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Diskutiere im Thema Diagnose - Fluch oder Segen? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #11
    Lebenskünstler

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.212

    AW: Diagnose - Fluch oder Segen?

    Kritik? Persönlich zumindest keinesfalls! Da sei Dir sicher! Ich hab grad eben nochmal ein bisschen einige Sätze umgestellt und hoffe,jetzt liest es sich besser. Zumindest dürfte es jetzt "frei von impliziten Unterstellungen" sein.

    Manchmal bin ich schriftlich stilistisch die sprichwörtliche Axt im Walde,während ich persönlich-wird Dir jeder Bekannte bestätigen-meistens so ziemlich das Gegenteil bin. Nur schriftlich klappt's oft noch nicht soo gut. Sorry.
    Geändert von luftkopf33 (31.12.2016 um 12:32 Uhr)

  2. #12
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 57

    AW: Diagnose - Fluch oder Segen?

    Durch Medikamente wird dir einiges erleichtert. Das Gehirn von ADS'ler geht aufgrund der höheren Informationsflut schneller in die Reizüberflutung und das muss es irgendwie in Art von Dissoziation oder Zwängen, je nach Begabungsstufe kompensieren. Dadurch entsteht oftmals ein hoher Leidensdruck und der wird mit der Zeit natürlich immer größer, da sich immer mehr Datenmüll ansammelt. Methylphenidat setzt an der Stelle an und sorgt für einen besser eingestellten Reizfilter. Dadurch geht man nicht so schnell in der Reizüberflutung unter und kriegt auch mal Sachen mit.
    Meiner Meinung nach dürfte das keine Auswirkungen auf die BU haben. Ich meine, wenn du doch Medikamente gegen dein ADS nimmst wird die Wahrscheinlichkeit für einen Unfall doch geringer, oder ?

  3. #13
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.095

    AW: Diagnose - Fluch oder Segen?

    HansTheMance schreibt:
    Meiner Meinung nach dürfte das keine Auswirkungen auf die BU haben. Ich meine, wenn du doch Medikamente gegen dein ADS nimmst wird die Wahrscheinlichkeit für einen Unfall doch geringer, oder ?
    Das finde ich auch. Behandelte AD(H)S-ler leben wesentlich weniger riskant als unerkannte/unbehandelte.

    Nur: Es geht leider nicht nach deiner und meiner Meinung. Wer aktuell oder in den letzten Jahren wegen einer ADHS behandelt wird, kriegt keine (neue) Berufsunfähigkeitsversicherung . Wer schon lange (!) eine hat bevor er diagnostiziert wird, wird diese auch behalten können.

  4. #14
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 208

    AW: Diagnose - Fluch oder Segen?

    Denke durch die Diagnose bekommt man Gewissheit und das "Anders sein" bekommt einen Namen. Ob es ein Fluch oder Segen ist muss jeder für sich entscheiden.
    Es kommt auf jeden einzelnen an, wie er/sie mit der Diagnose umgeht.

  5. #15
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 7

    AW: Diagnose - Fluch oder Segen?

    einerseits war ich froh, endlich mal dieses: anders - aber doch nicht anders sein, für mich selbst zu verstehen. auf der anderen seite hat es etwas meiner früheren unbeschwerten art eingebüßt. ich habe vor der diagnose mein 'anders sein' ausgelebt. es war mir u.a. sch....ssegal wer was über mich denkt - ohne rücksicht auf verluste.

    gleichzeitig war dieses ausleben, ohne drüber nachzudenken, wie ein schutzschild. nach der diagnose ist dann, aufgrund des neuen selbstverständnis und einiger lernfortschritte dieser schutz immer mehr zusammengebrochen. öfter mal bremst mich mein neu erlerntes verständnis massiv aus, was wohl u.a. daran liegt, dass man sich heute den konsequenzen seines handeln bewusst ist.

    fluch: ich bin nicht mehr so locker und unbeschwert wie früher, segen: ich kann situationen entschärfen bevor konsequenzen folgen.

    bevor ich die behandlung bei meinem aktuellen doc begonnen habe, gab es in meinem haushalt - mit glück- mal kopfschmerztabletten. medikamente gab es nicht, abgesehen von johanniskrautkapseln oder irgendwas auf natürlicher basis. was bei mir den gleichen effekt hatte wie: einen ferrari mit diesel zu betanken (das was gebraucht wird ist zwar drin, reicht aber nicht aus um das system ans laufen zu kriegen). heute sieht auch das anders aus.

    der wille, mit einem 'sozial & gesellschaftl. angemessenen' verhalten auf meine umwelt zu zugehen ist mir dann doch wichtiger gewesen als meine generelle ablehnungshaltung gegenüber tabletten..

    aber wie murmel schon schrieb, es kommt auf den einzelnen an... würde mich ein freund fragen: soll ich mich testen lassen? , ich würde ihm die eigenen, o.g. pro's und kontra's mit auf den weg geben...

  6. #16
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 50
    Forum-Beiträge: 218

    AW: Diagnose - Fluch oder Segen?

    @ Northstern

    Rückblickend ist mir jetzt klar geworden, dass ich anfangs 30 meine erste ernsthafte Krise im Zusammenhang mit adhs hatte. Damals war ich noch soweit davon entfernt zu verstehen, dass es sich um adhs handelt. Es mussten noch 18 Jahren des "Funktionnierens" vergehen bis zufällig (?) das Kernproblem in meinem Blickfeld auftauchte; und weitere zwei Jahren bis ich verstanden habe, dass das Problem ernsthafter war als ein bloßer Mangel an Aufmerksamkeit.

    Nebenbei bemerkt: mit 30 wird der Abschluss der Entwicklung der exekutiven Funktionen vermutet...

    Hellhörig machen mir deine Aussagen, dass anscheinend das Bild was du nach aussen trägst, diametral entgegengesetzt zu deinem inneren Empfinden steht:

    Aussen
    "Ich bin zwar bekannt - sowohl beruflich als auch privat - als Leistungsträgerin und auch geschätzt "

    Innen
    "das Gefühl, dass ich unter all dem zusammenbreche").

    Weiterhin sind deine bisherigen Beiträge bespickt mit Aussagen wie:
    - heftige Erschöpfung
    - extremes Schlafbedürfnis
    - Leidensdruck der nicht weniger wird
    - Fluchtgedanken
    - mich im Bett zu verkriechen

    Diagnose Fluch oder Segen? Die Frage scheint mir eher:
    Wie lange kannst du nach aussen funktionnieren ohne innerlich zu implodieren?

  7. #17
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 6

    AW: Diagnose - Fluch oder Segen?

    Hallo,

    vielen Dank für die ausführlichen und differenzierten Antworten, die hier nochmal kamen.

    Ich denke, ich werde es angehen. Um Gewissheit zu haben, für mich. Oder auch um zu wissen, dass es das nicht ist. Und falls ich ADHS habe, Strategien zu erlernen, zum besseren Umgang, mit mir, mit anderen und meiner Leistungsfähigkeit. Ob eine medikamentöse Behandlung überhaupt angedacht wäre in meinem Fall, wird sich ja dann erst zeigen.

    Und @Dropkick, ja du hast ganz recht, mit dem was du schreibst, dass die Frage evtl eher sein sollte, was ich noch aushalte.

  8. #18
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 26
    Forum-Beiträge: 33

    AW: Diagnose - Fluch oder Segen?

    Moin,

    wie du die Diagnose aufnimmst bleibt dir selbst überlassen. Auf der einen Seite kann man so vielleicht mehr sein bisheriges Leben und die Misserfolge und Probleme verstehen. Auf der anderen Seite sollte man aufpassen nicht so ein Stigmata aufgedrückt zu bekommen. Ich behalte das größtenteils für mich. Ich will nicht dass mein Umfeld mich darauf reduziert und die Erwartungshaltung an mich auf ein tief sinkt.
    Zusätzlich habe ich gemerkt dass ich in manchen Situationen rationaler handeln kann wenn ich im Hinterkopf habe dass das daran liegt und nicht weil ich dumm, faul und egoistisch bin.
    Die letzte Erkenntnis war meine introvertierte Art. Ich weiß jetzt was mit mir passiert wenn ich zu viel oder zulange Menschen um mich habe und kann dementsprechend handeln. Ich brauche mich auch nicht mehr rechtfertigen und für einen minderwertigen Menschen halten weil ich weiß das es nun mal so ist und ich es nicht wirklich großartig ändern kann.


    - chunky -

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