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Diskutiere im Thema "Muss" die Erstdiagnostik was kosten? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 26

    "Muss" die Erstdiagnostik was kosten?

    Hallo zusammen,

    das hier ist mein erster Beitrag (bzw zweiter die Vorstellung mit einbezogen), verzeiht mir daher bitte eventuelle Fehler.

    Ich bemühe mich nun seit einiger Zeit um eine ADS-Diagnostik und fühle mich ziemlich alleingelassen mit dem Thema. Einen Termin habe ich leider sausen lassen weil ich den Haussegen am Arbeitsplatz nicht gefährden wollte. Das bereue ich mittlerweile sehr da ich auf diesen schon 4-5 Monate hatte warten müssen (und die Arbeit ist auch gekündigt mittlerweile...).
    Nun wohne ich in dieser Stadt gar nicht mehr und möchte einen neuen Anlauf in der neuen/alten Heimatstadt wagen.

    Ein paar Mails an Kliniken sind nun verschickt, anrufen geht nicht (geht schon, wird aber sehr teuer da ich gerade in Asien bin.

    Die erste Antwort habe ich soeben erhalten. Der nächstmögliche Termin wäre sogar (aufgepasst!) in nichtmal 3 Monaten. Käme super hin da 3 Wochen später mein Studium beginnt-bis dahin wollte ich eine Diagnose/Gewissheit oder zumindest das Thema ansatzweise in Angriff genommen haben.

    Nun der Haken: Die Erstdiagnose kostet 80 Euro. Die "Premiumvariante" sogar nochmal 50 Euro mehr. "Muss" das sein? Ich bin nach ca. 10 Jahren des Stocherns im Dunkeln und der Verzweiflung überdrüssig und bin gar nicht so abgeneigt, diesen Betrag zu zahlen.

    Was sagt Ihr?
    Ich danke Euch vielmals!

    Liselotte

  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.730

    AW: "Muss" die Erstdiagnostik was kosten?

    Nein, das "muss" natürlich nicht sein, aber du musst eben sehen wieviel es dir wert wäre. Fest steht: Eine sorgfältige ADHS-Diagnose ist für das Geld was die Krankenkassen zahlen nicht zu haben, ein niedergelassener Facharzt muss das entweder über Mischkalkulation wieder reinholen oder eine sehr nachlässige Diagnose machen. Oder eben eine Privatrechnung schreiben. Und 130 € ist absolut an der unteren Grenze. Ich habe 2003 (!) 200 € bezahlt.

    Natürlich solltest du ermitteln, wofür dieses Geld genommen wird. Für einen Computer-Konzentrationstest? Oder tatsächlich für ein ausführliches teilstrukturiertes Interview plus Auswertung von Fragebögen und anschließende Besprechung? Und gilt dieser Arzt als ADHS-Spezialist?

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 32

    AW: "Muss" die Erstdiagnostik was kosten?

    Es ist leider immer so: wenn du es jetzt und sofort haben möchtest, musst du zahlen, ansonsten musst du sehr lange warten. Und 130,- EUR halte ich für vertretbar. Die Angebote, die ich mir eingeholt habe, gingen von 300,- bis 500,- EUR.

    Wichtig wäre halt eben, dass du weißt, wie lang die Diagnose geht bzw. wann du dein Ergebnis haben wirst. Ich hatte mal einen Psychologen, der mir relativ schnell auch einen Termin gab. Und bei diesem Ersttermin stellte sich aber raus, dass je größer mein Geldbeutel war, desto schneller würde er Folgetermine machen und somit die abschließende Diagnostik erstellen. Das ging dann soweit, dass er mehr oder weniger indirekt meinte, dass bei 500,- EUR die Diagnostik in zwei Wochen möglich ist und bei 300,- EUR eher in zwei Monaten. Ich habe mich am Ende für eine Psychologin entschieden, die direkt, offen und ehrlich ihre Preise und Bedingungen kommuniziert hat.

    Und kostenlos hätte ich auch bei ein paar machen können, die Termine waren aber alle so erst in 6 bis 9 Monaten.

  4. #4
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 484

    AW: "Muss" die Erstdiagnostik was kosten?

    okay2016 schreibt:

    Und kostenlos hätte ich auch bei ein paar machen können, die Termine waren aber alle so erst in 6 bis 9 Monaten.
    Was aber auch sehr human ist. Ich habe das Doppelte gewartet. Bin aber auch Mensch dritter Klasse, sprich Kassenpatient.

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 198

    AW: "Muss" die Erstdiagnostik was kosten?

    Was ich noch empfehlen kann, zum persönlichen Psychiater zu gehen, der telefonisch bei dem Spezialisten einen dringenden Termin vereinbart. So lief das bei mir und ging innerhalb zwei Wochen über die Bühne - und das auf volle Kosten der gesetzlichen Krankenkasse.

  6. #6
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.730

    AW: "Muss" die Erstdiagnostik was kosten?

    Wer erst in 8 Monaten einen Termin geben kann, hat auch dann keinen früheren wenn ein Kollege anruft. ADHS-Verdacht ist ja kein Notfall.

    Der andere Psychiater muss zudem ADHS grundsätzlich anerkennen und eingestehen dass der Spezialist das besser feststellen kann. Mal harmlos gesagt: Auf sehr viele Ärzte trifft nur eins davon zu, oder beides nicht.

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 26

    AW: "Muss" die Erstdiagnostik was kosten?

    Oha, das sind ja happige Beträge teilweise! Einen Psychiater habe ich zurzeit nicht "zur Hand" - aber ich werde mich mal an einen wenden.Hoffentlich wird das nicht wie letztes Mal: "...ja, in einem halben Jahr ist der erste Termin wieder frei!"
    Leider kenne ich mich echt null aus was "gute" Ärzte in diesem Bereich betrifft und was eine gute Diagnostik angeht.Ich bin nun schon einigermaßen verzweifelt und möchte endlich Gewissheit.
    Die besagte Praxis befindet sich in Hamburg, also falls Jemand da schon Erfahrungen gemacht hat: bitte schreiben, ich bin Euch unendlich dankbar.

    Die größeren Kliniken haben direkt bedauernd mitgeteilt dass sie inzwischen nichtmal mehr eine Warteliste haben weil sie in dieser Thematik so überlaufen sind.

  8. #8
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 141

    AW: "Muss" die Erstdiagnostik was kosten?

    Huch??? Ich habe anfang August einen Termin bei einem Psychiater und habe dann genau einen Monat auf den Termin gewartet. Von Kosten, die ich selbst zu tragen habe, hat er am Telefon nichts erwähnt. Jetzt mach ich mir natürlich so meine Gedanken.. Entweder kommt die Rechnung dann noch, oder er hat so schnell einen Termin frei, weil er nicht gut ist??? Wobei... ich kenne solch lange Wartezeiten eigentlich nirgends, ausser vielleicht beim MRT oder so...
    Aber was das angeht hatte ich wohl bisher einfach Glück. Selbst meine Psychotherapien konnte ich immer mit einer sehr geringen Wartezeit beginnen....

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 26

    AW: "Muss" die Erstdiagnostik was kosten?

    Ich sollte vllt dazu erwähnen, dass ich ursprünglich aus dem Speckgürtel Hamburgs komme, da ist die Versorgung an Fachärzten nochmal um einiges schlechter als in HH direkt denke ich.Da sind Wartezeiten von nem halben Jahr und länger bei Orthopäde, Hautarzt oder eben Psychologe/Psychiater Standart.

    - - - - - - - - - - Beiträge zusammengeführt (< 3 Minuten Zeitunterschied) - - - - - - - - - -

    Hast Du den Termin denn in HH? Vllt wäre das ja auch eine Option für mich.

  10. #10
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.859

    AW: "Muss" die Erstdiagnostik was kosten?

    Die Diagnostik kostet immer etwas. Die Kosten sind in der GÖA aufgelistet. Nun gibt es zwei Fälle: a). Die GKV bezahlt diese Kosten oder b) die Kosten werden privat bezahlt.

    Privatpatienten werden bevorzugt. Darüber kann man nun schimpfen, wobei das Schimpfen gar nichts ändert. Also hat man die Wahl. man bezahlt die Kosten privat und bekommt zeitnah einen Termin, oder man schaltet die GKV ein, was eine Wartezeit von i.d.R. 6 Monaten bedeutet.

    Einen persönlichen Psychiater zu bestimmen ist meines Erachtens von Vorteil, da dieser die Krankengeschichte kennen wird. Manchmal ist es anzuraten, die Medikation zu ändern. Ein Arzt, der die Krankengeschichte kennt, wird die neue Medikationsverordnung schnell durchführen; ein neuer Arzt wird sicherlich die komplette Diagnostik wiederholen wollen.

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