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Diskutiere im Thema Warum Diagnose im Erwachsenenalter? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #11
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 49

    AW: Warum Diagnose im Erwachsenenalter?

    Da die Alternative das Begraben meiner Lebensziele gewesen wäre und ich mir nach dem der Verdacht endlich im Raum stand, sehr schnell ziemlich sicher war, dass Symptome und meine Lebensgeschichte zur Verdachtsdiagnose passen...

    Reaktionen waren gemischt, versuche außer engen Freunden so weit es geht möglichst wenig Leute einzuweihen. Gerade an der Uni sind die Reaktionen eher negativ, wenn man sich gezwungen fühlt die Diagnose irgendwem preisgeben zu müssen, tuen blöde Sprüche noch mehr weh.
    Das Wissen über ADHS ist meistens ziemlich verzerrt, Strubbelpeter/ Zappelphillipp, mit Ritalin ruhiggestellte Kids, faule Ausrede, "geht doch allen so", Modekrankheit, Hirndoping...

  2. #12
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 765

    AW: Warum Diagnose im Erwachsenenalter?

    Zeass schreibt:
    Bei mir war es so das ich Irgendwie immer etwas erleben muss.

    Und das hat in letzter Zeit nachgelassen, dadurch fühlte ich mich unausgeglichen.

    Da ich jetzt weiß was los ist fühle ich mich besser da ich mein Aktivitäten Level.

    Jetzt wieder Anfange ein wenig hoch zu stufen.
    Das stimmt, immer etwas Erleben müssen, weil man sonst emotional abstürzt, du hast es angesprochen, habe ich noch gar nicht,

    finde ich allerdings ein sehr wichtiges Thema....

  3. #13
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 141

    AW: Warum Diagnose im Erwachsenenalter?

    Elfe90 schreibt:
    Huhu!
    Was veranlasste euch, euch im Erwachsenenalter testen zu lassen? Hattet ihr Probleme im Alltag (Berufsleben, Soziale Kontakte etc.?)
    Und wie haben Leute in eurem Umkreis darauf reagiert?
    Lg
    Elfe
    Bei mir haben die Probleme an der Uni Überhand genommen - Konzentrationsschwierigkeiten, keine Möglichkeit, meine Abschlussarbeit zu schreiben, obwohl ich es wollte, keine Möglichkeit, mich zu strukturieren oder irgendwie meinem Alltag eine Form zu geben. (Dann gibt es noch andere Probleme in freundschaftlicher Hinsicht, gewisse Impulsivität usw...).
    Als Kind konnte ich viele Dinge ganz gut kompensieren und hab in der Schule 'gut' abgeschlossen, obwohl ich nie oder nur auf den letzten Drücker gelernt habe.
    Die Probleme haben erst im Erwachsenenalter so richtig begonnen, sodass ich mich auch im Leben eingeschränkt gefühlt habe.
    Und irgendwann geht eben die Ursachen-Suche los.
    Bei mir war es meine Körpertherapeutin, die mir zu den ADHS-Tests riet.

    Als ich Bekannten erzählte, dass ich mich darauf testen lasse, haben 2-3 nur mit 'Spott' reagiert. Dass ich das sicher nicht habe. Naja. Hab das dann darauf geschoben, dass sie mich wohl doch nicht so gut kennen, wie sie glauben... Niemand kann halt nachfühlen, wie es ist, in dieser Haut zu stecken.

    Als die Diagnose da war und ich meinen Eltern davon erzählt habe, war das für sie schon schwierig. Sie wussten nämlich auch nicht, wie sie damit umgehen sollen oder wie schlimm das für einen selbst ist. VIele verstehen nicht, dass es eine Erleichterung für einen selbst ist. "Endlich weiss man, was nicht mit einem stimmt".

    Ich glaube, im beruflichen Umfeld werde ich es nicht so rumerzählen... Geht ja auch nicht jeden etwas an xD

  4. #14
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 25

    AW: Warum Diagnose im Erwachsenenalter?

    Es war eher Zufall.

    Als Kind war die Frage von ADHS da, ich ein recht lebendiges Kind war und dazu sehr aufgeweckt. Ich unterhielt mich als Kind schon mit Erwachsenen
    über Kunst und die Nachrichten.

    Ich war aber, immer ein kleiner Zappelphilipp und konnte kaum normal sitzen. Da, schickte mich mein Lehrer auf die Sonderschule, wo ich aber, sehr gute Noten hatte und sehr schwierige Themen mich fasziniert haben.

    Da, beschloss man mich einem IQ-Test zu unterziehen. Der mir viel Spass machte, ich kann mich erinnern das die Gutachterin mich anlächelte und mir sagte das ich gut gearbeitet habe. Sie war sehr freundlich.

    Als Sie die Auswertung mit meinen Eltern besprach war ich Ihm neben Zimmer und hörte nur das ich sehr intelligent war und es am besten wäre mich zurück auf die Grundschule zu schicken und Gymi am besten wäre.

    Ich war aber, in der Schule sehr unaufmerksam und habe viel Blödsinn angestellt. Da, beschloss man mich erneut zu testen. Man sprach von Hochbegabung. Ich konnte den Tester aber nicht ausstehen und fand Ihn arrogant.

    Als würde er Kinder hassen. Ich weigerte mich am Test teilzunehmen und er zählte das als Ergebnis. Ich habe am Ende doch mit gemacht. Hatte aber keine Lust und habe langsam gearbeitet.

    Wurde durchschnittlich Intelligenz diagnostiziert. Jeder tippte auf ADHS und musste wieder in die Abklärung. Diese Frau gab mir MPH. Ich zwar ruhig, doch zu ruhig. Ich machte nicht am Unterricht mit sondern vegetierte nur vor mich hin.

    Ich bekam Ängste und Tics. Danach sagte Sie das ich kein ADHS habe. Ich habe ab der fünften Klasse keine Aufgaben gemacht und kam in die Sonderklasse (schlechter als Realschule). Dort schlief ich die meiste Zeit und hatte nur gute Noten in den Themen die mich interessierten.

    Die Frau die mich testete hatte auch einen Sohn der ebenfalls wie ich war und wir freundeten uns an. Wir war wie Brüder, nur war er hochintelligent und hatte super Noten. Ich dachte aber, das wir von der Intelligenz und Denkweise ähnlich intelligent sein würden.

    Wir mochten Schach und haben uns mit komplexen Themen beschäftigt. Ich war aber, mega schlecht in der Schule. Das witzige war aber, dass ich aber ausserhalb der Schule sehr schnell begriff und gar nicht dumm war.

    Was ich auch oft zu hören begann. Ich mochte schon als Kind Rätsel und liebte es wenn etwas anspruchsvoll war. Ich war gut im Rätsel lösen.

    Ich kam dann auf eine Privatschule und in der gab ich mir begrenzt Mühe. Leider verlor ich immer mehr Kontakt zu meinem besten Freund und schottete mich ab.

    Ich wurde introvertierter und verschlossener und fast jeden Tag traurig. Ich wurde dort oft gemobbt weil, ich meine Mitschüler vorgeführt habe. Wenn mich jemand als Idioten bloßstellen wollte. Fragte ich Ihn Dinge ab, die er nicht wusste.

    Dann wurde ich immer als "dummer Streber" beschimpft der alles weiss. Der Streber der in der Schule einer der Leistungsschwächsten war.

    Ich habe auf der Schule nur selten die Aufgaben gemacht und mich lieber mit dem Stoff vom Gymnasium beschäftigt und war dann so weit das ich Vektoren berechnen konnte. Habe mich dann später mit Uni Mathematik beschäftigt, dann mit organischer Chemie und später Quantenmechanik.

    Meiner Lehrerin fiel auf das ich mich mit Quantenmechanik beschäftigte und fragte mich in einer Stunde: Wieso schreibst du das an die Tafel? "Damit ich es mir besser vorstellen kann". Sie: "Was ist das den"? "Das ist theoretische Physik"! Sie: "Das verstehst du nicht, deine Noten sind miserabel." Darauf antwortete ich "Weil, mich der Stoff nicht interessiert. Er ist langweilig, ich kenne das alles schon." Später gab Sie mir eine Adresse zu der ich gehen sollte. Erneut ein Intelligenztest der Schule. Ich lernte den Spezialisten kennen und fragte Ihn: "Haben Sie vielleicht Chorea Huntington?" "Wie kommst du darauf?" Ich deutete auf seinen Fuss hin, er hinkte und hatte eine sehr unleserliche Schrift.

    Dazu hatte er Probleme zu schreiben. Daraus zog ich den Schluss das es sich um eine Nervenkrankheit handelt. Später sagte er das er einen IQ-Test machen will um meine Intelligenz zu testen. Er war davon überzeugt das ich gut dabei abschneiden würde.

    Ich habe den Test später gemacht, an diesem Tag ging es mir miserabel, ich war hungrig und wollte nicht zurück in die Schule. Da, wir an diesem Tag nur am Morgen Schule hatten.

    Beschloss ich den Test so langsam wie nur möglich zu machen um nicht in die Schule gehen zu müssen. Der Test war nicht sonderlich schwer. Daher musste ich meine Geschwindigkeit immer bremsen. Hinterher war das die dümmste Idee überhaupt. Da, der Test entscheiden sollte ob, ich hochgestuft werde.

    Mein Wert war ebenfalls unter 100 . Später bekamen das nicht nur die Lehrer mit, sondern noch meine Mitschüler und jeder hielt mich für dumm. Was mein Selbstwertgefühl zerstört hatte.


    Danach hatte ich Schwierigkeiten eine Arbeit zu finden und konnte mich sozial schwer integrieren. Danach machte ich verschiedene Praktika und brach Sie ab.

    Danach machte ich ein Motivationssemester und da, fragte mich urplötzlich ein Coach. "Wie hoch ist eigentlich Ihr IQ? Wussten Sie das viele Leute mit speziellen Begabungen autistische Züge aufwiesen?"

    Danach war die Frage immer in der Runde. Da, ich später unter inneren seelischen Druck kollabierte und Alkohol regelmässig konsumierte (wollte dadurch Aufmerksamkeit erregen, das es mir nicht gut ging).

    Brachten meine Eltern zu einem Psychiater und organisierten mit den Coaches das ich doch mal eine Abklärung bei einem Psychiater machen sollte, einem externen.

    Ich ging dort in eine Klinik und die Frau führte an mir einen Intelligenztest durch und meine Eltern füllten ein Formular zu mir aus.

    Danach bekam ich die Diagnose "Asperger und ADS mit Hochbegabung". Danach begriff das ich nicht verrückt war, sondern nur anders dachte als meine Mitmenschen.

    Dass ADS erkannte man in einem der Untertests da, Verarbeitung nur leicht überdurchschnittlich war und alle anderen Werte weit überdurchschnittlich waren und mein Verhalten während dem Test. Ich habe mich z.Bsp. immer über Langweile beschwert.

    Im Arbeitsgedächtnis schnitt ich auch schlechter ab. Ist ja bekanntlich normal bei ADS. Sie erzählte mir noch das ich mich schnell langweile. Wusste ich aber schon, haha.

    Dann sagte Sie noch das ich verschiedene Ausbildungen abbrach, weil Sie kam eine Herausforderung für mich darstellen und mich Routineaufgaben schnell langweilen und das ich mir einen anspruchsvolleren Beruf suchen sollte. Durch das ADS hatte ich auch zu wenig Durchhaltevermögen.

    Naja, Informatiker kam nicht in Frage. Ich mochte die Ausbilderin nicht. Sie war auch echt komisch und stand glaub auf mich . Sie war schon über 50. Igiit!!!!!

    Die hat mich immer so komisch angeschaut und sexuelle Anspielungen gebracht.

    Tja, wegen Depressionen und weil, ich mit meiner Situation überfordert bin und Zwangsgedanken habe, die meinen Alltag kontrollieren. Komme ich bald in die Klapse. Hab daneben Liebeskummer wegen einem Mädchen. Ich bin in Sie verliebt aber, Sie ist vergeben. Aber, Sie ist meine Seelenverwandte! So eine finde ich nie wieder. Tja, geht mir echt dreckig. Ich kann Sie einfach nicht ausblenden. Blödes ADS! Werde gleich neidisch wenn Sie einem Jungen mehr Aufmerksamkeit schenkt als mir.

    Nur weil, mein Psychiater mir nicht weiter helfen kann. Gibt er mich dem Sanatorium ab.

    Hoffentlich gehts mir danach wieder besser und ich kann arbeiten.


    Frag mich ob ich nochmal so eine finde.

    Sorry für die Lebensgeschichte, es musste einfach raus und meine Eltern waren durch alle die Werte (IQ) extrem verwirrt.

    Ich hatte schon unterirdisch, durchschnitt, begabt und hochbegabt. Wie jetzt? Genie oder Dummkopf?
    Geändert von ADSKopf ( 7.06.2017 um 00:23 Uhr)

  5. #15
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 765

    AW: Warum Diagnose im Erwachsenenalter?

    ADSKopf schreibt:
    Es war eher Zufall.

    Als Kind war die Frage von ADHS da, ich ein recht lebendiges Kind war und dazu sehr aufgeweckt. Ich unterhielt mich als Kind schon mit Erwachsenen
    über Kunst und die Nachrichten.

    Ich war aber, immer ein kleiner Zappelphilipp und konnte kaum normal sitzen. Da, schickte mich mein Lehrer auf die Sonderschule, wo ich aber, sehr gute Noten hatte und sehr schwierige Themen mich fasziniert haben.

    Da, beschloss man mich einem IQ-Test zu unterziehen. Der mir viel Spass machte, ich kann mich erinnern das die Gutachterin mich anlächelte und mir sagte das ich gut gearbeitet habe. Sie war sehr freundlich.

    Als Sie die Auswertung mit meinen Eltern besprach war ich Ihm neben Zimmer und hörte nur das ich sehr intelligent war und es am besten wäre mich zurück auf die Grundschule zu schicken und Gymi am besten wäre.

    Ich war aber, in der Schule sehr unaufmerksam und habe viel Blödsinn angestellt. Da, beschloss man mich erneut zu testen. Man sprach von Hochbegabung. Ich konnte den Tester aber nicht ausstehen und fand Ihn arrogant.

    Als würde er Kinder hassen. Ich weigerte mich am Test teilzunehmen und er zählte das als Ergebnis. Ich habe am Ende doch mit gemacht. Hatte aber keine Lust und habe langsam gearbeitet.

    Wurde durchschnittlich Intelligenz diagnostiziert. Jeder tippte auf ADHS und musste wieder in die Abklärung. Diese Frau gab mir MPH. Ich zwar ruhig, doch zu ruhig. Ich machte nicht am Unterricht mit sondern vegetierte nur vor mich hin.

    Ich bekam Ängste und Tics. Danach sagte Sie das ich kein ADHS habe. Ich habe ab der fünften Klasse keine Aufgaben gemacht und kam in die Sonderklasse (schlechter als Realschule). Dort schlief ich die meiste Zeit und hatte nur gute Noten in den Themen die mich interessierten.

    Die Frau die mich testete hatte auch einen Sohn der ebenfalls wie ich war und wir freundeten uns an. Wir war wie Brüder, nur war er hochintelligent und hatte super Noten. Ich dachte aber, das wir von der Intelligenz und Denkweise ähnlich intelligent sein würden.

    Wir mochten Schach und haben uns mit komplexen Themen beschäftigt. Ich war aber, mega schlecht in der Schule. Das witzige war aber, dass ich aber ausserhalb der Schule sehr schnell begriff und gar nicht dumm war.

    Was ich auch oft zu hören begann. Ich mochte schon als Kind Rätsel und liebte es wenn etwas anspruchsvoll war. Ich war gut im Rätsel lösen.

    Ich kam dann auf eine Privatschule und in der gab ich mir begrenzt Mühe. Leider verlor ich immer mehr Kontakt zu meinem besten Freund und schottete mich ab.

    Ich wurde introvertierter und verschlossener und fast jeden Tag traurig. Ich wurde dort oft gemobbt weil, ich meine Mitschüler vorgeführt habe. Wenn mich jemand als Idioten bloßstellen wollte. Fragte ich Ihn Dinge ab, die er nicht wusste.

    Dann wurde ich immer als "dummer Streber" beschimpft der alles weiss. Der Streber der in der Schule einer der Leistungsschwächsten war.

    Ich habe auf der Schule nur selten die Aufgaben gemacht und mich lieber mit dem Stoff vom Gymnasium beschäftigt und war dann so weit das ich Vektoren berechnen konnte. Habe mich dann später mit Uni Mathematik beschäftigt, dann mit organischer Chemie und später Quantenmechanik.

    Meiner Lehrerin fiel auf das ich mich mit Quantenmechanik beschäftigte und fragte mich in einer Stunde: Wieso schreibst du das an die Tafel? "Damit ich es mir besser vorstellen kann". Sie: "Was ist das den"? "Das ist theoretische Physik"! Sie: "Das verstehst du nicht, deine Noten sind miserabel." Darauf antwortete ich "Weil, mich der Stoff nicht interessiert. Er ist langweilig, ich kenne das alles schon." Später gab Sie mir eine Adresse zu der ich gehen sollte. Erneut ein Intelligenztest der Schule. Ich lernte den Spezialisten kennen und fragte Ihn: "Haben Sie vielleicht Chorea Huntington?" "Wie kommst du darauf?" Ich deutete auf seinen Fuss hin, er hinkte und hatte eine sehr unleserliche Schrift.

    Dazu hatte er Probleme zu schreiben. Daraus zog ich den Schluss das es sich um eine Nervenkrankheit handelt. Später sagte er das er einen IQ-Test machen will um meine Intelligenz zu testen. Er war davon überzeugt das ich gut dabei abschneiden würde.

    Ich habe den Test später gemacht, an diesem Tag ging es mir miserabel, ich war hungrig und wollte nicht zurück in die Schule. Da, wir an diesem Tag nur am Morgen Schule hatten.

    Beschloss ich den Test so langsam wie nur möglich zu machen um nicht in die Schule gehen zu müssen. Der Test war nicht sonderlich schwer. Daher musste ich meine Geschwindigkeit immer bremsen. Hinterher war das die dümmste Idee überhaupt. Da, der Test entscheiden sollte ob, ich hochgestuft werde.

    Mein Wert war ebenfalls unter 100 . Später bekamen das nicht nur die Lehrer mit, sondern noch meine Mitschüler und jeder hielt mich für dumm. Was mein Selbstwertgefühl zerstört hatte.


    Danach hatte ich Schwierigkeiten eine Arbeit zu finden und konnte mich sozial schwer integrieren. Danach machte ich verschiedene Praktika und brach Sie ab.

    Danach machte ich ein Motivationssemester und da, fragte mich urplötzlich ein Coach. "Wie hoch ist eigentlich Ihr IQ? Wussten Sie das viele Leute mit speziellen Begabungen autistische Züge aufwiesen?"

    Danach war die Frage immer in der Runde. Da, ich später unter inneren seelischen Druck kollabierte und Alkohol regelmässig konsumierte (wollte dadurch Aufmerksamkeit erregen, das es mir nicht gut ging).

    Brachten meine Eltern zu einem Psychiater und organisierten mit den Coaches das ich doch mal eine Abklärung bei einem Psychiater machen sollte, einem externen.

    Ich ging dort in eine Klinik und die Frau führte an mir einen Intelligenztest durch und meine Eltern füllten ein Formular zu mir aus.

    Danach bekam ich die Diagnose "Asperger und ADS mit Hochbegabung". Danach begriff das ich nicht verrückt war, sondern nur anders dachte als meine Mitmenschen.

    Dass ADS erkannte man in einem der Untertests da, Verarbeitung nur leicht überdurchschnittlich war und alle anderen Werte weit überdurchschnittlich waren und mein Verhalten während dem Test. Ich habe mich z.Bsp. immer über Langweile beschwert.

    Im Arbeitsgedächtnis schnitt ich auch schlechter ab. Ist ja bekanntlich normal bei ADS. Sie erzählte mir noch das ich mich schnell langweile. Wusste ich aber schon, haha.

    Dann sagte Sie noch das ich verschiedene Ausbildungen abbrach, weil Sie kam eine Herausforderung für mich darstellen und mich Routineaufgaben schnell langweilen und das ich mir einen anspruchsvolleren Beruf suchen sollte. Durch das ADS hatte ich auch zu wenig Durchhaltevermögen.

    Naja, Informatiker kam nicht in Frage. Ich mochte die Ausbilderin nicht. Sie war auch echt komisch und stand glaub auf mich . Sie war schon über 50. Igiit!!!!!

    Die hat mich immer so komisch angeschaut und sexuelle Anspielungen gebracht.

    Tja, wegen Depressionen und weil, ich mit meiner Situation überfordert bin und Zwangsgedanken habe, die meinen Alltag kontrollieren. Komme ich bald in die Klapse. Hab daneben Liebeskummer wegen einem Mädchen. Ich bin in Sie verliebt aber, Sie ist vergeben. Aber, Sie ist meine Seelenverwandte! So eine finde ich nie wieder. Tja, geht mir echt dreckig. Ich kann Sie einfach nicht ausblenden. Blödes ADS! Werde gleich neidisch wenn Sie einem Jungen mehr Aufmerksamkeit schenkt als mir.

    Nur weil, mein Psychiater mir nicht weiter helfen kann. Gibt er mich dem Sanatorium ab.

    Hoffentlich gehts mir danach wieder besser und ich kann arbeiten.


    Frag mich ob ich nochmal so eine finde.

    Sorry für die Lebensgeschichte, es musste einfach raus und meine Eltern waren durch alle die Werte (IQ) extrem verwirrt.

    Ich hatte schon unterirdisch, durchschnitt, begabt und hochbegabt. Wie jetzt? Genie oder Dummkopf?
    Lieber ADHS Kopf,

    dass hört sich wirklich alles Schei......an.

    Und immer wieder dieses Kämpfen...ich kann nur hoffen, dass es Dir bald besser geht und schicke Dir,

    von unserem ADHS Verwandten einmal ein paar Zitate: Sie tun mir immer wieder gut; wenn ich auch ganz unten bin.

    Albert Einstein

    „Große Geister haben stets heftige Gegnerschaft in den Mittelmäßigen gefunden. Diese letzteren können es nicht verstehen,

    wenn ein Mensch sich nicht gedankenlos ererbten Vorurteilen unterwirft, sondern ehrlich und mutig seine Intelligenz gebraucht und die Pflicht erfüllt,

    die Ergebnisse seines Denkens in klarer Form auszusprechen.“


    „Wenige sind imstande, von den Vorurteilen der Umgebung abweichende Meinungen gelassen auszusprechen;

    die Meisten sind sogar unfähig, überhaupt zu solchen Meinungen zu gelangen.“


    Jeder ist ein Genie!


    Aber wenn man einen Fisch danach beurteilt, ob er auf einen Baum klettern kann,


    wird er sein ganzes Leben lang glauben, dass er dumm ist.

    LG Chaosfee

  6. #16
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 301

    AW: Warum Diagnose im Erwachsenenalter?

    @ ADSKopf - Was für eine Geschichte !!!
    ich kann das voll und ganz nachvollziehen und bin froh an der ein oder anderen Stelle ggf. einfach Glück gehabt zu haben, denn Deine Geschichte könnte auch meine sein....

    Nun zu einem allgemeinen Rat:

    1. ERZÄHLE NIE JEMANDEM DAS DU AD(H)S HAST - NIE !!!

    2. Die AD(H)S- Diagnose geht nur Deinen Arzt und ggf. Deine Frau / Deinen Mann etwas an. (Ende der vollständigen Aufzählung)

    3. Im Zweifel: Schau bei 1.) oder 2.) nach !!!! KEIN WITZ !!!


    Etwas zur Aufmunterung an die Betroffenen (klappt leider nur gut in Englisch):

    A-People hire A-People

    B-People hire C-People

    Sinngemäß auf Deutsch: Der Chef sucht einen Mitarbeiter, keinen Konkurrenten !

  7. #17
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 60

    AW: Warum Diagnose im Erwachsenenalter?

    Hallo,
    wie eingangs in meiner Vorsteelung schon beschrieben, kam die Diagnose durch Zufall ans Tageslicht. Als Kind ein Springmännchen, in der Schule unkonzentriet, ignorierte Regeln, war der Klassenclown, häufige Arbeitsstellenwechsel, in der Schule über Jahre schlechte bis sehr schlechte Leistungen, einiges begonnen nicht zu ende geführt. 2013 kam die Erklärung für alles, ohne mein wissen wurde ich bei einem Doc Center auch auf die Psyche getestet, sowohl mit ganz banalen Dingen, aber auch diverse Fagebögen wo man von 1 bis 5 was ankreuzen konnte und im VErhalten in einer Gruppe und einem 2 monatigen Pratikum. Die Psychologen stießen bei mir auf dinge, die sich mit AD(H)S erklären ließen und fragten mich ganz nebenbei, wie es denn früher bei mir war, Kindheit, Schule, Beziehungen, ausbildung, Arbeitstellen. Ja, da fiel bei mir der Groschen, zum Glück hatte ich noch ein Elternheft aus der Vorschulziet mit jede Menge Einträgen meiner Lehrer über meine Verhaltensweisen in der Schule, dann noch die Zeugnisse, sowohl Schul- und Arbeitszeugnisse. Anfang 2015 stand dann die diagnose ADHS, wobei die Hyperaktivität zwar vorhanden, aber gedämpft ist, dafür aber imense Konzentrationsprobleme, Vergesslichkeit und diverse Begleiterkrankung wie Depris usw.

    Meine Lehrer konnten sich damals in den 60 zigern mein Verhalten nicht erklären, selbst ein Test beim Gesundheitsamt ob ich geistig meinem alter entsprach wurde gemacht. Über die Ergebnisse davon wurde mir nie was gesagt. Aber dann in der Berufsschule bewahrte mich mein Klassenlehrer vor einer Verurteilung wegen Urkundenfälschung, er war der ansicht, das mein Verhalten, bzw. meine geistige Entwicklung eher einem 12 oder 13 jährigem entsprach als einem 18 jährigen. Beziehungenhielten nicht, häufiger Arbeitsstellenwechsel, wobei mancher Vorgesetzte sich auch fragte, was mit mir los sei. Es kam hin und wieder zu emotionalen ausbrüchen, wenn etwas nicht funktionierte, dann nahm ich das und warf es gegen die Wand oder sonst wo gegen. Das hinter meinen Verhalten eine Krankheit stecken könnte, darauf kam kam niemand bis ich dann 2013 vom Jobcenter zu einem Doccenter geschickt wurde, wo ich drei Monate durch die Mangel gedreht wurde. Eigentlich kann ich dem Jobcenter dankbar sein, das ich heute weiß was mit mir los ist. Nun warte ich auf meinen EM Rentenbescheid, ich wurde als erwerbsunfähig eingestuft vom medizinischen Dienst des Jobcenters und auch von meinem Psychodoc. Die dt. RV verlangt nun Gutachten von Fachärzten, ein Facharzt steht noch aus, ein Neurologe.

    LG
    Schreiber

  8. #18
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 14

    AW: Warum Diagnose im Erwachsenenalter?

    Hey Chaosfee,

    gerade schmerzt es mich, wenn ich deine Zeilen lese, da ich sehr gut nach empfinden kann, wie und was da in einem vorgeht. Ich finde es toll, wie du das hier beschrieben hast und damit umgehst. Wollte dies einfach mal gesagt haben. Glückwunsch zu deinen Erfolgen.


    LG Pittberg


  9. #19
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 765

    AW: Warum Diagnose im Erwachsenenalter?

    Pittberg schreibt:
    Hey Chaosfee,

    gerade schmerzt es mich, wenn ich deine Zeilen lese, da ich sehr gut nach empfinden kann, wie und was da in einem vorgeht. Ich finde es toll, wie du das hier beschrieben hast und damit umgehst. Wollte dies einfach mal gesagt haben. Glückwunsch zu deinen Erfolgen.


    LG Pittberg

    Ja Pittberg, und das sind so viele positive Aspekte, nicht nur bei mir, sondern die uns AD(H)sler ausmachen, und darauf können wir hier alle stolz sein....

    LG Chaosfee

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