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Diskutiere im Thema Mein Weg zur Diagnose, ein Jammertal im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht
    Forum-Beiträge: 4

    Idee Mein Weg zur Diagnose, ein Jammertal

    Hallo meine Lieben,

    das letzte mal war ich hier im Forum unterwegs, als ich mich vorgestellt habe und darüber sprach, dass ich gerne eine ADHS Diagnostik machen würde.

    Leider kam alles Schlag auf Schlag und ich mit einem Nervenzusammenbruch in der Psychiatrie gelandet, wo ich zunächst auf einer Station war, die mich scheinbar ernst nahm.
    Weit gefehlt. Ich hatte noch nie ein gutes Verhältnis zu Ärzten. Meist gehe ich erst zu einem sobald es kurz vor knapp ist und dann nimmt mich keine ernst und sieht die Dringlichkeit der Sache nicht.

    So war es auch in diesem Fall. Meine ADHS-Diagnostik (die über die Ambulanz lief und nichts mit der Station auf der ich war zutun hatte) wurde einfach unter den Teppich gekehrt mit der Aussage "Wir sehen bei Ihnen die Symptome nicht." Ebenfalls wurde eine Persönlichkeits-Diagnostik gemacht, 3 Wochen lang. Dabei kamen alle alten Ängste und Unzulänglichkeiten hervor, dass ich mit meinem Leben immer weniger zurecht kam. Auch da: "Es gibt zwar Tendenzen, aber wir wollen keine Diagnose über's bei brechen."

    Die ganze Odyssee hat circa 5 Wochen gedauert. 5 Wochen in denen es mir zunehmend schlechter ging und es niemand zu interessieren schien. 5 Wochen in denen ich immer wieder darum bat doch mein AD umzustellen, da das alte nicht wirkt. Hier bezog man sich auf die ausstehende ADHS-Diagnostik (die ja sowieso übergangen wurde.)

    Schließlich bin ich dann dezent durchgedreht und auf der geschlossenen Station gelandet und plötzlich wurde ich nach 4 Tagen auf eine Station verlegt, auf der ich mich endlich wohl fühlte. Die Menschen waren mir ähnlich und verstanden mich auf einmal. Ärzte und Pflege hörten mir zu.

    Und innerhalb von einer Woche war alles glasklar: Diagnose ADHS und Borderline-Persönlichkeitsstörung.

    Mittlerweile versuche ich mich immer noch in den Alltag einzufinden und einen geeigneten Psychiater zu finden ("ADHS bei Erwachsenen, das gibt's nicht!" "Sie studieren? Dann haben sie nie im Leben ADHS!")

    Wie ging es euch bei eurer Diagnosestellung? Werden jedem so viele Steine in den Weg gelegt? Es war zermürbend.


    Euer Schirmchen

  2. #2
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 556

    AW: Mein Weg zur Diagnose, ein Jammertal

    Die Mehrheit der Psychiater in Deutschland ist leider ignorant in Sachen ADHS. Da ging es dir nicht anders als vielen anderen leider auch.

    Ansonsten Herzlich Willkommen hier im Forum. lg

  3. #3
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADS / ADHS
    Forum-Beiträge: 1.309

    AW: Mein Weg zur Diagnose, ein Jammertal

    Hallo Lampenschirm,

    da hast du ja eine Odyssee hinter dir, aber immerhin hast du zum Ende ja doch noch eine Diagnose bekommen.

    Mit den Psychiatern ist das leider wirklich so ein Problem. Viele kennen sich da einfach nicht bei Erwachsenen aus und gerade, wenn du vielleicht noch etwas machst, bei dir das
    Studium, dann passt du halt nicht so in ihr Schema. Höchstwahrscheinlich hängt es bei den Ärzten zum Teil auch am Unwissen über die Krankheit.
    Kenne ich aus eigener Erfahrung und deshalb lasse ich jetzt die Diagnostik, sprich die Überweisung zur Spezialambulanz über meinen Hausarzt laufen und nicht über meinen
    Psychiater.

    Ich hoffe, du bekommst jetzt die richtigen Medikamente und die Hilfe, die du benötigst.

    LG Murmel

  4. #4
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 141

    AW: Mein Weg zur Diagnose, ein Jammertal

    Gottseidank wurde ich immer sehr ernst genommen.

    Ich habe mich aber auch nicht an die 'normalen' Mediziner gewandt, sondern wurde von meiner Naturheilärztin, Körpertherapeutin zur Abklärung für ADHS geschickt, nachdem ich meine Master-Arbeit einfach nicht hingekriegt habe.

    Ich finde es sehr bedauerlich, dass es dir so erging und du einen solchen Marathon hinter dir hast

    Gibt es denn nun Auswege?
    Falls du für Alternativ-Medizin versichert bist, kann es sich lohnen, sich bei Kinesiologie umzuschauen, die haben oft einen viel verständnisvolleren Umgang... (Sind natürlich dann nicht die Lösung für Alles, aber mir hat es geholfen, eine erste Krise zu überstehen und gerade hinsichtlich von Problembewältigung oder Vergangenheitsbewältigung eine Hilfestellung zu bekommen)

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