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Diskutiere im Thema Wo anfangen bei den Ärzten? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 12

    Wo anfangen bei den Ärzten?

    Hi Ihr Lieben,

    ich wollte ja schon länger zum Arzt wegen meiner Vergesslichkeit, Konzentrationsproblemen und Unorganisiertheit, die mich besonders auf der Arbeit sehr belasten. Auch mal wieder nach einer Therapie suchen wegen meinen depressiven Anzeichen (war schonmal bei einer Therapie - depressive Verstimmung - war kacke, hat nix gebracht) und essgestörtem Verhalten.

    Nun bin ich ja zufällig auf ADS gestoßen und würde das auch gern testen lassen. Vor allem weil ich als Kind schon so verpeilt war. Ich will irgendwas machen, so kann es nicht weiter gehen!

    Aber wo fängt man an? Im Thema "Was gehört zu einer fachgerechten ADHS-Diagnostik bei Erwachsenen?" steht, dass man andere Krankheiten ausschließen muss. Wir das alles direkt beim Experten gemacht? Oder soll ich zuerst zum Hausarzt gehen und da z.B. Schilddrüse überprüfen lassen?

    Bei der "Fremdanamnese der Problematik in der Kindheit bei Bezugspersonen während der Kindheit und/oder Zeugnissen der Grundschulzeit.": Das wären ja die Eltern. Aber ich will nicht unbedingt zu viel Kontakt zu denen aufnehmen. Gibt es dazu Fragebögen, die ich meinen Eltern schicken kann oder müssen die live interviewt werden?

    Ich bin so fertig und habe eigentlich gar keine Kraft für einen Ärztemarathon, aber ich muss wirklich mal was tun, sonst vergeude ich den Rest meines Lebens

  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.715

    AW: Wo anfangen bei den Ärzten?

    Liebe Merrycherry,

    also für viele von uns wären die Eltern die letzten, die man einweiht, wenn man sich auf ADHS untersuchen lässt. Ist ja klar, es reißt alte Wunden auf, die Eltern könnten das als Angriff auffassen, sie akzeptieren nicht dass ihr Kind auf die verrückte Idee kommt zum Psychiater zu gehen oder Ähnliches mehr.

    Als ich meine Diagnostik habe machen lassen, hat mein Arzt nicht nach Elternauskünften gefragt, wohl aber nach Zeugnissen. Hatte ich aber nicht, es ging dann auch so. Ich musste einen Fragebogen ausfüllen, wo es um Besonderheiten meiner Kindheit geht, im Gespräch wurde dann nochmal darauf eingegangen, das wars.

    Mein Vater lebte damals schon nicht mehr, meine Mutter war 70, was sollte ich sie damit behelligen? Meine Kindheit lag um die 30 Jahre zurück, wie zuverlässig sind Elternauskünfte da noch?

    Aber wo fängt man an? Im Thema "Was gehört zu einer fachgerechten ADHS-Diagnostik bei Erwachsenen?" steht, dass man andere Krankheiten ausschließen muss. Wir das alles direkt beim Experten gemacht? Oder soll ich zuerst zum Hausarzt gehen und da z.B. Schilddrüse überprüfen lassen?
    Da verlass dich mal auf den Facharzt. Ich habe vorher EKG und Blutbild machen lassen, das reichte. Bei Hinweisen auf Epilepsie bei nahen Verwandten wird noch ein EEG gemacht, ich hatte keines.

    Wichtiger als diese Gedanken ist die Auswahl des Arztes. Bloß nicht den nächstbesten Psychiater, es sollte schon einer sein der von anderen Betroffenen (gibt es eine Selbsthilfegruppe in deiner Nähe? Kann auch eine für Eltern von ADHS-Kindern sein) empfohlen wird. Es kann sein, dass du für die Diagnose etwas zahlen musst oder du einige Monate auf den Termin wartest.

    Alles Gute jedenfalls
    4. Klavierkonzert

  3. #3
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 12

    AW: Wo anfangen bei den Ärzten?

    Danke für deine liebe und informative Antwort

    Zum Glück hab ich meine Zeugnisse noch. Bin mal gespannt was da drinsteht, wenn ich die Anmerkungen nach den neuen Aspekten nochmal durchlese.

    Ok, dann kann ich mich ja direkt auf die Suche nach einem Spezialisten machen. Seltsamerweise habe ich bei meiner Recherche nicht wirklich eine Selbsthilfegruppe gefunden (ich glaube nur eine für Kinder). Bin aber nicht so gut im googeln. Und das bei der Landeshauptstadt von NRW. In Wuppertal gibt es aber eine.

    Dass man lange auf einen Termin warten muss, habe ich hier schon rausgehört.

    Ich traue mich nicht wirklich bei den Selbsthilfegruppen anzufragen, da ich Angst habe, dass sie mich auslachen, weil ich gar keine echten Symptome habe oder so

  4. #4
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 17

    AW: Wo anfangen bei den Ärzten?

    Hallo MerryCheerry

    Ich möchte mich hier der vorigen Antwort anschliessen. Die Wahl des Arztes ist extrem wichtig. Wenn Du 10 Psychiater besuchst, dann hast Du 8 verschiedene Diagnosen. Das liegt nicht nur daran, dass Psychiater gewisse Krankheitsbilder bevorzugen. Es liegt auch daran, dass die Bewertung und Gewichtung von dem, was Du erzählst sehr unterschiedlich sein kann. Es ist deshalb sehr wichtig, dass Du Dich beim Arzt (oder der Ärztin) sehr wohl fühlst und verstanden wirst.

    Selbsthilfegruppen sind so oder so eine gute Sache. Ich versuche, mich ebenfalls einer anzuschliessen.


    Viele Grüsse aus der Schweiz

    Ko-Antin


    MerryCherry schreibt:
    Danke für deine liebe und informative Antwort

    Zum Glück hab ich meine Zeugnisse noch. Bin mal gespannt was da drinsteht, wenn ich die Anmerkungen nach den neuen Aspekten nochmal durchlese.

    Ok, dann kann ich mich ja direkt auf die Suche nach einem Spezialisten machen. Seltsamerweise habe ich bei meiner Recherche nicht wirklich eine Selbsthilfegruppe gefunden (ich glaube nur eine für Kinder). Bin aber nicht so gut im googeln. Und das bei der Landeshauptstadt von NRW. In Wuppertal gibt es aber eine.

    Dass man lange auf einen Termin warten muss, habe ich hier schon rausgehört.

    Ich traue mich nicht wirklich bei den Selbsthilfegruppen anzufragen, da ich Angst habe, dass sie mich auslachen, weil ich gar keine echten Symptome habe oder so

  5. #5
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 12

    AW: Wo anfangen bei den Ärzten?

    Ohje, da hab ich ja schon Angst überhaupt einen Arzt auszuwählen! Habe doch eh schon solche Schwierigkeiten Entscheidungen zu treffen...

  6. #6
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADS / ADHS
    Forum-Beiträge: 9

    AW: Wo anfangen bei den Ärzten?

    Juhu!

    Ich bin sooo froh, dass es bei mir echt unkompliziert war:

    Arzt ausgewählt, Überweisung geholt, Zeugnisse eingepackt

    Vor Ort:

    -Fragebogen ausgefüllt
    -Gespräch mit dem Arzt
    -Zeugnisse gezeigt

    FERTIG!

    Medikament erhalten. Der Arzt kannte sich extrem gut aus und wusste, dass man mit dem Medikament erfährt, ob es nun hilft oder nicht. Ich hab dann 2 * 10 mg eingenommen (jetzt 3* 10mg). SOFORT hat es gewirkt. Ich bin wie ausgewechselt. Zufrieden und ruhig und gar nicht mehr innerlich angespannt. Ich hab sooo viel körperliche und geistige Energie, weil ich nicht den ganzen Tag die Energie durch Zorn, Wut und innerliche Anspannung verbrauche. Gestern war hier Familienbesuch--normalerweise bin ich dann immer auf 180°, schreie alle an und bin danach einfach nur fertig. Ich war den ganzen Tag so gut zufrieden, wir haben gelacht und am Ende des Tages war meine Energie noch nicht verbraucht. Ich weiß endlich wie sich normale Menschen fühlen.. ein Traum!

    Ich würde also an deiner Stelle zu einem Arzt gehen, der darauf spezialisiert ist, aber nicht so ein derbes Tara macht. Wenn ich überlege ich hätte so einen Konzentrationstest machen müssen, den hätte ich sicherlich bestanden. Ich hab nämlich schon welche, gerade bei so Tests, weil ich das faszinierend finde. Und wenn mich etwas fasziniert, dann bin ich voll konzentriert!

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