Kurz zur Vorgeschichte:Hypoaktives ADS mit Schlafstörung, wiederkehrenden Depressionen, generalisierter Angstörung (erledigt) und Esstörung vor 4,5 bis 5 Jahren diagnostiziert.

Vor zwei Jahren von Lyrica eine Rhabdomyolyse bekommen, mußte sofort absetzten, 4 Tage wach auf intensivstation (das hat ein 30 Jahre verdrängtes Trauma ausgegraben, das mich später ne Menge gekostet hat). Darauf hin fast sofort wieder 6 Wochen Tavor. (Notbremse gezogen und einfach abgesetzt, hatte es schonmal 4 Monate am Stück genommen). Aber Entzugserscheinungen waren 3-4x so schlimm, richtig übel. Danach kaum schlaf möglich, schlimmste und längste Depression (auch immer wieder mal mit Suizid Gedanken): Kaum Lust etwas, dauernd am grübeln, sex war ne qual bis gar nichts mehr ging. Bin nicht mehr zum Arzt oder Psychater, kaum noch raus, keine Medikamente mehr, keine Hoffnung hab mich einfach von allem zurückgezogen. Das einzige was mir noch wichtig war, die Beziehnung zu retten.

Eigendlich war mir 3 Monate nach der entlassung klar das es nicht funktionieren kann. Aus Feigheit reinen Tisch zu machen oder einfach Schluss (Angst vor einsamkeit) hab ich das unnötig rausgezögert. Hätte wenigsten ihr paar Monate Leid ersparen können (das wurmt mich im nachhinein extrem). Nach der Trennung war mir alles egal, auch das mir das Amt das Geld gesperrt hat (10 Monate)...

Schöne Zeit. Seit ca. 3 Monaten ist die Depression weg. Die Angstörung was seit dem Entzug viel besser geworden und nach der Trennung komplett weg. Anscheinend verliert man alle Angst wenn einem alles egal ist. Ich lass das mal als positiv stehen (hat aber auch Schattenseiten) und der schlaf hat sich stark gebessert (6 Monate nur 1-2 Stunden pro Tag, wurde nur ganz langsam besser). Nach der Trennung wurde es nochmal richtig schlecht. Dann aufwärts, seit dem die Depression weg ist, fast gut.


Ich beschreib mal den Schlaf den ich jetzt habe seit dem ich meine Medikamente abgesetzt habe (gute 1.5 Jahre her):

Bestmögiches Szenario: Ich leg mich hin, meist auf dem Rücken (kann auf dem Rücken nicht einschlafen, aber das hat damit nicht zu tun) und warte auf anzeichen für Schlaf.
Leicht zu erkennen, paar Minuten vorher laufen lila Nebel durchs Auge (NW von Trazodon, die hängen geblieben ist). Schlafe dann zwischen 1,5-3 Stunden und wache IMMER in einer Traumphase auf (egal ob guter oder Alptraum). Danach bin ich 1-2 Stunden hellwach werde wieder müde und kann meisten nochmal einschlafen. Wieder nur für 1,5-3h. Danach wache ich total übermüdet auf. Müdigkeit ist meistens stärker als vor dem zu Bett gehen. Das ist aktuell der normalzustand, sagen mir zu 80-90% eigentlich totale scheiße, aber gegen die Monate davor...

Schlechte Variante (komm seit 3 Monaten selten vor, davor eher Standard, als aunahme): Nur eine Schlafphase pro Nacht (nach zwei-drei Nächte hintereinander) oder gar kein Schlaf (mehr als eine Nacht kam die letzten drei Monate nur einmal vor). Wird die nächste/übernächste Nacht zum totalen Disaster. Ich fang jedes mal an zu "Träumen" bevor ich einschlafe (sonst nur selten), kein richtiger Schlaf (ständiges wechseln zwischen wach und schlaf mit merkwürdigen Traumen) und dann hab ich am morgen garantiert eine Schlafparalyse* (mal mit mal ohne halluzination).

Kann man auch alles ohne Narkolepsie bekommen. Aber das hat sich in den letzten zwei Jahren extrem gehäuft. Keine Ahnung ob bei wenig schlaf nicht einfach normal ist oder nicht. Symthome einer Narkolepsie:


1) Extreme Tagesschläfrigkeit und heftiger Schlafdrang: Check, aber ich hab mir die letzten 5 Jahre extrem angewöhnen müssen gegen Schlaf anzukämpfen, wegen der Scheiß arbeit. Also mit mit Kopf auf dem Tischknallen ist nichts (kann auch 2-3 Tage wach bleiben wenn ich will, bin dann aber nicht mehr ansprechbar). Kommt bei mir realtiv langsam, kann auch normal ca. 5 Minuten gegen ankämpfen. Dann leg ich mich ins bett und kann mich halt 10-20 Minuten nicht bewegen. Mit ritalin kann man komplett gegen ankämpfen ist anstrengend. Das ist gottseidank zu 90% traumfrei

2) Kataplexie: Check, aber kann ich in den letzten Jahren an zwei Händen abzählen. Auslöser: Mischung aus Schlafmangel, sehr starkem Angstzustand. (3-4x im Krankenhaus, das hat mich dazu bewogen nochmal Tavor zu nehmen). Dann x gewesen sein. 5x erst als ich mir zur "beruhigung" eine Kippe angezündet, zwei mal siehe oben, einmal einfach so. Wie nasser Stein auf den Boden geknallt. Hab ich damals auf den Tavor Enzug geschoben. Erste mal kurz danach und dann alle paar Tage mal (so 7-8 Wochen)

3) Gestörter Nachtschlaf: Check, dieser geteilte Schlaf passt eindeutig, seit 2 Jahren (kann auch länger sein, wenn Lyrika das überdeckt hat, Tavor tut es auf jeden Fall)

4) Schlaflähmungen: geschätz 25x ohne Halluzinationen und 20x mit. Das ist aktuell auch das einzigste, was noch Angst in mir auslöst. Die Hallus sind immer übelste Sorte und in dem Moment denk ich auch es ist real. Bin aber bisher noch keiner Spinne begegnet^^

5) Hypnagoge Halluzinationen: Check, "Träumen" vor dem einschlafen (kein echtes Träumen, das läuft wie ein Film vor meinen geschlossenen Augen ab): 20-30x

6) Automatisches Verhalten: Nein (glaub ich, bemerkt man das selbst?)


Das meiste stört mich nicht mal mehr (ist auch alles stark zurückgefahren). Kann glaub ich sogar mit dem geteilten Schlaf leben. Nur die Tagesmüdigkeit mit null Engerie, damit komm ich nicht klar. Ritalin hatte nichts mehr gebracht (außer schweißsaubrüche), ka ob heute besser ist, aber die Tagesmüdigkeit ist immer nicht besser geworden.

Ne Erklärung warum ich so schlecht schlafe hab ich nicht mehr (seit 1 1/2 Jahren nur ein mal 8h durchgeschlafen, weil ich +50h extra wach blieb ohne mich hinzulegen, nie wieder, hab gelesen das kann helfen, naja einmal). Hab auch nichts was aktuell erklären würde. Kein Stress, ADS stört mich aktuell nicht (muß mich nicht konzentrieren), keine Depression, Angst, Schmerzen eigendlich nur die Sorge, das des so bleibt. Das würd mich aber maximal vom einschlafen abhalten, aber im Bett versuche ich grübelei nicht zuzulassen. Bewegungsmangel gibt es, geht halt oft nicht. Zwing mich, so oft es geht dazu (Spass macht es so nicht) und hab die letzten drei Monate 10kg abgenommen dabei.

Hab mittlerweile alle möglichen störenden Quellen abgeschaltet. Den letzten beiden potentiellen Schlafkiller hab ich widerwillig auch aufgegeben. Kein Coffein mehr und mit dem rauchen (E-Zigarette) aufgehört (meine Fresse ist mir das schwer gefallen, tagsüber ok, aber die Nächte...). Hat sich aber null auf den Schlaf ausgewirkt, wollt nur sicher gehen das es nicht an nächtlichem Nikotin Entzug liegt das ich aufwache. Schlaflabor ist das einzigste was ich nicht probiert habe, hatte x mal meinen Psychater nachgefragt, aber ist echt sauschwer da rein zu kommen oder er hats immer vergessen...

Schlafapnoe scheint nicht zu sein (schnarche zwar, aber hab mich mal eine Phase beobachten lassen, hatte keine aussetzter). Wache grundlos auf.

Ich hoffe das liegt nur am ADS und wird irgendwann besser. Narkolepsie wäre scheiße, das wird dann nicht besser. Und durch ADS ect. habe ich medikamentös praktisch alles schon ausprobiert. Außer Natriumoxybat (lol, nachdem ich gegoogelt hab das sind scheiß K.O. Tropfen) und wenn Wiki stimmt, ist das Zeug schlimmer als Benzodiazepine.

Gefährlicher (Dosisunterschied von Schlaf->Tod ist nicht grade hoch, erbrechen im Schlaf möglich), macht auch körperlich abhängig (Entzug auch fast Benzo Niveau). Finde nur nichts dazu ob es einen Gewöhnungseffekt wie Benzos oder normalen Schlafmitteln kommt (länger als 4 Monate hat bei mir nur Lyrica gewirkt) Wenn die nach paar Wochen/Monaten den Geist aufgeben, wäre man doch bescheuert das zu nehmen.


Ich weiß, sollte damit zum Psychater den nerven. Aber bei der falschen Antwort, ist Hoffnung für immer weg und früher oder später kommt auch wieder eine Depression. Dann kann ich mir keine Wunschtäume mehr einreden...

*ohne Halluzinationen kann ich mich mittlerweile selbst raustriggern und muß nicht warten bis es von alleine ausläuft.