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Diskutiere im Thema Euer Umgang mit ADS vor der Diagnose? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht
    Forum-Beiträge: 3

    Euer Umgang mit ADS vor der Diagnose?

    Hi,
    ich war schon immer jemand der in der Schule nie groß auf sich aufmerksam gemacht hat, ich bin meistens im Unterricht gesessen, hab vor mich hin geträumt und gehofft, dass ich nicht unerwartet von einem Lehrer aufgerufen werde, weil sonst rausgekommen wäre dass ich nicht ein Wort von dem gehört habe was er gesagt hat

    Meine Noten waren trotzdem nie wirklich schlecht, ich hab mir das im Unterricht verpasste vor der Klassenarbeit irgendwie selbst beigebracht und in der Klassenarbeit an sich war ich, vor allem in mathematischen Fächern, so fokussiert, dass ich alles ausgeblendet, nichts mehr gehört hab und persönliche Höchstleistungen erreich habe. Von daher hatte ich in der Schule eigentlich nie Probleme mit meinen Noten.
    Sozial war ich damals schon immer ein bisschen eigen, ich war in Gruppengesprächen ebenso abwesend wie im Unterricht, war (und bin heute noch) unsicher im Umgang mit anderen und hatte nie groß Selbstvertrauen, hatte aber meine kleine Freundesgruppe mit der ich klargekommen bin.

    Nach dem Abi fing ich dann ein freiwilliges Jahr in einer Notaufnahme an. Dort war es dann nicht mehr so einfach meine Konzentrationsschwächen zu kompensieren, ich habe oft Sachen vergessen, manchmal kleinere, manchmal nicht so kleine (zum Beispiel eine ältere, demente Patientin für eine Stunde auf der Toilette), weil ich leicht abgelenkt werde. In Stresssituationen, was so einem Arbeitsplatz mal vorkommen kann, war ich teilweise überfordert und schaltete ab. Mit meiner Stationsleiterin hatte ich auch öfter kleinere Auseinandersetzungen, deswegen hatte ich zu Beginn auch starke Versagensängste und das Gefühl, dass ich das alles nicht richtig hinbekommen. Das alles legte sich dann gegen Ende vom Jahr, ich hab gelernt, dass Fehler in dem Beruf normal sind und hab versucht mich nicht zu sehr wegen Einzelheiten fertig zu machen und habe meine Aufgaben gut hinbekommen.

    Ich hab mir nie wirklich Gedanken drum gemacht warum ich so bin, auf die Idee, dass es ADS sein könnte schon gar nicht, weil ich nur von ADS mit Hyperaktivität wusste.
    Vor ein paar Wochen habe ich dann aber das erste mal von hypoaktivem ADS gelesen, mich ein bisschen damit beschäftigt und es treffen alle Symptome auf mich zu.

    Ich bin mir jetzt unsicher ob es die Zeit wert ist, das alles abklären zu lassen. Ich habe nicht das Gefühl besonders unter den Symptomen zu leiden, es ist halt schon immer so und ich bin irgendwie damit klargekommen, deswegen weiß ich auch nicht inwiefern das am Ende behandelt wird, falls sich herausstellt, dass ich es habe (ich hab gelesen, dass bei schwacher Ausprägung nichts gemacht wird). Auf der anderen Seite fängt mein Studium bald an und ich weiß nicht ob meine Taktiken um das auszugleichen noch funktionieren.

    Deswegen wollte ich fragen, was bei euch die Symptome und Gründe waren, die euch am Ende dazu bewegt haben, euch untersuchen zu lassen und was dabei eure erste Anlaufstelle war.
    Danke im Voraus für die Antworten

  2. #2
    Träumerchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 370

    AW: Euer Umgang mit ADS vor der Diagnose?

    Hey,

    bei mir war es ähnlich gewesen . War auch oft am träumen und habe aus dem Fenster geschaut und kaum was vom Unterricht mitbekommen. Meist musste ich meinen Nachbar fragen was wir machen mussten oder ich habe die Sachen bei anderen abgeschrieben.

    In der Grundschulzeit war ich oft aggressiv und impulsiv. Meist handelte ich unüberlegt und habe es dann am ende bereut und wollte es garnicht so.
    Wenn ich nicht geträumt habe, dann habe ich oft im Unterricht gestört, habe mich da oft mit meinem Nachbar unterhalten oder Ich habe mit Sachen gespielt die ständig Geräusche gemacht haben und die dann meinen Lehrerin zur Weißglut gebracht haben .
    Hatte in der zeit auch eine Klassenkonferenz und sollte auf eine Schule für schwer erziehbare Kinder, aber meine Eltern haben das noch hinbekommen das ich doch nicht von der schule flog.
    Dafür musste ich dann zu einen Psychologen, dieser hat dann ADHS festgestellt.

  3. #3
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 73

    AW: Euer Umgang mit ADS vor der Diagnose?

    Hi Hypoch,

    deine Beschreibung passt auch ganz gut auf mein Leben. Mir war nie klar, dass mit mir etwas "nicht stimmte". Nach meinem Abitur habe ich studiert (etwas technisches). In den Vorlesungen habe ich nie(!) zugehört, während des Semesters war ich "faul" und habe wirklich gar nichts gemacht. Ein paar Wochen vor der Prüfungszeit habe ich mich dann hingesetzt und habe autodidaktisch alles mit Hilfe von Büchern aus der Bibliothek oder guten Vorlesungsskripten der Profs nachgeholt. Meine Kompensation war also Intelligenz + autodidaktisches Lernen + Stress (Zeitdruck). Das hat bis zum Ende gut funktioniert, inklusive 1er-Diplom. Was dabei auf der Strecke blieb war mein Sozialleben. Da war ich etwas inaktiv. Auch hatte ich das Privileg nie während des Studiums arbeiten zu müssen.

    Die Probleme traten bei mir erst nach dem Studium, beim Einstieg ins Berufsleben auf (mit Mitte 20). Diesen Einstieg habe ich nie richtig hinbekommen, und damals nicht verstanden wieso, da ich bis dato ja im Leben recht "erfolgreich" war. Ein Vollzeitjob war aber einfach nicht möglich. Nach vielen Jahren Probleme, abgebrochenes zweites Studium usw. hat es endlich mit einem Teilzeitjob in meinem Berufsfeld geklappt. Aber eben auch nicht so richtig. Ich habe mich nicht leistungsfähig gefühlt, war unkonzentriert trotz 20-Stunden-Woche. Nach vielen gescheiterten Psychotherapien geriet ich endlich an eine gute Psychologin, die mich auf ADS aufmerksam machte. Seit meiner Diagnose (mit Anfang 30) haben mir Medikamente enorm geholfen mit meinem Berufsalltag klar zu kommen.

    Erst jetzt wo ich den vorher-nacher-Vergleich habe, wird mir bewusst wie krass anstrengend mein Leben zuvor gewesen ist, und wie sehr ich darunter gelitten habe. Jetzt fällt mir alles viel leichter, und ich verstehe zum ersten mal, warum mich andere "normale" Menschen nie verstanden haben.
    Diese ADHS-Probleme kann man gar nicht nachvollziehen, wenn der Alltag ganz normal wie "von selbst" funktioniert!

    Meine Diagnose und die Medikamente sind eine enorme Erleichterung und Zugewinn an Lebensqualität.

    Ich habe einen (älteren) Arbeitskollegen der offensichtlich ADS hat, selbst aber gut damit klar kommt weil scheinbar nicht so stark ausgeprägt, und daher nicht darunter leidet. Also wozu therapieren? Dennoch hat die Information ihm geholfen, denn nun kann er endlich besser seiner Frau kommunizieren, wieso er so ist wie er ist. Er hatte Glück eine sehr tolerante und verständnisvolle Frau gefunden zu haben.

    Dennoch muss ich dir die Frage stellen: wenn du tatsächlich keine Probleme hast, wieso bist du dann hier im Forum angemeldet?

    Ich würde dir raten, dich auf ADS abchecken zu lassen. Wenn du klar kommst, musst du ja nichts weiter tun. Aber wenn du plötzlich im Studium (oder danach) Schwierigkeiten bekommst, kannst du dir viel schneller die richtige Hilfe holen (egal ob Psychotherapie oder Medi's). Ansonsten kann sich der Prozess terminlich ziemlich lange ziehen, und u.U. ein komplettes Semester oder mehr damit "verloren" gehen. Ich musste 4 Monate auf meinen ersten Termin beim Psychiater warten. (Es lohnt sich zu warten und lieber einen ausgewählte ADHS-bei-Erwachsenen-Spezialisten zu wählen!!)

    Eine Diagnose schadet nicht, aber bringt Klarheit und eröffnet neue Optionen für den Ernstfall.

    Die richtige medikamentöse Einstellung zieht sich bei mir nun auch schon seit 5 Monaten hin, und ich bin noch nicht am Ziel angekommen. Je nach Situation und Medikament braucht man schon ein wenig Geduld dafür. Ich habe an Weihnachten entschieden eine Diagnose haben zu wollen. Jetzt ist Ende August und ich bin noch nicht ganz am (medikamentösen) Ziel angekommen.

    Übrigens: was macht die Liebe? Auch Beziehungsprobleme oder auffälliges sexuelles Verhalten (viele Partnerwechsel) würden eine eventuelle ADHS-Diagnose sinnvoll erscheinen lassen.

    Ich hoffe das war nicht zu viel Text, und hoffe es war hilfreich.

    Gruß
    MyName
    Geändert von MyName (29.08.2017 um 18:52 Uhr) Grund: Typo

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht
    Forum-Beiträge: 3

    AW: Euer Umgang mit ADS vor der Diagnose?

    Dennoch muss ich dir die Frage stellen: wenn du tatsächlich keine Probleme hast, wieso bist du dann hier im Forum angemeldet?
    Dann habe ich mich vielleicht nicht richtig ausgedrückt, ich fühle mich unwohl und die Probleme belasten mich, ich habe auch nicht alle Probleme in meinem Leben die damit wahrscheinlich etwas zu tun haben ausgeführt, das hätte dann wahrscheinlich etwas den Rahmen gesprengt.
    Sozial läuft es bei mir momentan schlechter, ich habe nie wirklich Lust etwas mit Freunden zu unternehmen (teilweise begründet, teilweise kann ich mir die Unlust nicht wirklich erklären), auch wenn ich mich öfter einsam fühle.
    Dadurch spielt auch mein Liebesleben momentan keine große Rolle, da ich mich momentan ein wenig isoliere und lieber ein bisschen Zeit allein verbringe, vor allem nach der Arbeit. Genauer will ich hier darauf, trotz Anonymität, nicht eingehen, ich hoffe du verstehst das

    Aber vielen danke euch beiden, ich muss sowieso demnächst mal zu meiner Hausärztin, da werde ich das Thema dann mal ansprechen

  5. #5
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 73

    AW: Euer Umgang mit ADS vor der Diagnose?

    Gut dann ist die Situation ja klar: eine Abklärung wäre auf jeden Fall sinnvoll und wichtig.

    Noch ein letzter Tipp (den ich nicht oft genug wiederholen kann): Such dir einen Psychiater mit Spezialisierung auf ADHS im Erwachsenenalter. Nicht irgend einen Psychiater. Auch wenn er/sie Bescheid wissen sollte, wird ADHS oft übersehen oder es fehlt die fachliche Praxiserfahrung damit.

    Viel Erfolg und alles gute!

  6. #6
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 71

    AW: Euer Umgang mit ADS vor der Diagnose?

    Hypoch schreibt:
    Ich bin mir jetzt unsicher ob es die Zeit wert ist, das alles abklären zu lassen. Ich habe nicht das Gefühl besonders unter den Symptomen zu leiden, es ist halt schon immer so und ich bin irgendwie damit klargekommen, deswegen weiß ich auch nicht inwiefern das am Ende behandelt wird, falls sich herausstellt, dass ich es habe (ich hab gelesen, dass bei schwacher Ausprägung nichts gemacht wird). Auf der anderen Seite fängt mein Studium bald an und ich weiß nicht ob meine Taktiken um das auszugleichen noch funktionieren.

    Deswegen wollte ich fragen, was bei euch die Symptome und Gründe waren, die euch am Ende dazu bewegt haben, euch untersuchen zu lassen und was dabei eure erste Anlaufstelle war.
    Ich bin jetzt mitte vierzig und mein erster eigener Verdacht liegt ungefähr ein Jahr zurück. Was mich bewegt hat, diesem Verdacht nachzugehen, war mein ständiges Scheitern, bei dem Versuch, ein scheinbar normales Leben zu führen.

    Ich war nach der Schule völlig orientierungslos und wusste nicht, was ich mit meinem Leben anfangen soll. Also habe ich das einzige studiert, in dem ich gut war, auch wenn es mir nicht gefallen hat. Danach verschiedene Jobs als Angestellter, bei denen ich meistens sehr unglücklich war. Eine 40 Stunden Woche in einem Büro ist eine Zumutung für mich, selbst wenn die Arbeitsbedingungen für Normalos paradiesisch zu sein scheinen. Ich musste all meine Kräfte zusammensammeln, um den Anschein aufrechtzuerhalten, dass ich ganz normal funktioniere. Lange Zeit habe ich selbst an diese Lüge geglaubt, obwohl ich nach der Arbeit fix und alle war, Flasche leer, meistens depressiv, immer wieder Missbrauch von Substanzen. Unfähig, Freundschaften über längere Zeit zu pflegen, oder eine Beziehung anzufangen. Ich denke je älter man wird, desto schwieriger wird es, die Störung zu kompensieren. Irgendwann war bei mir der Punkt erreicht, an dem ich keiner geregelten Tätigkeit mehr nachgehen konnte, obwohl ich eigentlich sehr gut bin (dank Hyperfokus).

    Ob eine Behandlung erforderlich ist oder nicht, das hängt meines Erachtens nicht so sehr von der Ausprägung der biologischen Störung ab, sondern eher von den Problemen, die daraus entstehen. Daher würde ich dir empfehlen, mal eine Liste anzufangen und alles aufzuschreiben, was mit ADS zu tun haben könnte in deinem Leben. Ich habe auch erst mit einer kleinen Liste angefangen und die wurde länger und länger und...

    Erste Anlaufstelle war für mich eine Selbsthilfegruppe für Erwachsene. Ich denke dort bekommt man die besten Infos aus erster Hand. Da waren auch Betroffene, die keine Medis nehmen wollten und die trotzdem einen Job hatten, in dem sie nach eigener Aussage zurechtkommen. Das gibt es wohl auch. Ich habe mir lange Zeit eingeredet, ich sei ein Lebenskünstler, aber irgendwann musste ich mir eingestehen, dass ich dieses Kunststück einfach nicht schaffe.

    Ich wünsche dir alles Gute!

  7. #7
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 394

    AW: Euer Umgang mit ADS vor der Diagnose?

    Ich bin durch ADHS mit fast 50 in einen Burnout gerannt, habe 2 Jahre erfolglos versucht wieder auf Beine zu kommen.
    Die ADHS Diagnose kam dann in einer Reha. Das ging also nicht direkt von mir aus.

    Rückblickend sage ich das ich ohne ADHS niemals so eine berufliche Karriere hingelegt hätte, aber auch viele Probleme hätte verhindern können.
    Daher ist mein Standpunkt das man möglichst früh eine Diagnose bekommen und sich dann intensiv mit der in individuellen Ausprägung beschäftigen sollte. So hat man eine Chance den schlimmsten Schlaglöchern auszuweichen und so Folgeschäden zumindest teilweise vermeiden können.
    Die schlimmsten Schäden entstehen, nach meiner Meinung, durch zahllose erfolglosen Versuche sich so zu verhalten wie "die anderen". Wir denken und handeln anders, das müssen wir berücksichtigen da sich die Welt nicht nur für uns ändern wird.

  8. #8
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 234

    AW: Euer Umgang mit ADS vor der Diagnose?

    Lieber Denker23,

    das hast du sehr schön gesagt...
    Ich finde, unsere Gesellschaft braucht einfach mehr
    Akzeptanz und Toleranz,
    dass wir Menschen mit einzigartigen Fähigkeiten sind -
    keine perfekten (Arbeits-) Maschinen, die fehlerfrei funktionieren.

    Die größten Erfindungen sind durch Fehler, Unachtsamkeit und
    Zufälle entstanden - das wird meist gern übersehen,
    in unserer schönen, jungen, perfekten Leistungs-Welt.

    seid nett zu euch selbst
    Liebe Grüße
    finckla

  9. #9
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 73

    AW: Euer Umgang mit ADS vor der Diagnose?

    @finckla
    naja, Fehler und Unachtsamkeit, weiß nicht. Hauptsächlich eher durch autistische Beharrlichkeit und Hyperfokus. Sich so sehr in ein Thema vertiefen, auch wenn es unwirtschaftlich ist und "skuril" wirkt, bis man auch dort hinsieht wo keiner hinguckt. Und dann uA auch versehentlich durch Vergesslichkeit etwas entdeckt. Letzteres ist aber nicht der Ausschlaggebende Punkt. Zumindest wenn wir von technischen Erfindungen/Entdeckungen sprechen.

    Die Unwirtschaftlichkeit und den Profitdruck sehe ich da als Hauptproblem, weshalb Menschen wie manch einer von uns, es heute schwieriger haben einen Platz in der Gesellschaft zu finden.

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht
    Forum-Beiträge: 3

    AW: Euer Umgang mit ADS vor der Diagnose?

    Was mich bewegt hat, diesem Verdacht nachzugehen, war mein ständiges Scheitern, bei dem Versuch, ein scheinbar normales Leben zu führen.
    Ich war nach der Schule völlig orientierungslos und wusste nicht, was ich mit meinem Leben anfangen soll. Also habe ich das einzige studiert, in dem ich gut war, auch wenn es mir nicht gefallen hat.
    Ging mir ähnlich, habe dann aber durch Gespräche mit meinen Eltern doch noch die Kurve bekommen und gemacht was ich eher wollte, sonst würde ich jetzt auch seit einem Jahr in einem Studium sitzen, das mich zum Einschlafen bringt .
    Ich hab wirklich Angst, dass ich wichtige Entscheidungen danach treffe, wie andere sie machen würden und nicht so wie ich es will und wie es für mich am besten wäre. Das habe ich schon oft bei Entscheidungen gemacht die (noch) keine so große Auswirkungen haben, weil ich nicht auf mich selbst gehört habe.

    Noch ein letzter Tipp (den ich nicht oft genug wiederholen kann): Such dir einen Psychiater mit Spezialisierung auf ADHS im Erwachsenenalter. Nicht irgend einen Psychiater. Auch wenn er/sie Bescheid wissen sollte, wird ADHS oft übersehen oder es fehlt die fachliche Praxiserfahrung damit.
    Danke, werde ich tun
    Wenn es kein Spezialist dafür ist, hätte ich bei Diagnose und Behandlung sowieso kein hundertprozentiges Vertrauen.

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