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Diskutiere im Thema falsche Disgnose beim Testen auf ADHS im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #11
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 115

    AW: falsche Disgnose beim Testen auf ADHS

    Also von dem was du da geschrieben hast widerspricht jetzt ehrlichgesagt nichts einer Diagnose Depression - ohne dass du das jetzt als "Ferndiagnose" nehmen solltest - ich möchte nur gesagt habe, alles das kann durchaus Depression sein, da steht jetzt erst mal nichts, was definitiv die Suche nach was anderem auslösen würde...

    Kann aber auch noch so manches andere sein.

    Die wichtigste Frage dazu wäre natürlich, wie denn deine Stimmungslage so ist.

    Unterm Strich wäre es ja vielleicht auch möglich, das ganze Ding nicht zwanghaft in Diagnosekistchen packen zu müssen sondern an deinen Problemen zu arbeiten, eine Psychotherapie machst du ja schon? Vielleicht erst mal an den Alltagsbeschwerden arbeiten, dann schauen wie es sich entwickelt?

  2. #12
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 19

    AW: falsche Disgnose beim Testen auf ADHS

    Danke für die vielen Antworten, ich versuche alles zu beantworten.

    Zu der Ärztin, die getestet hat. Sie hat ihr Psychologiestudium absolviert zudem eine Ausbildung zur Klinischen- und Gesundheitpsychologin gemacht.
    ... klinische Neuropsychologin mit Spezialisierung in Diagnostik und Behandlung von erworbenen Hirnleistungsstörungen.


    Es war ein Gespräch, welches circa 30 Minuten gedauert hat. Danach habe ich 3 Tests ausgefühlt, welche mit Wahr oder Falsch, oder mit einer Skala 0 bis 5 zu bewerten war.
    Es waren so typische standardisierte Tests, wo am Schluss, auf Grund der Antworten und deren Punkte, ein Ergebnis errechnet wurde.

    Danach wurde auf den PC gewechselt. Diese Tests dauerten gesamt circa 2 Stunden. Von Reaktion, Konzentration und Reaktionszeit wurden getestet und ergaben allesamt ein durchschnittliches Ergebnis.

    Bei einer Psychologin bin ich bereits in Behandlung, seit ungefähr einem Jahr. Ich würde sagen, es hat marginal etwas gebracht. Sicherlich auch, weil die Probleme tief begraben sind.

    Ich denke, die diagnostizierte Angststörung und Depression sind schon richtig, nur deckt das meiner Meinung nach nicht alle Symptome ab.

    Könnte mir aber auch eine depressive Pseudodemenz vorstellen. Vielleicht bin ich aber auch nur auf unbegründeter Ursachensuche.

    Ich habe nun Anfang März einen Termin beim Psychiater, denke ab, er wird nur ihr Ergebnis bestätigen und mir weiterhin Venlafaxin verschreiben, was nicht sehr zufriedenstellen ist.


    Ich mache momentan ein Studium, bin also zum Großteil der Zeit voll eingespannt. Das will ich aber auch so, weil ich nicht herumgammeln möchte.
    Coach in dem Sinn habe ich nicht, mein Vater versucht mich etwas zwangszubeglücken, was eher nervig ist, also hilfreich.

    Ich glaube, dass es nicht auf externe Hilfe ankommt, sondern wieder für sich selbst die Energie zu sammeln, sein Leben zu ordnen und Struktur rein zu bekommen.

    Btw, wenn jemand eine gute Anlaufstelle in Wien kennt bitte eine pm.
    Geändert von Sandmann (21.02.2017 um 10:24 Uhr)

  3. #13
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 8.091

    AW: falsche Disgnose beim Testen auf ADHS

    Danke für deine Antwort und alles Gute!
    Du warst jetzt bei einer Psychologin, keiner Ärztin. Vielleicht denkt der Psychiater anders, denn wenn Venlafaxin nicht zufriedenstellend wirkt, ist es wohl an der Zeit, über etwas Anderes nachzudenken.

    Übrigens, es gibt da so ein ziemlich altes Buch und ziemlich am Anfang ist eine Geschichte, in der es heißt: "es ist nicht gut, dass der Mensch alleine ist ..."
    Nur so zu deinem vorletzten Satz ......

    Liebe Grüße
    Gretchen

  4. #14
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 93

    AW: falsche Disgnose beim Testen auf ADHS

    Sandmann schreibt:
    Zu der Ärztin, die getestet hat. Sie hat ihr Psychologiestudium absolviert zudem eine Ausbildung zur Klinischen- und Gesundheitpsychologin gemacht.
    ... klinische Neuropsychologin mit Spezialisierung in Diagnostik und Behandlung von erworbenen Hirnleistungsstörungen.


    Ich vermute mal, dass es sich hier nicht um eine Ärtzin handelt sondern, dass die "Frau Doktor" ihr Doktorat in Psychologie hat. Eine klinische Psychologin darf Psychologische Tests durchführen und Klinisch-Psychologische Diagnosen und Befunde ausstellen (dafür zahlt die Krankenkasse). Sie dürfen auch behandeln z.B. durch Neurofeedback, Psychoeduktion etc. (aber das wird von den Krankenkassen weder übernommen noch gibt es Zuschüsse daür). Was klinische Psychologen nicht dürfen ist eine Psychotherapie durchführen oder Medikamente verschreiben.

    Ich persönlich bin grundsätzlich etwas skeptisch, was die Diagnose durch klinische Psychologen betrifft. Ich sehe ein Problem darin, dass viele eben ausschließlich Testen (weil das das einzige ist, wofür es von der Krankenkasse Geld gibt) und sie daher die Leute nach der Diagnose in der Regel nie wieder sehen. Sie können daher nicht aus Fehlern lernen und eine Inuition entwickeln untypische Fälle zu erkennen. Es gibt aber natürlich auch Psychologen, die Beratungsangebote, Psychoedukation, oder auch das umstrittene Neurofeedback etc. speziell für ADHS Patienten anbieten oder halt sonst Kontakt zu unterschielichen ADHS Patienen hat. Dann sieht die Sache natürlich ganz anders aus. In diesem Fall würde ich an der Diagnose (zumindest was jetzt ADHS betrifft) nicht zweifeln.

    Bei keiner speziellen Erfahrung mit ADHS würde ich persönlich auf das Gesamtergebnis nicht allzuviel geben. Hier wären eher die detailierten Erbnisse der einzelnen Tests interessant, die du dann einem Psychiater mit Schwerpunkt ADHS bei erwachsenen mitbringen könntest.

    Es war ein Gespräch, welches circa 30 Minuten gedauert hat. Danach habe ich 3 Tests ausgefühlt, welche mit Wahr oder Falsch, oder mit einer Skala 0 bis 5 zu bewerten war.
    Es waren so typische standardisierte Tests, wo am Schluss, auf Grund der Antworten und deren Punkte, ein Ergebnis errechnet wurde.
    Das wird vermutlich eine Testbatterie namens HASE gewesen sein.
    Ist jetzt irgenein Link aus den WWW: https://www.unifr.ch/ztd/HTS/inftest...371750b/hb.htm

    Es ist deshalb immer von "ADHS" die Rede, weil sich das Verfahren noch dem DSM-IV richtet. Dort sind unter ADHS drei Subtypen zusammengefasst "unaufmerksam", "hyperaktiv/impuliv" und der Mischtyp. Das ADS (nach DSM 3 bzw. IDC10) entspricht dem unaufmerksamen Typ.

    Langer Rede kurzer Sinn: ADS wurde in dem Test dann durchaus ausreichend berücksichtigt auch wenn im Befund immer nur von ADHS die Rede ist.

    Danach wurde auf den PC gewechselt. Diese Tests dauerten gesamt circa 2 Stunden. Von Reaktion, Konzentration und Reaktionszeit wurden getestet und ergaben allesamt ein durchschnittliches Ergebnis.
    Solche Leistungs-Tests können bei ADHSlern je nach Testverfahren ziemlich unterschiedlich ausfallen.

    Bei mir wurde einmal ein Computer-Test durchgeführt. Hier hatte (DT) (Determinationstest des Wiener Testsystem) ein Ergebnis im druchschnittlichen Bereich. Bei einem anderen Pychologen würde hatte ich dagegen einen Bleistifttest gemacht und hier war der d2-Test durchaus auffällig: Mengenleisung unterdurchschnittlich, Fehleranzal sehr erhöht, größere Schwankungen der Aufmerksamkeit während des Testverlaufs.

    Ich denke das liegt daran, dass beim DT der Patient bewusst in eine bisher unbekannte Situation gebracht wird und bewusst unter Stress gesetzt wird. Menschen mit ADHS funktionieren in solchen Situationen mitunter besser als normal.

    Du solltest schauen, dass du hier einen Befund bekommst, der angibt, welche Tests durchgeführt wurden und die Ergebnisse der einzelnen Tests beschreibt.

    Bei einer Psychologin bin ich bereits in Behandlung, seit ungefähr einem Jahr. Ich würde sagen, es hat marginal etwas gebracht. Sicherlich auch, weil die Probleme tief begraben sind.
    Ich vermute bei ein Psychotherapeut. Was sagt der zu deinem ADHS Verdacht.

    Ich habe nun Anfang März einen Termin beim Psychiater, denke ab, er wird nur ihr Ergebnis bestätigen und mir weiterhin Venlafaxin verschreiben, was nicht sehr zufriedenstellen ist.
    Wenn es sich um den Psychiater handelt, der dich zu diesem Psychologen überwiesen hat, dann ja. Ein anderer Psychiater dagegen wird den mitgebrachten Testbefund in die Rundablage legen und dir die gleichen Fragebögen, die du beim Psychologen ausgefüllt hast wieder zum ausfüllen geben. ;-)


    Btw, wenn jemand eine gute Anlaufstelle in Wien kennt bitte eine pm.
    Hier gibt es etliche Beiträge im Österreich-Unterforum:
    https://adhs-chaoten.net/ads-adhs-er...e-oesterreich/

  5. #15
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 19

    AW: falsche Disgnose beim Testen auf ADHS

    Zuerst will ich meinen Facharzt nicht verteufeln, er ist echt gut in dem was er macht. Er glaubt nur das AD(H)s eine Modekrankheit ist.
    Ich möchte auch nicht ihm die Schuld geben, denn vielleicht ist es ja wirklich keins.

    Könnt ihr mir einen Praktischen Arzt, keinen Facharzt, nennen, welcher gut ist?
    (Im Unterforum sind nur Fachärzte genannt)

    Ich stelle mal ein Link zu der Ärztin rein, macht vieles einfacher. Das ist ihre Seite.
    Zur Person — Mag. Dr. Birgit Weikl

    Die ersten Tests wurden auf Papier geschrieben, und waren ausschließlich zum Thema Depression, oder welche Charaktereigenschaften wie ausgeprägt sind.

    Die Tests am PC waren ziemlich umfangreich. Leider kenne ich die einzelnen Bezeichnungen nicht.
    *20 Minuten lang einstellige Zahlen rechnen, _ + 8 = _ ; _ + 1 = _ Die erste Zahl ist immer das Ergebnis der letzten Aufgabe
    * Bilder in Form von Dingen, Symbolen, Wörtern oder Farbklexen; man muss erkennen, ob das Bild schonmal da war oder nicht
    * 9 Kästchen, 1 davon ist frei, unten sind 6 Möglichkeiten; man muss eines auswählen, welches wohl reinpasst
    * Audio mit Bild, immer wenn ein gelber Punkt erscheint MIT einem Ton muss man drücken, der Punkt kann aber auch rot sein, dann darf man nicht drücken,
    ebenfalls darf man nicht drücken, wenn KEIN Ton dabei ist
    * einige Quadrate, ein Punkt geht von einem Quadrat in einer Reihenfolge zu anderen,
    am Anfang sind es nur 3 Quadrate die in einer Reihenfolge vorkommen, am Schluss dann 7
    * die anderen Tests weiß ich nicht mehr

    Mein Psychotherapeut sagt dazu, dass ich wohl eine Angststörung und eine Depression habe. Zu ADS wurde mir geraten, ich soll zum Facharzt gehen und dieser hat mir eben eine Überweisung zu dem Test geschrieben.


    Geändert von Sandmann (22.02.2017 um 15:47 Uhr)

  6. #16
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 615

    AW: falsche Disgnose beim Testen auf ADHS

    @Sandmann

    Du warst auf deine Reaktion auf PC getestet?
    Beneidenswert.

    Bei mir war es nur ein Fragebogen, aufgrund dessen wurde mir ADS diagnostiziert. Und ich bin sicher, dass die Diagnose bei mir fasch ist, gerade weil es nur ein Fragebogen war.
    Leider ist dein Doc nicht in Hamburg, sonst wäre ich sofort zu ihm gegangen.

    Und sei doch froh, dass es "nur" eine Depression mit Angststörung ist.

  7. #17
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 37

    AW: falsche Disgnose beim Testen auf ADHS

    Felis schreibt:
    @Sandmann

    Du warst auf deine Reaktion auf PC getestet?
    Beneidenswert.

    Bei mir war es nur ein Fragebogen, aufgrund dessen wurde mir ADS diagnostiziert. Und ich bin sicher, dass die Diagnose bei mir fasch ist, gerade weil es nur ein Fragebogen war.
    Leider ist dein Doc nicht in Hamburg, sonst wäre ich sofort zu ihm gegangen.

    Und sei doch froh, dass es "nur" eine Depression mit Angststörung ist.
    Das Problem ist einfach, dass man verdammt schnell Depressionen bescheinigt bekommt, obwohl vielleicht doch etwas anderes dahinter steckt.
    Häufig ist es auch so, dass man die Depressionen erst durch andere Ursachen entwickelt.
    Ich hatte z.B sehr lange Depressionen und habe viel in meinem Leben geändert, um diese weg zu bekommen, was ich mittlerweile auch geschafft habe. Dennoch treffen bis auf die innere Leere alle Punkte, die Sandamann beschreibt, auch auf mich zu und man lernt auch mit der Zeit abzuschätzen, wann man einfach nur einen schlechten Tag hat, die Emotionen überkochen (geringe Frusttoleranz) oder man eine depressive Episode hat. Daher kann ich Sandmanns Zweifel schon verstehen.

  8. #18
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: falsche Disgnose beim Testen auf ADHS

    Depressionen sind einfach einer ADHS verdammt ähnlich. Die Fehldiagnose kann auch andersherum sein. Deswegen machen einige Ärzte auch keine ADHS-DIagnostik, solange eine Depression aktiv ist, sie behandeln erst die Depression, um dann eben zu schauen ob und was noch übrig bleibt und wovon das kommen könnte.

    Ob es nun ADHS oder Depressionen sind ist eine Frage, die andere ist aber, ob die beschriebenen Symptome wirklich so stark da sind, wie sie empfunden werden. Die Tests die gemacht wurden, bei einer Frau die eben genau auf diese Probleme (nicht auf ein Krankheitsbild) spezialisiert ist, sind alle mehr oder weniger negativ. Da würde ich viel mehr hinschauen, als auf ein Label das man nun bekommt. Ob nun ADHS oder Depressionen oder etwas anderes, die falsche Selbstwahrnehmung scheint ja enorm zu sein, und auch negativ zu beeinflussen.

    Egal ob der Arzt nun etwas von ADHS hält oder nicht, Werte in Tests zu kognitiven Leistungen sind davon unabhängig, sie beurteilen Symptome unabhängig vom Krankheitsbild.

  9. #19
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 93

    AW: falsche Disgnose beim Testen auf ADHS

    Sandmann schreibt:
    Zuerst will ich meinen Facharzt nicht verteufeln, er ist echt gut in dem was er macht. Er glaubt nur das AD(H)s eine Modekrankheit ist.
    Ich möchte auch nicht ihm die Schuld geben, denn vielleicht ist es ja wirklich keins.
    Ja, klar eine Modekrankheit. Haute Couture sozusangen. Keine kennt sich damit aus, aber es kommt öfter mal in den Medien vor. Und die Suche nach einem österreichsischen ADHS-Spezialisten gleicht duraus jener nach einem österreichischen Grand Couturier.


    Ich stelle mal ein Link zu der Ärztin rein, macht vieles einfacher. Das ist ihre Seite.
    Zur Person — Mag. Dr. Birgit Weikl
    ... sie ist keine Ärztin.

    (ich bin lästig. Aber wenn du die Leute, bei denen du warst richtig benennst können andere besser einschätzen, was du noch auf Krankenkassenkosten tun kannst, ob du problemlos Arzt wechseln kannst)

    Die ersten Tests wurden auf Papier geschrieben, und waren ausschließlich zum Thema Depression, oder welche Charaktereigenschaften wie ausgeprägt sind.
    Wie jetzt? Soll das heißen, es gab weder Tests der Richtung:

    Als Kind im Alter zwischen 6 und 10 war ich oder hatte ich:
    Konzentrationsprobleme
    leicht ablenkbar
    unaufmerksam, verträumt
    rasch Wütend
    Wutanfälle, Gefühlsausbrüche,
    geringes Duchaltevermögen

    oder:
    Wie oft haben Sie Ärger, die letzen Details eines Projekts zu erledigen, sobald die Anteile, die eine Herausforderung darstellen.,erledigt sind?
    Wie oft haben Sie Schwierigkeiten Dinge auf die Reihe zu bingen, wenn Sie eine Aufgabe zu erledigen haben, die Organisation erfordert?
    Wie oft zappeln Sie herum ...
    ...
    Wie of haben Sie Probleme sich aus das zu konzentrieren, was man ihnen sagt, sogar, wenn sie direkt angesprochen werden?

    noch die vorhin von mir verlinkten aus der HASE-Testbatterie?

    Die Tests am PC waren ziemlich umfangreich. Leider kenne ich die einzelnen Bezeichnungen nicht.
    *20 Minuten lang einstellige Zahlen rechnen, _ + 8 = _ ; _ + 1 = _ Die erste Zahl ist immer das Ergebnis der letzten Aufgabe
    * Bilder in Form von Dingen, Symbolen, Wörtern oder Farbklexen; man muss erkennen, ob das Bild schonmal da war oder nicht
    * 9 Kästchen, 1 davon ist frei, unten sind 6 Möglichkeiten; man muss eines auswählen, welches wohl reinpasst
    * Audio mit Bild, immer wenn ein gelber Punkt erscheint MIT einem Ton muss man drücken, der Punkt kann aber auch rot sein, dann darf man nicht drücken,
    ebenfalls darf man nicht drücken, wenn KEIN Ton dabei ist
    * einige Quadrate, ein Punkt geht von einem Quadrat in einer Reihenfolge zu anderen,
    am Anfang sind es nur 3 Quadrate die in einer Reihenfolge vorkommen, am Schluss dann 7
    * die anderen Tests weiß ich nicht mehr
    Also für eine Wiedergabe aus dem Gedächtnis ist das gut ... ich denke, der typische ADHSler könnte nicht so viele aufzählen. (Was nun aber keine Diagnose sein soll)

    Aber ich wolle eigentlich gar nicht darauf hinaus, dass Du die Tests hier wiedergibst, sondern dir dringend empfehlen, dir von der Psychologin einen vernünftigen Befundbericht ausstellen zu lassen (zwei Maschinschreibseiten kannst du da schon erwarten), der alle einzelnen Tests aufzählt und das Ergebnis jedes einzelen Tests kurz wiedergibt. Auch solltest Du darauf auchten, dass zumindest eine Kopie des Tests immer bei dir bleibt. Wenn der Befundbericht direkt zum überweisenden Psychiater geschickt wird, lass dir beim Arztbesuch als erstes gleich eine Kopie mitgeben.

    Die Krankenkasste bezahlt diese Testung höchstens einmal im Jahr. Wenn du Arzt wechseln willst, dir eine zweite Meinung einholen willst, oder zusätzlich zu einem Psychotheapeuten willst ist es gut, wenn du diesem die detailierten Ergebnisse vorlegen kannst. Auch für eine Verlaufskontrolle kann der Befund hilfreich sein.

  10. #20
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 132

    AW: falsche Disgnose beim Testen auf ADHS

    Hallo,

    grundsätzlich gibt es ja noch keinen Test der ADS/ADHS beweisen, bzw. nicht beweisen kann. Ein Nicht-ADSler kann bei einem Test aufgrund erhöhter Müdigkeit in Kombination mit Trauma und Depression recht schlecht abschneiden. Ebenso kann ein ADSler, wenn er den Test, aus welchen Gründen auch immer, hochgradig spannend findet, gar nicht mal so schlecht abschneiden...

    Für die Diagnose sollten eigentlich extrem seltene medizinische (körperliche) Ursachen erstmal versucht ausgeschlossen werden.
    Darüber sollte man als Arzt/Psychologe, Pädagoge etc. natürlich bei der Diagnostik vorsichtig sein, da ADS/ADHS bekanntlich selten alleine kommt - häufig hat man als ADSler aber eher seltener ganz typische Depressionen, typische Angst-Zwangsstörungen etc.

    Diagnostisch sollte aber, wie schon erwähnt, neben einer ausführlichen schilderung der derzeitigen Problematik, anamnestsich geschaut werden, wie es zb in der Kindheit war, (alte Grundschulzeugnisse geben lassen), sich die Situation anderer Familienmitglieder schildern lassen, meinungen anderer Familienmitglieder (oder Partner) herbeiziehen. Dann ein Fragebogen, bzw. schon ein Test sollte natürlich bei der Diagnose nach Möglichkeit eine Rolle spielen...

    Hmm, habe ich noch was wichtiges vergessen...


    Ja, ganz entscheidend ist leider, das muss ich wohl sagen, zur Zeit immer noch, dass man einen Arzt/Psychiater findet, der sich mit ADHS und ADS zumindest schon etwas auskennt. Das scheint in Deutschland leider immer noch häufig recht schwierig zu sein...
    Gleichzeitig möchte ich dafür werben, ja, wie soll ich mich ausdrücken: naja, dass man nicht immer gleich alle Ärzte/Psychologen verurteilt, wenn nicht gleich ADS diagnostiziert wird, also stattdessen "nur" die vordergründigen Diagnosen, Trauma, Angst, Depression...
    Erstmal gehört ADS auch gerade wenn man mit der Matterie nicht ganz vertraut ist zu den wirklich schwerer zu stellenden Diagnosen.

    Aber wenn ich ganz ehrlich sein soll, macht es mich manchmal auch noch etwas wütend, wenn ich sehe, dass es immer noch Menschen gibt, die wirklich offensichtliches ADS/ADHS dann nur über psychosoziale Umstände erklären wollen.

    Ich versuche mir dann aber zunehmend zu sagen: so wie ich nichts für mein ADS kann, können die allermeisten Arzte/Psychologen auch nichts dafür, dass sie ADS/ADHS nicht richtig erkennen( bzw. behandeln).

    Sprich: ich kann eigentlich nur um Verständnis und Nachsicht für mein ADS/ADHS bitten, wenn ich auch andere Menschen mit Nachsicht begegne....

    Gut, das war jetzt alles mal wieder sehr weitschweifig....
    In diesem Sinn:
    schönes Wochenende!
    Geändert von Howard ( 3.03.2017 um 13:48 Uhr)

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