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Diskutiere im Thema ADS, Hundehaltung und tatsächliche Durchführung... im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #11
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 968

    AW: ADS, Hundehaltung und tatsächliche Durchführung...

    @Neymi

    Vielleicht kannst Du mal ein Hund 'ausleihen' und ausprobieren wie es läuft z.b. vielleicht hast Du Nachbarn, Bekannten etc. mit Hund. mit deren Hund Du regelmäßig Gassi gehen könntest und eventuell im Urlaub übernehmen kannst.
    Wenn Du dort keine Möglichkeiten hast, dann könntest Du eventuell bei einem Tierheim vorbeischauen. Soweit ich weiß suchen die auch immer wieder Leute, die mit den Hunden Gassi gehen oder halt so ehrenamtlich aushelfen (weil Du meintest, Du willst eine Aufgabe fürs Leben haben). Als dritte Möglichkeit würde mir noch ein Hundeverein einfallen.. aber da müßtest Du vermutlich gleich Mitglied werden..


    Ansonsten denke ich mir, wenn es sich bei Dir "nur" um adstypische Depression/Aufraffproblemen/Ängsten handelt bei Dir handelt, dann es ist es auch in gewisserweise gefährlich, zu lange darüber nachzu denken... Also ich meine , da sitzt man dann zuhause und grübelt und grübelt und es wird einem immer mehr einfallen, weshalb man nicht geeignet sein könnte und fühlte immer schlechter und traut sich immer weniger zu.

    Deshalb denke ich, dass es das wichtigste ist, dass Du etwas unternimmst - es muss ja nicht gleich ein eigener Hund sein, sondern vielleicht erstmal nur Kontakt zu anderen Hundebesitzer, wo Du mit Gassilaufen kannst und Du den Hund vielleicht mal nur für ein Tag oder ein paar Stunden übernimmst, wenn die Besitzer etwas unternehmen wollen.

    Eventuell wäre es für Dich beste Wahl, einen älteren Hund aus den Tierheim zu holen. Ein älteres Tier hätte den Vorteil, dass man den Charakter schon kennt und es passend zu Deinem Gemüt aussuchen kann. Auch wären es nicht gleich so viele Jahre, die Du dann an einen Tier gebunden wärst. Und Du hättest dann immer noch die Möglichkeit, den Hund wieder zurück bringen, sollte es überhaupt nicht klappen.... also ich meine nicht, dass Du dann leichtfertig einen Hund holst und bei Problemen gleich wieder zurück bringst. Sondern mehr, dass es nochmal eine Absicherung/Beruhigung gegen den inneren Zweifel/innere Vorwürfe, was ist wenn der worst case eintritt und man muß den Hund wieder abgeben ..

  2. #12
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 29

    AW: ADS, Hundehaltung und tatsächliche Durchführung...

    Ich hab mir auch einen Hund zugelegt sie ist mittlerweile 3 Jahre alt.

    Meine Hündin wiegt insgesamt 1,5 Kg also sehr klein und Kompakt.

    Hundefutter kostet mich im Monat ca 20€ (Wäre günstiger wenn ich den Hundeknochen nicht dauernd mitwaschen würde) und ich kaufe Hochwertige Produkte.

    Wer aber denkt sie braucht wenig Auslauf irrt sich teilweise ! Es kommt bei ihr tatsächlich aufs Wetter an.

    Regen, Schnee und Kälte sind nicht so ihrs, worüber ich irgendwie froh bin.

    Das äußert sich so, dass ich nicht weiter als bis zur nächsten Straßenecke komm und der Hund zurück will.

    Passt zu mir

    Bei schönem Wetter kann die Stundenlang durch den Wald mit mir, was ich sehr gerne mache, weil es da einfach schön still ist.
    Die Kehrseite ist je weniger Auslauf der Hund hat desto größer ist ihr Bewegungsdrang innerhalb der Wohnung.

    Bei 1,5 Kg nicht wirklich schwer nur macht sie das nicht allein heißt wirklich spielen und Intensives Beschäftigen.

    Diese holt sich der Hund= graben, bellen und auf mich setzten. Keine Chance auf dem Sofa in ruhe zu Gammeln.

    Hunde sind sehr feinfühlig und sind ohne Rudel nicht überlebensfähig= eine ständige Zurückweisung verkraften sie nicht!

    Deshalb sollte dir von Anfang an klar sein, dass man ihn nicht her holen und weg packen kann wie man es braucht.

    Mir ist aufgefallen, das sich Welpen sehr gut an den Rhythmus des Menschen anpassen und sich diesen auch selbst aneignen = mein Hund hat den selben schaden wie ich.

    Hunde eignen sich auch gut Rituale an, wenn du jeden Morgen oder Abend den selben Ablauf hast musst du nicht einmal mehr etwas sagen sie fangen es bereits von selbst an.

    Am Anfang ist es nicht leicht und manche Tiere haben Eigenschaften die einen in den Wahnsinn treiben können, allerdings habe ich eine Hundeschule besucht und eine Trainerin nach Hause geholt.

    Ich Interpretierte viele Verhaltensweisen Falsch und habe deshalb mehr Fehler gemacht.

    Durch das Verstehen des Tieres kann man das Tier angemessen lenken und sein Ziel erreichen.

    Weitere Kosten:

    Je nach Landratsamt werden unterschiedliche Preise für die Hundesteuer verlangt 1x im Jahr.

    Hund sind wie Menschen ohne Krankenversicherung.

    Man weiß nie wann sie Krank werden und wie teuer es wird.

    Es gibt verschiedene Kosten die jedes Jahr beim Hund entstehen :
    - Wurmkur
    -Impfen

    Dann sollte dir Vorab klar sein, wie es mit dem Fell ist = Hundefriseur, Bürsten.

    Mein Hund schafft egal wie viel Auslauf sie hat nicht sich ihre Krallen selbst abzuschleifen, weil ihre Pfoten anders auf den Boden auftreten = Regelmäßig Krallen schneiden lassen.

    Man sollte auch einen "Notfallplan" haben. Nicht nur in Krankheitsfällen von einem Selbst sondern auch in Situationen, wo der Hund nicht mit kann und nicht zu lange allein ist.

    Mein Hund ist an langen Tagen bei meiner Mutter mehr als 6 std schafft sie nicht allein zu sein.

    Wohnst du allein?

    Es gibt Kinder die keinen Hund haben dürfen!

    Manche Kinder übernehmen gerne eine Patenschaft und gehen raus.

    Alles in allem keine leichte Entscheidung!

    Ich wünsche dir aber viel Glück und Spaß.



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  3. #13
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 16

    AW: ADS, Hundehaltung und tatsächliche Durchführung...

    @Elwirrwarr

    Du hast ihr ins Ohr gebissen?
    So wie dieser Typ im Film mit den Schlittenhunden?

    @Rina Oka

    Das mit den ADS-typischen Depressionen sehe ich genauso. Grübeln bis man genug Zweifel hat um abzubrechen was man eigentlich vorhatte.

    Sonst: Leider kenne ich kaum Leute mit Hunden. Wir haben einen in der Verwandschaft, aber mit dem Herrchen verstehe ich mich gar nicht. Da wurde der Hund auch leider schon zur Genüge traumatisiert. War immer hyperaktiv, wurde aber kaum beschäftigt und ist nun ein Angstbeisser und nervöses Bündel. Herrchen hat sich nun einen Zweithund geholt, der den ersten "reparieren" soll.
    Was die Tierheime betrifft: Die in meiner Gegend sind da etwas streng. Man muss sich also so eintragen, dass man dann wirklich zu bestimmten Zeiten und Tagen dort erscheint. (Meine Therapeutin meinte, das wär wohl ein wenig viel Druck dafür, dass es eben gar nicht mein eigener Hund wäre.) Ausserdem haben die dort auch sonst etwas strenge, wenn auch verständliche Auflagen. Man darf den Hund nicht erziehen, nichts beibringen. Er darf nur Sitz und Wart machen oder etwas aus dem Mund fallenlassen. Ausserdem muss man in der Nähe des Tierheims bleiben beim Spaziergang. Öffentlicher Verkehr, andere Wälder, andere Hunde oder von der Leine lassen ist nicht erlaubt. Verständlich, wegen der Sicherheit der Hunde. Aber das macht es von meiner Seite auch schwer, mich unbeschwert auf das Tier einlassen zu können. Das ist, als müsste ich die zerbrechliche Porzellanvase meiner Freundin hüten, während ich im Wohnzimmer eine Hobby-Elefantenzucht betreibe.
    Ich liebe Hunde, aber gerade bei fremden bin ich sehr zurückhaltend mich zu involvieren.

    Über einen älteren Hund habe ich auch schon nachgedacht. Ich kann mich da überhaupt nicht entscheiden. Theoretisch hätte ich allemal genug Zeit für einen Welpen, selbst wenn ich ihn alle 2 Stunden rausbringen muss um ihn stubenrein zu bekommen. Mir gefällt bei einem Welpen oder Junghund auch der Gedanke, dass sie sich so früh schon auf mich einstellen können. Aber eben: Jeder Hund kann eine Wundertüte sein und gerade bei jungen Hunden weiss man nicht genau, wie sie sich in der "Pupertät" entwickeln.
    Bei einem älteren Hund weiss man wesentlich leichter, was man bekommt und auch mir gefällt der Gedanke nicht, dass so mancher vierbeinige Senior sein Leben nun im Tierheim fristen muss.
    Da schleicht sich nur eben manchmal der Gedanke nach "Probierhund" ein. Fies gesagt: "Falls es nicht klappt, beisst der eh bald ins Gras". Da gefällt mir gewissermassen das Fundament dieser Beziehung nicht. Ausserdem tickt da die Uhr auch schneller, was die Gesundheit betrifft. (Junghunde sind natürlich vor Gesundheitsproblemen nicht ausgeschlossen.) Dich je älter der Hund, desto schneller mal: Bald Ernährung umstellen, Vitamine oder Ergänzungsmittel kaufen, die Gelenke machen ihm zu schaffen, die Hüfte wird krumm, Blindheit, etc.
    Es ist einfach anders, wenn ein krank werdender Hund schon 10 Jahre an deiner Seite ist, oder wenn du einen Pflegefall von jemand anderem übernimmst, der ihn vielleicht aus genau diesen Gründen abgegeben hat. Ich fände es grausam, bereits bei der Anschaffung oder kurz danach zu beobachten "wie es langsam zu Ende geht" und dieses dann nur noch mit Hundegymnastik und Medikamenten rauszuzögern, ohne dass ich je die Zeit hatte, den Hund überhaupt richtig kennenzulernen.
    Ich versuche da nur ehrlich und realistisch zu sein. Ich weiss aber, dass es da draussen genug Leute gibt, die es dennoch tun und die oft gezielt Not- oder Pflegefälle zu sich nachhause holen.


    @Utena:

    Ich wohne offiziell noch allein, aber mein Partner ist jeden Tag bei mir. Kinder habe ich keine.
    Das mit den Krankheiten: Es gibt bei uns eine Tierkrankenversicherung, leider nur eine. Also hat man natürlich keine Auswahl... Aber ich hab mir das durchaus schon überlegt. Die Meinungen dazu sind geteilt. Manche finden es besser, wenn man monatlich einfach einen gewissen Betrag zur Seite legt und spart, manchen ist die Versicherung lieber.
    Ich müsste mich da noch genauer umhören, wie weit sich sowas lohnt und wieviele Leute sowas tatsächlich in Anspruch nehmen. Ein paar Monate 50 Mäuse zur Seite legen, löst sich eben auch in Luft auf, wenn der Hund ein halbes Jahr nach der Anschaffung bereits den ersten Beinbruch erlebt...

    PS: Ich liebe es, wenn ich davon lese, dass manche Hunde Regenwetter genauso hassen und meiden wie ihre Besitzer!

  4. #14
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.091

    AW: ADS, Hundehaltung und tatsächliche Durchführung...

    Hallo

    ein älterer Hund ist gut und sich im Tierheim einen ausgucken und mit dem schon mal einige Zeit rausgehen ist auch gut. Da kann man den Hund kennenlernen.

  5. #15
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: ADS, Hundehaltung und tatsächliche Durchführung...

    Also nicht jeder Hund aus dem Tierheim ist alt, und nicht alle alten Hunde sind krank. Die meisten Hunde werden mit ca 2 Jahren abgegeben, dann merken die Besitzer, das es kein Spielzeug, sondern ein Lebewesen mit eigenem Charakter ist.

    Ich kenne nur wenige Hunde, die im Alter auf ständige Medikamente angewiesen sind. Wenn die Gelenke zu schaffen machen, dann tun sie das meist schon viel früher. Klar, Schwerhörigkeit oder schlechtes Sehen, bisschen tüdelig und Morgensteifigkeit ist bei Hunden wie bei Menschen, aber die schränkt es eigentlich nicht so stark ein.

    Einen Welpen kannst du die ersten Monate auch nicht unbeschwert von der Leine lassen. Mein Hund hat bisher die meisten Tierarztkosten im Welpen- und Junghundalter gemacht. Da wird halt ausprobiert was passiert wenn man eine Biene zertritt oder zerbeisst, da wird vermehrt gerauft und unbedacht irgendwo falsch auf- und hingetreten, Sachen gefressen die mit Warpgeschwindigkeit aus allen Öffnungen wieder raus kommen oder wo man hofft das sie überhaupt wieder rauskommen, "Kinderkrankheiten" etc.

    Realistisch ist, mit allem zu rechnen, egal welches Alter.
    Die gehen halt raus, und da kann eine Menge passieren.

    Das mit der Krankenversicherung ist echt schwierig zu entscheiden. Ist halt 50/50 ob es sich lohnt oder nicht.

    Das die im Tierheim Verbindlichkeit wollen finde ich genau richtig zum trainieren für jemanden, der nicht weiss, ob er genau das schafft. Genau diese Verbindlichkeit, und das mehrmals am Tag brauchst du ja mit Hund. Egal ob es nun dein eigener ist oder nicht, 1. wird es vielleicht dein eigener, und 2. willst du ja genau das wissen was da "abverlangt" wird.

  6. #16
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 32

    AW: ADS, Hundehaltung und tatsächliche Durchführung...

    Aaaalso, ich probiere es mal, auch wenn meine Konzentration gerade auf Sonntagsausflug ist...



    Zu aller erst ein großes Lob, das du deine Zweifel so offen dar legst. Das wirkt nachvollziehbar und reflektiert und Verwantworungsbewusst. Allerdings lösen sie auch in mir Zweifel aus.



    Was mir noch nicht ganz klar ist, worum ginge es dir bei einem Hund?
    Du schreibst viel davon raus zu kommen und eine Aufgabe zu erhalten.
    Das geht eher in die Richtung Hobby.
    Da finde ich die Gefahr dass die Begeisterung nachlässt hoch.

    Wie sieht es mit dem Beziehungs Aspekt aus?
    Wie hast du dich bisher in Beziehungen (Freundschaften etc) erlebt?



    Wie war das mit der Katze?
    Was spricht wieder gegen eine Katze?
    ( Kennst du Main Coons? Die haben schon verdammt viel von einem Hund)


    Meine Erfahrung ist wenn die Bindung im Vordergrund steht, dann geht es weniger um meine Befindlichkeiten, wie: habe ich Lust raus zu gehen? Sondern es ist mir ein Bedürfnis gut für den Hund( die Hunde) zu sorgen. Dinge werden selbstverständlich. Gelingt es mir mal weniger gut für sie da zu sein, so geht es mir auch nicht gut. Spaziergänge werden zur Quality Time.



    Wieso kannst du nicht einfach raus gehen weil es für DICH gut ist? Reicht der Grund nicht?

    Dahinter steckt etwas die Haltung: bevor man für andere Verantwortung übernimmt und sorgt sollte man dies erst mal sich selbst gegenüber( in einem gewissen Maß) können.


    Kritisch finde ich den Punkt, dass du Verhalten von Tieren auf dich beziehst und und schlechte Emotionen gegenüber Jemanden bekommst der dich zu etwas „Zwingt“.
    Das können Hunde nicht differenzieren, sie spüren nur plötzliche Abneigung. Dieses Unvorhersehbare und nicht Nachvollziehbare ist ein enormer Stress für Hunde und kann sich negativ auf deren Verhalten und Seelische (bis körperliche) Gesundheit auswirken.



    Ich würde dir stark raten wenn Hund, dann einen älteren zu nehmen. Das muss nicht der Blinde Pudel- Opi sein der sich gerade noch auf den Beinen halten kann. Meine Zweite Hündin habe ich mit 7Jahren übernommen( als 3.Halter) und es war die Beste Entscheidung. Sie ist mir genauso nahe und Lieb wie mein Rüde den ich seit Welpe habe. Ebenso merke ich keinen Unterschied in dem wie wichtig ich ihr bin.
    Ältere Hunde haben viele Vorteile:

    - sie sind ruhiger( als sie in jüngerem Alter waren)
    - Sie haben weniger bunte Knete im Kopf= bauen weniger Scheiß

    - je nach Herkunft ist der Erziehungsaufwand gering. Wenn der Hund vieles Kennt und kann.

    - das Zusammenleben ist relativ schnell entspannt
    - keine Pubertät!!!!
    - Sie lernen trotzdem neues( meine Hündin konnte nicht mal Sitz, durfte 7 Jahre nach Herzenslust jagen gehen - bleibt Heute bei Wildsichtung stehen und zeigt erlerntes Alternativverhalten)

    - Die Persönlichkeit ist nicht nur bekannt sondern auch gefestigt.
    - Gleichzeitig besteht weiterhin die Fähigkeit sich anzupassen und auf neue Lebensbedienungen einzustellen.


    Das Problem bei einem Welpen ist, das er sich nicht nur an dich gewöhnt und lernt mit dir zu leben, er wird auch viele Dinge von dir übernehmen und sich dir anpassen. Also überspitzt gesagt: springen dann zwei ruhelose Hibbel durch die Gegend und machen sich ständig Gegenseitig verrückt.
    Daher Welpe nur:
    - wenn du dich bereits sehr gut mit deinen Schwächen auskennst und sie im Griff hast
    - Du momentan in einer sehr stabilen und ausgeglichen Phase bist.
    - Du über genügend Sicherheit im Umgang mit Hunden verfügst.
    :ein Welpe an sich ist für viele Menschen eine Herausforderung und bringt sie an ihre Grezen.





    Übrigens den Leitwolf braucht Heute keiner mehr spielen.
    Der ist bereits seit Jahrzehnten überholt und widerlegt. Modernes Hundetraining basierend auf Wissenschaft funktioniert völlig Stressfrei und freundlich.


    Folgende Seiten eigenen sich hervorragend zum einlesen und späteren Training:
    Markertraining -Markertraining
    https://www.trainieren-statt-dominieren.de/
    https://www.canis-pacalis.de/

  7. #17
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 29

    AW: ADS, Hundehaltung und tatsächliche Durchführung...

    Hihi

    Meine hatte sich mit einer Biene angelegt

    und den stachel dann in der Nase stecken gehabt.

    Böse war nur die Allergische Reaktion.

    Ich musste sofort zum Tierarzt und sie bekam eine Infusion, was bei ihrer Körpergröße nicht leicht ist.

    Genauso musste ich sie für 500€ Kastrieren lassen um Sicherzustellen, dass sie Gesund bleibt.

    Sie hatte Probleme mit der Menstruation.

    Dann kommt noch dazu, dass ich aufpassen muss sie nicht zu Überfüttern weil sie einfach zu dünne beine hat.

    Ich habe für meinen Hund in den letzten 3 Jahren sicher schon um die 3000€ Tierarzt kosten gehabt!!!

    Als ich sie Kaufte ( Kofferraum Hund/ Die Dame meinte sie hätte Besuch und brachte den Hund deshalb vor die Tür)

    war der Hund voller Würmer mit einem Körpergewicht von 350g

    Ihr Fell fiel komplett aus!

    Sie hatte eine Blasenentzündung

    Bienen Allergie

    Rückwärts Niesen (Wofür ich 4 Tierärzte brauchte um die Diagnose zu erhalten)

    Ein Sprunggelenk hüpft heraus ( Der Tierarzt will das erst behandeln wenn sie darunter leidet).

    Ganz viele Verhaltensauffälligkeiten wie angst vor einer Wiese!

    Ich habe sehr viel Geld und Energie in den Hund Investiert und musste auch viel erarbeiten.

    Mittlerweile habe ich eine Freundliche Aufgeweckte Explorierende Hündin, die ziemlich entspannt ist und einen Decken tick hat.

    Jetzt bin ich glücklich aber hätte ich vorher gewusst was ich mir da zulege hätte ich es sicherlich gelassen!!!

  8. #18
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 49

    AW: ADS, Hundehaltung und tatsächliche Durchführung...

    ich habe auch lange über einen Hund nachgedacht. Meine Eltern hatten einen und ich habe als Jugendliche und auch öfter auf Hunde aufgepasst.

    Irgenwann habe ich die Bedenken über Bord geworfen, den klar war: jetzt habe ich Menschen, die im Notfall auf den Hund auf passen können, wer weiß wie das in 10 Jahren ist.
    Dann habe ich überlegt, welche Karaktereigenschaften muß ein Hund mitbringen, der zu mir und meiner Familie past?

    Sie sollte aus dem Welpenalter raus sein, aber wegen der Kinder auch nicht zu alt.
    Sie muß andere tierische Mitbewohner tollerieren.
    Sie sollte mittelgroß sein und gerne schmusen (mögen auch nicht alle Hunde).
    kein Draufgänger, aber auch kein Angsthase.
    und aus dem Tierschutz kommen.
    und ich wollte den Hund kennen lernen bevor ich mich entscheide.

    Ich hatte auch eine ungefähre Vorstellung davon, wie der Hund aussehen sollte.

    Damit habe ich angefangen mich im Tierheim um zu schauen, leider gab es dort keinen Hund, der dem Profil entsprach.
    Über ein Inserat im Internet haben wir dann zusammen gefunden. Seit gut 2 Jahren wohnt Sie jetzt bei uns und ich habe die
    Entscheidung kein einziges Mal breut.
    Auch wenn ich machmal stöhne, das ich bei Wind und Wetter raus muß. Dank ihr habe ich eine neue Freundin gefunden und viele nette Menschen
    kennen gelernt und sehr viel über mich selbst.

  9. #19
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 16

    AW: ADS, Hundehaltung und tatsächliche Durchführung...

    @Einhörnchen:

    Danke, ich versuche da wirklich so ehrlich wie möglich zu sein und es ist auch nicht ganz so leicht. Ich krieg ja schnell Gewissensbisse und in Haustierforen wird man auch regelrecht zerbissen, wenn man "die falschen" Fragen stellt.
    Also, dann versuch ich mal gleich alles zu beantworten.
    Das mit der "Aufgabe" und dem Rauskommen ist hier im Post in den Vordergrund gerückt. Der Grund dafür ist aber nur, weil ich an diesen Punken oft hängebleibe und meine Situation zum ersten mal aus "ADS-Blickwinkel" betrachte. Die Diagnose hab ich zwar schon länger, jedoch ignoriert. Irgendwie wurde kein Ding draus gemacht. Hab erst seit kurzen gemerkt, dass da ein knallroter Faden ist und vieles erklärt, was ich erlebt habe.
    Deshalb bin ich jetzt ganz besonders achtsam, wenn es um richtig typische Verhaltensweisen geht. Wie eben zBsp Routine, Verantwortung, Struktur, etc. Und deshalb auch in diesem Forum gepostet unter Gleichgesinnten. Ich dachte mir einfach, dass das in Etwa die wunden Punkte sind, wenn es um Haustiere geht.

    Was mich zum nächsten Punkt bringt:
    Ja, die Bindung steht im Vordergrund. Jedenfalls habe ich keine Zweifel daran, dass ich innige Beziehungen eingehen kann, gerade mit Tieren. Wie gesagt, eigene und fremde sind da nur so eine Sache. Aber für Hunde & Katzen ist auf alle Fälle viel Herz vorhanden.
    Das war auch die ursprüngliche Idee. In einem Hund einen guten treuen Gefährten zu finden, einen Freund eben. (Naja, ohne jetzt zu sehr vermenschlichen zu wollen. Menschliche Beziehungen ist da ein anderes Paar Schuhe.) Aber die typischen Gründe: Ein Begleiter, Spass, Zeit verbringen, hinter den Ohren kraulen, Dinge erleben, Entwicklung beobachten und speziell bei Hunden die hohe "Interaktivität".
    Das führt mich zum Thema Katzen. Ich mag Katzen, ich geniesse ihre Gesellschaft. Und unsere waren auch zutraulich. Nur gab es oft Momente in denen ich merkte, dass ich in ihnen vergeblich nach "mehr Hund" suchte. Manchmal war ihre Eigenständigkeit gut und bequem, manchmal wünschte ich, mehr mit ihnen unternehmen zu können und weniger nur als Dosenöffner zu fungieren.
    Das liegt vermutlich in der Verwundbarkeit begründet, die Ablehnung mit sich bringt. Katzen wissen bekanntlich sehr gut, wann sie genug haben von Streicheleinheiten und dergleichen, dann zeigen sie dir den Hintern und verziehn sich bis zum Abendessen. Das brachte dann teilweise schon eingeschnappte Stimmung oder versetzte einen kleinen Stich. Im Gegenzug fühlt man sich natürlich auch durchaus geehrt, wenn sich die Katze herablässt, einen mit ihrer Anwesenheit zu beglücken.
    Doch lange Rede, kurzer Sinn: Ich hätte gerne mehr unternommen, mehr Einfluss gehabt und ein bisschen weniger Eigenständigkeit. Es gibt wohl nichts Schöneres als eine Hundebegrüssung, wenn man Nachhaus kommt, auch wenn ich ein kurzes anerkennendes Nicken einer Katze nicht direkt verschmähen würde.

    Dass diese Zeit für mich dann zur "Quality Time" wird, wie du es nanntest, ist meine grosse Hoffnung. Und gleichzeitig soooo schwer einschätzbar für mich. Das macht mich völlig wahnsinnig.
    Vielleicht weiss das niemand im Vorfeld, denkt aber nicht so ewig lange darüber nach. Diese Riesenportion Unsicherheit, die ich immer rumtrage, lässt es mich zu Tode grübeln.

    Wegen den Spaziergängen: Ich kann schon für mich sorgen, auch wenn ich an vielem rumknorze. Ich würde sagen, es ist AD(H)S-typisches Zeug. Manchmal stapelt sich die Post zwei Wochen lang, manchmal nicht. Das selbe mit dem Abwasch oder mit dem Lernen vor Prüfungen. Heute klappt das besser als früher, gerade mit Medikamenten.
    Ich hab weder eine Messi-Wohnung, noch eine super ordentliche.
    Jedoch tendiere ich schon dazu, gewisse Dinge eher für andere zu tun als für mich selbst, wenn ich wirklich muss. Das kommt auf die Gemütslage an. Manchmal tu ich mich wirklich schwer damit, mir selbst was Gutes zu tun, wenn es Aufwand mit sich bringt. Dann herrscht das Gefühl, dass es ja "nur ich" bin und solange sonst niemand zu Schaden kommt, ist es ja okay. Dann gibt es wieder sehr beflügelte Phasen. Wenn ich mir was Gutes tu und sofort den positiven Effekt merke. Jedenfalls muss dieses "Belohnungssystem" sofort stattfinden.
    Ich ging sogar eine Weile spazieren, nur für mich. Und es HAT mir gut getan und Spass gemacht. Ich fiel nur irgendwann aus dem Rhythmus und dann machte sich sofort Unmut und Demotivation breit.

    Das mit den negativen Gefühlen ist ein wichtiger Punkt: Bei den Katzen hab ich "gespürt, dass sie es gespürt haben". Wenn ich beleidigt war, mieden sie mich eher, auch wenn ich versuchte mich normal zu benehmen. Teilweise war ich dann erst recht beleidigt und wir sassen nur miesepetrig nebeneinander. Doch war ich abgelenkt, verflog dieser Unmut relativ schnell und die Katzen suchten von sich aus wieder den Kontakt herzustellen, boten sich zBsp zum streicheln an. Spätestens dann konnte ich kein bisschen sauer mehr sein.
    Ich weiss aber nicht, wie sehr sowas bei einem Hund ins Gewicht fallen würde.

    Heute beim Stöbern hat sich eigentlich auch in mir der Gedanke verfestigt, lieber einen erwachsenen Hund zu holen. Ich hab ein wenig die Tierheime in der Nähe abgeklappert und einige Hunde haben mir gut gefallen.
    Vielleicht ergibt sich da eines Tages was. Ich hoffe vor allem, dass mir dann wirklich ein passendes Tier empfohlen werden kann. Es ist niemandem geholfen, wenn man mir als Anfänger gleich einen Hund vermittelt, der mich mit schlechten Erfahrungen überfordern würde.

    PS: Ich befasse mich schon seit geraumer Zeit mit Positive Reinforcement. Danke für die Links, die sehe ich mir gerne an. Bin ja eine Leseratte.


    @Utena:

    Das hört sich schrecklich an! Mit Kofferraum Hund meinst du wohl, vom Vermehrer, oder? Um die mache ich genau deshalb einen grossen Bogen. Hab da schon alle möglichen Horrorgeschichten gehört. Darf ich fragen, was für eine Rasse sie ist?


    @Sternengold:

    Ein guter Punkt. Jetzt hätte ich auch noch welche für den Notfall, wenn auch nicht viele. Leider würde ich manchen Familienmitgliedern kaum meinen Hund zum Aufpassen geben. Da ist die Angst zu gross, dass der über den Nachmittag mit allerlei Zeug vollgestopft wird oder sonst ungutes Verhalten aufschnappt. Da bin ich seeeehr heikel!
    Aber ich hab ja sowieso wegen allem immer irgendwie die Hosen voll.

  10. #20
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 16

    AW: ADS, Hundehaltung und tatsächliche Durchführung...

    Sooo, liebe Leute. Ich wollte euch mal etwas auf dem Laufenden halten.

    Wir haben und wegen ein paar Tieren erkundigt, und darunter haben/hatten wir sogar Favoriten gefunden. Alles Border Collies und Mixe davon (mein Partner fährt tierisch auf die ab, ich hab ihn zwar gewarnt, aber jetzt hat er mich damit angesteckt.)

    Kandidat 1 ist ein süsser junger Rüde, sehr verspielt und lieb. Versteht sich mit anderen Hunden. Nur hat man ihn zuwenig geprägt, also ist da noch keine menschenbezogenheit. Kann sein, dass er das noch lernt, dass es aber lange dauert oder sich auch nie einpendelt. Da wäre mir das wichtigste zu wissen, ob wir eine Chance haben, dass er einen Bezug zu uns entwickelt.

    Kandidat 2 wurde als Traumhund bezeichnet, er hört, er ist total lieb und verschmust. Nur leider zeigt er seit neustem Anzeichen einer Epilepsie. Vielleicht vergeht die wieder, sobald er aus dem Heim kommt, vielleicht bleibt die auch. Aber wir sind da vorsichtig, da wir nahe der Stadt leben und das den Hund zu sehr stressen könnte.

    Kandidat 3 war offenbar perfekt, nur leider kam uns jemand zuvor und hat ihn adoptiert.

    Kandidatin 4 ist eine Junghündin, 7 Monate alt und kann nicht in die neue Wohnung ziehen, deshalb abzugeben. Bei näherer Recherche hat sich ergeben, dass sie Kinder nicht so mag und meidet. Das eigene Kind der Familie hat sie schon mehrmals gezwickt, geschnappt und gestern die Nase blutig gebissen. Sie muss dringend weg. Sie wirkt recht unerzogen und das mit den Kindern macht mir schon Sorgen. Ich würde mir auch wünschen, dass Kinder nicht generell auf jeden Hund losrennen um ihn zu drücken. Aber zu vermeiden ist das nicht immer. Das könnte man wegtrainieren, wird viel Arbeit.

    Kandidatin 5 ist eine junge Hündin aus überforderter Familie. Die Kinder zu halten und dann noch der Hund der zieht, ging einfach nicht mehr.
    Ansonsten ist diese lieb zu Kindern und beisst nicht. Sie ist aber ängstlich auf Spaziegängen, bellt die Leute an, bis man weggeht. Da seh ich auch den kommenden Stress, wenns mal in die Stadt zum bummeln geht. Jeder wird abgebellt.

    Kandidat 6 ist ein 7-jähriger Rüde aus junger Familie. Die haben eine Tochter bekommen, diese wird nun angeschnappt, Da bei den besitzern noch weitere Kinder in Planung sind, möchten sie ihren Hund der Sicherheit zuliebe abgeben. Ansonsten ist der Hund sehr agil, beruhigen lässt er sich durch Worte und "einen Apfel".
    Mit ihnen steht nun ein Treffen an, nächsten Sonntag. Dann findet ein Kennenlernen statt, Kaffee trinken und anschliessender Spaziergang. Wir sind dort nur mal auf der Durchreise, da wir dann gleich für ein paar Tage in den Urlaub fahren. Diese Zeit nutzen wir um die Gedanken zu ordnen, die Familie wird das selbe tun.
    Sie haben dann angeboten, ihn uns direkt herzubringen und bei Zweifeln auch wieder mitzunehmen. Also möchten sie bestimmt auch unsere Wohnsituation sehen.

    Das wird Arbeit; Die Wohnung meines Partners hat diesen typischen Junggesellen Charme, aus den minimalistischen Möbeln trieft das Testosteron. Also geh ich wohl erstmal dahin und sorge für weiblichen Schliff. Ein Tischtuch, eine Gartenpflanze, freundliche Beleuchtung, Kabel sicher abdecken und den Pin Up Girls Kalender von der Wand pflücken! Er brummelt derweil missmutig rum.

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