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Diskutiere im Thema Kein Hinweis in Zeugnissen? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #31
    Neues vorgestelltes Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 201

    AW: Kein Hinweis in Zeugnissen?

    Eiselein schreibt:
    Ein Grundschulzeugnis, in dem wirklich keinerlei Hinweise auf ADHS zu finden sind, ist sehr selten (die Lehrer müssten dann quasi komplette Vollidioten sein...). Was sich hingegen sehr oft findet, ist, dass diesen Hinweisen nicht so viel Bedeutung zugemessen wird, SOLANGE die Noten stimmen. Dies deutet dann allerdigs in den meisten Fällen auf eine Hochbegabung hin. Der Knick kommt dann in Klasse 7 mit dem Auftauchen der zweiten Fremdsprache. Ab dann beginnt dann bei Elternabenden das berühmte Lamento: "Nein, dumm ist er nicht, aber faul." Auch dies ist ein Hinweis auf eine Hochbegabung.

    Dass Nicht-Hochbegabte das Abitur schaffen ist zwar theoretisch auch möglich, ohne Auffälligkeiten, wie Klassenwiederholungen, Schulwechsel oder kontinuierlicher Nachhilfeunterricht, aber kaum denkbar. Ansonsten gilt: Abitur im ersten Anlauf = sicheres Indiz für Hochbegabung + sehr gut strukturiertes Elternhaus.
    bei mir steht nur drin, dass ich mich selten beteilige, ruhig dasitze, aber wenn ich was sage, ist es richtig. ansonsten gibt es keine anzeichen für ADHS bei mir im zeugnis.

    war meine lehrerin nun ne vollidiotin?

  2. #32
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 463

    AW: Kein Hinweis in Zeugnissen?

    Eiselein schreibt:
    Ein Grundschulzeugnis, in dem wirklich keinerlei Hinweise auf ADHS zu finden sind, ist sehr selten (die Lehrer müssten dann quasi komplette Vollidioten sein...). Was sich hingegen sehr oft findet, ist, dass diesen Hinweisen nicht so viel Bedeutung zugemessen wird, SOLANGE die Noten stimmen. Dies deutet dann allerdigs in den meisten Fällen auf eine Hochbegabung hin. Der Knick kommt dann in Klasse 7 mit dem Auftauchen der zweiten Fremdsprache. Ab dann beginnt dann bei Elternabenden das berühmte Lamento: "Nein, dumm ist er nicht, aber faul." Auch dies ist ein Hinweis auf eine Hochbegabung.

    Dass Nicht-Hochbegabte das Abitur schaffen ist zwar theoretisch auch möglich, ohne Auffälligkeiten, wie Klassenwiederholungen, Schulwechsel oder kontinuierlicher Nachhilfeunterricht, aber kaum denkbar. Ansonsten gilt: Abitur im ersten Anlauf = sicheres Indiz für Hochbegabung + sehr gut strukturiertes Elternhaus.
    Den ersten Teil finde ich sehr einleuchtend und habe ich ähnlich beschrieben, nur dass ich bereits einen Bruch zwischen Grundschule und Gymnasium sehe. Aber ja, der Klassenwechsel in der 7. Klasse plus Französisch war die Hölle.

    Nur das mit "Abitur im ersten Anlauf = sicheres Indiz für Hochbegabung + sehr gut strukturiertes Elternhaus" finde ich etwas gewagt.

    Mein Elternhaus ist null strukturiert, beide Eltern arbeiten im Schichtdienst und haben keine höhere Bildung. Obendrein sind sie Migranten, sprechen demnach kein perfektes Deutsch und Englisch oder Französisch sowieso nicht. Insgesamt waren sie ab der 5. Klasse nicht mehr fähig, mir irgendwie mit dem Schulstoff zu helfen, so dass ich neben ADHS nach Bourdieu auch noch andere schlechte Voraussetzungen hatte, die das Abitur unwahrscheinlicher machten. Wenn ich das mit meiner damaligen besten Freundin vergleiche. Beide Eltern Lehrer, tausend Bücher im Haus, Klavierunterricht...
    Trotzdem habe ich im ersten Anlauf ein durchschnittliches Abi geschafft. Ohne lernen, ohne Hausaufgaben, mit 25-75% Fehlzeit pro Halbjahr, Drogen- und Alkoholkonsum, Anorexie und später Bulimie. Ohne Diagnose und Medikation. Heißt das jetzt, ich bin superduper-hochbegabt, habe kein ADHS oder meine Schule war ein Witz?

    Das schreib ich nicht der Selbstdarstellung wegen, sondern weil ich wirklich nicht glaube, dass das ein Indikator für Hochbegabung ist. Ich hatte sehr tolerante Lehrer, die sich für mich eingesetzt haben und im Nachhinein glaube ich, dass man mir hat vieles durchgehen lassen (damals war ich mir natürlich sicher, dass alle gegen mich sind, ich undankbarer Teenager). Insgesamt war es eine Mischung aus Glück und Unglück.

    Wer weiß, wäre ich auf die Realschule gekommen, vielleicht wäre ich auf der Hauptschule gelandet, weil sich dort niemand um mich gekümmert hätte. Aber auf dem Gym war ich neben all den Musterschülern der Sonderfall, den man - wie du so schön schriebst - für klug aber faul und irgendwie sonderbar hielt. Außerdem vermute ich, dass die Lehrer dachten, ich hätte irgendwelche schlimmen häuslichen Probleme und dass sie deswegen Mitleid mit mir hatten. Was überhaupt nicht stimmt. Meine armen Eltern...
    Ich mein es gab Lehrer, die mich GEHASST haben. Aber eine Hand voll hat mir echt den Arsch gerettet. Ich sollte ihnen mal eine Dankeskarte schreiben.

  3. #33
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 22

    AW: Kein Hinweis in Zeugnissen?

    Da ich in zwei Monaten ebenfalls meinen Termin beim Arzt habe, habe ich gestern mal meine Gymnasialzeugnisse angeschaut, da die Grundschulzeugnisse wohl noch irgendwo bei meinen Eltern schlummern.

    Klasse 5: "Cl0wn muss noch lernen, aufmerksamer und konzentrierter zu arbeiten. Sein Sozialverhalten war stets vorbildlich"
    Klasse 6: "Im Gegensatz zum letzten Schuljahr war cl0wn ein sehr aufmerksamer Schüler."
    Ab Klasse 7 gab es keine Bemerkungen mehr in den Zeugnissen.

    Wie der Lehrer darauf kam, dass ich in Klasse 6 aufmerksamer war, kann ich mir nicht erklären. Meine Noten waren nämlich schlechter als in Klasse 5.

  4. #34
    multikomplex

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 260

    AW: Kein Hinweis in Zeugnissen?

    Ich hatte keine kopfnoten in der grundschule und nur 1 ' schriftliches'. War in einem modellversuch und die noten/ zeugnisse total unaussagekräftig!
    Nur solche sachen wie ' mit interesse/ besonderem interesse) teilgenommen.
    Meine zeugnisse sind ab der 6./7. kl auffällig.
    Ab da in aufmerlsamkeit , fleiss 3en teilweise 4en..
    Ich las mal, dass gerade bei mädels die sypmtomatik mit der pubertät verstärkt auftreten und auch noch(bei frauen später)dann wenn sie job/ kinder/ haushalt/ soz. Verpflichtungen alleine bewältigen müssen.
    Bei mir fing es dann krass im studium an( abgebrocheb) und als mutter dir noch tz arbeitete... Mann damals beruflich immer on tour - ich prokrsstinierend ubd depremiert/ depri mit 2 ads/ adhs kindern und dem chaos.
    Habe bisher nur 2 ärztl verdachtsdiagnosen und warte z zt suf warteliste bei einer ambulanz auf aufklärung meines holprigen und sehr bezeichnenden lebensweg u der daraus resultierenden total erwchöpfung/ überforderung u labilen seele..

  5. #35
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 141

    AW: Kein Hinweis in Zeugnissen?

    auf aufklärung meines holprigen und sehr bezeichnenden lebensweg u der daraus resultierenden total erwchöpfung/ überforderung u labilen seele..
    So geht es mir auch.... vor allem das mit der Überforderung / Erschöpfung und der labilen Seele. Einen Grund muss das ja haben und es wäre schön, diesen endlich benennen zu können..
    Ich drück dir die Daumen und ganz egoistisch mir selbst auch gleich mit

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