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Diskutiere im Thema Wie alt wart ihr bei eure ersten Diagnose? Wie ging es dann weiter? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Träumerchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 371

    Beitrag Wie alt wart ihr bei eure ersten Diagnose? Wie ging es dann weiter?

    Hallo zusammen,

    ich dachte mir mal ich mach ihr mal ein Sammelthread auf und würde mal gerne erfahren:


    Wie alt wart ihr bei eurer ersten Diagnose?

    Wart ihr danach eher erfreut oder voll schockiert, als ihr erfahren hattet was mit euch los ist ?

    Wie verlief eure Behandlung, wurde alles besser oder schlechter? (zB. weil andere jetzt wissen was mit euch los ist oder wegen der Behandlung an sich?)

    Hättet ihr mit dem wissen von heute anders gehandelt?


    Wäre toll wenn einige ihr über ihre Erfahrungen berichten würden, wird bestimmt sehr interessant.
    Natürlich muss man nicht genau diese Fragen beantworten man kann auch gerne was anderes dazuschreiben.


    Danke

  2. #2
    Träumerchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 371

    AW: Wie alt wart ihr bei eure ersten Diagnose? Wie ging es dann weiter?

    90marci90 schreibt:
    Hallo zusammen,

    Wie alt wart ihr bei eurer ersten Diagnose?

    Wart ihr danach eher erfreut oder voll schockiert, als ihr erfahren hattet was mit euch los ist ?

    Wie verlief eure Behandlung, wurde alles besser oder schlechter? (zB. weil andere jetzt wissen was mit euch los ist oder wegen der Behandlung an sich?)

    Hättet ihr mit dem wissen von heute anders gehandelt?

    Danke

    Nabend,

    Also ich war ca. 12 Jahre alt und kannte mich mit dem Thema überhaupt nicht aus. Schon garnicht das es so etwas gibt.
    Ich fande mich selber als normal.
    Kann schon sein das ich aktiver war als die anderen aber ich habe darin nie ein Problem gesehen.
    Habe auch oft andere Kinder gesehen die so waren wie ich oder sogar schlimmer.
    Deswegen hatte ich mich damals auch gewundert warum ich das haben sollte und die andere nicht.
    Als ich dann auch noch zum Arzt sollte brach da schon eine Welt für mich zusammen, nicht jetzt unbedingt wegen dem Thema alleine schon weil ich zum Arzt musste.
    Ich glaube fast alle mögen nicht so gerne zum Arzt zu gehen, denn den verbindet man immer mit etwas schlimmen, sonst geht man ja da nicht hin .

    Später als wir dann bei einen Arzt waren sollte ich auch noch Bilder mahlen und Sachen über mich erzählen und am PC solche spiele spielen, wo am Fließband verschiedene Sachen drüber fließen und ich am ende all die Sachen auswählen sollte die ich gesehen habe und die falschen halt aussortieren.
    Und dann noch die ganzen persönlichen Sachen die man erzählen soll, wer sagt das schon gerne einen fremden.
    Später musste ich dann sogar noch rausgehen weil meine Mutter mit dem Arzt alleine reden wollte finde ich auch doof.
    Ich finde auch diese Fragebogen zu beantworten mit oft, manchmal oder sehr oft ist schwierig, denn man selber hat ja keinen Vergleich, was ist den oft oder normal.
    Ich selber wusste schon dass ich oft Probleme bereitet habe und das ich oft in Rangeleien geraten bin aber dass man deswegen zu einen Arzt musste war schon unangenehm.
    Auch nachts hatte ich damals Probleme da ich Angst im dunkeln und so hatte, das war auch ein Thema dort gewesen.

    Naja, nach den ganzen Arztbesuchen, stellte sich dann nach wenigen Tagen heraus dass ich ADHS habe/hatte .

    Ich wurde damals auf Medikinet eingestellt und ich habe mich echt verändert sowohl positiv als auch negativ.
    Anfangs hat man noch nicht viel gemerkt außer Nebenwirkungen wie kaum Appetit, noch weniger schlaf als eh schon und Kopfschmerzen.
    Als die Dosierung dann erhöht wurde, da habe ich dann doch schon Positive Fortschritte gemacht aber auch die Nebenwirkungen lieben nicht aus.
    Später als die Dosierung dann nochmal erhöht wurde, bin ich dann ziemlich in mich gekehrt und ich war nicht mehr der Zappelphilipp der vor Energie so protze.
    Aber in der Schule bin ich laut meinen Lehrern schon extrem ruhiger und konzentriertet geworden und hätte mich öfter an Unterricht beteiligt als zu vor.
    Ich selber fande das in der Schule auch toll, dass auf einmal alles besser und einfacher war.
    Natürlich sollte dies aber nicht das wichtigste sein, sondern auch meine Gesundheit und wie ich das fande.
    Gerade wegen den schlechten Appetit hatte ich in der Zeit schon 11 Kilo abgenommen (Zeitraum 1 Monat )
    In der Schule lief alles gut und zuhause war ich dann immer tierisch müde und habe oft am Tag geschlafen, was meinen nächtlichen Problemen die ich ja eh schon hatte auch nicht geholfen hatte.
    Dass brachte dann meine Mutter zu grübeln und ich sag mal sie vermisste meine Aktive Seite, der der alle auf Trab gehalten hat und Schwung in die Familie gebracht hat .
    Wir haben uns dann doch gegen das Medikinet entschieden und alles lief wie vorher und ich wurde dann auch wieder der Junge der alle auf Trab gehalten hat .
    Meinen Abschluss und Ausbildung habe ich geschafft zwar nicht den besten aber Hauptsache bestanden

    Aber wenn ich jetzt so drüber nachdenke glaube ich dass ich doch lieber bei den Medikamenten bleiben sollte, vielleicht hätte man es mit einen anderen Medikamenten noch probieren können und vielleicht ging es damit viel besser.
    Aber für meine Mutter stand es fest, dass wir es ohne probieren und damals kannte man sich eh nicht damit aus und meine Mutter wusste bestimmt auch nicht das es da noch andere Medikamente gäbe die man hätte probieren könne, wenn es da überhaupt schon welche gab.

    So ich hoffe ich habe damit einen Guten Anfang gemacht und es ist nicht zu viel und zu schwer zu lesen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Marci
    Geändert von 90marci90 (20.07.2017 um 02:45 Uhr)

  3. #3
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 79

    AW: Wie alt wart ihr bei eure ersten Diagnose? Wie ging es dann weiter?

    Hallo, ich war schon über 40, als ich die Diagnose bekam. Das war keine wirkliche Überraschung. Mein Sohn hat auch ADHS und ich konnte ihn immer verstehen,warum er so reagiert wie er reagiert. Ich habe nämlich genauso reagiert
    Ich bekomme Medikinet. Bin auch gelassener geworden,denke ich.
    Das ich ADHS habe, wissen nur meine engsten Freunde und ein Teil der Familie. Ich werde einen Teufel tun und das jeden erzählen.
    LG

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