Zeige Ergebnis 1 bis 9 von 9

Diskutiere im Thema ADS Diagnose negativ, was nun? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 21

    ADS Diagnose negativ, was nun?

    Hallo liebe Mitglieder,
    Ich bin am verzweifeln. Ich hab in einer Reha die Verdachtsdiagnose auf ADS bekommen und wurde mit Medikinet behandelt, was mir gut gegen meine Unruhe geholfen hat und mich konzentrierter machte, war jetzt aber in einer Tagesklinik und dort wurde ein ADS-Test gemacht, der negativ ausfiel, weil mein Vater alles verharmlost hat und meine Zeugnisse vorbildlich waren. Dort stand nichts über meine Träumereien und die waren auch nur gut, weil ich 20-30h auf eine Klassenarbeit gelernt hab. Mein Bruder musste mir alles 5 mal erklären bei den Hausaufgaben, weil ich nicht richtig zugehört habe. Ich bin mir sicher, dass ich ADS habe, weil fast alle Symptote auf mich zutreffen. Habe jetzt am Mittwoch einen erneuten Test beim Psychiater, von dem die in dEr KLinie abereits nichs wissen. War auch mehrmals bereits in Kliniken wegen Depressionen und Drogenpsychosen. Jetzt meine Frage: Will der Psychiater die Berichte von der Tagesklinik oder von meinen anderen Aufenthalten? Ich habe Angst, dass er mir dann keinen Glauben mehr schenkt. Oder braucht er die Berichte von den Kliniken gar nicht? Ich bin momentan echt hoffnungslos. Ich gehe ab Mittwoch in eine Sucht-Tagesklinik und danach in eine Reha, jetzt habe ich Angst, dass die mich in der Reha gar nicht ernst nehmen, weil ich diese Negativdiagnose habe. Ich bin mir sicher, dass ich es habe. Wirkt sich diese Negativ diagnose negativ auf die Meinungen der Ärzte aus?
    Vielen Dank für eure Antworten

  2. #2
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.986

    AW: ADS Diagnose negativ, was nun?

    Drogenpsychosen und Depressionen sehen in ihren (Langzeit) Auswirkungen ADHS extrem ähnlich,und wenn Du Dir noch so sicher bist, macht das noch lange keine korrekte Diagnose. Ich glaube Dir,das Du denkst, nur dies EINE MEDIKAMENT könnte Dir helfen! Das glaub ich Dir ja!

    Und der Leidensdruck der entsteht und wächst, mit jeder negativen Antwort muss fürchterlich sein! Niemand hier-ich selbst zumindest mit Sicherheit- möchte Dir wehtun. Im Gegenteil. Ich möchte Dich auf das von außen offensichtliche hinweisen.

    Liebe Lini, ich glaube,dass Du Dich gerade in etwas verrennst, das aber dummerweise selbst nicht merkst. Deshalb nochmal.

    ADHS tritt in frühester Kindheit in Erscheinung. Der vorwiegend unaufmerksame Typ besteht nicht (nicht mal hauptsächlich) aus Träumereien. Die anderen Symptome sind derart einschränkend, dass es extrem unwahrscheinlich ist, dass ein Mensch mit Deiner Vita in der Kindheit davon betroffen ist. Bitte lass Dich doch auf das behandeln, was offensichtlich da ist.

    ADHS ist eine Ausschlussdiagnose. Nur, wenn NIX ANDERES BESSER ALS ADHS DEINE PROBLEME ERKLÄRT, ist eine Diagnose überhaupt zulässig! Es ist wichtig, DASS Du behandelt wirst. Bitte lass Dir helfen und mach Dich nicht selbst zum Psychiater!
    Geändert von luftkopf33 ( 4.07.2017 um 00:25 Uhr)

  3. #3
    Magda1

    Gast

    AW: ADS Diagnose negativ, was nun?

    Lini123 schreibt:
    Habe jetzt am Mittwoch einen erneuten Test beim Psychiater, von dem die in dEr KLinie abereits nichs wissen. War auch mehrmals bereits in Kliniken wegen Depressionen und Drogenpsychosen. Jetzt meine Frage: Will der Psychiater die Berichte von der Tagesklinik oder von meinen anderen Aufenthalten? Ich habe Angst, dass er mir dann keinen Glauben mehr schenkt. Oder braucht er die Berichte von den Kliniken gar nicht?
    Hallo Lini123,

    am Besten wäre, du spielst einfach mit offenen Karten, daher sind Dinge wie deine Vorgeschichte wichtig und diese zu verschweigen macht dich mitnichten glaubwürdiger. Wohl eher das Gegenteil. Dass du dir eine zweite Meinung einholen willst, daran ist nichts verwerflich oder ungewöhnlich. Ich hoffe das bringt dich weiter.

  4. #4
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADS / ADHS
    Forum-Beiträge: 1.322

    AW: ADS Diagnose negativ, was nun?

    Hallo Lini 123,

    ich denke auch, du solltest mit offenen Karten spielen und sagen du hättest gerne eine Zweitmeinung. Daran ist ja nichts falsch, dies kann jeder machen.
    Du solltest dann auch ganz ehrlich alle dir gestellten Fragen beantworten. Bei vielen psychischen Krankheiten gibt es Symptome die sich überschneiden.
    Ein guter Arzt wird versuchen herauszufinden, was das Hauptproblem ist und dieses dann vorrangig behandeln.

    Sicher, ich kann verstehen, dass du verunsichert bist, weil du ja schon einmal in einer Reha die Diagnose bekommen hast und auch schon mit Medikinet
    behandelt worden bist. Ich weiß nicht mehr, warum du es dann nicht mehr genommen hast, denn wenn man schon entsprechend der Diagnose behandelt
    wird, setzt man ein Medikament ja nicht von alleine ohne ärztliche Rücksprache ab.
    Bei einer Reha wird auch ein Bericht geschrieben, z.B. für die Rentenversicherung. Versuche einmal dir diesen Bericht schicken zu lassen, müssen die
    machen, da du Akteneinsicht verlangen kannst und dann liest du dort einmal nach, was die Rehaeinrichtung da genau geschrieben hat.

  5. #5
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 1.564

    AW: ADS Diagnose negativ, was nun?

    Ich hab in einer Reha die Verdachtsdiagnose auf ADS bekommen und wurde mit Medikinet behandelt, was mir gut gegen meine Unruhe geholfen hat und mich konzentrierter machte, war jetzt aber in einer Tagesklinik und dort wurde ein ADS-Test gemacht, der negativ ausfiel, weil mein Vater alles verharmlost hat und meine Zeugnisse vorbildlich waren.
    Hallo Lini123 ,
    ich denke hierbei daran, dass die Fachärzte "eigentlich" schon wissen, was sie da machen
    Auch wenn dein Vater hierbei etwas "runter spielen" sollte
    Es gibt durchaus auch viele Betroffene mit beeindruckend guten Abschlüssen und Zeugnissen

    War auch mehrmals bereits in Kliniken wegen Depressionen und Drogenpsychosen
    Hier ist eben wie Lufttkopf33 schon erwähnt leider der Knackpunkt an der Geschichte...
    ich zitiere dich mal eben Lufti

    "Drogenpsychosen und Depressionen sehen in ihren (Langzeit) Auswirkungen ADHS extrem ähnlich"
    Da dies auch der öffentliche Bereich des Forums ist, möchte ich jetzt auch gar nicht so auf die "Suchterkrankung" eingehen etc...
    Außerdem ist dies ja immer ein sehr persönliches Thema (Auch wenn ja Anonym)

    Solltest du die Psychosen aufgrund von Substanzkonsum (oder auch Alkoholmissbrauch) entwickelt haben (Substanzinduziert)
    wird die Behandlung mit MPH oder ähnlichen Stimulanzien sowieso eher "risikoreich"
    Da bei einer erneuten Zufuhr der "Psychose auslösenden Wirkstoffe" der "Wahnzustand" sich manifestieren könnte
    Möglicherweise wenn es echt mies läuft, sogar akut bzw. chronisch werden könnte

    Auf deutsch gesagt, die geben dir dann die Medis nicht mehr, da sie Angst haben du könntest wieder "Filme" fahren...

    Grüße

    P.S was mir hierzu gerade noch einfällt...

    Solltest du momentan sowieso an einer bestehenden "Suchterkrankung" leiden,
    verbieten die Leitlinien einer AD(H)S Therapie sogar die Behandlung mit Stimulanzien usw.

    Hier wäre Strattera (Atomoxetin) der eigentliche erste Weg einer Behandlung gegen das Störungsbild

    Hoffe ich konnte dir irgendwie helfen...
    Viel Glück
    Geändert von Brainman ( 4.07.2017 um 12:33 Uhr)

  6. #6
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 164

    AW: ADS Diagnose negativ, was nun?

    hmmmm... ich kann dich in gewisser weise verstehen, weil es bei mir auch äußerst ätzend war, der weg von der erkenntnis zu dieser (und leider auch noch einer anderen - asperger) diagnose.

    ich kann verstehen, dass du, wenn mph eine so positive wirkung auf dich hat, wie es das auf mich hatte (das ist tatsächlich ein unterschied wie - normal - zu hölle oder - ich nenne es: guantanamo of life)

    ich bin auch ein typ, der immer sehr offen war und alles gesagt hat, was war, wwwas bei ambulanten ärzten super funktioniert hat (meistens). weniger aber bei kliniken. hier hat die eine klinik nämlich die andere angerufen, man hat sich ausgetauscht und ich war auf einmal schizo (bis dann in einer klinik einer auf die idee kam, mal einen iq test zu machen und danach die ärzte plötzlich MIT mir sprachen, wenn sie vorrrrr meinem bett saßen, anstatt über mich und mich weitgehend zu ignorieren. problem war, dass mit der behandlung und meiner fähigkeit auf einmal anders zu denken mir eben klar wurde, dass nicht alle menschen gute absichten haben und die ganze scheisse, die ich mit einem ganz besonders schlimmen wesen erlebt habe hochkamen und ich die panik, die ich damals hätte haben sollen, dann zeitversetzt verspürte. wenn erinnerungen getriggert werden, verspüre ich sie heute noch. aber ich muss mich nicht mehr ständig übergeben).

    au weia. wenn du es also von dir aus sagst, mit den kliniken... und der deren ansicht einfach übernimmt, bist du natürlich gearscht. warum verfährst du nicht so: don´t ask don´t tell?

    im übrigen bliebe natürlich meiner meinung auch, die bereits im anderen thread von mir zur sprache gebrachte auflistung der vorher nachher zustände bzgl einnahme von mph und alles zu erzählen. so würde ich es machen.

    ich nehme an, dass du ziemlich panik hast, das medikament nicht mehr zu bekommen, daraus schließe ich, dass es auf dich eine ähnlich extrem positive wirkung hat, wie auf mich. ich kann dir sagen, dass mir die psychiater in der klinik damals an den kopf knallten, ich würde das nie wieder bekommen. und nachdem ich da raus war und das bekloppte olanzapin abgesetzt war, ging ich zum doc und wir redeten - auch über die klinik - und ich bekam es später im übrigen auch in einer der kliniken, da die dann auch mal auf die idee kamen, auf adhs zu testen. ich habe die diagnose 4 mal an unterschiedlichen stellen erhalten. die, die diese verneinten, haben adhs aber auch nicht getestet, sondern sich auf meine ach so ausschweifenden erzählungen gestützt etc. das ist wohl asperger. aber eben nicht schizo. nicht zwangsläufig.

    du erwähntest auch, dein adhs test sei deshalb negativ beschieden worden, weil angehörige (ich glaube deine mutti, die selbst unter depris leidet) eine verschobene sicht auf die vergangenheit haben. ebenso die hier auch erwähnten zeugnisse (mein grundschulzeugnisse waren sehr auch gut obwohl konzentrationsprobleme erwähnt wurden). aber wenn der kern - der eigentliche test - positiv war, dann ist es nunmal adhs. magst du mal die formulierung im bericht zitieren?

    30 - 40 stunden lernen - wtf

    ich habe es nicht einmal zum abi geschafft kumuliert eine stunde zu lernen. wurdest du nicht total quengelig? hat man dich gezwungen? klingt nach folter.

  7. #7
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 215

    AW: ADS Diagnose negativ, was nun?

    Ähh, erstmal an meine Vorredner:

    Also aus den Symptomen die Lini da beschreibt, könnte man meiner Meinung nach erstmal gar nicht sagen, ob ADS vorliegt oder nicht- es wäre meiner Meinung auch bei nicht eindeutigem (ja sogar "negativem ADS-Test) möglich.
    Und ok, wenn in den schriftlich verfassten Grundschulzeugnissen nirgendswo drin steht, dass sie unkonzentriert, verträumt oder impulsiv war- gut ok, das würde es tatsächlich etwas unwahrscheinlich machen - normalerweise fällt den Lehrern das schon irgendwann auf, dass man irgendwie anders ist- ob die Lehrer, dass aber IMMER ins Zeugnis schreiben würden, ist wieder ne andere Sache- man sollte diesbzeüglich aber auch wissen, dass die Zeugnisse heutzutage größtenteils nur noch zum Ankreuzen sind- also größtenteils Müll sind, bzgl ADHS-Diagnsotik

    Gut, ich hoffe du nimmst es mir nicht zu übel Lina, wenn ich sage, dass du erstmal für mich ein Beispiel bist, dass die Aussage bestätigt, dass Diagnose ADS/ADHS teilweise zu den am schwersten zu stellenden Diagnosen überhaupt gehört (das weiß bloß kaum einer...)
    Allerdings muss man auch sagen, dass die Infos, die in deinem Post enthalten sind, noch viel zu wenig sind, um da jetzt konkret in die eine oder andere Sache zu denken,
    dir aber erstmal alles Gute!

  8. #8
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht
    Forum-Beiträge: 15

    AW: ADS Diagnose negativ, was nun?

    Ist die Diagnose denn nur abhängig von den Zeugnissen und der Meinung anderer? Ich bin selbst am zweifeln, da ich bis zur 6. Klasse eigentlich relativ gute Zeugnisse hatte und auch nicht weiss in wiefern andere meine Situation deuten können. Ich habe im Laufe der Zeit viele Strategien entwickelt, um meine Lernschwierigkeiten zu verstecken - ordentliche Heftführung, Fragen stellen, Spickzettel, etc.. Dennoch bin ich mir schon sehr sicher was die Symptome angeht, kann dich also zur Zeit gut verstehen.

  9. #9
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADS / ADHS
    Forum-Beiträge: 1.322

    AW: ADS Diagnose negativ, was nun?

    Mach dich da nicht verrückt. Vereinbare einfach einen Termin in einer Spezialambulanz und durchlaufe die Diagnostik. Du musst dich hier mal durchs Forum wühlen. Es gibt hier verschiedene
    Threads bezüglich der Diagnostik. Vielleicht schaust du dort erst einmal nach.

Ähnliche Themen

  1. Befund negativ - was nun?
    Von Jack123 im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
    Antworten: 22
    Letzter Beitrag: 8.11.2015, 21:23
  2. Was, wenn ADS / ADHS- Diagnose negativ?
    Von tianto im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
    Antworten: 17
    Letzter Beitrag: 16.07.2012, 23:35
  3. AD(H)S-Diagnose negativ
    Von ALF1101 im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
    Antworten: 10
    Letzter Beitrag: 27.05.2010, 11:36
Thema: ADS Diagnose negativ, was nun? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum