Seite 3 von 3 Erste 123
Zeige Ergebnis 21 bis 29 von 29

Diskutiere im Thema ADS, Hundehaltung und tatsächliche Durchführung... im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #21
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 41

    AW: ADS, Hundehaltung und tatsächliche Durchführung...

    Dann möchte ich auch ganz kurz was sagen / schreiben.

    Glückwunsch zu der Entscheidung einen vierbeinigen Gefährten in die Familie aufzunehmen. Also soll es ein Hütehund werden. Meiner Meinung nach eine gute Entscheidung, denn man hat weniger Probleme mit dem Jagdtrieb.
    Ein Border Collie hingegen... Ihr scheint zu wissen auf was ihr euch einlasst. Für alle anderen: Diese Rasse ist als anspruchvollste Rasse bekannt, die es gibt, was die Beschäftigung angeht. Man sollte also sehr viel Zeit haben und den Hund immer sinnvoll beschäftigen, er lernt wahnsinnig schnell und ist intelligent. Er will aber auch immer neue Sachen lernen. Wird er nicht angemessen beschäftigt / ausgelastet, kann diese Rasse auch schnell zum Albtraum werden. Diese Rasse braucht neben der Beschäftigung auch sehr viel Auslauf. Ich wollte es noch einmal erwähnt haben, weil du selber anscheinend deshalb Bedenken hast (hattest).

    Ich möchte auch mal empfehlen die Rasse Schapendoes (holländischer Hütehund) zu googeln. Nunja, vielleicht auch, weil ich einen süßen habe und da "etwas" befangen bin ;-) Vielleicht könnte es generell aber sinnvoll sein sich auch andere Hütehunde anzuschauen, die von der Rasse weniger bekannt sind. Da hat man weniger Probleme mit Überzüchtungen etc.

    Wenn ihr die Zeit habt, worüber ihr euch Gedanken gemacht habt, werdet ihr es, denke ich, nicht bereuen. Man bekommt durch einen Vierbeiner zwangläufig mehr Struktur. Spätestens wenn er einen anschaut und unmissverständlich darauf aufmerksam macht, dass er z.B. rausmuss, wenn man selber zum Beispiel denkt "besser warten wir, bis es aufhört zu regnen", hat er einen schon über das schlechte Gewissen in der Tasche :-) und schwups ist man draußen, weil es eben sein muss.

    Wenn man bei dem Hund für
    - Bewegung
    - Disziplin
    - Zuwendung
    sorgt (in dieser Reihenfolge), wird er einem viel geben. Empfehle da mal an dieser Stelle den Hundeflüsterer Cesar Millan (bei den einen umstritten, bei den anderen gefeiert). Bei ihm finde ich z.B. im Gegensatz zu Martin Rütters Ansätzen gut, dass er vor Allem auch zeigt, wie man (Problem-)Hunde resozialisiert und gerade in schwierigen Situationen mit Hunden umgeht. Vielleicht gibt es das auch bei Rütter, gesehen hab ich davon eher weniger. Rütter arbeitet mehr über Belohnung mit Futter (was nicht bei jedem Hund funktioniert) Millan mehr über die Schiene, dass der Hund den Menschen als Rudelführer akzeptieren muss und sich ihm unterwerfen muss. Naja, ich drifte ab.

    Berichte mal, wie es ausgegangen ist. Ich bin sehr gespannt. Ein gutes Netzwerk ist aus meiner Sicht das A und O, dies sollte man sich aufbauen, wenn man selber z.B. mal in Zeitnot kommt aus welchen Gründen auch immer. Je nach Beruf besteht vielleicht auch die Chance den Hund einzusetzen (speziell soziale Berufe) und so mitzunehmen, viele Arbeitgeber unterstützen dies. Hier gilt aber auch eine Überforderung des Tieres zu vermeiden.

  2. #22
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 16

    AW: ADS, Hundehaltung und tatsächliche Durchführung...

    Ich hab mich über die Rasse bereits schlau gemacht und das Internet durchforstet.
    Ich denke jetzt sind wir an einem Punkt, an dem wir die ganzen "Theorie Infos" abgeschöpft haben und man nur noch ins Wasser springen kann.

    Wir haben nun auch das Angebot bekommen "Kandidat 1" im Tierheim zu besichtigen. Die Betreuerin erwähnte, dass sich der Rüde bereits gebessert hat und mehr Bezug zu Menschen entwickelt hat. Sie ist der Meinung, er zeigt langsam positive Signale. Wir besprechen derzeit einen Termin.

    Also werden wir nun bereits 2 Hunde kennen lernen und ich freue mich bereits sehr darauf. Wir werden dann sehen, ob und wo es eben "funkt".
    Drückt uns die Daumen!

  3. #23
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 968

    AW: ADS, Hundehaltung und tatsächliche Durchführung...

    Ich warte auf Fotos, wenn Du Dich entschieden haben solltest

  4. #24
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 12

    AW: ADS, Hundehaltung und tatsächliche Durchführung...

    Ich habe auch einen Jagdhund, (Deutscher Drahthaar/border Mix),der braucht auch viel Bewegung, ich glaube manchmal sogar der hat auch ADHS xD und Hyper fokussiert ist er auch( Ball xD)

  5. #25
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 16

    AW: ADS, Hundehaltung und tatsächliche Durchführung...

    So, liebe Leute! Hier die grossen Neuigkeiten: Wir haben uns für den 7-jährigen BC Rüden entschieden, den wir bereits im Vorfeld besucht haben.
    Vor einer Woche war es dann soweit und er ist bei uns eingezogen.
    Ich kann schonmal bestätigen, dass er uns ans Herz gewachsen ist und umgekehrt wohl auch, jedenfalls ist er sehr anhänglich und auf uns bezogen.

    Man muss dazu auch betonen, dass die Vorbesitzer wirklich gute Arbeit geleistet haben. Der Hund kam mitsamt Kommandoliste, er ist sehr lieb, stubenrein und macht nichts kaputt in der Wohnung, wirklich sehr brav.
    Beim Besuch wurden wir zwar noch vorgewarnt, dass er schnell "gehyped" ist, wenn man ihn zuviel stimuliert mit Spielen etc. Das stimmt soweit, er hat wirklich Spieltrieb, futtert für sein Leben gern und scheint eigentlich immer sehr wach und aufmerksam zu sein. Meist ist er jedoch nach dem Spielen von alleine wieder gut runtergefahren. Notfalls geb ich ihm den Kong mit gefrorener Paste drin.

    Ich muss aber auch sagen, dass gerade die ersten Tage für mich sehr stressig waren. Natürlich für alle Beteiligten, aber besonders für mich. Am ersten Tag nach dem Aufwachen hatte ich zuerstmal eine richtig dicke Panik Attacke und hab mir viele Sorgen gemacht. Im Nachhinein hab ich gelesen, dass das sogar einen Begriff hat: "Welpen Blues / Puppy Blues" oder "Post Puppy Depression".
    Es ist ein Gefühl aus schierer Sorge, Verantwortung, Angst, Verlust von Gewohntem.
    Also war ich gleichzeitig zwar glücklich, aber auch todunglücklich. Die ersten Tage waren da schlimm. Wenn die Gedanken zu kreisen begannen, konnte ich es kaum abstellen.
    Jetzt ist es zum Glück besser geworden, aber ganz weg ist es noch nicht.
    Und eigentlich gibt es ja kaum etwas zu beanstanden, dieser Hund ist wirklich in so vielen Punkten schon vorbildlich erzogen.

    Ich denke ich mache mir einfach zu viele Sorgen, dass ich da etwas ruinieren könnte, zbsp dass ich eine negative Angewohnheit begünstigen könnte, ohne es zu merken. Deshalb gehe ich bei jedem Problemchen (zBsp Hund mag Bürste nicht) gleich ins Netz und google nach Lösungen. Ich hab einfach auch noch diesen riesen Vorrat an Theoriewissen, den ich über die Jahre hinweg angesammelt habe und der mir jetzt teils etwas und teils nichts bringt. ^^"

    Gestern haben wir eine interessante Entdeckung gemacht: Also, der Hund zieht immer an der Leine. Wenn grad nichts läuft, kann man ihn ablenken mit Futter. Aber sobald ein Geruch oder etwas in Sichtweite interessanter ist, keine Chance. Die ganze Strecke wird gezogen.
    Was ich bisher versucht habe:
    - Einfach stehenbleiben bis sich die Leine lockert, dann weitergehn
    - Richtungswechsel, unberechenbar Laufen, Hin- und Her
    - Leckerchen
    - Überholen oder vor die Beine laufen (naja, dafür bin ich eigentlich zu langsam)
    - Alternatives Verhalten anbieten, zBsp Sitz, Platz, etc

    Nun die grosse Entdeckung: Mein Partner ist gestern allein mit dem Hund raus und er hat überhaupt nicht oder kaum gezerrt. Wie ausgewechselt. Offenbar macht er das nur, wenn ich dabei bin (auch wenn ich die Leine nicht halte).
    Irgendwie beruhigt mich das insofern, weil es nicht am Hund liegt. Andererseits habe ich keine Ahnung, wie ich das bewirke bei ihm. Ich glaube ich bin einfach noch zu nervös. Mein Partner hingegen ist die Gelassenheit in Person und hat dafür leider kein Geheimrezept.
    Für mich ist die Nervosität kaum abzustellen. Ich komm zwar soweit, dass ich mich sichtbar entspannen kann (Arme hängen lassen, schlendern, Muskeln entspannen), aber das reicht offenbar nicht.
    Ich bewache beim Spaziergang die ganze Umgebung, das macht es auch so unentspannt. Kommen Fahrradfahrer, Jogger, andere Hunde? Kommt ein Auto? Liegt was im Gras, das er fressen könnte? Und so weiter.
    Wenn mein Partner ihn nimmt, dann stehe ich quasi wachend daneben, weil er mir beinahe ZU relaxed vorkommt. Ich lad dann die ganze Verantwortung auf mich und muss gewissermassen auf den Partner aufpassen, damit dieser auf den Hund aufpasst. Ich tue das, weil mein Partner eben nie so viel recherchiert hat zu Hunden wie ich und Bücher lassen sich ihm nicht ans Herz legen. Dann weiss ich nie, was er eigentlich weiss, welche Methoden, etc oder ob er ein Verhalten richtig deuten könnte oder gut genug aufpasst in brenzligen Situationen.

    Dem Hund scheint diese Gelassenheit ja zu gefallen, aber ich weiss nicht, wie ICH sowas lernen kann. Also in den letzten Tagen war ich wirklich nur an dem einen Abend richtig relaxed, als ich 2-3 Gläschen Rotwein zum Abendessen hatte. Aber das ist ja auch nicht die Lösung.

  6. #26
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: ADS, Hundehaltung und tatsächliche Durchführung...

    Also eins kann ich dir garantieren.... du wirst dem Hund auf jeden Fall irgendwas angewöhnen, was dich später ärgern wird. Das ist völlig normal. Ich kenne Züchter die seit 50 Jahren züchten, und die sagen alle einheitlich, das das was man beim einen Hund falsch gemacht hat, man beim nächsten richtig macht, aber dafür andere Sachen falsch.

  7. #27
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.091

    AW: ADS, Hundehaltung und tatsächliche Durchführung...

    Dein Partner scheint dem Hund mehr Sicherheit zu vermitteln. Das mögen Hunde!

    Meine Tochter z.B. hat gar keine Ahnung von Hunden, sie ist einfach nur sehr selbstsicher und klar. Kurt Cocker liebt sie und hört bei ihr aufs Wort.

    Ich habe eine Sachkundenachweis für Hunde, habe zig Bücher gelesen und hatte steit 20 Jahren Hunde - bei mir hört er nicht so gut, außer ich ignoriere ihn.

  8. #28
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 16

    AW: ADS, Hundehaltung und tatsächliche Durchführung...

    Also ich hab mich letztesmal nun wirklich "gezwungen" entspannter zu sein.
    Das heisst: Bei Begegnungen liess ich die Leine locker und versuchte mal nicht daran zu denken, was nun schieflaufen könnte. Siehe da, es lief besser.
    Ein paar entgegenkommende Hunde haben aus der Ferne gebellt, dann kamen sie aber zum schnüffeln näher und ich liess es mal ganz locker zu, auch wenn ich innerlich nur "AAAAH!" schrie! xD
    Unser Hund reagierte total süss, hat begrüsst und lief dann auch zügig mit mir weiter. Puh.

    Manchmal kommt ein Konflikt aber auch völlig aus dem Nichts, das bringt mich gleich wieder aus der Bahn.
    Zbsp waren wir schon wieder beim Hauseingang, als ein Kind mit Fahrrad lachend vorbeifuhr. Da hat er ihn einmal kurz angebellt und ist etwas in die Leine.
    Es ist auch nichts passiert, aber natürlich ist mir das sehr unangenehm. Ich will ja auch nicht, dass da jemand vor Schreck vom Fahrrad fällt oder genau unser Hund als unberechenbar abgestempelt wird in der Nachbarschaft.
    Komischerweise sind normale vorbeilaufende Leute kein Problem. Wenn wir aber im Fahrstuhl sind und den Nachbarn begegnen, flippt er freudig aus und springt los. Bis jetzt waren da alle verständnisvoll. Aber die eine Nachbarin wurde ja beinahe mitsamt ihren Einkäufen übern Haufen gerannt...

    Mensch, ich bin so froh, wenn wir endlich in die Hundeschule können. Der Termin nächste Woche steht bereits fürs Kennenlernen.
    Dann kriegt er mehr Kontakt mit Hunden und wir können uns womöglich schon bald für einen Hundesport entscheiden. Er hat so viel Spass beim Spielen und mir wurde oft Agility wärmstens ans Herz gelegt, solange er auch wieder runterfahren kann.

  9. #29
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.091

    AW: ADS, Hundehaltung und tatsächliche Durchführung...

    Super - das hast du total toll gemacht.

    Je sicherer und entspannter du bist, je entspannter kann auch dein Hund sein. Die meisten Probleme mit Hunden entstehen nicht, weil der Hund schlechte Erfahrungen gemacht hat, sondern weil er keine Erfahrungen gemacht hat. Wenn er merkt, dass du entspannt ist, dann braucht er auch selber keinen Stress haben.

    Häufig sind es auch einfach Missverständnisse. Du willst den Hund beruhigen und täschelst ihn. Er denkt dann aber "oh - Achtung, dass ist gerade eine ganz besondere Situation".

    Wenn ich mir nicht sicher bin, wie Kurt reagiert, stelle ich mich auf die Leine (so dass er max. 50 cm Spiel hat) und stehe entspannt herum. Ich spreche ihn nicht an, ich gucke ihn nicht an, ich stehe nur entspannt da. Wenn er sich dann von alleine hinlegt lobe ich ihn kurz. Das war ein Tip von einer Tierärztin für Verhaltsforschung, den ich für meine Herdenschutzhündin Guzzi bekommen habe.

    Das kannst du gut erst einmal in der Wohnung oder in stressfreien Situationen üben. Er wird ignoriert und beim freiwilligen ablegen, kurz gelobt. Es klappt wunderbar. Das haben bisher alle meine Hunde sehr schnell begriffen. Das mit dem "auf die Leine-Stellen" hat einen großen Vorteil, du kannst enspannter stehen mußt nicht krampfhaft die Leine kurz halten. Das wirkt suveräner auf den Hund.

    Ein Hundeschule ist eine gute Idee.

Seite 3 von 3 Erste 123

Ähnliche Themen

  1. TriggerTrigger! ADHS - was es für mich wirklich ist - tatsächliche Heilungschance
    Von Chaosfee im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
    Antworten: 32
    Letzter Beitrag: 26.09.2010, 19:48
Thema: ADS, Hundehaltung und tatsächliche Durchführung... im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum