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Diskutiere im Thema Minimalismus bei ADHS - wie steht Ihr dazu? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 556

    Minimalismus bei ADHS - wie steht Ihr dazu?

    ich persönlich bin da eigentlich voll dafür...man verzettelt sich auf jeden Fall nicht in seinem Leben...hat zwar auch Nachteile, aber die Vorteile überwiegen...zumindest ich sehe das so...

    https://www.google.de/search?source=....0.Xdq0qHB3KXo

    https://www.google.de/search?source=....0.1p6xHLDxFgw

  2. #2
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 707

    AW: Minimalismus bei ADHS - wie steht Ihr dazu?

    Kannst du evtl kurz erläutern was genau du mit Minimalismus meinst?

  3. #3
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 556

    AW: Minimalismus bei ADHS - wie steht Ihr dazu?

    z.B. nicht zu viele Projekte gleichzeitig...oder bei Haushalt: lieber eine pflegeleichte, minimalistisch ausgestattete Wohnung ohne Garten, den man pflegen müsste...statt einem Job mit 3500 Euro netto, aber 70-Stunden-Woche ein 1800-Euro netto Job mit vorhandener Work-Life-Balance...statt 3 mal im jahr mit Rucksack ne größere Tour nur 1 oder 2 mal pro Jahr...ich meine hier mit Minimalismus nicht das in finanzieller Hinsicht, sondern insgesamt...weniger ist mehr...und man verzettelt sich nicht in seinem Leben...

    - - - - - - - - - - Beiträge zusammengeführt (< 3 Minuten Zeitunterschied) - - - - - - - - - -

    AW: Haushaltsorganisation

    ...da ich nur ein Zimmer habe mit Etagen-Dusche und Etagen-Klo und ohne Küche / Kochnische und ich mich quasi immer von der Dönerbude vorne an der Straßenecke und von diversem Fast Food ernähre, kann ich auf Haushaltsführung fast komplett verzichten...die gewonnene Lebenszeit genieße ich...

    Minimalismus hat bei ADHS auch seine Vorteile...

    das war die Überleitung zu dem Thread...

    - - - - - - - - - - Beiträge zusammengeführt (< 3 Minuten Zeitunterschied) - - - - - - - - - -

    https://adhs-chaoten.net/ads-adhs-er...isation-6.html

  4. #4
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 556

    AW: Minimalismus bei ADHS - wie steht Ihr dazu?

    ein aufgeräumtes Leben , das meine ich auch mit Minimalismus bei ADHS

  5. #5
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 707

    AW: Minimalismus bei ADHS - wie steht Ihr dazu?

    Ja, ich stehe auf Minimalismus, was meine Wohnung angeht. Ich bin grundsätzlich kein Sammler. Nur Bücher, die sind mir heilig und davon habe ich viele. Mein Traum ist es, irgendwann eine großräumige Wohnung zu haben, mit minimalistischer Einrichtung, in der alles seinen Platz hat. Bis vor kurzem war es auch ein Traum von mir, mir eine Putzhilfe zu leisten, sobald das finanziell drin ist. Nun mit MPH sorge ich aber gern für Ordnung und Sauberkeit in meiner Wohnung.

    Ich mag lieber kürzere Reisen, dafür dann aber öfter, als längere, seltene Reisen an einem einzigen Ort. Längere Reisen (also 1 Woche und aufwärts) machen mir nur Spaß, wenn sie mit Ortsveränderungen bzw. mehreren Wandermöglichkeiten vor Ort einhergehen. Sonst werde ich schnell arg hibbelig.

    Verzetteln, vor allem, wenn man vielfältige Interessen hat (Job, Sport, weitere Hobbys): Da hatte ich es mir schon mal angewöhnt, immer einen Puffer mit einzuplanen. Das hatte ich zwischenzeitlich vergessen und mache...äh.... versuche es jetzt wieder.

    Ein Job als Angestellte mit mehr als 20h/Woche ist für mich undenkbar. Die Selbstständigkeit hingegen macht mir großen Spaß u ich weiß es vor allem sehr zu schätzen, dass ich mir meine Zeit komplett selbst einteilen kann. Klar, arbeite ich eine gewisse Anzahl an Stunden pro Tag, aber ich kann z.B. morgens erst meine Wohnung aufräumen, einkaufen gehen, zum Frisör etc. und erst ab dem frühen Nachmittag arbeiten gehen, dann aber eben bis in den (späten) Abend hinein. Wobei ich berufliche Mails natürlich schon morgens checke und telefonisch erreichbar bin, egal, wo ich mich gerade aufhalte.
    Geändert von Hyper80 (10.11.2017 um 19:48 Uhr) Grund: Ergänzungen

  6. #6
    bin eine Piratin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.737

    AW: Minimalismus bei ADHS - wie steht Ihr dazu?

    ich bevorzuge RightSizing. Minimalismus in einer ziemlich konsequenten Form wäre für mich kontraprosuktiv. ich benötige gerade wegen meiner Schusseligkeit und Impulsivität auch eine gewisse Redundanz, manche dinge doppelt usw.

    aber grundsätzlich gebe ich dir Recht. ich neigte mein Leben lang zum Horten. Vor einigen Jahren, noch vor der Minimalismuswelle steckte ich in einer Lebenskrise, musste mich entscheiden und beschloss, meinen Haushalt zu vereinfachen, da mir mehrere Teile über den Kopf wuchsen. es war ein Akt der Verzweiflung, aber es hat mir mehr gebracht, als ich dachte und ich genieße das nach wie vor. aber ich mache Minimalismus nicht als Lebensziel oder Selbstzweck, ich suche einfach ständig den idealen Wohlfühlpunkt. Was mir im Leben hilft oder dies erleichtert, wird sogar zusätzlich angeschafft, was mich in seiner form als Besitz belastet wird reduziert oder entsorgt.
    es hat auch umgekehrt weitere Auswirkungen auf mein Leben gehabt, ich wurde insgesamt auch beruflich nicht nur ordentlicher und strukturierter (wobei es tatsöchlich auch gilt, dass eine ordentliche Umgebung sich positiv auf mich und mein Adhs auswirken), sondern dadurch auch entstresster.

    aber wir neigen zu Extremen und sollten schauen, dass es nicht zum Selbstzweck "verkommt". Wenn der Minimalist in mir sagt, dass ich die Kaffeemaschine abschaffen könnte, der Adhser in mir aber morgens mit dem Handaufbrühen und Eierkochen ohne eierkocher überfordert ist, dann bin ich für "mehr" statt "weniger". es ist für mich auch einfacher, wenn ich manche Dinge doppelt habe, daher behalte ich sie auch doppelt. auf SpüMa verzichten, weil weniger mehr ist ? auf Auto ? auf nützliches ?nö, macht mein Leben ungleich schwieriger.

    und: es gibt so eine Form des Minimalismuses, die ich ablehne, ich nenne sie jetzt mal so einen Art amerikanischer Urban-Minimalismus. ein großer teil der amerikanischen Haushalte haben keine oder nicht ausreichende anzahl von Küchenutensilien, nicht einmal mehr Besteck, weil sie nicht mehr selber kochen, sondern von "ToGo" und "Lieferservicen leben. wenn wir Superminiwohnungen in NewYork anschauen, dann muss man zwischen den Zeilen lesen, dass diese Menschen eben kaum dort aufhalten, sondern es eigentlich Schlafplätze mit dusche sind. sie verbringen ihr Leben im Job, Cafes, REstaurants, Sprotstudius usw und sind eigentlich imemr unterwegs und auf Achse. es wird nicht mehr selbst gekocht, selbst gewaschen, sich selbst beschäftigt, sondern konsumiert. geoutsourced. Einweggeschirr benutzt usw. wer nur konsumiert und sich bekochen und unterhalten lässt, benötigt weniger als jemand, der sein Essen selbst zubereitet und vielleicht ein "kreatives" Hobby hat.


    aber es ist so wie mit allen guten Prinzipien. es gibt in dem System einige bescheuerte und viele gute Ideen. man muss für sich die richtigen von den falschen trennen. und ein gesundes Augenmaß anlegen. dann ist es eine richtig tolle Sache.
    Minimalismus als Selbstzweck, wie es nicht wenige betreiben lehne ich allerdings für mich ab. das verkompliziert und erschwert mein Leben nur unnötig

  7. #7
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.827

    AW: Minimalismus bei ADHS - wie steht Ihr dazu?

    Ich finde Minimalismus gut. Ballast weg werfen. Energie sparen.

    Gesendet von meinem SM-A310F mit Tapatalk

  8. #8
    Kennt sich hier aus

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    Forum-Beiträge: 707

    AW: Minimalismus bei ADHS - wie steht Ihr dazu?

    @Moselpirat: Zu Küchenuntensilien: Ich gestehe zu meiner Schande, dass ich keine Kaffemaschine u auch keinen Eierkocher habe, weil ich solche Sachen einfach nicht (oft genug) sauber mache. Habe auch schon oft Töpfe u anderes Geschirr aus diesem Grund wegwerfen müssen. Meine Freundin wollte mir schon vor Monaten so ein Kaffekochdings für den Herd kaufen, aber ich war ehrlich u habe ihr dringend davon abgeraten. Ich koche meinen Kaffee ausschließlich "türkisch" (so sagt man das hier), d.h. Kaffeekrümel direkt in die Tasse u Wasser aus dem Wasserkocher drauf.

    In einer meiner Ex-Beziehungen, in der ich mit meiner Ex zusammenlebte, hatten wir es btw. eingeführt, nur noch 2 Tassen, 2 große Teller etc. zu besitzen und haben den Rest in den Keller geräumt. Dies mal als Tipp an alle, denen es da ähnlich geht mit der Abwascherei. Einen Geschirrspüler habe ich bis heute nicht, gäbe auch kein Platz hier dafür.

    Nun mit Medi läuft es bei mir gut. Ich wasch jetzt immer morgens ab. Abends kann ich das irgendwie nicht, vor allem nicht nach dem Essen u ich koche ja abends. Auf das Kochen würde ich nie verzichten wollen - das finde ich gehört auch nicht zum Minimalismus. Ich hab zwar oft auf dem Weg vom Büro nach Hause Mordshunger, aber ich finde Döner und anderes Essen "to go" einfach nur noch eklig (ist schon länger so) u ich kann auch kein Fertigzeugs im Supermarkt kaufen (mach ich nur ganz, ganz selten mal). Ziehe es jetzt auch wieder durch nur Bio-Fleisch u auch ansonsten vermehrt Bio einzukaufen. Werde mich bestimmt bald wieder ausschließlich vegetarisch ernähren und zwar aus dem Grund, weil ich einfach kein Tier töten könnte (außer Mücken) und auch die Bio-Vorschriften nicht dolle sind.

    @Moselpirat: Darf ich mal fragen, was du z.B. doppelt hast?

  9. #9
    Ist interessiert

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    Forum-Beiträge: 83

    AW: Minimalismus bei ADHS - wie steht Ihr dazu?

    Minmalismus ... das ist auch für mich eine verlockende Idee, hätte sicherlich ökologisch u.a. Sinn, Dinge zu vermeiden.
    Meine Erfahrung ist nur ... für mich bringt es nicht direkt etwas. Dadurch, dass ich äußere Anreize zur Ablenkung vermeide, wird meine Birne nicht ruhiger.
    Anders gesagt: Ich könnte in einem völlig minimalistisch eingerichteten Zimmer sitzen - Stuhl, Tisch, wäre sowieso innerhalb von Minuten weggedriftet.

    Habe diese Diskussionen mit mir selbst aber hinter mir.

    Ich achte lieber darauf, mein Haus und mein Verhalten so aufzuräumen, dass ich aus dem Tag einen Flow machen kann. Läuft mal besser, mal schlechter.
    Zum Beispiel ist Gartenarbeit für mich unverzichtbar, sozusagen Therapie, möglichst viele Kreisläufe zu schaffen.
    Auch Hausarbeit, Aufräumen, hilft mir dabei, mich - wenigstens für eine Zeit - innerlich zu strukturieren. Nur darf ich die Berge nicht zu groß werden lassen.

  10. #10
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 83

    AW: Minimalismus bei ADHS - wie steht Ihr dazu?

    @Hyper 80: Was ist daran Schande, keine Kaffeemaschine zu haben?

    Wir haben diesen Zustand absichtlich und mit Freude kultiviert. Jeden Morgen mahle ich Bohnen in einer alten Kaffemühle (ca. 20 Umdrehungen ist eine Aufbrühkanne für eine Portion, einen Becher). Das ist für mich keine Arbeit ... vier Minuten ziehen lassen. Mehrere größere Aufbrühkannen (Edelstahl, um Glasbruch zu vermeiden) helfen dabei, ggf. Besuch und Familie mit köstlichem Kaffee zu versorgen. Und ungelogen: Freunde von uns haben gerade ihre sündhaft teure Kaffeemaschine verkauft und haben unser System übernommen. Ich bekomme öfter mal WhatsApp-Bilder, wie besonders mein Freund den Kaffee jetzt genießt

    Der Kaffeesatz kommt sofort auf den trockenen Fußes erreichbaren Kompost. Das nenne ich Minimalismus - für Espresso gibt es eine Extra-Mühle und die kleine Brühkanne für den Herd. Natürlich ist es jedesmal ein bißchen Handarbeit - aber keine große Maschine muss gereinigt werden, kein Ekel-Filter weggeschmissen ... und Eierkocher? Was ist DAS denn? Topf, Wasser ... kocht sich doch meist von selbst sauber .

    Das mit den Bechern haben wir auch eingeführt, jeder spült SEINEN Becher kurz aus und stellt ihn umgekehrt auf die Spüle.
    Dafür haben wir uns mal Handgetöpfertes von unserer Lieblingstöpferin aus Rügen geleistet, schaut und fühlt sich gut an ... Irgendwie schult das auch ein wenig die Achtsamkeit, find ich.

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