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Diskutiere im Thema AD(H)S und Folgen: Ängste, Nervösität etc. im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 28

    AD(H)S und Folgen: Ängste, Nervösität etc.

    Hallo, mal eine allgemeine Frage: Wieso folgt aus AD(H)S, also Dopaminmagel, oftmals neben Unkonzentration auch Nervösität und Angststörungen etc. ? Zumindest mir geht es so, dass ich mir eigentlich täglich sehr viele Gedanken vor - wie meine Mutter es nennt - irrationalen Ängsten mache (glaube, keine Angst ist bis jetzt in Erfüllung getreten). Wenn ich aber Ritalin nehme, blende ich die einfach aus, habe ne relativ realistisch-opstimistische Grundhaltung und arbeite einfach. Es heißt ja auch, ADS-Leute werden im Alter mit größerer Wahrscheinlichkeit dement oder erkranken als Alzheimer. Wie dem auch sei: Ob mit oder ohne RItalin, ich merke mir täglich ständig Dinge, mache mir leider viele Gedanken, mein Gehirn ist also ständig aktiv. Nur für das konzentrierte Arbeiten am Stück brauche ich eben Ritalin. Bin gespannt auf Eure Antworten. Vg

  2. #2
    Querdenker

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 222

    AW: AD(H)S und Folgen: Ängste, Nervösität etc.

    Laut meinem Halbwissen ist Dopamin in vielen Bereiche im Gehirn zuständig. Aber das Gehirn wird ja bis heute nicht vollständig verstanden

  3. #3
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.217

    AW: AD(H)S und Folgen: Ängste, Nervösität etc.

    ADHS-ler können unter Anderem Wichtiges von Unwichtigem schlecht unterscheiden. Das macht natürlich nervös, außerdem ist die Hyperaktivität auch Selbststimulation. Außerdem sind ADHS-ler emotional unausgeglichener. Mit MPH hast du einfach mehr Überblick und mehr Ruhe.

    Eine Bestätigung für meine Empfehlung, MPH lieber kontinuierlich zu nehmen, siehe dein anderer Thread.

    Es heißt ja auch, ADS-Leute werden im Alter mit größerer Wahrscheinlichkeit dement oder erkranken als Alzheimer.
    Nein, das stimmt nicht, die Wahrscheinlichkeit eine Demenz zu bekommen steigt mit dem Alter. Es ist nur so: Demenz ist ein schleichender Prozess, und wer zusätzlich eine unbehandelte ADHS hat, verliert eher Kompetenzen als jemand der "nur" eine Demenz entwickelt.

  4. #4
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 465

    AW: AD(H)S und Folgen: Ängste, Nervösität etc.

    (sorry, falscher Thread)

  5. #5
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 28

    AW: AD(H)S und Folgen: Ängste, Nervösität etc.

    Ja, dieses Unwichtige vom WIchtigen zu unterscheiden, wirklich erschreckend, dass diese Unterscheidungsgabe so gestört sein kann ^^

  6. #6
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 465

    AW: AD(H)S und Folgen: Ängste, Nervösität etc.

    Mir geht es genauso wie dir, Subversor, allerdings helfen mir da weder MPH noch Amphetamin. Teilweise machen sie es sogar schlimmer (MPH mehr als Amphetamin). Mit Attentin schaffe ich es zwar, meinen Ängsten zu begegnen in dem ich die Dinge anpacke, aber die irrationalen Sorgen und die Getriebenheit ist immer noch da. Hatte immer den Eindruck, dass das bei mir eher mit dem Serotoninspiegel zusammenhängt, weil alle Substanzen, die irgendwie das Serotonin beeinflussen mir helfen. Vielleicht ist es nicht zwingend eine Folge des ADHS sondern unter Umständen auch eine Zusatzerkrankung? Aber es kann bei anderen definitiv "nur" ein ADHS-Symptom sein. Weiß leider nicht, wie man das unterscheidet.

    Was 4 KL.konzert ansprach, finde ich in jedem Fall wichtig: Mir fehlt oft der Überblick, weswegen ich ständig Panik habe, dass mich irgendwas unvorhergesehenes überrollt. Oder ich hab das Gefühl, es gibt total viel, was ich machen müsste, weiß aber nicht was. Ein teil dieser Paranoia resultiert vielleicht aus der Erkenntnis, das man seinem Gehirn nicht 100% vertrauen kann.

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 38

    AW: AD(H)S und Folgen: Ängste, Nervösität etc.

    Ich glaube, dass auch das mangelnde Selbstwertgefühl für die Ängste und die Nervosität verantwortlich ist. Die meisten ADHS-Betroffenen haben ein mangelndes Selbstwertgefühl und einfach kein Selbstvertrauen aufgrund ihrer negativen Kindheitserfahrungen. Ich z.B. habe vieles als Kind einfach nicht gepackt, wurde häufig ausgelacht und gemobbt in der Schule und bekam irgendwie das tief verankerte Gefühl in mir, dass ich irgendwie falsch, dumm, inkompetent bin und die Dinge einfach nicht packe. So entsteht natürlich ein tiefes Gefühl der Unsicherheit und man macht sich ständig Sorgen über die Zukunft und ist bereits bei den kleinsten Anlässen nervös und unruhig.

  8. #8
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 908

    AW: AD(H)S und Folgen: Ängste, Nervösität etc.

    @monster1:

    Gutes Posthing, das ich nur bestätigen kann "leider".

    Seit einiger Zeit habe ich festgestellt, dass sich meine Ängste (was ich vorher nicht wusste) in extremer Vermeidungshaltung ausdrück.

    Schon "verrückt" was man alles selbst erkennt, obwohl die Krankenkasse vorher tausende ausgegeben hat für "nichts"
    Geändert von spacetime (17.08.2016 um 16:17 Uhr)

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 38

    AW: AD(H)S und Folgen: Ängste, Nervösität etc.

    @spacetime

    Ja, das kenne ich auch. Ich vermeide leider auch viele angstbesetzte Situationen. Auch Betroffene von Angststörungen ohne ADHS vermeiden oft Angstsituationen Die Mensch ist bei Angst wohl einfach auf Flucht/Vermeidung programmiert. Und wenn viele Situationen Angst auslösen, dann vermeidet man halt viele Situationen.

    Bei ADHS-Betroffenen mit Ängsten kommt leider noch das Problem mit der Selbstaktivierung/Selbstmotivation hinzu. Man hat Probleme sich für unangenehme bzw. uninteressante Dinge zu motivieren. Die Konfrontation mit der Angst ist bekannterweise sehr unangenehm. Ich vermeide leider auch viele Angstsituationen, vor allem wenn ich mich nicht zwingend mit der Angst konfrontieren muss!

  10. #10
    Gesperrt (Aufforderung zu Straftaten)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 78

    AW: AD(H)S und Folgen: Ängste, Nervösität etc.

    Subversor91 schreibt:
    Wieso folgt aus AD(H)S ... neben Unkonzentration auch Nervösität und Angststörungen etc. ?

    Durch die Erfahrungen, die Du auf der Welt in Deinem Leben als AD(H)Sler machst, entwickelst Du automatisch (aber nicht zwingend) weitere Symptome oder sogar Komorbiditäten.
    Je nach dem, wie die Umwelt auf Dich und Dein Verhalten reagiert, versuchst Du, Dich gut anzupassen und Dinge zu vermeiden, die Dir Ungutes brachten. Das schafft schon mal eine Grundanspannung mit begleitender Nervosität. Wenn Du ein entspannter Typ bist, ist das vielleicht auch nicht der Fall. Es kommt also auf Dich an und wie Du mit Deinem Gelernten nd Deiner Umwelt umgehst, was Du für einen Halt hast usw.. wenn Du durch Deine Unaufmerksamkeit schon so oft negativ aufgefallen bist, getadelt wurdest, ausgelacht wurdest uvm ist das ein guter Grundstein für irgendeine Angststörung (Soziophobie, Versagensängste,..) und wenn Du Dich in Deiner Verpeiltheit bestätigst, weil Du selbst merkst, wie schusselig Du bist, wie "anders" und was Du alles verbockst, dann sind das gute Gründe anzufangen, Dir zu misstrauen. Lieber auf andere hören, die es (scheinbar) richtig machen, Verantwortung abgeben, Entscheidungen, Unsicherheit, Gedanken... das bedingt solche neurotischen Sachen.

    Warum man überhaupt unkonzentriert/unaufmerksam ist (oder scheint, für andere) liegt vielleicht mit am Neurotransmittersystem und vielleicht wird Dopamin anders gesteuert (vllt unregelmäßig, das mit dem Mangel bezweifle ich stark), aber warum das so ist, ist vielleicht nichtmals ein Fehler, vielleicht ist es ein Ausdruck/eine Auswirkung unseres Systems. Und ich bin mir ziemlich sicher, viel Anspannung würde einfach wegfallen, wenn wir uns nicht an den gesellschaftlichen Erwartungen messen wollen würden/müssten. Wenn man frei seinen Weg so gehen dürfte, wie man ihn für sich eben am besten beschreiten kann, dann wären AD(H)Sler auch keine "gestörten Versager", sondern vielleicht großartige Erschaffer, Künstler, Philosophen, Jugendcoaches oder weißdergeier. Sie scheitern nicht am eigentlichen Leben oder an sich selbst, sondern eigentlich nur am System - oder besser gesagt, das System scheitert an UNS, weil es sich nicht an uns anpassen kann.

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