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Diskutiere im Thema Eigenverdacht auf ADS, Diagnose und einige Fragen/Ängste im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
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Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht
    Forum-Beiträge: 5

    Eigenverdacht auf ADS, Diagnose und einige Fragen/Ängste

    Hallo zusammen,

    wie in meinem Vorstellthread beschrieben, kam Ende letzten Jahres bei mir der Eigenverdacht auf ADS auf. Mein Ex-Freund hat diagnostiziertes ADHS und als ich mich über dieses Thema intensiv informierte, habe ich mich bei vielen Symptomen selbst wieder erkannt und so bin ich auf den Verdacht gekommen.

    Symptome, die auf mich zutreffen:

    - Unordentlich, ich schaffe es zb. nicht meine Wohnung ordentlich und aufgeräumt zu halten
    - Chaotisch, zerstreut, unorganisiert
    - Inner Unruhe, wie wenn ständig ein Motor läuft und ein Drang, dass ich in manchen Situation (zb. beim Einschlafen) noch was tun will/muss
    - Konzentrationschwäche, bei längeren Gesprächen triften meine Gedanken ab. Auch kann ich mich beim Film schauen und lesen schlecht konzentrieren (Bücher auszulesen schaff ich fast nie)
    - komplexe Gedankengänge, ich denke oft viel zu kompliziert und verlier mich dann irgendwo - oft bei etwas völlig unwichtigem
    - Es fällt mir schwer Dinge anzufangen und mich für etwas Uninteressantes zu motivieren (Aufschieberitis, Antriebslosigkeit)
    - Ich hab oft gefühlte 100 Sachen gleichzeitig am laufen und allgemein vieles was ich nie beendet habe
    - Oft erwische ich mich dabei, dass ich schon wieder bei ganz etwas anderem bin, als das was ich eigentlich tun wollte (ganz besonders beim Aufräumen/Putzen)
    - meine Vergesslichkeit
    - leicht Ablenkbar, wenn ich aber im flow bin (vorallem bei meinem hobby, basteln/handarbeiten und zeichnen), vergesse ich alles rundherum, sogar wenn ich währenddessen Hunger bekomme, merke ich es nicht
    - teilweise Stimmungsschwankungen, wobei ich es eigentlich immer wieder selbst schaffe mich aus negativen Gedanken rauszuziehen, also kann es auch leicht sein, dass ich nach kurzer Zeit wieder voll gut drauf bin
    - manchmal Schlafproblem, aufgrund meiner inneren Unruhe fällt mir das Einschlafen oft schwer oder ich wache nachts auf und brauche wieder ewig bis ich einschlafe
    - ständige Müdigkeit, egal wie lange ich schlafe, aber unter der Woche (Arbeit) ist es am schlimmsten
    - Träumerchen, ich wirke auch oft unter Leuten recht abwesend
    - Gereizheit/Wutausbrüche, mittlerweile schon mehr unter Kontrolle (aber wenn dann finden sie eher innerlich statt), aber als Kind wars schlimmer
    - Schul-/Lernprobleme (als Kind/Jugendlicher), die gesamte Palette... schlechte Noten aufgrund vieler Flüchtigkeitsfehler, oft nicht aufgepasst im Unterricht, Aussenseiter, 2x Schulwechsel, 1x beim Schulpsychologen (da ist aber "leider" nix rausgekommen, nur dass ich beim Intelligenztest im mathematischen Bereich ziemlich gut abgeschnitten haben)
    - Links-/Rechtsproblem
    - Schnell frustriert
    - Reizempfindlich (Lärm, Licht, Gerüche)
    und wahrscheinlich hab ich jetzt eh wieder irgendwas vergessen


    Aber was ich eigentlich mit diesem Thread sagen wollte...
    Ich habe lange überlegt, ob ich eine Testung machen soll - Aufschieberitis und die Angst vor dem Gespräch (ihr kennt das sicher). Es fällt mir unheimlich schwer über die Probleme meiner Kindheit/Jugend zu sprechen, die war (wie man oberhalb schon etwas herauslesen kann), nicht immer leicht und nicht unbedingt die schönste Erfahrung in meinem Leben.
    Das Thema ADS hat mich aber gedanklich in den letzten Monaten nie losgelassen, sodass ich mich jetzt dazu entschlossen habe mich testen zu lassen.
    Letzte Woche war ich bei meinem Hausarzt und hab es das erste Mal angesprochen (ihr glaubt gar nicht wie schwer mir das gefallen ist und wie nervös ich war). Ich hab dann eine Überweisung zu einem Psychiater bekommen, dort gleich angerufen und dann hieß es, sie machen keine Testung. Hab mich dann selber etwas umgesehen. Die meisten Ärzte, die ich gefunden habe sind Wahl- oder Privatärzte bzw. hab ich hier im Forum gelesen, wenn man zu einem Kassenarzt geht, die oft mit AD(H)S und Diagnosen, die einen eher abspeisen oder es öfters zu Fehldiagnosen kommt, sich zu wenig Zeit nehmen usw.
    Meint ihr es ist besser gleich zu einem Privat-/Wahlarzt zu gehen? Ich hab keine Lust auf einen Ärztmarathon, zumal es mir eh schon schwer fällt darüber zu reden. Auf der anderen Seite sind die eben recht teuer und eine Diagnose wird ja nicht innerhalb einer Stunde festgestellt. Bzw. was ist dann mit eventuellen Folgeterminen (falls die Diagnose gestellt wird), ich kann ja nicht jedes mal für eine Sitzung über 100€ blechen :/
    Fragen über Fragen und ich denke wahrscheinlich schon wieder viel zu kompliziert und würde gerade am liebsten den Kopf in den Sand setzten und ärge mich gleichzeitig über mich selbst, dass ich solch einfache Dinge nicht auf die Reihe bekomme :/

    Ich hoffe ihr könnt mich etwas motivieren bzw. wie ich es am besten angehe.

    Danke

  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADS / ADHS
    Forum-Beiträge: 1.328

    AW: Eigenverdacht auf ADS, Diagnose und einige Fragen/Ängste

    Hallo meereswasser,

    ich weiß nicht, wie das in Österreich ist. Denke aber, es wird so ähnlich wie in Deutschland sein. Suche mal nach einer Klinik, die eine Institutsambulanz haben nach Möglichkeit mit
    ADHS-Schwerpunkt und rufe dort einmal an, wegen einem Termin für die Testung. Wartezeiten wird es dort bestimmt auch geben. Oder du schaust einmal in dem Unterforum
    für Österreich nach, ob es in deiner Wohnortnähe vllt. eine Selbsthilfegruppe gibt. Da könntest du dann mal Kontakt aufnehmen und die Mitglieder der Gruppe könnten dir
    wertvolle Tipps geben.
    Denke in einer Klinik kann die Diagnostik auch über die Krankenkasse abgerechnet werden, aber das weiß ich nicht so genau, vor allem wie das in Österreich gehandhabt wird.

    Mehr fällt mir im Augenblick dazu leider auch nicht ein. Vllt. antwortet ja noch ein anderer User mit einem besseren Vorschlag.

    LG Murmel

  3. #3
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 8

    AW: Eigenverdacht auf ADS, Diagnose und einige Fragen/Ängste

    Hallo Meereswasser,

    ich bin auch neu hier und auch nicht diagnostiziert. Dein Text hat mich an mich erinnert: Man bedenkt einfach viel zu viele Einzelheiten. Da kommt man nur schwer vom Fleck. Und heutzutage IST alles

    auch irgendwie viel schwieriger, eben weil es so viele Möglichkeiten gibt. Was ich mir aber nicht vorstellen kann ist, dass es keine guten Kassenärzte gibt, die ADHS diagnostizieren.

    Ich rate dir: Wende dich an deine Krankenkasse. Sage kurz und bündig: Ich brauche eine ADHS Testung. Bei wem kann ich sie ohne Zuzahlung machen lassen.

    Dann sind die im Zugzwang. Je weniger du sagst, desto mehr!

  4. #4
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht
    Forum-Beiträge: 5

    AW: Eigenverdacht auf ADS, Diagnose und einige Fragen/Ängste

    Danke für eure Antworten.
    Denke es wird ähnlich wie in Deutschland sein...

    Ich war dann diese Woche nochmal beim Hausarzt, hab auch noch eine Gesundenuntersuchung wegen meiner ständigen Müdigkeit machen lassen, da hab ich das Thema noch einmal angesprochen, da seine Überweisung ja ins Leere verlaufen ist. So recht weiterhelfen konnte er mir dann aber auch nicht mehr (er dürfte davon recht wenig Ahnung haben und meinte, ob ein Test überhaupt notwendig wäre). Das war etwas frustrierend. Scheinbar muss ich mich wirklich selber auf die Suche machen und ich denke ich probiers wirklich zuerst mal bei einem Kassenarzt bzw. einer Klinik.

    @rosaJacke ja ich denke auch generell immer an viel zu viele Einzelheiten, die teilweise nicht einmal wichtig sind :/
    Hast du denn vor dich Testen zu lassen?

  5. #5
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADS / ADHS
    Forum-Beiträge: 1.328

    AW: Eigenverdacht auf ADS, Diagnose und einige Fragen/Ängste

    Hallo meereswasser,

    such dir einfach übers Internet eine Klinik in deiner Wohnortnähe, die z.B. eine ADHS-Ambulanz hat. Dort rufst du dann an und machst einen Termin für ein Gespräch aus.
    Man muss da sowieso zu mehreren Terminen. Du wirst auch Fragebögen bekommen, welche die du ausfüllen musst und welche, die Ängehörige ausfüllen müssen.
    Ich selbst bin im Moment auch gerade in der Diagnostikphase, habe mich an eine Klinik gewendet, die ADHS-Diagnostik durchführen.

    Drücke dir die Daumen.

    LG Murmel

  6. #6
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 17

    AW: Eigenverdacht auf ADS, Diagnose und einige Fragen/Ängste

    Hallo meereswasser,

    es ging mir ziemlich genau wie dir. Ich glaube ich hatte den starken Verdacht über zwei Jahre, bevor ich mich traute einen Telefonhörer in die Hand zu nehmen. Ich habe mich allerdings direkt an eine Ambulanz gewendet (weil das so hübsch anonym ist) und den Hausarzt dann eigentlich nur noch um eine Überweisung bitten müssen. Bis ich dann allerdings einen Termin hatte und die diversen Untersuchungen an verschiedenen Stellen hinter mir hatte, war's dann nochmal eine Weile hin.
    Bei mir allerdings wurde sooooo sehr nicht in der Kindheit gewühlt. Eigentlich nur ADHS-Bezogen geschaut, was die Zeugnisse aus der Grundschule sagen, wie meine Mutter mich wahrgenommen hat - die durfte dann auch so einen Zettel ausfüllen. Ich fand es erstaunlich ... sachlich. Hatte immer die Idee so ein Psychiater redet mit dir und durchschaut dich dann völlig. War nicht ganz so.
    Allerdings zielgerichtete Fragen zum Thema, die doch tatsächlich mit einem Heulanfall daherkamen - den hatte ich nicht erwartet.

    Aber es hat sich gelohnt. Trau dich nur weiter!

    Ich hoffe du findest eine Diagnosestelle. Ich glaube das Verschreiben/Betreuen kann dann ein behandelnder Kassenpsychologe weitermachen. Aber ich weiß nicht, wie das in Österreich ist.

    LG
    Dagmar

    PS: Wegen Müdigkeit wurde mir mal nebenher Vitamin-D-Mangel gefunden.
    Bluttest für 30,- Euro oder so. Da gibts auch Abhilfe und man kommt nicht unbedingt immer drauf... (aber das nur am Rande)

  7. #7
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 45

    AW: Eigenverdacht auf ADS, Diagnose und einige Fragen/Ängste

    Hallo,

    als ich damals auch im Hinblick auf Selbstdiagnose bei meinem Hausarzt war, wurde ich belächelt und mir Sport empfohlen. In einem anderen Thread haben einige wohl ähnlich Probleme gehabt.

    Meine Diagnose habe ich auch erst seit kurzem und ich bin echt froh, dass ich die Sache angegangen bin. Ich kann dir nur empfehlen am Ball zu bleiben. Es fühlt sich echt gut an, verstanden zu werden.

    Meinem Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie habe ich damals nicht gesagt, was denn mein Problem ist, sondern habe einfach einen Kennenlerntermin vereinbart, wo dann die Diagnose gestartet wurde. Die Überweisungskette war Hausarzt - Neurologe - Facharzt.

    Viel Erfolg bei deiner Suche.

    LG

  8. #8
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 62

    AW: Eigenverdacht auf ADS, Diagnose und einige Fragen/Ängste

    Hallo Meerwasser, je nachdem woher du bist kann ich dir vielleicht weiterhelfen.

    Ich bin auch Österreich und habe das Prozedere gerade erst hinter mir. Schreibe mir doch eine PN und sag mir aus welchem Teil von Österreich du kommst. Vielleicht passt ja etwas von den Ärzten die ich mir aufgeschrieben habe. Ich habe den Verlauf mit dem Herumtelefonieren und was mir so empfohlen wurde und was nicht genau dokumentiert. Also vieliecht kann ich dir was sagen.

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