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Diskutiere im Thema Fehldiagnosen Welche gibt es bei Adhs? Komorbiditäten? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #31
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 158

    AW: Fehldiagnosen Welche gibt es bei Adhs? Komorbiditäten?

    Hallo,
    Ich war heute beim Arzt und er hat gesagt, dass er mich versteht, warum ich impulsiv reagiere in manchen Situationen. Gleich danach sah ich meinen Cousin und der hat nicht mehr alle Taschen im Schrank. Aber er bringt mich immer wieder auf die Palme. Ist das ein Symptom von Adhs oder eher von Borderline? Er hat auch Wutausbrüche. Ziemlich unkontrolliert. Er war aber als Kind auch schon anders. Anders wie ich, aber ich war auch nicht einfach. Vielleicht entwickelt sich über Jahre eine Krankheit. Bei mir kann es passieren, dass ich jemanden ausstoße wie meinen Cousin, wobei das alle irgendwie machen außer sein Vater. Was ich auch gut finde. Ich bin trotzdem menschlich aber er regt mich auf, weil er hinter mir dauernd mich runter macht vor anderen Leuten.

  2. #32
    Lebenskünstler

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.212

    AW: Fehldiagnosen Welche gibt es bei Adhs? Komorbiditäten?

    In dem Fall ist Deine Reaktion meiner Meinung nach völlig normal und nicht krankhaft!

    Nicht jede Aggression und/oder Ablehnung ist gleich "Symptom" von irgendetwas. Da ist man heute oft auch viel zu schnell mit Pathologisierung am Start.

    Krankheitswert hat etwas wirklich erst dann,wenn es häufig,nicht auf einzelne Personen oder Situationen beschränkt und mit extremer Intensität auftritt,die tatsächlich "aus jedem Rahmen fällt".

    Dann ist es aber auch garantiert auffällig. Ob das Umfeld darauf entsprechend,bzw. hilfreich reagiert,ist dabei erstmal zweitrangig. Aber so definiert sich krankheitswertige Auffälligkeit!

    Das gilt dann für ADHS-Symptome wie Unaufmerksamkeit,zu hohes oder zu niedriges Energie-und Aktivitätsniveau,Impulskontrol ldefizite-sowohl in der Handlungs-als auch der emotionalen Impulsivität sprich:
    ganz generell im Vergleich "überschießende",direkt ausgedrückte,intensive Emotionen (mit durch mangelnde Impulssteuerung bedingt).

    Es gilt auch für eine Persönlichkeitsstörung. Auch hier gilt: MANCHMAL haben fast alle Menschen die aufgeführten Symptome-die dann ja noch keine sind,sondern einfach Facetten menschlichen Verhaltens. Auf Masse und Klasse kommt's an!

    Was die Unterscheidung angeht:

    Probleme mit der Reizverarbeitung und Schwierigkeiten mit Reihenfolgen,sowie fehlendes "Zeitgefühl" sind im Vergleich ADHS-spezifisch. Das hat nichts mit Borderline zutun.
    Geändert von luftkopf33 ( 2.12.2016 um 15:32 Uhr) Grund: So. Jetzt hab' ich aber auch wirklich alles! Plöde Vergesslichkeit!

  3. #33
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 158

    AW: Fehldiagnosen Welche gibt es bei Adhs? Komorbiditäten?

    Wie kann man dann herausbekommen, ob man wirklich noch die Diagnose hat oder nicht? Es ist ja auch von Nöten, dass man das herausbekommt, ob man daran noch erkrankt ist oder nicht. Ich weiss zum Beispiel, dass ich wegen Kleinigkeiten über reagiere. Wenn ich eine Sprache nicht verstehe Reime ich mir etwas zusammen und denke, das hat er gesagt. Dann reagiere ich extrem darauf und schmeiße Müll vor die Tür. So blöd es auch ist. Aber wegnehmen kann ich es dann auch nicht mehr sonst merkt jeder wer das war.

    Oder dass ich zu jemandem sage halts Maul, auch wenn es leise ist. Irgendwann wird es Mal gehört und meine Selbstgespräche werden falsch interpretiert von jemandem, der meint, es wäre auf ihn bezogen. Davor habe ich am meisten Angst. Hat jemand einen Tipp für die Impulskontrolle? Oder kann man das nur mit einer Therapie lernen?
    Geändert von Stefanie8464 ( 2.12.2016 um 17:40 Uhr)

  4. #34
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 158

    AW: Fehldiagnosen Welche gibt es bei Adhs? Komorbiditäten?

    Hallo,
    Ich war heute beim Arzt und er hat gemeint, es wäre schon gut, wenn ich mal meine Symptome aufschreibe, die ich während der Zeiten hatte, in denen ich die ganzen anderen Diagnosen bekam. Ein Versuch ist es wert. Was ist ein Symptom, was nicht? Ich würde sagen, wenn man damit zurecht kommt, ist es noch normal und wenn man nicht damit zurecht kommt, ist es ein Symptom. Schätze ich das richtig ein?
    Geändert: etwas rausgestrichen, da durcheinander.
    Hinzugefügt: wenn ich gefragt werde, ob ich positive Gefühle auch stärker empfinde, sage ich zum Beispiel, dass es normal ist. Ich schaue meinen Gegenüber sehr genau an, in der Hoffnung, dass ich ihn durchschauen kann, wie es bei ihm ist. Das mache ich nur in seltenen Fällen, aber das würde mich schon interessieren, weil ich es extrem merke, wenn ich mich verliebe. Und zwar so, dass ich mich schon fast blamiere, indem ich mir unangebracht Dinge überlege. Vor allem nicht altersgemäß. Ich dachte, das geht vorbei aber die innere Unruhe treibt mich dazu, das zu machen. Genau wie mit dem Müll siehe oben. Das hat auch etwas damit zu tun.
    Geändert von Stefanie8464 ( 3.12.2016 um 16:29 Uhr)

  5. #35
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 158

    AW: Fehldiagnosen Welche gibt es bei Adhs? Komorbiditäten?

    Gibt es eine Verwechslungsgefahr bei Psychosen und ADHS? Oder eine Komorbidität? Mein Arzt sagt, ich hätte Symptome von Adhs und Psychose.
    Ich habe ihm das offen auf den Tisch gelegt und er hat gemeint, es kann sein dass ich den Arzt wechseln müsste. Das möchte ich aber eigentlich gar nicht. Der Arzt zu dem ich gehen soll, meinte schon ob ich ne Psychose habe, weil ich grade vorher in der Klinik war. Kann mir jemand helfen, mit einer Antwort? LG Steffi

  6. #36
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 278

    AW: Fehldiagnosen Welche gibt es bei Adhs? Komorbiditäten?

    Hallo Stefanie,

    habe gerade deinen thread überflogen und folgende Idee:

    Diagnosen können ja immer nur so vergeben werden, wie die Diagnose-Manuale zum jeweiligen Zeitpunkt es hergeben. Wurde von Addy geschrieben, glaube ich: Zur Zeit gelten ICD-10 und DSM-V, in Deutschland wird für Behandlung nur ICD-10 verwendet, in der Forschung gerade bei ADHS auch das besser geeignete DSM.

    Der DSM-V ist recht neu, und da wollten einige Fachleute, dass folgende Diagnose aufgenommen wird: die sog. komplexe posttraumatische Belastungsstörung (kPTBS) mit zwei Untertypen: den Borderline-Typ und den DESNOS-Typ.

    Die komplexe PTSD so ins DSM-V aufzunehmen, scheiterte am Widerstand der Borderline-Fachleute, die darauf beharren, das Borderline eine eigene Kategorie bleiben müsse, da sie auch ohne Trauma-Vorgeschichte auftreten könne (ich persönlich ziehe das ziemlich in Zweifel).

    Wenn man sich jetzt die Kriterien für eine kPTSd vom Borderline-Typ durchliest, z.B. hier: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Komp...astungsstörung
    fällt auf, dass sie mit einem Schlag und ohne zu unspezifisch zu sein, eine große Menge auf den ersten Blick verschiedenartiger Symptombereiche umfasst, die bisher evtl. durch die Diagnosen Depression, Dissoziative Störungen, Borderline, sogar Bulimie etc. ausgedrückt wurden, aber ohne dass es jeweils so richtig passte (die Depression war evtl. irgendwie atypisch, die Essstörung auch, selbst für Borderline sind die Kriterien z.T. vielleicht deutlich, aber doch nicht vollständig erfüllt usw.).

    Verstehst du, worauf ich hinaus will? Möglicherweise würde eine kPTSD und ADHS als Diagnosen vollkommen ausreichen. Das wären zwei und alles oder das meiste wäre trotzdem drin, in ein nachvollziehbares Konzept geordnet. Voraussetzung ist sicher, dass die bisherige PTBS Diagnose auf sicheren Beinen steht, sprich, es klar traumatisierende Lebensereignisse gab.

    Konkret diagnostiziert werden kann diese Störung aktuell stattdessen nur über einen Umweg (ICD-10 F62.0), den ich persönlich nicht optimal, da an einige schwer erfüllbare bzw. nachvollziehbare Kriterien geknüpft (gerade wenn es sich um weit zurück liegende Ereignisse und mehrere Ereignisse handelt). Daher finde ich zur Not eine "normale" PTSD (F43.0) und atypische Depression eigentlich auch schon recht gut, weil damit viel an Symptomatik abgedeckt wird, v.a. wenn noch ADHS mit hinzukommt.

    Das war jetzt alles kompliziert und wirkt wie Schachzüge um auf Gedeih und Verderb Diagnosen zu reduzieren. Ich finde das aber wichtig, denn mit 15 Diagnosen und selbst mit 5 hat man eigentlich keine sinnvolle Aussage im Sinne einer Beschreibung mehr und kann auch nicht mehr sinnvoll arbeiten. Man muss eh veineinfachen, rausstreichen, was redundant oder fehldiagnostiziert ist, und sich den wichtigsten Symptombereichen zuwenden und damit arbeiten.

    Hoffe, du kannst damit was anfangen.

    Wen's interessiert, wenn auch anderer Fall, aber illustriert ganz gut die Schwierigkeit der richtigen/passenden Diagnose-Vergabe, beachtet den Kommentar #5
    file:///accounts/1000/shared/downloads/PTBS%20durch%20Mobbing%20oder% 20Die%20Trägheit%20unserer%20D iagnosesysteme.html


    Es liegt also nicht immer nur an unfähigen Fachleuten, die nicht angemessen diagnostizieren können, sondern auch die, die es können, haben nicht in jedem Fall die geeigneten Instrumente zur Verfügung. Wichtig sind deshalb über die Diagnosen hinaus tatsächlich auch die Berichte, weil die Fachperson dort noch genauer beschreiben kann, wie das Ganze tatsächlich aussieht und zusammenhängt. Ich mach das jedenfalls immer so, und schreibe da noch wichtige Zusatzinfos rein, wenn ich die Diagnosen alleine nicht hinrichend finde zur Beschreibung, damit der nächste Behandler schon mal verstehen kann, wie ich es aufgefasst habe (auch wenn er es vielleicht abändert).

  7. #37
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 278

    AW: Fehldiagnosen Welche gibt es bei Adhs? Komorbiditäten?

    Sowohl ADHS, als auch affektive Störungen oder PTBS können psychotische oder psychoseähnliche Symptome machen.

    Bei einer schweren Depression z.B. ein Schuld- oder Verarmungswahn, in einer Manie Größenwahn.
    Dissoziationen wie Depersonalisation oder Derealisation kommen auch bei diesen Störungen vor und ähneln (schizophren-) psychotischen Symptomen, sind aber anders ausgeprägt und nicht in einer gesamthaften Symtomatik mit "ausgewachsenem" Wahn, Halluzinationen oder zumindest überwertigen Ideen anzutreffen.

    Ein Beispiel für paranoid-schizophrenes psychotisches Erleben: Die beobachten mich doch alle, und wenn ich mich eine Weile später umsehe schon wieder, diesmal ein anderer, die haben sich abgesprochen, das steckt doch was dahinter, die Konstellation der Autos an dieser Kreuzung spricht doch dafür, ständig fährt einer langsam an mir vorbei oder schneidet mir den Weg ab... die sind hinter mir her! --> DAS ist psychotisch im Rahmen einer schizophrenen Entwicklung

    Assoziatives Denken wie bei ADHS hat auch Anklänge an psychotisches Denken, aber es ist i.d.R. in sich konsistent, nicht "assoziativ gelockert" oder ideenflüchtig. Flashbacks wie bei PTBS können ähnlich wirken wie Halluzinationen.

    Bei einer guten ADHS-/Differential-Diagnostik müsste das eine vom anderen unterschieden werden können.

    Der Begriff Psychose wird im Übrigen auch auf schwere affektive Störungen (depressiv o. bipolar) angewendet, nicht nur auf schizophrene Störungen. Aber die psychotische Symptome sind jeweils, wie gesagt, qualitativ ganz verschieden.
    Geändert von alice_s (22.12.2016 um 16:53 Uhr)

  8. #38
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 158

    AW: Fehldiagnosen Welche gibt es bei Adhs? Komorbiditäten?

    Weisst du, wie sich psychotische Symptome bei ADHS auswirken? Und wie sich psychotische Symptome bei einer rein psychotischen Störung zeigen?

  9. #39
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 61

    AW: Fehldiagnosen Welche gibt es bei Adhs? Komorbiditäten?

    alice_s schreibt:
    Ein Beispiel für paranoid-schizophrenes psychotisches Erleben: Die beobachten mich doch alle, und wenn ich mich eine Weile später umsehe schon wieder, diesmal ein anderer, die haben sich abgesprochen, das steckt doch was dahinter, die Konstellation der Autos an dieser Kreuzung spricht doch dafür, ständig fährt einer langsam an mir vorbei oder schneidet mir den Weg ab... die sind hinter mir her! --> DAS ist psychotisch im Rahmen einer schizophrenen Entwicklung
    Verzeih, falls ich etwas übersehe, aber könnte das nicht auch ein rein paranoides Erleben sein, ohne schizophrene Züge? Ähnlich einer paranoiden Persönlichkeitsstörung?

  10. #40
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 189

    AW: Fehldiagnosen Welche gibt es bei Adhs? Komorbiditäten?

    Autisten haben immer ein gutes Gedächtnis?

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