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Diskutiere im Thema AD(H)S und Hochsensibilität/ Reizoffenheit im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #41
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADS / ADHS
    Forum-Beiträge: 390

    AW: AD(H)S und Hochsensibilität/ Reizoffenheit

    alice_s schreibt:
    Überhaupt kein Thema, wenn denn dann die Wirksamkeit der Homöopathie mit anerkannten Forschungsmethoden nachgewiesen wird.
    Wenn Alternativmedizin mir helfen, dann brauche ich ehrlich gesagt keine Studien. Ich spüre es, ich fühle mich wieder gut, meine Symptome sind verschwunden.

    Daher halte ich es nach wie vor für absurd, Therapien nicht zu erstatten, nur weil ihre Wirkung wissenschaftlich nicht nachgewiesen worden ist (by-the-way: irgendwelcher Professor sagte in irgendwelchem Vortrag, Schulmedizin sei nur zu 20% evidenz-basiert).

    Wer heilt, hat Recht. Sprich: ist ein Patient nach einer Therapie tatsächlich geheilt/von seinen Symptomen befreit, dann müsste die KK die Therapie erstatten.

    Absurd finde ich es- und ungerecht- wenn die schulmedizinische, angebliche evidenz-basierte Therapie (oder Diagnostik) erstattet wird, obwohl sie dem Patienten de facto nichts genützt hat. Sooo oft selbst erlebt....

    Bis jetzt nicht der Fall. Und Einzelfallschilderungen reichen nicht. Selbst Millionen Einzelfälle bleiben Einzelfälle. Erst genau dann haben wir gültige und belastbare Aussagen zur Wirksamkeit, wenn sie mit den aktuell gültigen, bisher besten Forschungsstandards gewonnen wurden (Doppelbind-Studien, Crossover-Designs, Follow-Up Studien etc.). Das sind die besten Methoden, die wir haben, und es nennt sich "evidenzbasierte Medizin“ (EbM). Warum ich das so sehe? Steht oben. Und hier z.B.

    Wie kann man nur gegen Alternativmedizin sein? | Die Erde ist keine Scheibe
    Von Freiheit und Wahrheit – noch einmal zur Heilpraktikerdiskussion | Die Erde ist keine Scheibe
    Ich weiß, was evidenz-basierte Medizin ist. Aber Fakt ist, dass die evidence-basierte Medizin nicht allen Patienten hilft und wenn diese Patienten doch durch Globulis geholfen werden können, warum sollten sich die KK nicht an den Kosten beteiligen?

    Ich möchte nicht wissen, wie viel € die erfolglose schulmedizinische, evidenz-basierte Physiotherapie der Schulterschmerzen meines Onkels gekostet hat, während eine einzige (50-80 €) osteopathische Behandlung ihn von diesen Schmerzen befreit hat...

    Da hätte seine KK sicher eine Menge Geld gespart, wenn die Osteo zuerst genehmigt worden wäre.

    Aber grundsätzlich halte ich die Wirkung solcher Methoden, deren Wirkung vom Können des Therapeuten abhängen, wissenschaftlich nicht belegbar. Denn jeder Patient bekommt hier eine höchste individualisierte Behandlung, eine Placebo-Behandlung ohne dem Wissen des Therapeuten ist schwer durchführbar, und man kann definitiv nicht bei allen Patienten das gleiche Mittel/die gleiche Methode anwenden.

    Und: Überhaupt kein Thema, oft wird viel zu schnell von Ärzten mit nicht ungefährlichen und vielleicht nicht einmal geeigneten Medikamenten um sich geworfen (von Tavor bis Oxycodon). Das sehe ich auch so. Sagt ja keiner, das sog. Schulmediziner automatisch richtig vorgehen.
    Siehe das Buch von Prof.Peter Gotzsche zur sogennanten evidenz-basierten Medizin!

    Bei meiner Tochter hat es in grauer Vorzeit (lange vor ihrer ADHS-Diagnose, als ich so verzweifelt war, dass ich bereit war, es mit dem Placebo-Effekt zu versuchen... also mit ihr zur Homöopathischen Ärztin gegangen bin, mit so #ner ausführlichen Grundanamnese, und mit Globuli nach Hause, ebenfalls wöchentlich einzunehmen) nicht eine winzige Spur verändert, null! Das war zumindest ein einfach-Blind-Versuch, weil sie nichts davon wusste, dass ich nicht dran glaube. Ich hätte mich gehütet, ihr das zu verraten und auch mein Mann hat sich zurückgehalten, weil ich ja wollte, dass irgendetwas mal hilft. Schwiegermutter fand's spitze by the way. Wir haben's dann mal vergessen, in den Urlaub mitzunehmen und ich war etwas frustriert, denn wenn schon Versuch, dann richtig. Sagte sie: "Macht nichts Mama, das bringt eh nichts."
    Eine fehlende Wirkung bei einem Patienten bedeutet nicht, dass die Therapie generell wirkungslos. Es kann auch an der Kompetenz des Therapeuten liegen oder daran, dass diese Therapieform bei dieser Erkrankung generell nicht hilft. Wie gesagt: Osteo bei meinem Sohn = keine spürbare Wirkung, Osteo bei meiner Tochter (beim gleichen Therapeuten) = sichtbare Wirkung gleich nach der 1.Sitzung! [beide übrigens ungefähr im gleichen Alter behandelt, also mit 5-6 Monaten].

    Meine Schwester berichtete mir, ein Vater hätte sich bei ihr in Tränen ausgelöst in der Praxis bedankt, nachdem sich die Hyperaktivität seines Sohnes (6 glaube ich) nach einer einzigen Sitzung in Luft aufgelöst habe. Das bedeutet natürlich nicht, dass Osteo grundsätzlich bei ADS wirkt, dass dieses Kind an ADS litt, aber bei ihm haben Symptome wie Hyperaktivität de facto eindeutig nach dieser Sitzung nachgelassen.

    Es gibt halt immer wieder Fälle, wo die Schulmedizin nicht helfen kann, oder der Patient verträgt die Medis nicht, dann halte ich Versuche mit Alternativverfahren für gerechtfertigt, vorausgesetzt, schulmedizinische Maßnahmen waren vorher erfolglos oder nicht durchführbar und die Therapie gefährdet nicht die Gesundheit, das Leben des Patienten.

  2. #42
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADS / ADHS
    Forum-Beiträge: 390

    AW: AD(H)S und Hochsensibilität/ Reizoffenheit

    alice_s schreibt:
    Andererseits ist es mein gutes Recht auf diese Umstände hinzuweisen, nämlich, dass die Vertreter von Homoöpathie und anderer alternativmedizinischer Richtungen (damit meine ich jetzt nicht die Anwender wie dich), also Ärzte und Heilpraktiker, Behauptungen in den Raum stellen, die nicht zu halten sind, und sie als "Wahrheit" bezeichnen.
    Mich nervt es, wenn ein Osteopath oder Homöopath (beide Heilpraktiker) mir sagen, mein Kind habe kein ADS, sondern sei ein "Indigo Kind" oder habe eine "Bindungsstörung"... Da sehe ich rot, sorry!

    Wie gesagt: bei Schreibabys würde ich jeder betroffenen Mutter empfehlen, sich durch einen in der Münchner Sprechstunde für Schreibabies ausgebildeten Psychologen beraten zu lassen, denn Frau Prof.Papousek hat mit seinem Team eindeutig nachgewiesen, dass ihr Ansatz der Mehrheit dieser Kinder gut bis sehr gut wirkt.

    Osteo/Homöo würde ich nur zusätzlich probieren.

    Bei ADS würde ich nach wie vor die leitliniengerechte evidence-basierte multimodale Therapie ( Elterntraining + Konzentrationstraining + Medis) empfehlen, Globulis/Osteo nur probatorisch vor der Diagnose (die meist ab dem 6.Lebensjahr möglich ist) einsetzen.

    Und ich verwahre mich dagegen, dass die Kosten von der Solidargemeinschaft getragen werden soll, solange Nachweise nicht vorliegen.
    Das ist ein anderes Problem.

  3. #43
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 256

    AW: AD(H)S und Hochsensibilität/ Reizoffenheit

    könnte man für diesen (ewig gleichen) Glaubenskrieg Homöopathie vs. Schulmedizin nicht bitte einen extra Thread aufmachen?
    Hier gings nämlich- ursprünglich- mal um Hochsensibilität/ Reizoffenheit

  4. #44
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADS / ADHS
    Forum-Beiträge: 390

    AW: AD(H)S und Hochsensibilität/ Reizoffenheit

    tusnelda schreibt:
    könnte man für diesen (ewig gleichen) Glaubenskrieg Homöopathie vs. Schulmedizin nicht bitte einen extra Thread aufmachen?
    Hier gings nämlich- ursprünglich- mal um Hochsensibilität/ Reizoffenheit
    Sorry, ich höre auf der Stelle damit auf! Nein, kein neuer Thread.

  5. #45
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 593

    AW: AD(H)S und Hochsensibilität/ Reizoffenheit

    Ich auch, es ist eh relativ aussichtslos Vielleicht ein andermal und anderswo wieder...

    Sorry für das Lostreten des OT Schlenkers... Ich hatte den thread länger nicht mehr verfolgt und habe mich dann ohne Nachlesen bezogen auf einen einzelnen Beitrag wieder eingeklinkt. Eigentlich wart ihr gerade ganz woanders gelandet.
    Geändert von alice_s (26.11.2017 um 11:09 Uhr)

  6. #46
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.833

    AW: AD(H)S und Hochsensibilität/ Reizoffenheit

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