 40 Jahren geführt...und ist natürlich noch im Gange

    Weil ADHS auf soviele Lebensbereiche Einfluss hat dauert die Auseinandersetzung damit wohl auch länger, wie ich jedenfalls feststelle. Lass dir Zeit damit.

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 66

    AW: Diagnose Schwarz auf Weiß

    Hi hypie,

    vielen Dank für Deine Antwort!

    Was den Punkt bzgl des Medikamentes betrifft, meinst Du damit, daß Du Dich für Strattera entschieden hast, oder beziehst Du Dich auf mich?

    Generell muß ich sagen, daß ich mich im Moment irgendwie eher mit dem Tema AD(H)S an sich beschäftige, seltsamerweise aber kaum mit AD(H)S in Bezug auf mich...

    Den (vertrauten) Personen in meinem Umfeld habe ich es bereits mitgeteilt, zum Glück kam ausschließlich positive Resonanz. Das Thema Therapie werde ich bei meinem nächsten Termin beim Doc am Donnerstag ansprechen, eine Aufarbeitung ohne wird wohl nur schwerlich möglich sein...

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 123

    AW: Diagnose Schwarz auf Weiß

    Oi, so 'ne toll Diagnose hab ich gar nicht gekriegt. Ich weiß nur, ADS (ohne H).

    Als ich mich damals mit der Diagnose meines Sohnes auseinandergesetzt habe, da war ich einerseits erleichtert, weil uns dieses Versagergefühl als Eltern von den Schultern genommen wurde, und wir endlich Hilfe bekamen.

    Auf der anderen Seite hat mich sehr schnell dieser "Stempel" gestört, der ihm jetzt irgendwie anhaftete. Nach nun fast 10 Jahren intensivster Auseinandersetzung ist dieser Diagnose-Gedanke bei uns völlig in den Hintergrund getreten. Die Symptome machen einem sicherlich zu schaffen und viele brauchen natürlich Hilfe, aber letztendlich ist es doch nur ein Teil von uns, eine kleine Charakteristik. Ich fühle mich jetzt ganz wohl dabei, mir die Hilfe zu suchen, die ich brauche, ohne mich selbst darüber zu definieren.

    In einem Psychologiekurs an der Uni habe ich es mal erlebt, dass ein Kommilitone sich beim entsprechenden Thema meldete und sagte: "Ich bin ADHS". Eine andere Mutige meinte darauf "Ich bin Borderline...". Ich habe dann gesagt: "Ich bin Marta, und konzentrieren kann ich micht auch nicht wirklich so gut..."

    Außerdem haben wir vor allem bei unserem Sohn so ziehmlich alles an Diagnosen durch, was möglich ist: ADHS, HB, Epilepzie, Asperger, Depressionen...Heute ist er ein leidlich glückliches Kerlchen, der sich ganz gut durchwurstelt. Er nimmt ADHS-Medis und bekommt Ergotherapie und geht zu Philosophie-Kursen und hat Freunde. Von allem anderen ist nichts übriggeblieben.

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 66

    AW: Diagnose Schwarz auf Weiß

    Hi Marta,

    habe mir einfach eine Kopie des Briefes mit der Diagnose an meinen Hausarzt geben lassen, wollte es für mich ja eben Schwarz auf Weiß haben...

    Sicherlich werde ich mich in Zukunft nicht über AD(H)S definieren - das hast Du übrigens schön formuliert - auch werde ich nicht mit "Hätte/Wäre/Wenn" anfangen, ich war noch nie ein Freund dieser Worte und der damit verbundenen Gedanken.

    Was mich im Moment wird irgendwie irritiert, ist die Tatsache, daß es für mich noch nicht wirklich greifbar ist. Wie schon geschrieben, ich setze mich mit der Thematik an sich auseinander, jedoch nicht in Verbindung mit den Auswirkungen auf mich als Person. Das ist im Moment ein luftleerer Raum...

    Was Du von Deinem Sohn schreibst, liest sich letzten Endes sehr positiv...:"der sich ganz gut durchwurstelt"... Hat Euch wahrscheinlich auch mehr als viel Kraft gekostet...

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 123

    AW: Diagnose Schwarz auf Weiß

    Hallo Laertes,

    gute Idee, werde ich beim nächsten Termin auch machen.

    Weiß ja nicht, wie Du an Deine Diagnose gekommen bist. Ich habe bewußt Hilfe gesucht, weil ich meine "Baustellen" endlich angehen wollte, obwohl bei mir die Auswirkungen nicht so dramatisch sind, wie bei vielen anderen.

    Vielleicht brauchst Du auch erstmal diesen Abstand zur Diagnose, gewissermaßen als Selbstschutz vor "Informationsüberflutung" . Hört sich jedenfalls nicht "falsch" an und hilft mit Sicherheit dabei, das Thema rational anzugehen.

    Und ja, für die Kinder ist es kein leichter Weg, wir haben oft nicht weitergewußt und haben am Ende wirklich alle Fäden ziehen müssen. Deswegen bin ich auch vorher gar nicht dazu gekommen, mich mit mir selbst auseinanderzusetzen.

    Da geht es mir vielleicht so ein bisschen wie Dir, ich hab fast Spaß dabei, diese Dinge über mich herauszufinden und vielleicht endlich durchstarten zu können. Auch interessiert mich hier wirklich alles, auch wenn es mich nicht direkt betrifft...

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 66

    AW: Diagnose Schwarz auf Weiß

    Ach, ich kam eigentlich wie die "Jungfau zum Kinde" zu meiner Diagnose - Ursprung war ein massives Schlafproblem in den letzten Wochen und Monaten, nach diversen, teils sehr heftigen Schlaf- und Beruhigungsmitteln bin ich durch Zufall auf das Thema AD(H)S gekommen.
    Habe im Netz nach weiteren Ursachen gesucht, und habe unter anderem dieses Forum hier gefunden. Termin beim Spezialisten gemacht, und nach den Tests die Diagnose gehabt...

    Was den "Abstand" betrifft, hast Du wohl recht, wobei ich da irgendwie hin- und hergerissen bin. Einerseits will ich meine Ruhe, am besten zwei Wochen autark in den Bergen, andererseits will ich alles nur erdenklich Mögliche an Informationen in mich aufsaugen...

    Es ist wirklich schön zu lesen, daß ihr es offensichtlich trotz vieler Steine auf Eurem Weg geschafft habt, eben diesen Euren Weg zu finden. Und vor allem auch, daß Du dann letzten Endes die Zeit gefunden hast, Dich mit Dir selbst auseinanderzusetzen....

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 123

    AW: Diagnose Schwarz auf Weiß

    Ja, nach Jaaaahren... man darf wirklich nicht ungeduldig sein. Vor allem nicht mit sich selbst. Dabei möchte man, dass es so schnell besser wird.

    Das macht Sinn, dann warst Du ja doch überrumpelt. Ich habe es schon lange vor meiner Diagnose bei mir vermutet, eine Überraschung war das dann nicht mehr wirklich.

    Man kann ja beides machen: autark in den Bergen mit Laptop....

    Also, lass Dir ruhig Zeit. Es kommt sowieso noch einiges auf uns zu... Wir haben ja beide erst mit Medis angefangen.

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