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Diskutiere im Thema Depressionen / schwarzes Loch nach der Diagnose normal? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #11
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 66

    AW: Depressionen / schwarzes Loch nach der Diagnose normal?

    Ich hatte nach der Diagnose erst mal nen totalen Hyperfokus, bin mit dem Thema aufgewacht und bin mit dem Thema ins Bett gegangen. Zig Ratgeber, Doktorarbeiten, Zeitungsschnipsel drüber gelesen. Als der schriftliche Befund Wochen danach dann kam, war das eigentlich nur noch so ne Bestätigung, dass ich die ganzen Jahre nicht blöd oder einfach nur frustriert war.

    Ich bin zwei Jahre zuvor illegal an Ritalin gekommen (steht in meinem Vorstellungsthread, bei der Testung habe ich es auch erzählt) und kenne so gesehen schon den Kontrast zwischen meiner Person mit und ohne Medikamente. Für mich fühlt sich die Diagnose deswegen an, als hätte ich den Passagierschein für ein zweites Leben bekommen, in dem nicht alles nur trist, träge, verschwommen, irritierend und nervtötend ist.

    Also nein, ganz im Gegenteil. Ich glaube ich war noch nie so dankbar in einer Zeit zu leben, die medizinisch so fortgeschritten ist, in einem Land mit einem Gesundheitssystem, dass mich auffängt.
    Termin beim Psychiater ist in zwei Wochen. Aktuell kümmer ich mich noch um eine Selbsthilfegruppe.


    p.s @absatz Warum bist du den abgstürzt? Adhs ist ja nicht nur eine negativ konnotierte Störtung, sondern hat auch gute Seiten. Der Hyperfokus, die assoziative Lockerung, der Humor, den vielen Adhs-Betroffene haben, die Resillienzfähigkeiten.
    Ich meine ich feier das nicht ab, diese Störung zu haben, aber wenn sie schon mal da ist, dann kann man ja das Beste draus machen.
    Geändert von Regenrausch ( 2.11.2016 um 15:50 Uhr)

  2. #12
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 615

    AW: Depressionen / schwarzes Loch nach der Diagnose normal?

    Regenrausch schreibt:
    Für mich fühlt sich die Diagnose deswegen an, als hätte ich den Passagierschein für ein zweites Leben bekommen, in dem nicht alles nur trist, träge, verschwommen, irritierend und nervtötend ist.
    War früher in deiner Leben wirklich alles so schlimm?

    Ich weiss nicht, ich lebe desselbe Leben wie vorher, also wie ohne Ritalin.
    Bin nur selbstsicherer und emotional stabiler, mehr aber auch nicht.

    Freue mich genauso auf die WE und Partys, fürchte mich genauso davor, dass meinen Angehörigen was zustossen kann, bin genauso unzufrieden mit meiner Figur.

  3. #13
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 509

    AW: Depressionen / schwarzes Loch nach der Diagnose normal?

    Ich kann ein Phase der Trauer nach der Diagnose gut verstehen.

    Bei mir war es so, dass ich sehr spät im Leben erst die Diagnose erhielt und dann natürlich die Gedanken kommen was wäre gewesen wenn es früher diagnostiert worden wäre. Würde es mir besser gehen, wäre das Leben leichter verlaufen? Wie viele Jahre und wie viel Geld habe ich durch mein ADS verloren?

    Diese Gedanken haben mich in eine ziemliche Krise gestürzt, zumal die Diagose eh schon in eine sehr krisengeschüttelte Zeit fiel.

  4. #14
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 91

    AW: Depressionen / schwarzes Loch nach der Diagnose normal?

    Nach der Diagnose war ich erstmal so erleichtert, und nach den ersten Wochen MPH fast schon euphorisch: Endlich Licht im Nebel!

    Aber nach einem Dreivierteljahr dann die Ernüchterun gund und der Frust über die späte Diagnose.

    Und genau wie bei pepperpence:
    was wäre gewesen wenn... was hätte sein können, hätte ich alles schaffen können, werden können, meiner Umwelt und mir ersparen können usw,

    Langsam geht es wieder bergauf dank Therapie und Medikamente. Toll, dass es die gibt.

  5. #15
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 232

    AW: Depressionen / schwarzes Loch nach der Diagnose normal?

    chiki schreibt:
    was wäre gewesen wenn... was hätte sein können, hätte ich alles schaffen können, werden können, meiner Umwelt und mir ersparen können usw
    Die boesartige was-waere-wenn-haette-koennte-wuerde-Falle.

  6. #16
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht
    Forum-Beiträge: 21

    AW: Depressionen / schwarzes Loch nach der Diagnose normal?

    Hey moin Absatz!! Mal kurz zwischendrin: eine Einladung! Ich konnte dich nicht persönlich anschreiben, also hier. Schau mal hier rein, wir treffen uns morgen, hast du Lust, dazuzukommen? https://adhs-chaoten.net/group.php?groupid=378 Da steht alles

    LG bis jetzt unbekannterweise, Hannahlibre

  7. #17
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 104

    AW: Depressionen / schwarzes Loch nach der Diagnose normal?

    Da es bei mir im Berufs- und Privatleben so lala lief und ich eigentlich wegen depressiver Verstimmungen mit etwas über 50 Jahren den Psycho-Doc aufgesucht hatte, habe ich die Diagnose ADHS zwar nur Kenntnis genommen - aber nicht so richtig verinnerlicht.
    Die innere Diskussion, was alles aus meinem Leben hätte werden können wenn, hatte ich als bis dahin lebenslang schwerer Stotterer, ohnehin schon mit mir geführt und resigniert abgeschlossen. Aus meiner Sicht war ADHS damals die leichtere Zugabe zum Gepäck meines Lebens ...

    ... bis ich vor einem Jahr mit einem fulminanten Burn-Out zum letzten und endgültigen Mal gegen die Wand gelaufen bin. Erst danach habe ich mich intensiv mit ADHS beschäftigt, auch mit der Frage, ob ich Medis unbedingt brauche, oder nicht. Vom Frühjahr an habe ich eine große Phase der Erleichterung verspürt: Erstens habe ich (vielleicht vom Umgang mit dem Stottern geschult) so brauchbare Kompensationsstrategien entwickelt, dass ich, nachdem ich den Fuß vom Gas nehmen musste, mit dem ADHS meistens - nicht immer - gut zurechtkomme, mein Stottern ist so gut wie verschwunden.

  8. #18
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 364

    AW: Depressionen / schwarzes Loch nach der Diagnose normal?

    Ihr Lieben,

    die "Was hätte-aus-mir-alles-werden-können" Falle

    kennt sicherlich jeder von uns irgendwie.

    Ich wurde schon mit 6 Jahren "erkannt", damals hiess das noch:

    "Minimale Celebrale Dysfunktion" und meine Mutter fand,
    dass ich soooo starke Medikamente als Kind gar nicht bekommen sollte...

    Vielleicht hätte ich damit nicht jedes Jahr an der Nicht-Versetzung entlang geschrabbt,
    vielleicht wäre mir manches leichter gefallen,
    vielleicht hätte ich nicht erst die "Karriere" einer Dauer-Arbeitslosen mit "Flucht"
    in die Kindererziehung (natürlich mit 2 AD(H)S-Jungs) und anschliessender
    EU-Rente gemacht...

    Aber ob ich dann heute mehr Geld, als knapp das Lebensnotwendigste hätte,
    gesünder, zufriedener und insgesamt glücklicher wäre,
    das ist noch lange nicht anzunehmen...

    Nur eins ist mir ganz klar:
    Dieses "Was hätte - wenn" macht mich jetzt traurig, es lässt alle meine bisherigen
    "Trotzdem-Erfolge" zusammenschrumpfen, bis sie nichts mehr wert sind.
    Dann macht mein Leben mir keine Freude mehr.

    Und das ist es mir doch wert - also bastelt euch in eurem Erinnerungs-Oberstübchen
    einen hübschen Karton mit fest schliessendem Deckel und legt das "Was wäre - wenn"
    da schön warm, sicher und trocken ab - und lebt so gut ihr es trotzdem könnt

    seid nett zu euch selbst
    Liebe Grüße
    finckla

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