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  1. #1
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 15

    Euer Leben nach der Diagnose?!

    Ich blicke mit einem skeptischen und einem freudigen Auge auf die anstehende Diagnose. Mich würde interessieren, ob sie für euch nach der Diagnose etwas verändert hat? Zum Positiven oder auch zum Negativen? Habt ihr weitere Unterstützung angefordert?
    =)

    Lg
    Elfe

  2. #2
    bin eine Piratin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.779

    AW: Euer Leben nach der Diagnose?!

    bei mir zum Positiven. endlich hatte das Komische in meinem Leben einen Namen und einen Grund. und ich konnte mich mit meinem negativen Selbstwertgefühl nochmal neu mit meinem Eigenbild auseinandersetzen. NAch 40 Jahren "Faulheit" und "Mangelnde Disziplin" etc und "du musst dich nur anstrengen", lernte ich plötzlich, dass ich ganz im Gegenteil eigentlich recht diszipliniert und "unfaul" bin, aber einfach an meine Adhs-Grenzen stieß. und diese ganz im Gegenteil schon sehr weit gerade mit Disziplin und Fleiss recht weit ausgereitzt hatte.
    ich verstand vieles an meiner Persönlichkeit besser , konnte vieles besser einordnen und auch neu angehen.
    ich sah mich zB als hoffnungslos und "angeboren" unordentlich an und dachte, ich wäre zu einem Leben in Unordnung verdammt. Es kamen nach der Diagnose auch noch veränderte Lebensumnstände hinzu, aber die Diagnose und Medikamentation brachten mich auf einen neuen Lernweg in Sachen Ordnung und Selbstorganisation und ich lernte plötzlich, Ordnung zu halten. und bin heute eigentlich fassungslos, was ich all die Jahre falsch machte. auch andere Disziplinprobleme gehe ich heute anders an. ich kenne meine Defizite und meine Stärken auch dank der Diagnose viel besser und kann sie gezielter angehen bzw einsetzen. und ich lernte, dass viele Ratschläge von Normalos bei mir nicht funktionieren, ich muss eigene Wege gehen. auch mit dem sogenannten "inneren Schweinehund" gehe ich anders um. ich weiß auch, auf welche Reize ich als Adhsler besonders reagiere und wie ich nicht funktioniere. einige Dinge habe ich schon vor der Diagnose gelernt (zB als impulsiver Mensch etliche Entscheidungen zu verschieben, bis ich wieder "rational" bin) , zB weil mir eben schon einige Einzelaspekte bekannt waren wie zB, dass ich impulsiv bin)und vieles mehr.
    Wenn ich diese Sachen aber nicht schon vor der Diagnose gelernt hätte, dann sicherlich nach der Diagnose.

    aber ich denke, das wichtigste war die eigene Wertschätzung und mein Selbstbild. das hat sich deutlich verbessert seitdem.



    Unterstützung: bei mir nur Medikamentation. und das ein oder andere autodidaktisch bzw mit Büchern, Foren etc.
    Geändert von Moselpirat ( 1.06.2017 um 00:30 Uhr)

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