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Diskutiere im Thema AD(H)S und Hochsensibilität/ Reizoffenheit im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #11
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.554

    AW: AD(H)S und Hochsensibilität/ Reizoffenheit

    Zu Thema hochsensibilität: bevor ich auf ADS kam, bin ich auf das Thema Hochsensibilität gekommen, konnte mich darin sehr sehr gut erkennen und es hat mich schon mal geholfen. Aber es gab noch etwas dazu... Von schlechte Selbststeuerung wird bei der Hochsensibilität nicht erwähnt, wobei es bei mich doch deutlich war.

    Ich bin einige menschen begegnet die für mich deutlich hochsensibel sind, aber ehe keine ADSler sind... Ich kann mich schon vorstellen dass es mal eine ohne das andere geben kann... Es gibt durchaus auch menschen die einige ADS-Eigenschaften haben, aber nicht genug um der Diagnose zu bekommen und solchen können auch hochsensibel sein (ist nur meine Meinung). Aber ich kann mich auch sehr gut vorstellen dass viele Menschen sich selber und ihre Kindern lieber als Hochsensibel sehen als als ADSler. Wenn sich jemand sich weigert etwas zu machen was ihm helfen könnte, finde ich schade, aber es ist auch sein leben... Wenn es um Kindern geht ist echt traurig... Aber auch eine ADS-Diagnose bei Kindern löst nicht alles Problemen. Es gibt auch noch die Schule, der Berufswelt (irgendwann) und ich kenne einige Geschichten wo die Eltern sehr engagiert und aufgeklärt waren, dazu liebevoll und es gibt doch noch Problemen... Weil es sonst in der Gesellschaft noch sehr viel Unwissen gibt um ADS...
    Menschen sind so komplex und vielseitig... Ich bin auch auf Menschen begegnet die empathisch sind, sensibel sind aber sehr wahrscheinlich kein ADS haben... Gibt eben vieles aus diese Welt.

    Mein Arzt meint auch, es ist das selbe, aber aus ein andere Sicht und er findet interessant dass aus eine Sicht wir "Defizitorientiert" gesehen und aus der andere Sicht "Stärkeorientiert". Ich erlebe sehr oft mein ADS zwar als etwas anstregend und mühsam, aber finde dabei auch gutes.

    Was alternativ und esoterisch ist, bin ich grundsächlich auch offen, aber schaue es auch kritisch an, mit Kopf und Bauchgefühl... Manches hat mich auch schon geholfen. Von Wissenschaftliche Seite fand ich auch einiges hilfreich und ich finde schade etwas ausschliessen das hilft. Beiden Sichtweisen sind sehr verschieden, aber können sich auch ergänzen. Mich kommt es oft vor dass viele Menschen eine Seite wählen und dann die andere Seite als "schlecht" deklarieren und daher sich verschliessen...

  2. #12
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 478

    AW: AD(H)S und Hochsensibilität/ Reizoffenheit

    also sind wir hochsensible ADHSler mit unsren Stärken und eben auch Schwächen :-)

    Ein Hoch auf uns! Und das meine ich ernst!


    Nachtrag: Und ich glaube, dass es Alice_s hauptsächlich darum geht, dass den "Hochsensiblen" oft nicht entsprechend geholfen wird, z.B. Medikation, wie in meinem bekannten Fall der Fall ... So schade ...
    Geändert von Lydia (18.11.2017 um 17:20 Uhr) Grund: Was vergessen

  3. #13
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 187

    AW: AD(H)S und Hochsensibilität/ Reizoffenheit

    Lydia schreibt:
    Nachtrag: Und ich glaube, dass es Alice_s hauptsächlich darum geht, dass den "Hochsensiblen" oft nicht entsprechend geholfen wird, z.B. Medikation, wie in meinem bekannten Fall der Fall ... So schade ...

    hmmm... ich glaube, das alice_s hauptsächlich sagen will, das Hochsensibel ja so viel "schöner" ist, als ADHS und eben deshalb "lieber" von hochsensibel, als von ADHS ausgegangen wird.
    Wenn schon "besonders", dann doch lieber was "tolles"- und andere Möglichkeiten werden stikkum abgelehnt...

    Edit- was natürlich nichts daran ändert, das HS-Kindern aus eben diesen Gründen auch eine "echte" Medikation verweigert wird, sondern sie lieber von HP zu Aurenlesern usw geschleppt werden...

    (Die Kinder meines Bruders "müssen" übrigens lieber hochbegabt sein, als das man sich mit ADHS Hinweisen der Lehrer beschäftigen wollte)
    Geändert von tusnelda (18.11.2017 um 17:47 Uhr)

  4. #14
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 591

    AW: AD(H)S und Hochsensibilität/ Reizoffenheit

    mj71 schreibt:
    Ich bin einige menschen begegnet die für mich deutlich hochsensibel sind, aber ehe keine ADSler sind... Ich kann mich schon vorstellen dass es mal eine ohne das andere geben kann... Es gibt durchaus auch menschen die einige ADS-Eigenschaften haben, aber nicht genug um der Diagnose zu bekommen und solchen können auch hochsensibel sein (ist nur meine Meinung).
    Ja, damit hab ich auch kein Problem. ADHS ist eine dimensionale Störung (also nicht: ADHS oder nicht, sondern in Abstufungen) und die einzelnen Merkmale sind in unterschiedlicher Stärke und Kombination beim Einzelnen ausgeprägt, das finde ich sehr nachvollziehbar.

    So gesehen gibt es dann wohl ganze Menge Leute, die einzelne dieser Merkmale recht deutlich aufweisen, andere Merkmale aber weniger, so dass m bei ihnen evtl. auch nicht so ohne Weiteres die Diagnose ADHS stellen würde. Trotzdem gehört es für mich dann klar in den Bereich der ADHS-typischen Reizwahrnehmung und -verarbeitung.

    Oder in einen anderen der bekannten und anerkannten Bereiche. Es gibt diverse Störungen, sowie Persönlichkeits- oder Verarbeitungsstile, die eine hohe Sensibilität mit sich bringen.

    mj71 schreibt:
    Was alternativ und esoterisch ist, bin ich grundsächlich auch offen, aber schaue es auch kritisch an, mit Kopf und Bauchgefühl... Manches hat mich auch schon geholfen. Von Wissenschaftliche Seite fand ich auch einiges hilfreich und ich finde schade etwas ausschliessen das hilft. Beiden Sichtweisen sind sehr verschieden, aber können sich auch ergänzen. Mich kommt es oft vor dass viele Menschen eine Seite wählen und dann die andere Seite als "schlecht" deklarieren und daher sich verschliessen...
    Da gehe ich jetzt nicht mit, auch wenn das jeder natürlich für sich entscheiden muss.

    Eine Methode, deren Vertreter die Wirksamkeit und das Wirkprinzip nicht mit anerkannten wissenschaftlichen Methoden nachweisen können oder wollen, sondern diese einfach behaupten, ist aus meiner Sicht keine Behandlungsmethode, sondern nicht mehr als ein Ritual.

    Wenn jemand das für sich wählt, weil er findet, dass es ihm hilft, gerne, aber konsequenterweise nicht zu Lasten der gesetzlichen Kassen.

    Darüber wird in Deutschland zurzeit in Politik und Öffentlichkeit gestritten, es geht um eine mögliche Abschaffung des Heilpraktikers, die Streichung der Erstattungsfähigkeit von Homöopathie, andere Regelungen für deren freien Verkauf etc.

    Ich weiß nicht wie das bei euch in der Schweiz ist. In vielem gibt es in der Schweiz vernünftigere Bestimmungen, finde ich.

  5. #15
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 591

    AW: AD(H)S und Hochsensibilität/ Reizoffenheit

    @ tusnelda und Lydia
    Beides

  6. #16
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.554

    AW: AD(H)S und Hochsensibilität/ Reizoffenheit

    Ja, damit hab ich auch kein Problem. ADHS ist eine dimensionale Störung (also nicht: ADHS oder nicht, sondern in Abstufungen) und die einzelnen Merkmale sind in unterschiedlicher Stärke und Kombination beim Einzelnen ausgeprägt, das finde ich sehr nachvollziehbar.

    So gesehen gibt es dann wohl ganze Menge Leute, die einzelne dieser Merkmale recht deutlich aufweisen, andere Merkmale aber weniger, so dass m bei ihnen evtl. auch nicht so ohne Weiteres die Diagnose ADHS stellen würde. Trotzdem gehört es für mich dann klar in den Bereich der ADHS-typischen Reizwahrnehmung und -verarbeitung.

    Oder in einen anderen der bekannten und anerkannten Bereiche. Es gibt diverse Störungen, sowie Persönlichkeits- oder Verarbeitungsstile, die eine hohe Sensibilität mit sich bringen.
    So sehe ich es auch! Ich sehe es alles ehe als Spektrum, es gibt stark ausgeprägten ADS, schwach ausgeprägten und noch vieles anderes...

    Zu der andere Thema: Ich habe selber in der Wissenschaft gearbeitet, bei Forschungsprojekten und habe auch einiges gemerkt wie es dort abläuft. Zuerst mal, sind die meistens Wissenschaftler kompetant und wollen wirklich eine gute Arbeit leisten. Aber sie sind auch nur Menschen.

    Es gibt immer viel mehr Ideen was man erforschen möchte als Geld zu Verfügung und Forschung kostet eben Geld. Es muss Sponsoren gesucht werden und ist dann natürlich dass wer bezahlt, dort bezahlt wo er will, ob es aus eigene Interesse, oder weil er gut findet oder...

    Es gibt auch einiges dass einfacher ist zu forschen als einiges anders...

    Manches wird wissenschaftlich mehrfach bewiesen, anderen einfach nicht, weil niemand dafür bezahlt....

    Dazu ist bei Forschung auch möglich zu moggeln und die Fakten so umdrehen wie es einem passt (passiert halt immer) auch wenn es nicht so sein sollte. Unten Wissenschaftler gibt es auch Konkurrenz: Wer am meistens publiziert, bekommt am meistens Anerkennung und wird gefördert. Es ist menschlich so was auch berücksichtigen, wenn man mal eine Projekt wählt.

    Wenn ich mal etwas probieren will, dass wissenschaftlich nicht bewiesen wird, tue ich entweder einfach probieren, wenn das Risiko sehr klein ist, oder Menschen fragen die diese Methode probiert haben. Und eben, du kannst glauben oder nicht, einiges hat mich schon geholfen. Ob es Placebo ist oder nicht ist mich egal... Es bestädigt mich einfach dass "nicht Wissenschaftlich bewiesen" noch nicht heisst dass es niemand hilft.

    Sonst wie es in der Schweiz ist: Es gibt viele Ärzten die neben ganz schulmedizinische Hintergrund, nebenbei mit Homeopathie, oder chinesische Medizin oder sonst was ausgebildet wird und sie werden respektiert. Es gibt natürlich auch einige Gesetzen damit wer so was macht, möglich "seriös" bleibt. Er muss eben auch die entsprechende Ausbildung gemacht haben. Es schützt uns zwar nicht ganz von schwarzen Schaffen, aber immerhin gibt es eine Rahmen dafür.

    KK übernehmen, wenn man eine Zusatzversicherung hat, manche Methoden (gesetzlich festgelegt), wenn sie von eine Arzt angewandt werden. Wenn sie nicht übernehmen, dann muss du es halt selber bezahlen. So war es vor einigen Jahren mit Neurofeedback. War wissenschaftlich als wirksam erwiesen, aber noch nicht weiter anerkannt. Mich hat es geholfen.

    Wegen Medis: Grundsätzlich wird was auf eine Rezept steht von KK übernommen... Aber da gibt es einiges was unlogisch ist... Meine KK wollte nie MPH übernehmen. Es gibt auch noch andere Ausnahmen.

    Ich begegne immer wieder Menschen die mit alternativen Medizin gute Erfahrungen gemacht hatten und zwar immer wieder. Selber habe ich mich sogar mit Heilpflanzen befasst, einiges (natürlich ungefährlich, so dumm bin ich nicht) probiert und was manchmal ziemlich verblüfft was manchen "Unkräuter" die ich überall finden kann helfen können. Sind zwar ehe Wehwehchen, aber immerhin. Aber mit solche Pflanzen kann auch wenig Geld gemacht werden.

    Mich geht nicht um glauben, es geht auch, drum zu schauen, suchen was wirklich ist und ich höre auch zu was man mich sagt oder frage nach. Am Besten in meine Umfeld.
    Auch wenn ich wissen wollte wie gut MPH ist, habe ich weder auf Studie gegriffen oder sonstiges, ich habe auf eine ADS-Forum gefragt was anderen damit als Erfahrungen gemacht hatten. Es hat mich gereicht. Mich ist so was authentischer.

    Ich habe Mühe wenn jemand einfach sagt, dass einiges einfach unwirksam ist statt von seine Erfahrungen zu reden. Niemand muss was probieren oder machen was für ihm nicht stimmt. Aber wenn ich von meine Erfahrung rede und sage dass mich einiges mich geholfen hatte und manchmal auch andere Menschen meine ich es wirklich so und fühle mich nicht ernst genommen wenn es weiter als "Ritual" betiteln wird. Jeden darf weiter denken und glauben was er will... Ich tue lieber mich informieren und probieren.

    Gegen ADS nehme ich Dexamphetamin (nichts gegen Chemie) Gingko und noch einiges homeopathisch und alles hilft mich.

  7. #17
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 58

    AW: AD(H)S und Hochsensibilität/ Reizoffenheit

    An der Medizinischen Fakultät der Universität Bern gibt es ein Institut für Komplementärmedizin mit Dozenten für Neuraltherapie, Traditionelle Chinesische Medizin/Akupunktur, Homöopathie und eine Professorin für Anthroposophisch erweiterte Medizin.

    Auch am Unispital Zürich gibt es ein Institut für Integrative und komplementäre Medizin.

    Für mich war nach meiner Brustkrebserkrankung vor 2 Jahren klar, dass ich mich neben der Schulmedizinischen Behandlung auch komplementär behandle und ich finde es gut, dass man sich jetzt auch über das Universitätsspital eine Misteltherapie verschreiben lassen kann, die eigentlich von der anthroposophischen Medizin herkommt.

    Ich bin zwar deswegen noch extra in eine anthroposophische Praxis gegangen, weil ich von diesen Fortschritten noch nichts wusste und habe mir 2 Jahre lang ein Mistelpräparat gespritzt. Vielleicht war das nur ein Ritual? ;-)

    Nun habe ich eine schwere Osteporose und mir vor ein paar Monaten leider einen Wirbel gebrochen. Jetzt muss ich mir täglich zwei Jahre lang ein knochenaufbauendes, schulmedizinisches Mittel spritzen. Zum Glück bin ich im Spritzen schon etwas geübt. ;-)

    Ich habe am Institut für komplementäre und integrative Medizin einen Achtsamkeitskurs speziell für Krebspatienten gemacht und finde das „ Mind Body Medicine“ Konzept sehr gut und wichtig. Momentan besuche ich dort einen Qi Gong-Kurs und hoffe, dass ich mir das Üben als tägliches Ritual angewöhnen kann.

  8. #18
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht
    Forum-Beiträge: 142

    AW: AD(H)S und Hochsensibilität/ Reizoffenheit

    Inzwischen habe ich C. Neuhaus "Lass mich, doch verlass mich nicht" durch und fühle mich dem dort beschriebenen Menschentyp durchaus zugehörig.

    Ich bin reizoffen, sehr empathisch/ sensibel, und ich habe mehrere AD(H)S-Symptome.

    Da ich mir frei nach Pippi Langstrumpf gern meine eigene Welt baue, konnte und kann ich viele meiner Unzulänglichkeiten sehr gut vor mir selbst verbergen. Da habe ich doch viel Unangenehmes unter den Teppich gekehrt.

    Was mir bei unserer gesamten Zebrafamilie auffällt:
    Mit Sensibilität/ Einfühlungsvermögen, Hartnäckigkeit/ Sturheit, Begeisterungsfähigkeit und Intelligenz kann man sehr viele Mankos von AD(H)S sehr lange und sehr gut kompensieren.

  9. #19
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 769

    AW: AD(H)S und Hochsensibilität/ Reizoffenheit

    Mit Sensibilität/ Einfühlungsvermögen, Hartnäckigkeit/ Sturheit, Begeisterungsfähigkeit und Intelligenz kann man sehr viele Mankos von AD(H)S sehr lange und sehr gut kompensieren.
    Und genau darum geht es, für mich. ADHS bleibt, aber wie geht man damit um? Das ist die Frage.
    Ich finde das Humor und ein entspannter Umgang sehr hilfreich ist, wenn es dann mal wieder nicht so ganz geklappt hat.
    Ich versuche die wirklich bösen zwischenmenschlichen Fallen zum umgehen indem mehr, direkter und offener darüber gesprochen wird.
    Und dann versuche ich immer mehr sehr eindeutig zu strukturieren. Dinge bekommen feste Plätze, das macht das Wegpacken und Wiederfinden leichter. Dabei ist jeder für seine Dinge verantwortlich, der/die andere räumt sie nur auf einen abgesprochenen Platz. Regale, Kartons und Wegwerfen von alten Sachen kosten Kraft und Zeit, aber es befreit auch und es fühlt sich unglaublich gut an zu sehen wenn ein weiterer Kellerraum seine Struktur bekommen hat.
    Das geht nur langsam voran, aber jeder Fortschritt ist ein Schritt in die richtige Richtung.

    Es ist mühsam, aber ADHSler sind zäh. Aufgeben einer Überzeugung ist für viele ein Fremdwort. Auch wenn es immer wieder große Pausen dabei gibt.

    Es wurde geschrieben das C. Neuhaus so vieles negatives über ADHS schreibt, das finde ich persönlich nicht.
    Vielleicht entsteht dieser Eindruck weil sie sich (als ADHSlerin) auf die Problemlösungen fokusiert, sie selbst spricht immer wieder über die liebenswerten, offene, kreativen, vielseitig interessierten, begeisterungsfähigen, gerechtigkeitsliebenden Stehaufmännchen.
    Aber diese Eigenschaften stellen ja keine Probleme dar, daran sollte man nichts ändern.
    Für Betroffene (wie ich) wäre es gut wenn sie sich öfter an diese Stärken erinnern und sich nicht über die ADHS Probleme definieren. Auch wenn sie an den Problemen arbeiten. Für mich schreibt sich das ganz leicht, nur in der Realität sieht es leider dann doch etwas anders aus.
    Mich belasten die Probleme, sie drängen sich in den Vordergrund, da fällt es mir schwer meine Stärken selbst wahrzunehmen. Ich kann eben meinen Fokus nicht steuern, auch wenn ich es so gerne möchte.
    Wohl nicht umsonst haben so viele Betroffene mit Selbstwertproblemen und Depressionen zu kämpfen.
    Auf ihrem Symposium sagte sie am Ende ihres Vortrags das sie inzwischen glaubt das nur selbst Betroffene anderen Betroffenen wirklich helfen können.
    Ich würde dem zustimmen weil ich glaube das nur ein Betroffener die ADHS Welt, mit all den häufig negativen Emotionen und den nicht steuerbaren Fokus wirklich nachvollziehen können.
    Ich habe bei "Normalen" Ärzten immer wieder den Eindruck das sie sich wirklich sehr bemühen, aber letztlich nicht verstehen oder gar nachfühlen können was es bedeutet wenn man mal wieder in eine ADHS Falle getapt ist.
    Das sie nicht wissen wie sich diese Hilflosigkeit anfühlt. Sie können ihre Stärken bewußt in den Fokus nehmen, ADHSler können das nicht, auch wenn sie ganz genau wissen wie gut es für sie wäre.
    Farbenblinde können halt keine Farbige Welt verstehen, egal wie sehr sie sich bemühen.
    Für mich gilt das in beide Richtungen. Ich verstehe die "anderen" nicht, aber ich muss einen Umgang mit ihnen finden mit dem beide Seiten gut leben können.

    Also nehme ich meinen Fels und rolle ihn wieder den Berg hoch...

  10. #20
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 811

    AW: AD(H)S und Hochsensibilität/ Reizoffenheit

    Also ich muss sagen, dass mich das genannte Buch von Neuhaus so gar nicht herunter gezogen hat. Im Gegenteil, ich musste viel lachen, als ich mich darin selbst wieder fand. Ich finde, das was sie beschreibt auch alles nicht so schlimm. Ich meine, wir sind doch keine bösen Menschen, die anderen Menschen absichtlich schaden o.ä.

    Meine Freundin hat sich neulich die ganzen Broschüren "Patienteninformationen für Erwachsene mit AD(H)S" durchgelesen, die mir meine Psychiaterin mitgegeben hat und sie musste auch ganz oft lachen.

    Ich finde es sehr schön, dass meine Freundin und ich das mit Humor nehmen können.

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