Seite 5 von 5 Erste 12345
Zeige Ergebnis 41 bis 49 von 49

Diskutiere im Thema AD(H)S oder bloss Faulheit? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #41
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 158

    AW: AD(H)S oder bloss Faulheit?

    Eine wichtige Frage, wie kann man anderen beibringen, dass man nicht faul ist, sondern dass es ein Problem ist, mit dem man nicht umgehen kann. Ich habe die liebsten Chefs die es gibt und trotzdem habe ich Angst meinen Job zu verlieren, wenn ich etwas falsches sage. Ich wüsste Mal abgesehen davon nicht einmal, wie man das beschreiben könnte.

  2. #42
    Chef - Knuddler

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 4.313

    AW: AD(H)S oder bloss Faulheit?

    Tja...DAS Patentrezept muss erst noch gefunden werden! Lies mal ein bisschen im Forum zum Thema quer,wenn Lust und Zeit vorhanden. Des ist ein "Dauerbrenner"...*resignie rt seufz

  3. #43
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 173

    AW: AD(H)S oder bloss Faulheit?

    BoraBora schreibt:
    Guten Abend zusammen

    Aktuell bin ich in einer Phase des verstärkten Reflektierens, möchte mich endlich besser kennen und verstehen lernen und auch die Ursachen finden, die mich seit Jahren frustrieren und/oder belasten.

    Ich habe mich nun (wieder) vertieft mit AD(H)S auseinandergesetzt und habe etliche Passagen gefunden, die in mir so ein Gefühl von „ja, genau so geht es mir“ auslösen. Wirklich etliche!

    Viele meiner ursprünglichen Defizite konnte ich mit den Jahren beseitigen. Mit einigen scheint es, trotz des eigentlichen Willens, einfach nicht zu klappen. Mein Problem dabei: Ich WILL, aber ich KANN einfach irgendwie nicht. Das ist extrem belastend. Und ich bin ein Mensch, der sich ständig verbessern will, aber es ist ein Kampf, der irgendwie nicht gewonnen werden kann. Primär geht es hierbei darum, dass ich es als extreme Last empfinde, dass ich keine Motivation/Konzentration aufbringen kann für Aufgaben, die mich entweder nicht interessieren, bei denen nicht sofort ein Resultat ansteht, bei denen ich nicht sicher bin oder die mich „erschlagen“, wenn ich an deren Erledigung denke. Ich bin oftmals stark überfordert damit, auch scheinbar „banale“ und einfache Dinge in die richtige Reihenfolge zu bringen und zu erledigen. Wenn ich aber mal eine solche Aufgabe dann nach langem Warten in Angriff nehme, passiert es entweder, dass ich a) am Resultat zweifle und mir denke „das hat jetzt nicht so lange gedauert – du hast das sicherlich nicht so gemacht, wie es gemacht werden sollte“ oder aber b) mir sage „war ja gar nicht so schlimm, und hat gar nicht so lange gedauert, wie du gedacht hast“. Das Problem bei Letzterem: Irgendwie scheine ich dieses „Coping“ bis heute nicht auf die Reihe zu kriegen, denn ich mache diesen „Fehler“ immer und immer wieder. Ich lerne in Bezug darauf einfach nicht dazu.

    Trotz meines jungen Alters habe ich schon viel erlebt. Dabei fällt bei mir eines auf: Es sind immer Extreme. Ob positiv oder negativ. Es gibt bei mir kein Mittelmass. Ich bin wie ein Pendel, dass zuerst stark in die eine, dann in die andere Seite schlägt, bis es - das muss aber auch nicht immer so sein – die Mitte „findet“. (und meistens klappt das auch nur, wenn sich sonst nichts verändert, das meine scheinbare Ordnung durcheinanderbringt) Dies gilt für so ziemlich alles. Wenigstens finde ich aber immer wieder auf den richtigen Weg zurück.

    Das scheinbar Paradoxe: Ich brauche ständige Veränderung. Aber gleichzeitig sehne ich mich nach Beständigkeit. Gewissermassen einem Rahmen, an dem ich mich orientieren kann.

    Wenn man jemanden, der mich kennt, auf typische ADHS-Symptome ansprechen würde, so würden die meisten Personen mit Sicherheit verneinen. Sie kennen mich ohne meine Macken. Man könnte sagen: Sie kennen meine Fassade. Was drin ist, das kenne nur ich. Und drinnen sieht es ziemlich chaotisch aus. Ich kann heute mittlerweile Ordnung halten, aber häufig habe ich das Gefühl, dass mich das sau-viel Energie und verhältnismässig viel Zeit kostet. Teilweise schlage ich sogar ins Gegenteil über, und verliere mich in Details oder verliebe mich gar in diese Feinheiten.

    Ich habe objektiv absolut keinen Grund, unzufrieden zu sein. Ich fresse mich aber innerlich auf, dass ich es bis heute nicht hinbekomme, einen geregelten Alltag zu haben und ruhig und konzentriert meiner Arbeit nachzugehen – vor allem mit Freude und Motivation. Andererseits lehne ich es irgendwie ab, weil es meinem Streben nach Freiheit zuwiderläuft. Jedenfalls meine ich das... Wenn ich besser nachdenke, ist das etwas, das mich so stark belastet, dass ich mir jeglichen „wahren Genuss“ verbiete, so lange ich das nicht hingekriegt habe.

    Es ist diese innere Unruhe, diese Getriebenheit, dieses Gefühl der Rastlosigkeit, ein Gefühl des „Nicht-Ankommens“ - Fluch und Segen zugleich. Ich habe haufenweise Ideen und dränge nach vorne. Aber ich kann das, was ich an Ideen habe, einfach nicht so umsetzen, wie ich es möchte, weil es dazu Durchhaltevermögen und Kontinuität braucht. Ich kriege es bis heute (!) nicht hin, morgens rechtzeitig aus dem Bett zu kommen und ins Büro zu fahren. Entweder höre ich den Wecker nicht oder nutze extensiv die Schlummerfunktion. Und wenn ich mal aufgestanden bin, dann trödle ich stundenlange rum (wenigsten frühstücke ich mittlerweile) und fahre teilweise erst mittags ins Büro. Oder aber auch gar nicht. Oftmals tue ich nur so, als würde ich arbeiten. Teilweise ist mir langweilig, teilweise habe ich keine Lust auf die Aufgaben und teilweise habe ich auch irgendwie „Angst“ vor den Aufgaben. Teilweise bin ich vor meinem Rechner, und klicke nur wild herum. Ich habe immer die Vorstellung, eine Aufgabe in einem Stück abschliessen zu müssen, weil ich mittlerweile weiss, dass ich – sollte ich es nicht an einem Tag fertig stellen können – für Tage liegen bleibt. Dann passiert es nämlich, dass ich die nächsten Tage ständig daran denke und mich damit gedanklich beschäftige, es aber nicht gebacken kriege, die Aufgabe stattdessen in Angriff zu nehmen.

    Ein weiteres Problem von mir: Kritik und „scheinbar negative Erlebnisse“. Ersteres vertrage ich gar nicht. Entweder nehme ich dann eine defensive Haltung ein und werde „ganz klein“. Oder ich schiesse zurück. Wenn etwas passiert, das für mich „Gegenteil von Erfolg“ bedeutet, dann ist der Tag (oder auch mehrere) für mich oftmals gelaufen. Dann bin ich niedergeschlagen.

    Ich habe teilweise ziemliche Schwierigkeiten, Situationen und Aussagen zu deuten. Dies gilt gleichermassen für positive wie auch negative. Ich weiss nicht, woran das liegt. Weil ich kritische Aussagen vermeiden will, meide ich grössere Gruppen. Ich kann damit nicht umgehen. Mir geht vieles, was jemand sagt, nahe. Ich würde sagen, ich habe Schwierigkeiten im Umgang mit anderen. Oftmals bin ich „erstaunt“, wie positiv jemand über mich denkt, weil ich totale Mühe habe mir realistisch vorzustellen, wie andere mich sehen.

    Ich habe so viele Dinge in meinem Leben angefangen, die ich oftmals nach sehr kurzer Zeit abgebrochen habe. Die Gefühlslage dabei ist „gemischt“. Es ist – je nach Situation - Angst, Abneigung, Langeweile, der Gedanke an etwas anderes Interessantes, ausbleibende sofortige „Resultate“ uvm.

    Ein kleines Beispiel ab meinem 14. Lebensjahr: In der Schweiz kann man bereits ab der 8. Klasse ans Gymnasium. Ich bin also ans Gymnasium. Nach 1 Woche rumgeheult. Bin dann zurück in die Oberstufe. Dann wusste ich nicht, was ich machen soll. Also beworben für eine kaufmännische Ausbildung, 3 Zusagen erhalten, alle ausgeschlagen, nochmals Aufnahmeprüfung fürs Gymnasium. Nochmals hin. Wieder abgebrochen. Kurzerhand Ausbildungsplatz gesucht und erhalten. Dort angefangen. Nach einem halben Jahr in die Berufsmatura gewechselt. Bedingung war ein 5.3-Schnitt. Hingekriegt, danach nichts mehr gemacht, da gelangweilt. (und „aufgelehnt“) Nach einem Jahr Wechsel des Ausbildungsbetriebs. Ausbildung irgendwie abgeschlossen. (wenn ich mein Ausbildner gewesen wäre, hätte ich mich rausgeschmissen) Nach einem Jahr Erwachsenenmatura begonnen. Nach kurzer Zeit abgebrochen. Danach Studium begonnen. Wieder nach kurzer Zeit abgebrochen.

    Mittlerweile studiere ich wieder. Diesmal ziehe ich es auch durch. Ich habe mich mittlerweile dran gewöhnt, dass ich dafür etwas tun muss, da es sonst nichts wird. Die „Strukturen“ geben mir wenigstens irgendwie eine „Richtung“ vor. Und die erfolgreich abgelegten Klausuren zeigen mir, dass ich es kann. Und ich mag es sogar. Aber auch hier: Ich weiss von anderen, dass sie stunden- und tagelang lernen. Ich nehme mir jeweils auch 2 Wochen frei, um mich intensiv vorzubereiten. Die meiste Zeit aber vertrödle ich meine Zeit; effektiv und produktiv lerne ich höchstens 1-2 Tage. Ich "tue oftmals" so, als würde ich etwas machen. Dabei mache ich gar nichts. Denn wenn ich es mal hinkriege, mich hinzusetzen, bin ich gedanklich schon wieder „weiter“. Als würde mich innerlich etwas daran hindern wollen, mich dieser Aufgabe in diesem Moment zu widmen. Ich kann es nicht beschreiben.

    Mein Glück im Leben ist, dass ich mit ein wenig Intelligenz gesegnet wurde und es immer „irgendwie“ hingekriegt habe. Teilweise sogar erstaunlich gut. Mir ist im Leben extrem Vieles "zugeflogen" und irgendwie hatte ich immer auch Glück.

    An beruflichen Projekten (selbständig) habe ich mich schon an etwa 10 Projekten versucht, die ich zum grössten Teil nach kurzer Zeit fallen liess, weil ich dann doch keine Motivation aufbringen konnte, mich mit dem „langweiligen Zeug“ zu befassen. Eine Firma habe ich dann aber irgendwie aufgebaut, weil ich mir einen disziplinierten Partner ins Boot geholt habe, den ich aber bereits nach kurzer Zeit nicht ausstehen konnte, da er das komplette Gegenteil von mir ist. Die Firma habe ich mittlerweile verkauft und widme mich anderen Dingen. Dieser Geschäftspartner ist „Fluch und Segen“ zugleich. Einerseits war ich so gezwungen, disziplinierter zu werden, mein Leben „auf die Reihe zu kriegen“ usw. Aber andererseits war es auch „zuviel“, da ich das so nicht mitmachen kann. Es ist kein Umfeld, das ich will. Nach etlichen Jahren habe ich mich nun endlich davon gelöst. Ich habe für mich mittlerweile Strategien gefunden, wie ich meine Schwächen und Probleme kompensieren kann. Dazu zählen Mitarbeiter. Trotzdem mache ich mir Sorgen, wie ich die nächste Zeit bestreiten soll. Finanziell habe ich „ein wenig“ Ruhe, aber der Gedanke daran, wie ich bin, sorgt regelmässig für „Panik“.

    Was dagegen spricht:

    - Gemäss meinen Eltern wies ich als Kind keine der allgemein bekannten Symptome auf; ich war ein „vorbildliches“ Kind, das ordentlich war und nicht negativ auffiel. Schulisch hatte ich nie Schwierigkeiten. Ob ich mich konzentrieren konnte, weiss ich ehrlich gesagt nicht mehr. Ich hatte aber immer gute Noten. Andererseits musste ich dafür kaum etwas machen. Die „Schwierigkeiten“ gingen allesamt so ab 14/15 los. Sozial war ich immer zurückgezogen. Viele Freunde hatte ich nicht. Ich hatte immer das Gefühl, andere Kinder würden mich meiden. (bin ein Migrantenkind) Damit habe ich mich abgefunden und war „zurückgezogen“. Bloss ein Klassenlehrer (müsste mit 9-12 Jahren gewesen sein) meinte (das teilte mir kürzlich meine Mutter mit), ich würde meine Mitschüler stören. Ich kann mich daran aber absolut nicht erinnern. In der 7. Klasse und weiter hiess es, ich wäre „nicht nett“/sozial zu meinen Mitschülern. Auch das verstehe ich bis heute nicht.

    Von Zeit zu Zeit, wenn sich mein Befinden veränderte, war ich bei Fachpersonen, die immer wieder etwas Neues feststellten. Von Burnout resp. mittelschweren Depressionen über eine generealisierte Angststörung bis hin zu ADHS (mit Anfang 20, auf meinen Verdacht hin, aber damals war ich nicht wirklich reif, mich damit auseinanderzusetzen) Zwei andere sagen (einen kann ich eh nicht ernst nehmen und ein anderer meinte das anhand von zwei Fragebögen), ich hätte kein ADHS.

    Bin ich also einfach nur faul oder kann sich AD(H)S auch erst später „entwickeln“ resp. zeigen?

    also wenn ich das so lese klingt das als währen aufmerksamkeit, impulskontrolle, arbeitsgedächtnis, emotionale selbstregulation ziemlich beeinträchtigt. und das klingt schon stark nach adhs. oder nach etwas das ähnliche symptome hervorruft.

    weil adhs eine störung ist die seit geburt deine gesamte warnehmung geprägt hat und andererseits nicht deine kognitiven fähigkeiten betrifft, sondern "nur" situationsbezogene beinträchtigungen hervorruft kann man es nicht selber beobachten. entgegen der landläufigen meinung das sei so, ist das grundlegend falsch und auch nicht ratsam, weil es dich mehr verwirrt als dir hilft.

    es ist also sehr subjektiv und unsicher sich selbst zu diagnostizieren.
    das adhs im erwachsenenalter auftritt ist eher unwarscheinlich.
    wenn mehr als eine person beobachtet das du immer wieder die gleichen fehler wiederholst, unaufmerksam bist und abgelenkt sind das eindeutigere hinweise.
    ebenso symptome bei verwandten die auf adhs hindeuten.

    vllt währe ja eine testung eine lösung und eine medikation um dann zu schauen ob es dir besser geht.
    Geändert von Sunny19 (14.01.2017 um 14:33 Uhr)

  4. #44
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 13

    AW: AD(H)S oder bloss Faulheit?

    Hallo BoraBora,

    ich konnte in deinem Beitrag einige Parallelen zu meiner Situation finden. Falls es dich interessiert findest du hier meine Geschichte. Auch ich weiß nicht, ob ich tatsächlich ADS (ADHS schließe ich aus - hibbelig bin ich nicht) habe oder nicht.

    Allerdings bemerke ich, seitdem ich ein Medikament dagegen bekomme eine erhebliche, wenn nicht sogar eine wahnsinnige Besserung meiner Beschwerden. Neben meinen Konzentrationsproblemen habe ich den Eindruck, dass auch meine Stimmung deutlich besser geworden ist. Man ist wieder voll und ganz in der Lage sich auf eine Sache zu konzentrieren und nimmt Umstände, die einen vormals deutlich schwerer belasteten, weniger wahr. Man kann sich also deutlich besser von unangenehmen Gedanken distanzieren.

    Ein kleines Beispiel: Heute waren meine Tanten bei uns zu Besuch. Eine der beiden ist immer ein wenig schnippisch mit Ihrem Mundwerk. Damals habe ich mich bei solchen Kleinigkeiten immer extrem angegriffen gefühlt und im Nachhinein aufgeregt. Ich konnte in so einer Situation auch nichts entgegnen. Heute habe ich aber direkt entspannt gekontert, ohne dass mich Ihre Sticheleien genervt hätten. In dem Moment habe ich mein früheres Ich wiederentdeckt. Ich war mal spontan und ungezwungen in meinen Aussagen. Erstmals seit Jahren habe ich das wieder gesehen.

    Daraus schließe ich, dass ich tatsächlich an ADS leiden könnte, da mir die medikamentöse Behandlung über meine kognitiven Fähigkeiten hinaus hilft, mich wieder besser sozial zu integrieren und mit Alltagssituationen klar zu kommen.

    Um noch mal zu deiner Überschrift zu kommen "AdHS oder bloß Faulheit" kann ich sagen, dass ich seitdem ich Medikamente nehme sehr ehrgeizig und gewillt an Aufgaben dran gehe. Also am Willen hat es bei mir nicht gelegen. Es haperte durch Beeinträchtigungen an der Umsetzung. Ständige Abgeschlagenheit, Müdigkeit usw.. Es lohnte sich für mich im Endeffekt nicht mehr die Dinge anzugucken, da ich mich in einem dauermüden, unkonzentrierten Zustand befunden habe. Dieser ist nun futsch. Ich habe nun von morgens bis abends Energie und wieder Spaß mich mit komplexen Sachverhalten auseinanderzusetzen.

    Dieser Beitrag war jetzt sehr ICH-bezogen. Aber vielleicht siehst du dich selber in meinem Beitrag und kannst die Situation besser einschätzen, um entsprechende Maßnahmen vorzunehmen.

    Ich jedenfalls bin nicht mehr verstimmt oder depressiv und habe wieder mehr Struktur über den Tag .

    Ich hoffe, dass Du auch bald eine Lösung für deine Probleme finden wirst, ob mit ADS-Diagnose oder ohne.

    VG Jerome

  5. #45
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 13

    AW: AD(H)S oder bloss Faulheit?

    Hallo zusammen

    Danke für die weiteren Antworten. Ich werde, sobald ich etwas Zeit habe, eine entsprechende Differentialdiagnose durchführen lassen, um Gewissheit zu haben. Medikamente möchte ich eigentlich gar keine nehmen. Es würde mir schon helfen zu wissen, dass ich gewisse Dinge einfach akzeptieren muss, wie sie sind. :-)

  6. #46
    multikomplex

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 247

    AW: AD(H)S oder bloss Faulheit?

    Ich bin sehr gespannt, was bei dir mal herauskommen wird:-)

    ich befinde mich gerade am anfang der diagnostik.
    auch ich war angeblich nach aussen ein relativ unauffälliges kind.
    habe wohl einen recht hohen iq und konnte viel kompensieren.
    dazu hatte ich ein sehr strukturierte, fördernde und unterstützende mutter- die mich bsi heute immer wieder an die hand nimmt.

    ich habe nun schon einige beiträge gelesen, wo die mitglieder schrieben, adhs erst später (teenager/erwachsenenalter) und die klassische diagnostik udn auffassung da kollidieren.

    gerade bei der forschung über adhs bei frauen merkt man, dass die klassischen auffassungen eben NICHT immer stimmen.
    aussdermd ist ja adhs 7ads eine spektrumsstörung.
    hat man z.b. ein nur leicht ausgeprägtes ad/hS kann man sehr lange damit durchs leben kommen... dann aber, das ist meine meinung, wenn anforderungen höger werden, sich verändenr und vor allem wenn man schon sein halbes leben damit kraft und anstrengung eingesetzt ha zu kompensieren-oder sich durchzuackern, dann kann ich mir vorstellen, dass erst zu einem späteren zeitpunkt die symptome richtig stark udn auffällig werden..
    ads/adhs hat eine genetische komponente udn man sagt daoch auch, dass äussere einflüsse eine rolle bei der ausprägung spielen.

    wieso soll es nciht so sein, dass man als kind noch als relativ unauffällig empfunde wird, weil man vielleicht ein umfeld hatte, das gestätztl gefördert udn auch nciht dramatisiert hat.. dann hiess es vielelicht, ach der xy braucht halt zeit, ist halt noch verseeilt etwas verträumt ..und es wurde ncihts ins zeugnis geschrieben.. weil man vielleicht neher den ressourcenorientietren blick ahtte.. also so was wie: ist ein freundliches, sportliches kind mit humor.. blah bla..

    sich so auf diese kack-grundschulzeignisse zu stützen, finde ich ziemlich den hohn... das sind lehrer, meine erste lehrerin hatte gar keine lust irgendwas mehr ins zeugnis zu schrieben ausser dass mathe mir nicht liegt udn ich ansonstenschön lese...
    ich war kein schlüsselkind, ich wurde engst betreut von meiner mutter ...wäre ich mit 7 alleine morgends aus dem haus gegangen udn hätte mir mein brötchen kazfen müssen-keine ahnung, ob cih da auch pünktlich mit allen heften in der schule angekommen wäre.

    ich finde , dass es klar ganz typische adhs kindheiten gibt. aber ich denke , dass es auch ad(h)sler gibt, die erst als sie auf sich gestlellt waren und da sleben viel anspruchsvoller wurde (selbstorganisation, doppelbelastung bei frauen kinder/beruf/haushalt7soz. normen erfüllen -weihnahctskarten schreiben etc) so richtig zur adsLerin "werden" (<- wort extra so doof gewählt,)

    zur zeit sehe ich es auch kommen, nur weil ich in der grundschule keine aufsässige schülerin war, die ständig was vergessen hat.., ich nun als erwachsne mit typischsten adhs symptome (seit meinem 12 lebensjahr), eben nicht richtig diagnostiziert werde..

    will auch ncith auf biegen udn brechen mir die hand reichen können mit meinen söhnen, zwillingsbruder und cousinen, ..aber es würde mich nerven, wnen die ärztin bei de rich bin diese klassische tunnelblick-diagnostik verfolgt...
    mal schauen..

    sorry für den langen text.

    rege mich auch etwas auf, dass es hier leute gibt, die sich so aus dem fesnter lehnen und borabora sagen: hej, nee also sooo kannst du echt kein adhs haben...

  7. #47
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 1.362

    AW: AD(H)S oder bloss Faulheit?

    Vermutlich hat es dann doch was mit der Ausprägung zu tun.

    Ich kann mir nicht vorstellen dass man mit diesen Symptomen,insb Konzentrationsprobleme und Impulsivität in Kindergarten und Grundschule nicht auffällt.Zu Hause wurde ich auch sehr eng betreut,aber woanders-wenn meine Mutter nicht neben mir gestanden hat mit Hilfen und Ansagen- ging alles nur daneben.Ich war zwar nicht aggressiv-das ist ja dann teilweise doch geschlechtsspezifisch-habe aber nicht zugehört,ständig abgedriftet,konnte Anweisungen nicht folgen,bin überall gegengelaufen und habe die ganze Zeit geredet.Bin in der Schule vor die Tür gesetzt worden,musste in der Ecke stehen und bekam beim Sport Klassenbucheinträge wg.Ungehorsam.Sonderschule konnte gerade noch abgewendet werden.

    Später habe ich erst gelernt zu kompensieren,teilweise jedenfalls.

  8. #48
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.515

    AW: AD(H)S oder bloss Faulheit?

    Ging mir genauso. Ich konnte gerade in jungen Jahren nicht kompensieren. Und bei mir ging es null um Impulsivität oder Hyperaktivität, sondern rein um die Unaufmerksamkeit und Vergesslichkeit. Meine Mutter hat mördermäßig versucht mir zu helfen und zu trainieren und zu kompensieren. Die war eine typische Mutter eines ADHS-Kindes. Verzweifelt, ratlos und alle Methoden ausgeschöpft und trotzdem wurde es nicht besser. Schulnoten waren immer sehr gut (ausser Sport, Schrift und Ordnung) und trotzdem hatte ich Einträge auf den Zeugnissen zum Thema Aufmerksamkeit, Langsamkeit und Vergesslichkeit und Ordnung. Und die Ärzte haben mich dann letztendlich auch zum Neurologen als Kind überwiesen.

    Nach der 1. Klasse hatte ich eine Empfehlung für die Begabtenschule, also auch mit IQ war nicht alles zu verstecken. Wie auch.


    Das sind für mich alles nur Erklärungen dafür, das eine ADHS im Kindesalter nicht behandlungsbedürftig sein muss. Da liegt glaube ich auch der Unterschied, den einige empfinden, das sie die Anforderungen und/oder die Gesellschaft für die Inkompatibilität der ADHS mit dem heutigen Leben verantwortlich machen. Für andere hat das eine nicht im Geringsten mit dem anderen zu tun.


    Diese gravierenden Unterschiede kann man als Spektrum sehen, man kann aber auch sagen, das das eine nicht das selbe wie das andere ist. Ich bevorzuge letzteres.

  9. #49
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.704

    AW: AD(H)S oder bloss Faulheit?

    Du meinst, weil in einer Klasse mit teilweise über 35 Schülern ein stilles, wenn auch verträumtes und unaufmerksames Mädel als nicht behandlungnötig (weil Mädchen sind halt manchmal so, das verwächst sich, obwohl es schöner wäre, wenn es mehr im Unterricht mitmachen würde) eingestuft wird, sondern eher als nette Entlastung für die Lehrer, weil die mit den "über Tisch und Bänke gehenden", den Unaufmerksamen, aber Lauten zu tun hatten, hat jetzt etwas anderes?

    Warum komme ich immer mehr zu dem Schluss, dass vielleicht die, die so arg betroffen sind eben " noch etwas anderes" haben?

    ... und gleich geh ich aufs Feld zum Schreien!

Seite 5 von 5 Erste 12345

Ähnliche Themen

  1. ADHS oder Faulheit?
    Von Felis im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
    Antworten: 78
    Letzter Beitrag: 24.03.2016, 11:51
  2. Faulheit oder doch ADHS/ADS?
    Von ploemi im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
    Antworten: 13
    Letzter Beitrag: 19.09.2014, 11:36
  3. ADHS??????? Oder doch nur Faulheit???????
    Von Der Musiker im Forum ADS ADHS Erwachsene: Umfragen
    Antworten: 14
    Letzter Beitrag: 31.05.2012, 12:11
Thema: AD(H)S oder bloss Faulheit? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
©2015 ADHS bei Erwachsenen Forum