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Diskutiere im Thema Blutbild: Vitamine und Co, Aminosäuren- was macht Sinn? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
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  1. #1
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 306

    Blutbild: Vitamine und Co, Aminosäuren- was macht Sinn?

    Hallo liebe Foris,


    ich bin nun seit Februar ADHS diagnostiziert, starke Ausprägung, mit begleitenden depressiven Schüben. Im Zuge meiner Behandlung wurde auch mein Mann diagnostiziert, hypoaktiver Typ und 2 von meinen 3 Kindern.


    Ich fing an mit Medikinet und zeitgleich Trazodon. Ich schlief sehr viel besser, hatte aber schlimme Rebounds. Dann kam Ritalin. Ich wurde emotional sehr viel ruhiger (was ich bisher als die angenehmste Wirkung in Erinnerung habe: vieles belastete mich nicht mehr so sehr, was ein Traum! Wer seit Jahrzehnten wegen jedem Scheiss Gefühlsachterbahn fahren muss- der glaubt an ein Geschenk des Himmels!).
    Trotzdem war ich recht antriebslos und bekam Bupropion dazu. ob es eine echte Verbesserung gab, kann ich kaum sagen. Ich hatte natürlich nach jedem Besuch beim Doc und jedem neuen Medikament die Hoffnung: JETZT wird es sich langsam bessern.
    Nachdem Medikinet/ Ritalin trotz sehr hoher Dosierung aber kaum Besserung hinsichtlich Konzentration und Gedächtnis brachte und ich zunehmend depressiver wurde, bin ich auf Amphetaminsaft. Fast zeitgleich mit der Umstellung von Ritalin auf Amphetamin ging es mir anfangs viel besser: ich hatte sehr guten Antrieb, fühlte mich angenehm umtriebrig, hab vieles geregelt bekommen. Nach etwa 2-4 Wochen ist das ins totale Gegenteil umgeschlagen. War es einfach Placebo?!?


    Ich bin trübselig, depressiv, habe nur zeitweise Antrieb. Und dann auch nur auf leichte Tätigkeiten bezogen, wie Haushalt und so weiter.
    Ich bin nur noch am Essen- hauptsächlich Süssigkeiten. Und ich bekomme es auch gar nicht mehr in den Griff. Es ist, als bräuchte ich immer mehr und auch immer mehr süß. Das zieht mich sehr sehr runter, denn bevor ich 2012 fast 60 kg mit Sport und ketogener Ernährung abnahm, war ich sehr sehr dick, und ich will nie wieder dort ankommen. Leider hab ich von den 60 abgenommenen Kilos schon 20 bis Februar 2016 draufgepackt und nun seit den letzten 8 Wochen sicher 10 kg.


    Ich fühle mich elend, und dazu kommt, dass ich meine berufliche Zukunft immer schwärzer sehe. Anfangs hatte ich noch Hoffnung, denn ich bin zum ersten Mal im Leben bei einem Arzt gelandet, dem ich vertraue und der wohl als kleine Koryphäe unter den ADHS-Erwachsenen-Neurologen gilt.
    Aber seit etwa 4 Wochen bin ich höchst depressiv. Ich habe ganz viel geweint, mein Leben als sinnlos gesehen.
    Mir ging es sogar so schlecht, dass ich 2 privat gezahlte Stunden bei einer Therapeutin zahlte- mein Arzt hatte Urlaub. Beim Termin davor erzählte ich ihm schon von meinem desolaten Gefühl.
    Ich nehme nun zusätzlich Strattera zum Amphetamin; das Bupropion fiel weg. Die Dosis wurde bis jetzt auf 60 mg gesteigert, die nehme ich jetzt seit 3 Tagen, insgesamt seit 3 Wochen und ein paar Tagen.


    Nun bin ich zwar nicht mehr am heulen, meine Stimmung ist besser. Trotzdem bin ich eher depressiv. Ich sitze hier, frag mich, was dass alles soll.


    Überlegungen, wie das alles mit mir weitergehen soll, enden im "Oh Gott oh Gott"- auch wenn ich mir Mühe gebe, positive Wege zu sehen, kleine Schritte.


    Ich habe mir nun auch einen neuen Hausarzt gesucht, der mir helfen soll, nach und nach alle anderen Baustellen und gefühlte Baustellen mit mir zu beseitigen.
    Ich brauche jemanden, der mir sagt, wie die nächsten Schritte sind, um nicht durchzudrehen und vor lauter Angst gar nichts mehr zu tun.


    Für morgen ist ein riesiges Blutbild anberaumt.
    Das alle Schilddrüsen und Leberwerte gemessen werden sowie die üblichen Verdächtigen in einem großen Blutbild ist klar.


    Nun möchte ich aber auch gezielt nach bestimmten Nährstoffmangeln schauen lassen.
    Auf dem Weg herauszufinden, was sinnvoll ist, und was nicht, hab ich mich nun *wieder einmal* total vergallopiert und hier kommt jetzt IHR ins Spiel


    Relativ schnell bin ich bei der Google Suche "ADHS Vitaminmangel" auf Kryptopyrrolurie gestossen und hab tatsächlich einige Symptome, die sich natürlich teilweise mit ADHS decken. An meiner ADHS Diagnose zweifle ich nicht. Ich habe selbst eine ellenlange Aufstellung, welche Symptome seit Kindheit bei mir vorliegen. Aber trotzdem denke ich, dass vielleicht solche Mängel das ADHS verschlimmern.


    Welche Vitamine und Nährstoffe habt ihr testen lassen und substituiert ihr?
    Hat jemand von euch Erfahrungen mit einem Aminosäurprofil?
    Mit HPU und KPU?


    Verrenne ich mich wieder in allem oder macht es Sinn, einige der Dinge checken zu lassen?


    Seufz.


    Sollte ich einfach mehr Geduld haben, bis das Strattera seinen Spiegel erreicht hat?


    Was soll nur werden, wenn es dann auch nicht besser wird?


    Grüße aus der Krise,
    Bootsy

  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 1.379

    AW: Blutbild: Vitamine und Co, Aminosäuren- was macht Sinn?

    Schwierig.Ich weiss nicht ob es Sinn macht nach Nährstoffmangel zu gucken.Großes Blutbild macht sicher mal Sinn.Ich hatte mal leichten Vit.D Mangel,hab diverses testen lassen.Zink,Magnesium etc.war aber alles gut.Einiges sogar zu hoch,B12 zb.,Von der Vit.D-Substitution habe ich nix von gemerkt u.die erhöhten Werte konnte mir keiner erklären also hab ich's wieder gelassen.

    Für mich hört sich das so an als ob dir eine stationäre Therapie guttun würde mit viel Ruhe,Schlaf und kaum Anforderungen?
    Medikamente nützen ab einem bestimmten Stresslevel auch nur noch begrenzt,meine Erfahrung. Drücke dir die Daumen dass es wieder aufwärts geht.

  3. #3
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 306

    AW: Blutbild: Vitamine und Co, Aminosäuren- was macht Sinn?

    Eine stationäre Therapie ist familiär gesehen derzeit sehr schwierig. Ich habe ausgiebig mit meinem Arzt darüber diskutiert, weil ich irgendwann selbst dachte, jetzt ist es soweit- ich kann nicht mehr.

    Letzten Endes wird es aber so sein, dass ich keinen besseren Arzt bekommen werde, dass ich immense Anpassungsstörungen auf die neue Umgebung haben werde, und ich auch ein sehr schlechtes Gefühl mitnehme, meine Kinder so lange nicht zu sehen. Bisher hab ich mich mal dagegen entschieden, weil mein Arzt mir auch immer wieder sagt, das "wir" das in Griff bekommen. Mein "Fall" wäre zwar komplex, deswegen bräuchte man etwas Geduld, aber es wird.

    Vielleicht lass ich ihn das nächste Woche auf Band sprechen, und höre es mir mantramäßig immer wieder an

  4. #4
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 378

    AW: Blutbild: Vitamine und Co, Aminosäuren- was macht Sinn?

    Ich nehme Vitamin D3 und B12, Magnesium und Zink, esse alle zwei Tage Fisch (auch Konserve :-)) und viel Obst und Gemüse ... Keine Ahnung, ob es wirkt, aber ich fühle mich grad gut ...

    Ich hab ein Mantra: Jeder Weg beginnt mit einem Schritt (Lao Tse?) und ich versuch immer nur einen Schritt zu gehen, das nimmt den Druck von mir.

    Toi toi toi

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