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Diskutiere im Thema Meine Erlebnisse mit Ärzten im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 8

    Meine Erlebnisse mit Ärzten

    Ich habe mich hier ja schon vor einiger Zeit relativ ausführlich vorgestellt. Gestern hatte ich nun meinen ersten Termin wg. einer eventuellen ADS-Diagnose.

    Ich hab natürlich ziemlich Hoffnung in diesen Termin gelegt und bin mir auch bewusst, dass das ein gewisses Risiko der Enttäuschung birgt.

    An der Rezeption bat mich die Sprechstundenhilfe mein Anliegen in wenigen Worten zu beschreiben. Meine Antwort fiel in etwa so aus "Ich bin seit Jahren wg. Depression in Behandlung und habe nun den Verdacht, dass ich an ADS leide. Das möchte ich nun testen lassen."

    Darauf hin gab sie mir dann den Adhs-Fragebogen. Den hab ich gleich ausgefüllt und wieder abgegeben.

    Nach etwa 10 Minuten wurde ich dann vom Arzt abgeholt. Ihm hab ich dann nochmal meine Geschichte erzählt und warum ich auf den Gedanken gekommen bin, dass es bei mir ADS sein könnte.

    Er hat dann kurz erläutert, dass eine ADS-Diagnose eine längerwierige Geschichte sei und dass er in Anbetracht meine jetzigen Situation eine stationäre psychosomatische Therapie vorziehen würde. Damit hätte er allerdings nichts zu tun.

    Darauf hin sagte ich, dass ich für alles offen sei was mir helfe und ob man nicht parallel die stationäre Behandlung und die ADS-Diagnose betreiben könne.

    Nein, das würde nicht gehen. Entweder oder. Im übrigen müsste ich mich um die stationäre Behandlung selber kümmern, er würde dann nur die Überweisung veranlassen. Und überhaupt sei die Zeit jetzt auch rum.

    Damit wollte mich der gute Mann dann entlassen. Ich hab dann gefragt ob er jetzt garnichts akut machen könne (mir geht's im Moment nicht so prickelnd). Da fragte er ob er mir was verschreiben solle? Das habe ich bejaht. Seine Gegenentwurf hat mich dann ziemlich aus den Socken gehauen (ich schreib den folgenden Dialog mal lieber in Direkterrede)

    Arzt: Was möchten Sie denn haben?

    Ich: wie?

    Arzt: was soll ich ihnen verschreiben?

    Ich: sie sind der Arzt wie soll ich das wissen. Ich habe ihnen gesagt, dass das Venlafaxin nur kurzzeitig geholfen hat und dass ich aufgrund der Symptome denke, dass bei mir was mit dem Dopamin/Noradrenalin-Spiegel nicht stimmt.

    Arzt: Dann verschreibe ich Ihnen Elontril. Wann wollen Sie sich melden wegen der Wirksamkeit? In ein oder zwei Wochen?

    Ich: wann macht es denn Sinn?

    Arzt (genervt): Wann wollen Sie sich melden? In ein oder zwei Wochen.

    Ich: Dann melde ich mich nächste Woche. Und wegen des ADS-Tests?

    Arzt: Da gebe ich Ihnen jetzt 4 Fragebögen.

    Die Sprechstundenhilfe gab mir dann die vier Fragebögen. Selbsteinschätzung jetzt und Kind und fremdeinschätzung jetzt und kind.

    Dann wurde mir ein Termin genannt für die Besprechung der Ergebnisse: 8. November!

    Da war ich echt sprachlos. 2 Monate für die Auswertung eines Standardfragebogens und sagt vorher noch, dass eine stationäre Behandlung und der ADS-Test nicht parallel gehen würde.

    Ich überlege ernsthaft mir einen anderen Arzt zu suchen. Mich würde interessieren, ob ihr ähnliches erlebt habt oder was ihr dazu denkt.

    Grüße
    bokeh





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  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 1.379

    AW: Meine Erlebnisse mit Ärzten

    Leider wie die Suche der Nadel im Heuhaufen und keine Ausnahme.ich würde weitersuchen und die Termine erst absagen wenn du wen besseres gefunden hast...

  3. #3
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 39

    AW: Meine Erlebnisse mit Ärzten

    Servus Bokeh!

    Was ist denn mit der Diagnose?

    Als Arzt ohne Diagnose Medikamente verschreiben? hhmmm?!?

    Selbst wenn es in dieser schnell-lebigen Zeit schwer ist sich Zeit zu nehmen.. Als Arzt geht es mir um das Wohl des Patienten....-das erfordert die Beschäftigung mit dem Patienten.

    viele Grüße
    nanocell

  4. #4
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 19

    AW: Meine Erlebnisse mit Ärzten

    Hallo Bokeh,

    ich habe die ganze Prozedur mit der Diagnose auch gerade erst durch.

    Also, die zwei Monate Wartezeit liegen einerseits schon noch irgendwie im Rahmen, denke ich. Auch wenn es erstmal lange klingt...es gibt viele User hier, die berichten davon, dass es bis zur Diagnose ein Jahr oder so gedauert hat. ...wie lange musstest Du denn auf den ersten Termin warten?

    Ich hatte zb meinen ersten Termin im Februar diesen Jahres, da wurde ein erstes Gespräch geführt, ich habe Fragebogen bekommen, ein EKG gemacht und Blutdruck gemessen sowie Größe und Gewicht genommen.

    Meine Diagnose hatte ich dann letztendlich im Juli, und am 15.07. habe ich dann mein erstes Rezept bekommen für Ritalin Adult. Die Anfangsdosiering sollten ich dann bis zum 06.09. nehmen, früher war kein neuer Termin zu bekommen.

    Du siehst, hier lagen auch fast 2 Monate dazwischen.

    Andererseits kann ich natürlich auch gut nachvollziehen, dass man ungeduldig ist und nicht wochenlang warten will auf einen nächsten Termin...ich denke, viele von uns haben die Fragebögen direkt am ersten Tag gleich ausgefüllt, damit es so schnell wie möglich weiter gehen kann, oder?!? 😁

    Was hast Du denn ansonsten für ein Gefühl bei dem Arzt? Ist er sympathisch? Meinst Du, Du wirst Dich von ihm ernst genommen und verstanden fühlen?

    Gerade bei den nächsten Terminen ist das meiner Meinung nach ziemlich wichtig, da man unter Umständen doch einiges von sich Preis gibt...

  5. #5
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 8

    AW: Meine Erlebnisse mit Ärzten

    Hallo hypie1,

    ich denke, ich werde mir jetzt doch weitere Termine holen. Eigentlich mag ich das nicht, da es mir vorkommt, als wenn ich so unnütz Ressourcen verschwende, die andere gebrauchen könnten.
    Das Prozedere der Arztsuche scheint mir eher die Suche der Nadel im Nadelhaufen zu sein. Sehen erst mal alle gleich aus und das Wühlen ist wesentlich schmerzhafter.

  6. #6
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 1.379

    AW: Meine Erlebnisse mit Ärzten

    Ich würde versuchen über Empfehlungen zu suchen,zb.Selbsthilfegruppen ADHS haben oft gute Adressen,also recherchieren,dan ist der Streuverlust geringer.Auch in angrenzenden Städten gucken trotz Fahrzeiten zb.
    Ans Ressourcen verschwenden würde ich nicht denken! Ist ja deine Gesundheit um die es geht.So nervig die Suche ist,ich gebe mich mit unnützen "Hilfen" nicht mehr zufrieden...

  7. #7
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 8

    AW: Meine Erlebnisse mit Ärzten

    Hallo Nanocell,

    eine Diagnose habe ich nicht erhalten. Er hat mir auch gleich nahe gelegt, dass ich mir einen Platz in der Klinik suchen soll. Er würde dann die Überweisung schreiben, Hilfe bei der Suche hat er aber nicht angeboten.

    Das Medikament hat er mir auf Nachfrage ja verschrieben. Da ich mich mit meiner Erkrankung ausführlich beobachtet und mich damit auseinandergesetzt habe (wenn Du magst, dann lies meine Vorstellung, da hab das geschildert https://adhs-chaoten.net/ads-adhs-er...e-aerzten.html ) konnte ich sagen, welche Neurotransmitter ich pushen möchte. Über den Weg bin ich ja überhaupt erst bei dem Thema ADS gelandet.

    Meine Erfahrung ist, dass es vielen Ärzten an Empathie und Engagement mangelt.

    Viele Grüße
    Bokeh

  8. #8
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 8

    AW: Meine Erlebnisse mit Ärzten

    Hallo Bowey,

    wa mich verwundert ist, dass die Auswertung des Standard-Fragebogens (CAARS und WURS) nahezu zwei Monate dauern soll. Und dann die Aussage, dass eine "parallele" Behandlung, also stationär und ADS-Test nicht ginge. Was werd' ich wohl für ein Gefühl bei dem Arzt haben? Kein gutes, werd jetzt erst mal den nächsten Termin bei Ihm wahrnehmen und mir parallel andere Ärzte suchen.

    Das Thema "Persönliches preis geben" sehe ich hingegen recht entspannt. Alles was ich denen erzähle müssen die für sich behalten.

  9. #9
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 8

    AW: Meine Erlebnisse mit Ärzten

    @hypie:

    Ich hab schon eine Selbsthilfegruppe, da hab ich auch schon gute Tipps erhalten. Interessanter Weise haben da einige auch Probleme mit unwilligen Ärzten.
    Wg der "Ressourcenverschwendung" muss ich mir wohl einen gewissen Egoismus antrainieren.

  10. #10
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.208

    AW: Meine Erlebnisse mit Ärzten

    Ich stimme dir zu mit der Ressourcenverschwendung. Nur sehe ich die bei dir nicht, sondern eher dort wo jemand eine aufwändige ADHS-Diagnostik mit mehreren Terminen oder einem langen Termin, Fremd- und Selbstbeurteilungsfragebögen und Nachbesprechung durchläuft- und dann zur Sicherheit das Gleiche noch einmal woanders veranlasst. Am Besten natürlich ohne beim neuen Arzt zu erwähnen was der Kollege oder die Kollegin gemacht hat.

    Hier kann ja von einer aufwändigen Diagnostik keine Rede sein, sondern von einem Arzt, der nebenbei ein paar Fragebögen auswertet, weil du damit keine Ruhe gibst. Natürlich braucht er dafür keine zwei Monate, sondern er ist dich auf diese Weise für zwei Monate los.

    In deiner Situation parallel einen Termin woanders auszumachen ist völlig berechtigt und verschwendet keine Ressourcen. Natürlich solltest du, wenn du in der Zwischenzeit eine andere Möglichkeit gefunden hast, die Termine beim ersten Arzst absagen.

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