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Diskutiere im Thema AD(H)S und Hochsensibilität/ Reizoffenheit im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #31
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADS / ADHS
    Forum-Beiträge: 390

    AW: AD(H)S und Hochsensibilität/ Reizoffenheit

    verpeilt. schreibt:
    Allerdings stimme ich euch zu, dass es auch sehr schön ist, positive Dinge verstärkt wahrzunehmen, insbesondere in einer reizarmen Umgebung.
    Ja, die Schönheit der Natur z.B. (wobei mein Mann das offensichtlich kalt lässt, aber vielleicht dahinter etwas Anderes, z.B. Asperger).

    Ich denke (vermute), dass meine Gefühle grundsätzlich viel intensiver sind als die von Normalos. Also sowohl Liebe als Hass.

  2. #32
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 591

    AW: AD(H)S und Hochsensibilität/ Reizoffenheit

    mj71 schrieb: Ich habe Mühe wenn jemand einfach sagt, dass einiges einfach unwirksam ist statt von seine Erfahrungen zu reden. Niemand muss was probieren oder machen was für ihm nicht stimmt. Aber wenn ich von meine Erfahrung rede und sage dass mich einiges mich geholfen hatte und manchmal auch andere Menschen meine ich es wirklich so und fühle mich nicht ernst genommen wenn es weiter als "Ritual" betiteln wird. Jeden darf weiter denken und glauben was er will... Ich tue lieber mich informieren und probieren.

    Gegen ADS nehme ich Dexamphetamin (nichts gegen Chemie) Gingko und noch einiges homeopathisch und alles hilft mich.
    Liebe mj71 (und andere, die sich angesprochen gefühlt haben):

    Ich weiß, ich formuliere da radikal. Ich wollte dich nicht persönlich angreifen oder sonst jemanden, der individuell gute Erfahrungen gemacht hat mit Alternativmedizin. Ich habe kein Problem damit, wenn jemand sagt, ein derartige Methode habe ihm geholfen, aber ich habe absichtlich den Begriff Ritual verwendet, weil er ausdrückt, dass das mit glauben zu tun hat ("Ich glaube, es hat mir geholfen. "), wenn es um ein Verfahren geht, dessen Wirkung mit den anerkannten wissenschaftlichen Methoden zumindest nicht nachweisbar ist.

    Ich weiß, dass Forschung zum Teil nicht angemessen "redlich" betrieben wird. Trotzdem sind deswegen nicht die wissenschaftlichen Methoden falsch oder fragwürdig, die sind ein Riesenfortschritt gegenüber reiner Einzelfall-Beschreibung nach persönlicher Beobachtung (bei dene keiner der Beteiligten unvoreingenommen beobachten kann), wie es früher üblich war. Falsch ist das Vorgehen der Forscher, die pfuschen und Daten drehen.

    Ich reagiere auch positiv auf Rituale. Wenn es mir nach der Anwendung von irgendetwas besser geht, glaube ich, dass das damit zu tun hat und wende es wieder am. Ich schreibe der Sache eine Wirkung zu, für mich persönlich. Wieso auch nicht?

    Ich habe auch nichts dagegen, wenn der ein oder andere Wirkstoff aus Pflanzen etc. sich tatsächlich nach wissenschaftlichen Kriterien erweist, z.B. an den genannten Hochschulen als wirksam erweist. Das ginge dann über das individuelle deutlich hinaus. Ich teile nicht ein in Chemie=gut und Natur=schlecht.

    Aber es ist als Nachweis der Wirksamkeit nicht hinreichend, wenn noch so viele Ärzte und Anwender z.B. von der Homöopathie sagen: Ich habe gesehen/gespürt, dass es wirkt. Ich kann schlichtweg nicht beurteilen was wirkt, wenn ich weiß, dass ich was einnehme oder anwende. Und auch als Beobachter kann ich mich von Vor-Annahmen nicht freimachen, wenn ich weiß, dass etwas/was angewendet wird.

  3. #33
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADS / ADHS
    Forum-Beiträge: 390

    AW: AD(H)S und Hochsensibilität/ Reizoffenheit

    Ich verstehe, was Alice meint. Ich bin auch ein rationaler Mensch, der nach wissenschaftlichen Beweisen "giert", vor Allem wenn es um meine Gesundheit geht!

    Ich hatte jahrelang große Zweifel an der Homöopathie, ich ging auf Anraten meiner Mutter zum Homoöopathen (meist wegen depressiven Verstimmungen, psychischem Unwohlsein), nahm aber nicht die Globulis, die mir verschrieben wurden, weil ich eben an deren Wirkung nicht glaubte.

    Dann kamen in meinem Leben 2 Ereignisse, die mir in die schiere Verzweiflung gebracht haben, ein Mal diese starken Uterusschmerzen an einer Seite (Folge eines physikalischen Stoß), ein anderes Mal extrem starke Kopf-und Gelenkschmerzen nach einem Zeckenstich, die trotz 2 Antibiosen, mehrere Jahre lang persistieren (es war die HÖLLE auf Erde, da sämtliche Schmerzmittel-bis hin zum Opioide Oxycodon!-keine Wirkung zeigte). Jedes Mal probierte ich die schulmedizinische oder pflanzlichen Mittel ohne Erfolg (oder nur mit mäßigen oder vorübergehendem Erfolg nach dem Zeckenstich), so dass ich an der Homöopathie dachte. Ich ging aber damals (1.SS) nicht zum Homöopath, weil ich wenig Geld hatte (ich bekam den Mindestlohn). Da ich Internet hatte, recherchierte ich wochenlang nach dem geeignetem Mittel und fand nichts Passendes. Bis ich mich daran erinnerte, dass mein Konstitutionsmittel Natrium muriaticum ist. Ich fand nach vielen Recherchen die Beschreibung dieses Mittel und war verblüfft über die große Übereinstimmung mit meiner Persönlichkeit (Verhaltensweisen, Denkweise). Da ich nach wirkungslosen Partussisten (ich hatte vorzeitige Wehen seit dem Beginn der SS) und pflanzlichem Mittel (von Fraenarzt) nichts zu verlieren hatte, Globulis generell als frei von Nebenwirkungen/ungefährlich gelten, habe ich dieses Mittel gekauft und probiert, allerdings ohne wirklich daran zu glauben. Und siehe da: nach jeder Gabe (ich glaube, ich nahm ein paar Globulis morgens) wurden die Schmerzen leichter, nach 3-4 Tagen hatte ich gar keine Schmerzen mehr und das bis zur Entbindung!

    Und der Homöopath, den ich wegen der starken Kopf-und Gelenkschmerzen aufsuchte, nachdem Antibiose und pflanzliche Therapien wirkungslos geblieben waren, schaffte es, dass ich nach einer langsamen, aber stetigen Besserung 9 Monate lang gar keine Schmerzen mehr hatte! Leider erlitt ich einen schlimmen Rückfall nach 2 Jahren Behandlung, hier entschied ich mich lieber für eine Langzeitantibiose durch einen Borreliosearzt, nachdem ich von seinen Erfolg erfahren hatte.

    Die Geschichte dieses Arztes ist ebenfalls interessant. Er behandelt seit 30 Jahren Patienten mit chronischen Infektionen wie die Borreliose.Eine Erkrankung, die 30 Jahre lang offiziell nicht als Infektion anerkannt war, weil die IDSA in den USA partout nicht akzeptieren wollte (es gab da massive Konflikinteressen mit der Industrie, insbesondere privaten Krankenkassen), dass die Bakterien nach 1-3 Wochen Antibiose persistieren konnten. Mein Borreliosearzt behandelte aber trotzdem seine Patienten nach einem gepulsten Schema (2 AB 7 bis 14 Tage lang, dann 20 Tage Pause) und konnte damit nach eigenen Angaben 80% seiner Patienten von ihren Symptomen nach 1-2 Jahren Behandlung befreien. U.A. behandelte er erfolgreich mehrere MS Patienten, die seiner Meinung nach an einer chronischen Rikettsiose oder Chlamydiose litten. Darunter die Freundin und Nachbarin meiner Mutter und ihren Sohn (wahrscheinlich in utero infiziert, denn sie war schwanger, als die 1.Symptome auftraten, nachdem Vogelkot in ihren Augen gefallen war), der seine Kindheit lang an starker Müdigkeit gelitten hatte und mit 14 Jahren plötzlich gelähmt war (Beine). Beide sind seit der Therapie seit über 30 Jahren wohlauf! Eine Freundin berichtete mir im Sommer, ihre Cousine, die seit Jahren an schwerer Erschöpfung litt, wurde ebenfalls von dieser gepulster Antibiose geheilt.

    Diese gepulste Therapie wurde aber bis jetzt, obwohl Dr.Legac (der Lehrer meines Arztes) in den 60er-Jahren mehrere Artikel in wissenschaftlichen Zeitschriften über seine Erfolge bei MS Patienten beschrieben, wissenschaftlich nicht untersucht, weder an Tieren noch an Menschen.

    Mein Arzt erzählte der Freundin meiner Mutter, er sei auf Kongressen von Professoren regelrecht ausgelacht worden, er konnte seine Vorträge nicht halten, weil die Anderen ihn nicht reden ließ.

    Dr.Cecile Jadin in Südafrika hat von meinem Arzt gelernt und behandelt Patienten mit CFS erfolgreich mit dieser Methode.

    Trotzdem hat sich bis jetzt kein einziger Forscher die Mühe gemacht, diese Methode wissenschaftlich zu untersuchen, aus welchem Grunde auch immer. Vielleicht weil die angewendeten Antibiotika jetzt alle als Generika zur Verfügung stehen und kein Pharmaunternehmen bereit ist, diese teuren randomisierten placebokontrollierten Studien zu finanzieren?

    Ich schweife ab...aber ich wollte es mal loswerden. Ich bin nach wie vor für eine evidenz-basierte Medizin, denn ich denke, dass sie den Patienten die höchsten Chancen auf Heilung/Genesung/Linderung der Symptome bietet. Die Schulmedizin ist aber nicht immer imstande, das Leid der Menschen zu lindern und in diesem Fall verstehe ich, dass verzweifelte Patienten ihr Glück bei Alternativmedizin suchen. Ich glaube auch, dass man mit wissenschaftlichen Methoden nicht alles beweisen kann, insbesondere bei Naturheilverfahren, die ein höchstes Maß an in Kompetenz des Therapeuten erfordern, eine höchster Maß an Individualität.Ich denke dabei an die Osteopathie, Akupunktur, Homöopathie. Ich habe persönlich selbst verblüffende Wirkungen mit solchen Methoden erlebt (Osteopathie: eine Osteopathin schaffte es vor ein paar Jahren mit einer einzigen Behandlung, meine starken Rückenverspannungen zu lösen. Am Abend nach der Sitzung hatte ich sehr starke Schmerzen, als ob mir jemand hier ein Messer in den Rücken gesteckt hatte-sie hatte mich über eine mögliche Erstverschlimmerung gewarnt- am nächsten Tag hatte ich gar keine Schmerzen mehr), kenne andere Patienten, die Ähnliches erlebt haben und GLAUBE daher, dass diese "esoterischen" Methoden durchaus sehr effektiv wirken können.
    Aber ich glaube, dass die Wirkung vom Können des Therapeuten abhängt, sprich nicht jeder Osteopath, Homöopath kann diese "Heilkunst".

    Ich fände es übrigens gerechter, wenn Therapeuten (egal ob Ärzte, Heilpraktiker, Psychologen) nach ihren Leistungen bezahlt werden. Ich fand das ungerecht und absurd, wenn schulmedizinische Ärzte Geld von meiner KK bekommen, obwohl sie mir Null helfen konnte, meine erfolgreiche osteopathischen oder homöopathischen Sitzungen selbst bezahlen musste.

    Zur Osteopathie könnte ich noch einiges schreiben (meine Schwester ist Osteo seit 20 Jahren). Meine Schwester konnte seine sehr starken Schulterschmerzen nach einer einzigen Sitzung beheben, nachdem er monatelang erfolglos in physiotherapeutischer Behandlung war.

    Andererseits will ich nicht abstreiten, dass viele alternativen Heilverfahren wahrscheinlich wirkungslos waren. Es ist das Kreuz für die Patienten: er weiß im Voraus nicht, ob der Therapeut, die Therapie ihm helfen wird.

    Zur Homöo bei Kindern noch kurz ein Wort: in meiner Verzweiflung war ich mit meinem Sohn (6-7?) beim Homöopath. Nach einer langen (1,5 Std) und teuren (180 €) Annamnese bekam der Bube Globulis, die er 1 Mal/Woche nehmen sollte. Ich kann gar nicht beschreiben, wie verblüffend ich war, denn das oppositionelle Trotzverhalten legte sich schlagartig, 2 Mal kam sein Schulfreund zu Besuch, mit dem er sonst bis auf´s Messer stritt, diesmal spielte er friedlich wie ein normales Kind. Die Mutter fragte mich, was ich ihm denn gegeben habe und konnte es auch nicht fassen. Leider erfuhr mein Mann vom Experiment, verbot mir, das Kind weiter behandeln zu lassen und das oppositionelle Trotzverhalten nahm wieder zu, bis wir (die Eltern) uns trennten und unser Sohn in die Kinderpsychiatrie musste. Ich habe lange überlegt, was aus unserer Familie/Ehe geworden wäre, wenn ich diese homöopathische Behandlung fortgesetzt hätte. Hätte mein Bube ein normales Verhalten gehabt? Hätte das uns diese furchtbaren Streite, die Ehestreite, die Kinderpsychiatrie erspart?

    Die Konzentrationsfähigkeit war seit dem Konzentrationstraining im SPZ kein Problem mehr (zumindest bis zur 7.Klasse). Gegen dieses oppositionelle Trotzverhalten wollte die KIÄ im SPZ wieder Ritalin versuchen, aber die Kinderpsychologin entschied, das Kind habe kein ADS, nur ein krankes Umfeld.

    Im Nachhinein würde ich mein Kind von Anfang an homöopathisch behandeln lassen (individualisierte Behandlung nach Hahnemann), denn wer weiß, ob das uns nicht viele Tränen erspart hätte. Hätte das aber nicht ausreicht, hätte das Kind trotz Konzentrationstraining weiterhin Konzentrationsprobleme in der Schule bzw. hätte er weiterhin unter oppositionellem Trotzverhalten gelitten, würde ich aber jetzt nicht zögern und Ritalin geben.

  4. #34
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 773

    AW: AD(H)S und Hochsensibilität/ Reizoffenheit

    Wenn es ein Medikament gäbe, mit dem ich die Hochsensibilität abstellen könnte, würde ich es wohl nicht nehmen. Was bliebe von mir übrig, wenn meine Reizoffenheit/ Emotionalität gedämpft werden würde?
    Die Frage ist doch was reduziert wird.
    Wenn die Grundempfindlichkeit einfach nur reduziert werden würde, man quasi "sediert" werden würde, würde ich auch nichts nehmen.
    Für mich geht eher darum die Kontrolle über die Reize zu bekommen. Ich möchte jede Vogelstimme im Wald hören, WENN ICH ES MÖCHTE. Also nicht wenn ich gerade ein intensives Gespräch führe. Und ich möchte nicht jede Unterhaltung im Restaurant anhören müssen, da würde ich mich lieber auf mich, mein Gegenüber und den Genuss konzentrieren.

    Ich will nicht sediert werden, ich möchte die Kontrolle über meine Wahrnehmungen haben. Feinsinnig, aber nicht so extrem leicht ablenkbar. Das ist mein Wunsch.

  5. #35
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.563

    AW: AD(H)S und Hochsensibilität/ Reizoffenheit

    Zebramama schreibt:
    So, inzwischen bin ich in einigen Foren von Hochsensiblen fremdgegangen und muss sagen, dass ich dort viele Aspekte finde, in denen ich mich wiederfinde.

    Gleichzeitig fühle ich mich in dem zartlila Umfeld neben den Wünschelrutengängerinnen und verhinderten Feenzauberinnen doch auch irgendwie fehl am Platz.

    Meine Hochsensibilität ist nicht ätherisch. Sie ist ein handfestes Handicap.

    Allerdings bin das eben ich.

    Wenn es ein Medikament gäbe, mit dem ich die Hochsensibilität abstellen könnte, würde ich es wohl nicht nehmen. Was bliebe von mir übrig, wenn meine Reizoffenheit/ Emotionalität gedämpft werden würde?

    Dass ich einerseits bei Reizüberflutung viel schneller die Nerven verliere als andere, bedeutet gleichzeitig, dass meine Freude an schönen Dingen auch viel größer ist als bei anderen. Himmelhochjauchzend, zu Tode betrübt, dazwischen gibt es nicht viel. Und in dieser Achterbahn geht es eben weiter auf und ab - man brüllt vor Freude, man übergibt sich ;-) - man lebt.

    Also letztlich möchte ich gern als AD(H)S-Betroffene/ reizoffener - affektlabiler Typ hier bei euch bleiben ;-).
    Vielleicht ist für diese menschen ihre Sensibilität nicht so eine Einschränkung wie bei uns... Wie es verschieden Ausprägung bei ADS (wo die Lebensgeschichte und Umständen auch eine Rolle spielen) ist es für andere "Eigenschaften" auch.
    Wenn es nicht so stark ist, ist es auch einfacher die gute Seite zu sehen.

    Ich habe mich entschieden, auch wenn es manchmal mühsam ist damit zu leben, dort auch einige gute Seiten zu sehen, nur um mal nicht alles an mich so negativ zu sehen. Darum sage ich, dass es vielleicht eine Stärke ist, aber auch gleichzeitig, eine grosse Herausforderung. Auch erlebe ich es meistens schmerzhaft... Aber es gehört wohl zu mich und ich will lernen damit umzugehen. Ich finde auch nicht schlecht, so viel wahrzunehmen, auch wenn es belastend sein kann...
    Vielleicht reagiere ich auch genau wegen meine Lebensgeschichte so! Ich habe genug gelitten dass man mich auf biegen und brechen dort ändern wollte, dass es mich auch gereicht hatte und ich so reagiere mit dem ich sage: "Ich bin nun so, und?"

    Ich denke, dass es mit Medikamenten sicher möglich ist so was zu dämpfen und wenn jemand darunter leidet auch berechtigt.

  6. #36
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.563

    AW: AD(H)S und Hochsensibilität/ Reizoffenheit

    @ alice:

    Ich weiß, ich formuliere da radikal. Ich wollte dich nicht persönlich angreifen oder sonst jemanden, der individuell gute Erfahrungen gemacht hat mit Alternativmedizin. Ich habe kein Problem damit, wenn jemand sagt, ein derartige Methode habe ihm geholfen, aber ich habe absichtlich den Begriff Ritual verwendet, weil er ausdrückt, dass das mit glauben zu tun hat ("Ich glaube, es hat mir geholfen. "), wenn es um ein Verfahren geht, dessen Wirkung mit den anerkannten wissenschaftlichen Methoden zumindest nicht nachweisbar ist.
    Ich glaube nicht nur, ich bin überzeugt dass einiges mich geholfen hat, ist zu eindeutig... Bei Lunatic und Yasmin auch...

    Ich bin ehe aufgeschlossen aufgewachsen, in meine Familie galt wissenschatliche Medizin wie alternative Medizin. Meine Eltern haben mich imfpen lassen, Antibiotika haben sie nicht abgelehnt, wenn es nötig war, und Globuli gab es manchmal auch, ehe für kleine Wehwehchen. Mit eine Ernährungumstellung ist einiges gutes passiert in meine Familie und später erneut auch bei mich. Mit beiden haben ich gute Erfahrungen gemacht und vielleicht habe ich eben wenig Verständnis dass etwas ausgeschlossen wird und als "Ritual" betitel wird nur weil es noch nicht bewiesen wird.

    Klar, habe ich auch lieber wenn etwas bewiesen wird und gehe auch lieber auf die sichere Seite. Aber bin auch neugierig und aufgeschlossen... Bei die Homeopathie ist der Risiko zum Beispiel echt klein, wenn es mal schief geht... Dort bin ich ehe bereit mal zu probieren. Besonders wenn mehrere Menschen aus mein Umfeld damit gute Erfahrungen berichten.
    Geändert von mj71 (25.11.2017 um 20:20 Uhr)

  7. #37
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 591

    AW: AD(H)S und Hochsensibilität/ Reizoffenheit

    Yasemin schrieb: Ich fände es übrigens gerechter, wenn Therapeuten (egal ob Ärzte, Heilpraktiker, Psychologen) nach ihren Leistungen bezahlt werden. Ich fand das ungerecht und absurd, wenn schulmedizinische Ärzte Geld von meiner KK bekommen, obwohl sie mir Null helfen konnte, meine erfolgreiche osteopathischen oder homöopathischen Sitzungen selbst bezahlen musste.

    Überhaupt kein Thema, wenn denn dann die Wirksamkeit der Homöopathie mit anerkannten Forschungsmethoden nachgewiesen wird. Bis jetzt nicht der Fall. Und Einzelfallschilderungen reichen nicht. Selbst Millionen Einzelfälle bleiben Einzelfälle. Erst genau dann haben wir gültige und belastbare Aussagen zur Wirksamkeit, wenn sie mit den aktuell gültigen, bisher besten Forschungsstandards gewonnen wurden (Doppelbind-Studien, Crossover-Designs, Follow-Up Studien etc.). Das sind die besten Methoden, die wir haben, und es nennt sich "evidenzbasierte Medizin“ (EbM). Warum ich das so sehe? Steht oben. Und hier z.B.

    Wie kann man nur gegen Alternativmedizin sein? | Die Erde ist keine Scheibe
    Von Freiheit und Wahrheit – noch einmal zur Heilpraktikerdiskussion | Die Erde ist keine Scheibe

    Und: Überhaupt kein Thema, oft wird viel zu schnell von Ärzten mit nicht ungefährlichen und vielleicht nicht einmal geeigneten Medikamenten um sich geworfen (von Tavor bis Oxycodon). Das sehe ich auch so. Sagt ja keiner, das sog. Schulmediziner automatisch richtig vorgehen.

    Bei meiner Tochter hat es in grauer Vorzeit (lange vor ihrer ADHS-Diagnose, als ich so verzweifelt war, dass ich bereit war, es mit dem Placebo-Effekt zu versuchen... also mit ihr zur Homöopathischen Ärztin gegangen bin, mit so #ner ausführlichen Grundanamnese, und mit Globuli nach Hause, ebenfalls wöchentlich einzunehmen) nicht eine winzige Spur verändert, null! Das war zumindest ein einfach-Blind-Versuch, weil sie nichts davon wusste, dass ich nicht dran glaube. Ich hätte mich gehütet, ihr das zu verraten und auch mein Mann hat sich zurückgehalten, weil ich ja wollte, dass irgendetwas mal hilft. Schwiegermutter fand's spitze by the way. Wir haben's dann mal vergessen, in den Urlaub mitzunehmen und ich war etwas frustriert, denn wenn schon Versuch, dann richtig. Sagte sie: "Macht nichts Mama, das bringt eh nichts."

    Ich kann mich nur wiederholen:

    es ist als Nachweis der Wirksamkeit nicht hinreichend, wenn noch so viele Ärzte und Anwender z.B. von der Homöopathie sagen: Ich habe gesehen/gespürt, dass es wirkt. Ich kann schlichtweg nicht beurteilen was wirkt, wenn ich weiß, dass ich was einnehme oder anwende. Und auch als Beobachter kann ich mich von Vor-Annahmen nicht freimachen, wenn ich weiß, dass etwas/was angewendet wird.

  8. #38
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.563

    AW: AD(H)S und Hochsensibilität/ Reizoffenheit

    Heisst es, so lange dass es keine Studie gibt, hälst du die Finger davon? Ok, sicher ist sicher... Ich halte da anders, aber jeden nach seine Art...

  9. #39
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 591

    AW: AD(H)S und Hochsensibilität/ Reizoffenheit

    mj71 schreibt:
    Heisst es, so lange dass es keine Studie gibt, hälst du die Finger davon? Ok, sicher ist sicher... Ich halte da anders, aber jeden nach seine Art...
    Nö, heißt es nicht, (auch wenn ich persönlich die Finger von den meisten "Ritualen" lasse).
    Meine Aussage zielte auf was anderes, falls du wissen möchtest worauf, dann lies sie doch noch mal. Nicht ironisch gemeint. Kann ja sein, dass du es nicht wissen willst, das ist dein gutes Recht, selbstverständlich auch, die von dir bevorzugten Methoden anzuwenden.

    Andererseits ist es mein gutes Recht auf diese Umstände hinzuweisen, nämlich, dass die Vertreter von Homoöpathie und anderer alternativmedizinischer Richtungen (damit meine ich jetzt nicht die Anwender wie dich), also Ärzte und Heilpraktiker, Behauptungen in den Raum stellen, die nicht zu halten sind, und sie als "Wahrheit" bezeichnen. Und ich verwahre mich dagegen, dass die Kosten von der Solidargemeinschaft getragen werden soll, solange Nachweise nicht vorliegen.

  10. #40
    Chaoprinzessin

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    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.563

    AW: AD(H)S und Hochsensibilität/ Reizoffenheit

    Wenn mich so ein Arzt von seine Methoden zu viel verspricht, werde ich misstraurig... Aber wenn eine sagt: "Bei vielen meine Patienten hat es geholfen, aber es wirkt auch keine Wunder" tönt schon was anders... Tja, ich wähle mich schon jemand der auf mich eine seriöse Eindruck macht.

    Ich weiss dass es auch Charlatan gibt, die Wunder versprechen, die wissenschaftliche Medizin nur schlecht reden und solchen sollen nicht geben...

    Meine Aussage zielte auf was anderes, falls du wissen möchtest worauf, dann lies sie doch noch mal. Nicht ironisch gemeint. Kann ja sein, dass du es nicht wissen willst, das ist dein gutes Recht, selbstverständlich auch, die von dir bevorzugten Methoden anzuwenden.
    Ich habe vor allem verstanden dass du die solches nicht glaubt, weil es nicht bewiesen ist... Egal wieviele Einzelfälle es gibt. Aber ohne selber Erfahrungen damit zu haben. Alles wieder zu lesen habe ich echt jetzt kein Bock, war viel Text...

    Tja und vor allem war ich irritiert, da ich der Eindruck hatte, meine Erfahrung gilt da gar nicht, ich bilde mich schlicht was ein (hatte ich sonst genug in mein Leben erlebt im Bezug auf meine Schwierigkeiten mit ADS)...

    Sonst habe ich mit dich und deine Meinung kein Problem. Etwas beweisen ist sicher besser als einfach blind probieren und es gibt eben in diese Gebiet auch viel unseriöses... Ich wünsche mich wirklich dass einiges was du "Rituale" nennt wirklich mal nach Wirksamkeit geforscht werden, da wird mich auch wöhler sein... Mich ist bewusst, wenn ich da was probiere, da es eine Teil Unsichereit gibt... Auf der andere Seite, sind auch Methoden die nachgewiesen sind, nie zu 100%, es heisst, bei jeden wirksam. Daher, wähle ich lieber was wenig Risiko mit sich bringt.

    An etwas glauben oder nicht darf auch jeden...

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