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Diskutiere im Thema Kein Hinweis in Zeugnissen? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #21
    Neues vorgestelltes Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 199

    AW: Kein Hinweis in Zeugnissen?

    das mit der kaffeemaschine ist das beste beispiel. ich hätte es mit sicherheit auch nicht kapiert. und wenn man dann solch einen menschen wie deine kollegin vor sich hat, dann bin ich danach auch immer total fertig, weil ich dann immer merke wie begriffsstutzig ich bin angeblich kapieren es andere sofort, sagen meine eltern. weder sie noch ich wussten früher das ich ADHS habe, aber es ist immer wieder so. man erklärt mir etwas, ich kapiere es nicht. wird es einem anderen erklärt, versteht er es sofort. das habe ich so oft schon beobachtet, das ich echt inzwischen denke, das kann nur wegen dem ADHS sein. es zieht sich durch mein ganzes leben. ich bin immer schon begriffstutzig und langsam denkend gewesen und meine eltern haben mir dann immer wieder gesagt, das ich dumm bin, weil ich ja eh nie irgendwas kapiere. mir ist das meiste immer zu kompliziert. erst wenn es mit beispielen erklärt wird, dann klappts mit dem verstehen. teilweise traue ich mich aber immernoch nicht immer nachzufragen, weil ich angst habe das ich wieder von irgendwem zu hören bekomme, dass ich dumm oder blöd bin. das hat sich in meine hirn gefressen das ich das früher jahrelang fast jeden tag hörte. auch in der schule hätte ich diesbzgl. mehr beantworten können, wenn ich die fragen wirklich verstanden hätte und nicht nur akustisch gehört. für mich passte das alles nie zusammen und meist schäme ich mich dafür, weil es sehr an meinem selbstwertgefühl kratzt.

    haha, das mit den verlegten und teilweise verlorenen oder mitgewaschenen terminzettel kenne ich selbst auch und als ich noch ambulante therapie hatte, musste ich oftmals nochmal fragen wann der nächste termin war, bzw. anrufen, weil der zettel wieder irgendwo weggekommen ist. es kam auch vor, dass ich zur falschen zeit und am falschen tag da war, weil ich nur noch irgendwas in erinnerung hatte, aber dann das falsche und mir gedacht habe 'passt so'. mein therapeut hat mich manchmal etwas erstaunt angeschaut.

    also ich schaffe es auch nicht immer es zu übertragen. ich habe sogar manchmal die falsche uhrzeit eingetragen, obwohl ich vom zettel abgeschrieben habe

    ich setze mich selbst unter druck, glaub ich. ich denke immer "wenn ich das jetzt nicht mache, dann komme ich da und dort wieder nicht hin. dann ist mein termin im a... und es dauert wieder voll lange, bis ich einen neuen termin bekomme, nur weil ich es mal wieder verrafft habe."
    das ist in dem fall zum glück meine angst und das ich nicht schon wieder dumm dastehen möchte, weil ich es nicht hinbekommen habe. früher hatte ich mal heftiges untergewicht und mein gastrodoc meinte, dass ich ein magengeschwür bekomme, wenn ich nicht aufhöre zu rauchen. ich rauche gerne und ich wollte nie aufhören, aber da habe ich extreme angst bekommen und den nächsten tag aufgehört. das hat sogar 1 jahr geklappt. dann hatte ich wieder normalgewicht und ich fing wieder an. ich glaube unterdruck setzen ist es, was mir hilft sache xy zu tun. vorallem wenn dann noch fall x oder y im negativen eintreten kann,

    was mir auch hilft ist, dass der kalender immer an derselben stelle liegt und das quasi fast vor meiner nase

  2. #22
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 141

    AW: Kein Hinweis in Zeugnissen?

    Ja ich brauche auch Druck, um zu funktionieren. Das war bei mir schon immer so. Ich mache sehr oft Dinge auf den allerletzten Drücker um konnte mich damit immer noch so gerade durchmogeln. Meistens ist es nicht schief gegangen bisher Aber es nervt total und wenn ich weiß, dass ich etwas zu erledigen habe, was ich nicht gern mache, dann habe ich es ständig im Hinterkopf und es beschäftigt mich ständig. Trotzdem bekomme ich den Hintern dann erst in der letzten Minute hoch... Und das kostet Energie und Kraft! Würde ich es einfach gleich erledigen, könnte ich es abhaken und müsste mich nicht immer wieder damit beschäftigen.

    Begriffstutztig bin ich ab und an auch, aber oft ist es anders herum. Dann hat mein Gegenüber etwas nicht verstanden und ich muss an mich halten, nicht in das Gespräch einzugreifen und es zu erklären. Stichwort Impulskontrolle. Das fällt mir dann oft echt schwer, den Anderen nicht über den Mund zu fahren. Aber da hat meine Mutter immer sehr drauf geachtet. Wenn Erwachsene sich unterhalten, hat das Kind den Mund zu halten. Ein Glaubenssatz, der sich auch nachhaltig eingebrannt hat. Heißt ja im übertragenen Sinne nichts Anderes, als das man andere Leute nicht zu unterbrechen hat. Etwas, worauf meine Mutter viel wert gelegt hat - was mir wie gesagt aber oft sooooooooooooo schwer fällt.
    Manchmal überhöre ich aber auch wichtige Details und verstehe etwas deswegen falsch. Weil mein Kopf mal wieder sonstwo ist, oder schneller als ich möchte und ich glaube schon zu wissen, das mein Gegenüber mir sagen will...

    was mir auch hilft ist, dass der kalender immer an derselben stelle liegt und das quasi fast vor meiner nase
    Absolut! Wenn in meinem Chaos etwas nicht da liegt, wo ich es hingelegt habe, oder zumindest glaube, dass ich es dorthin gelegt habe, dann geht die panische Sucherei los. Das kann so ausarten, dass ich dann wirklich auch nicht anzusprechen bin, hysterisch und hektisch werde und mein Umfeld anblöke, obwohl man mir nur helfen will.... Genau das stört mich aber in der dann eh schon mangelnden Konzentration und bei dem Versuch darüber nachzudenken, wo ich das Teil zuletzt in den Händen hatte und wo es sein könnte. Armes Umfeld....


    Geht es dir denn auch so, dass du ganz oft total müde und erschöpft bist? Das habe ich irgendwie ständig und war schon oft krankgeschrieben, weil ich einfach nur noch K. O. war. Ich glaube, diese ständige Überforderung wegen mangelnder Struktur und das ständige unter Druck setzen ist echt ein Kraftakt. Aktuell merke ich das wieder ganz akut.. Ich beschäftige mich grad sehr mit dem Thema AD(H)S und die Gedanken kreisen und kreisen... Ich komme von der Arbeit nach Hause und bin völlig erledigt, könnte sofort einschlafen. Mache ich aber natürlich nicht, weil ich dann am Abend gar nicht in 's Bett komme. Und wenn ich dann in's Bett will (gegen 23 Uhr) bin ich nicht mehr müde....

    Bis ich dann mal eingeschlafen bin, dauert es auch oft. Da beneide ich meinen Freund so... Der spielt noch was am Handy bis die Augen schwer werden, dreht sich um und... schläft ein!!!
    Das konnte ich noch nie... Ich denke dann an 1000 Dinge und brauche ewig zum abschalten. Und das sind dann gar nicht mal unbedingt belastende Dinge, es ist einfach alles mögliche.

    Ich brauche quasi einen schönen Gedanken, der mich fesselt und an dem ich festhalten kann, sonst schlägt das Hirn Purzelbäume und ich denke über Gott und die Welt nach. Wenn ich z. B. einen tollen Tag mit meinem Pferd hatte, dann ist das mein schöner Gedanke. Ich "reite" quasi in Gedanken auf dem Pferd noch einmal und geniesse das Gefühl des "Getragen werdens" und wie schön es sich anfühlt, eins mit dem Tier zu sein. Das ist ein Gedanke, der mich fesselt, bei dem ich zur Ruhe komme und abschalten kann. Darüber schlafe ich dann auch schnell ein. Aber wenn ich das nicht hab, dann kann's auch mal ne halbe Stunde und länger dauern, bis ich runtergefahren bin... Oft wache ich dann am nächsten morgen wie gerädert auf und weiß gar nicht, wie lang ich noch wachgelegen habe. Gruselilg... kann das Hirn nicht mal den Schnabel halten???

  3. #23
    Neues vorgestelltes Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 199

    AW: Kein Hinweis in Zeugnissen?

    Vennezia schreibt:
    Ja ich brauche auch Druck, um zu funktionieren. Das war bei mir schon immer so. Ich mache sehr oft Dinge auf den allerletzten Drücker um konnte mich damit immer noch so gerade durchmogeln. Meistens ist es nicht schief gegangen bisher Aber es nervt total und wenn ich weiß, dass ich etwas zu erledigen habe, was ich nicht gern mache, dann habe ich es ständig im Hinterkopf und es beschäftigt mich ständig. Trotzdem bekomme ich den Hintern dann erst in der letzten Minute hoch... Und das kostet Energie und Kraft! Würde ich es einfach gleich erledigen, könnte ich es abhaken und müsste mich nicht immer wieder damit beschäftigen.
    du sagst es... wenn es nicht etwas ist, das mich interessiert oder das ich gerne mache, dann bleibt es auch bis zur letzten minute liegen und es kostet mich auch ziemlich kraft es doch noch zu machen.

    Begriffstutztig bin ich ab und an auch, aber oft ist es anders herum. Dann hat mein Gegenüber etwas nicht verstanden und ich muss an mich halten, nicht in das Gespräch einzugreifen und es zu erklären. Stichwort Impulskontrolle. Das fällt mir dann oft echt schwer, den Anderen nicht über den Mund zu fahren. Aber da hat meine Mutter immer sehr drauf geachtet. Wenn Erwachsene sich unterhalten, hat das Kind den Mund zu halten. Ein Glaubenssatz, der sich auch nachhaltig eingebrannt hat. Heißt ja im übertragenen Sinne nichts Anderes, als das man andere Leute nicht zu unterbrechen hat. Etwas, worauf meine Mutter viel wert gelegt hat - was mir wie gesagt aber oft sooooooooooooo schwer fällt.
    Manchmal überhöre ich aber auch wichtige Details und verstehe etwas deswegen falsch. Weil mein Kopf mal wieder sonstwo ist, oder schneller als ich möchte und ich glaube schon zu wissen, das mein Gegenüber mir sagen will...
    ist bei mir auch so. denn wenn ich über thema x und y bescheid weiß, dann rede ich auch dazwischen, was natürlich oft schon zu diskussionen und zurechtweisungen geführt hat. oder ich wurde angeschrien "kannst du nicht mal den mund halten?" oder "du nervst."

    oder ganz gut zu beobachten, wenn ich mit meinem psychi oder anderen menschen rede, wo es ums zuhören geht. er hat mich ja diagnostiziert und weiß das ich ADHS habe, aber trotzdem höre ich jedesmal den satz "können sie mich nicht mal ausreden lassen?" ich weiß dann auch immer was er sagen will. überhören tu ich auch öfters details und weiß was mir gleich gesagt wird.

    Absolut! Wenn in meinem Chaos etwas nicht da liegt, wo ich es hingelegt habe, oder zumindest glaube, dass ich es dorthin gelegt habe, dann geht die panische Sucherei los. Das kann so ausarten, dass ich dann wirklich auch nicht anzusprechen bin, hysterisch und hektisch werde und mein Umfeld anblöke, obwohl man mir nur helfen will.... Genau das stört mich aber in der dann eh schon mangelnden Konzentration und bei dem Versuch darüber nachzudenken, wo ich das Teil zuletzt in den Händen hatte und wo es sein könnte. Armes Umfeld....
    haha geht mir auch so. hysterisch, panisch und wenn mich jemand stört/mich gestört fühle, dann werde ich auch laut. ich zittere sogar vor angst das ichs nicht finde/nicht finden könnte und wenn ich richtig wütend bin, dann zittert sogar mein nacken.

    daher habe ich meine zwangsordnung eingeführt, damit ich ohne suchen bzw. wenn nur mit sehr kurzem suchen doch das finde was ich suche ich bin ja nicht arbeitend, bin hyperaktiv und muss irgendetwas ständig tun, in bewegung sein. dann kann ich auch was sinnvolles in meiner wohnung machen

    Geht es dir denn auch so, dass du ganz oft total müde und erschöpft bist? Das habe ich irgendwie ständig und war schon oft krankgeschrieben, weil ich einfach nur noch K. O. war. Ich glaube, diese ständige Überforderung wegen mangelnder Struktur und das ständige unter Druck setzen ist echt ein Kraftakt. Aktuell merke ich das wieder ganz akut.. Ich beschäftige mich grad sehr mit dem Thema AD(H)S und die Gedanken kreisen und kreisen... Ich komme von der Arbeit nach Hause und bin völlig erledigt, könnte sofort einschlafen. Mache ich aber natürlich nicht, weil ich dann am Abend gar nicht in 's Bett komme. Und wenn ich dann in's Bett will (gegen 23 Uhr) bin ich nicht mehr müde....
    ja, definitiv. das geht mir auch genauso. wenn es zu anstrengend war oder ist, dann spielt mein immunsystem sogar verrückt. nagelbett entzündung, mandelentzündung, asthma, kopfschmerzen bis zu migräne, grippe fieber, übelkeit, magenschmerzen, etc. alles schon gehabt und es kommt immer mal wieder was neues, das ich noch nicht hatte.

    Bis ich dann mal eingeschlafen bin, dauert es auch oft. Da beneide ich meinen Freund so... Der spielt noch was am Handy bis die Augen schwer werden, dreht sich um und... schläft ein!!!
    Das konnte ich noch nie... Ich denke dann an 1000 Dinge und brauche ewig zum abschalten. Und das sind dann gar nicht mal unbedingt belastende Dinge, es ist einfach alles mögliche.
    ich bin nachts auch weniger müde als tagsüber. ich denke das kommt von den reizen usw. da ist die erschöpfung vorprogrammiert, aber nachts wo es um einiges ruhiger wird, da genieße ich die ruhe.

    Ich brauche quasi einen schönen Gedanken, der mich fesselt und an dem ich festhalten kann, sonst schlägt das Hirn Purzelbäume und ich denke über Gott und die Welt nach. Wenn ich z. B. einen tollen Tag mit meinem Pferd hatte, dann ist das mein schöner Gedanke. Ich "reite" quasi in Gedanken auf dem Pferd noch einmal und geniesse das Gefühl des "Getragen werdens" und wie schön es sich anfühlt, eins mit dem Tier zu sein. Das ist ein Gedanke, der mich fesselt, bei dem ich zur Ruhe komme und abschalten kann. Darüber schlafe ich dann auch schnell ein. Aber wenn ich das nicht hab, dann kann's auch mal ne halbe Stunde und länger dauern, bis ich runtergefahren bin... Oft wache ich dann am nächsten morgen wie gerädert auf und weiß gar nicht, wie lang ich noch wachgelegen habe. Gruselilg... kann das Hirn nicht mal den Schnabel halten???
    ja, wenn ich positive gedanken im kopf habe, dann fällt es mir auch leichter zu mir zu kommen. dann denke ich daran und freue mich, weil mich das was ich erlebt habe, freut und der ausklang des tages dann positiv ist positives ist ja nicht belastend. , wenn ich positive gedanken im kopf habe, dann fällt es mir auch leichter zu mir zu kommen. dann denke ich daran und freue mich, weil mich das was ich erlebt habe, freut und der ausklang des tages dann positiv ist positives ist ja nicht belastend.
    Geändert von Neji ( 7.07.2016 um 00:17 Uhr)

  4. #24
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 141

    AW: Kein Hinweis in Zeugnissen?

    daher habe ich meine zwangsordnung eingeführt, damit ich ohne suchen bzw. wenn nur mit sehr kurzem suchen doch das finde was ich suche ich bin ja nicht arbeitend, bin hyperaktiv und muss irgendetwas ständig tun, in bewegung sein. dann kann ich auch was sinnvolles in meiner wohnung machen
    Ich hab mir auch angewöhnt den Schlüssel möglichst immer an die selbe Stelle zu legen. Klappt nicht immer, aber meistens und das erspart mir und meiner Umwelt viel Stress

    Die Hyperaktivität fehlt mir allerdings glaube ich. Ich kann wunderbar herumliegen und nichts tun. Leider kann ich das zu gut! Wobei... wenn ich dann liege, habe ich ein schlechtes Gewissen und denke über die 1000 Dinge nach, die ich noch tun müsste. Dann schaue ich mich in meiner Wohnung um und denke.. ok, der Tisch müsste mal gewischt werden. Und schwupps fallen mir noch zich andere Dinge ein, die auch dringend gemacht werden müssten und der Berg wird immer und immer größer in meinem Kopf und die Motivation verlässt laut lachend den Saal!
    Wenn ich dann einfach sagen könnte ok, machste halt morgen das und übermorgen das und hätte auch keine Probleme das dann so zu tun, wär's ja ok. Stattdessen schiebe ich es auf und warte manchmal, bis sich Besuch ankündigt. Dann wirble und putze ich 2 - 4 Stunden. Dann ist die Wohnung tippi toppi und ich versuche, es so zu erhalten. Das gelingt mir eine Weile, bis ich irgendwann nach Hause komme, mich umsehe und denke: "Hey... was für ein Chaos! Wie zur Hölle ist das passiert????"

    ja, definitiv. das geht mir auch genauso. wenn es zu anstrengend war oder ist, dann spielt mein immunsystem sogar verrückt. nagelbett entzündung, mandelentzündung, asthma, kopfschmerzen bis zu migräne, grippe fieber, übelkeit, magenschmerzen, etc. alles schon gehabt und es kommt immer mal wieder was neues, das ich noch nicht hatte.
    Oh ja, das kenne ich . Mein Körper denkt sich auch immer mal wieder was Neues aus.. Aktuell eine Schleimbeutelentzündung in der Hüfte... *autsch*
    Es ist manchmal so, dass ich merke, ich steuere wieder auf ein totales Tief zu, totale Erschöpfung, der Körper braucht mal wieder Ruhe und Erholung. Aber ich würde mich dann nicht krankschreiben lassen, denn das könnte ich vor mir nicht rechtfertigen. Ich wünsche mir dann schon quasi, dass ich wirklich krank werde, damit ich es auch vor mir selbst rechtfertigen kann, mich mal ein paar Tage in's Bett zu legen und mal einfach nichts zu tun. Und schwupps.... funktioniert oft. Dann bekomme ich ne Grippe oder was auch immer.... Die Psyche ist schon ein Fuchs! Ruhe ich mich nicht von mir aus aus, sorgt meine Psyche dafür, dass ich es tun MUSS.
    Wenn ich mich "einfach so" wegen der Erschöpfung krankschreiben lasse, was wenn es ganz arg war auch schon vorgekommen ist, dann habe ich ein schlechtes Gewissen wenn ich mich einfach wirklich mal nur ausruhe und nicht wenigstens DANN man den Haushalt auf Vordermann halten kann...

  5. #25
    Yvy


    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 21

    AW: Kein Hinweis in Zeugnissen?

    Mal ganz ehrlich es kostet mich mehrere Anläufe und Überwindung die extra langen Texte zu lesen.

    Zur Schule vorab nochmal.
    Grundschule ersten 2 Jahre nur langsam unkonzentriert und verträumt.

    Dann ab der vierten viiiiel zu gr klappe .
    Probleme gabs nur vom Verhalten. Überwiegend in den Fächern wie Geschichte und Erdkunde. Die mich nicht interessieren. Mathe etc ging immer gut das war für mich logisch.
    Es gab nur zwei Möglichkeiten, entweder es interessiert mich und ich gagger ungefragt dazwischen oder eben nicht und ich störte massiv den Unterricht aus Langeweile.

    Ich brauch auch den Druck. Sonst wird das nichts.

    Mein Mundwerk ist viel zu lose was alle nervt.

    Ich bin so froh dass Autos Ersatzschlüssel haben.
    Nur mein Handy verleg ich irgendwie nicht, weil da alles wichtige drin ist.
    Geändert von Yvy (12.07.2016 um 21:14 Uhr)

  6. #26
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 31

    AW: Kein Hinweis in Zeugnissen?

    Ich würde mir da keinen Kopf machen und der Diagnostik vertrauen. Es gehen viele Faktoren in die Diagnostik ein.

    In meinen Zeugnissen fanden sich nur wenig Hinweise. Aber auch deshalb, weil man Mitte der 1970er Jahre in den Zeugnissen nicht so ausführlich wie heutzutage über den Lernfortschritt und den Problemen der Kinder berichtete. Ich konnte selbst nur wenig berichten, da ich kaum Erinnerungen an meine Kindheit habe.

  7. #27
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.581

    AW: Kein Hinweis in Zeugnissen?

    Ein Grundschulzeugnis, in dem wirklich keinerlei Hinweise auf ADHS zu finden sind, ist sehr selten (die Lehrer müssten dann quasi komplette Vollidioten sein...). Was sich hingegen sehr oft findet, ist, dass diesen Hinweisen nicht so viel Bedeutung zugemessen wird, SOLANGE die Noten stimmen. Dies deutet dann allerdigs in den meisten Fällen auf eine Hochbegabung hin. Der Knick kommt dann in Klasse 7 mit dem Auftauchen der zweiten Fremdsprache. Ab dann beginnt dann bei Elternabenden das berühmte Lamento: "Nein, dumm ist er nicht, aber faul." Auch dies ist ein Hinweis auf eine Hochbegabung.

    Dass Nicht-Hochbegabte das Abitur schaffen ist zwar theoretisch auch möglich, ohne Auffälligkeiten, wie Klassenwiederholungen, Schulwechsel oder kontinuierlicher Nachhilfeunterricht, aber kaum denkbar. Ansonsten gilt: Abitur im ersten Anlauf = sicheres Indiz für Hochbegabung + sehr gut strukturiertes Elternhaus.

  8. #28
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 385

    AW: Kein Hinweis in Zeugnissen?

    Eiselein schreibt:
    Ein Grundschulzeugnis, in dem wirklich keinerlei Hinweise auf ADHS zu finden sind, ist sehr selten (die Lehrer müssten dann quasi komplette Vollidioten sein...). Was sich hingegen sehr oft findet, ist, dass diesen Hinweisen nicht so viel Bedeutung zugemessen wird, SOLANGE die Noten stimmen. Dies deutet dann allerdigs in den meisten Fällen auf eine Hochbegabung hin. Der Knick kommt dann in Klasse 7 mit dem Auftauchen der zweiten Fremdsprache. Ab dann beginnt dann bei Elternabenden das berühmte Lamento: "Nein, dumm ist er nicht, aber faul." Auch dies ist ein Hinweis auf eine Hochbegabung.

    Dass Nicht-Hochbegabte das Abitur schaffen ist zwar theoretisch auch möglich, ohne Auffälligkeiten, wie Klassenwiederholungen, Schulwechsel oder kontinuierlicher Nachhilfeunterricht, aber kaum denkbar. Ansonsten gilt: Abitur im ersten Anlauf = sicheres Indiz für Hochbegabung + sehr gut strukturiertes Elternhaus.
    (Ich gehe jetzt davon aus, du meinst hochbegabte bzw. nicht hochbegabte ADHSler?)
    Grundsätzlich widerstreben mir und meiner empirischen Denke die Aufstellung derart logisch, naturgesetzlich anmutender Zusammenhänge (wow, MPH lässt nach, da werde ich noch stilsicherer )...

    Aber: Alle meine nicht empirisch begründeten informellen Beobachtungen gehen so ziemlich in diese Richtung. (Müssten nur noch gute Studien her, um bloße Augenscheinlichkeit auszuräumen, so es die Daten hergeben würden).

    Eine Ergänzung hätte ich noch: hypoaktive Träumervariante, insbesondere in älteren Generationen mit sehr großen Klassen fielen die wirklich nicht, sofern sie grundsätzlich die Geschicklichkeit besaßen, etwas nicht gänzlich Unpassendes zu antworten, wenn aufgerufen und sonst recht "brav" zu sein (kann auch Angst vor Disziplinierungen gewesen sein).
    Heute v.a. im Zusammenhang mit hoher Intelligenz und dadurch möglichem schnellen Wieder-den Faden-finden. Und hohe Leistungsansprüche, die einen alles dafür tun lassen, die eigenen (Aufmerksamkeits-) Lücken zu kaschieren und zu kompensieren, hohe intelligenz von Vorteil, Gefahr ist Dauer-Überanstrengung, trotz erreichter Leistungsziele Selbstzweifel (da Leistungfahigkeit unter Mühen aufrechterhalten) und auf lange Sicht Erschöpfungssymptomatik.

    Rolle des Elternhauses würde ich unterstreichen wollen. Viele Eltern,v.a. Mütter kompensieren die mangelnde Strukturiertheit des Kindes bis zum Abitur.

  9. #29
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 141

    AW: Kein Hinweis in Zeugnissen?

    Es gab nur zwei Möglichkeiten, entweder es interessiert mich und ich gagger ungefragt dazwischen oder eben nicht und ich störte massiv den Unterricht aus Langeweile.
    Bei mir ist das bis heute ähnlich, wenn auch etwas anders ausgeprägt. Entweder es interessiert mich, dann kann ich folgen und beteilige mich sehr rege und halte zwar die Regeln ein und warte, bis ich dran bin, bin dabei aber sehr ungeduldig und werde innerlich fast wütend, wenn man mich nicht "dran nimmt"
    Interessiert es mich so rein gar nicht, dann schweife ich ab, versinke in Tagträumereien und kann mich auch mit größter Mühe nur selten dazu bewegen, angestrengt zuzuhören. Es sei denn es ist wirklich super wichtig und ich mache mir Notizen, damit ich am Ball bleibe. Ohne Notizen habe ich keine Chance einem langweiligen Vortrag auch nur 5 Minuten am Stück folgen zu können....

    In meinen Zeugnissen fanden sich nur wenig Hinweise. Aber auch deshalb, weil man Mitte der 1970er Jahre in den Zeugnissen nicht so ausführlich wie heutzutage über den Lernfortschritt und den Problemen der Kinder berichtete. Ich konnte selbst nur wenig berichten, da ich kaum Erinnerungen an meine Kindheit habe.
    Bei mir wurde mitte der 80er schon ausführlicher berichtet in den Zeugnissen. Aber wenn es danach geht, war ich ein braver und guter Musterschüler, bzw. Schülerin Aber.. Grundschule hat mir auch Spass gemacht. Alles! Ich kann mich nicht erinnern, da jemals ungern in den Unterricht gegangen zu sein, oder das ich keinen Bock auf Hausaufgaben hatte. Die hab ich da immer gern gemacht. Aber auch nur da..

    "Nein, dumm ist er nicht, aber faul."
    Eiselein, das ist ein Satz, der von mir über mich selbst stammen könnte! Ich hab immer gesagt, dass ich unter meinen Möglichkeiten geblieben bin, aber zu faul war. Das war aber zu Zeiten, wo ich vom möglichen AD(H)S noch nichts ahnte. Jetzt stellt es sich mit anders dar und ich fiebere der Diagnostik entgegen. Da würde glaube ich eine riesen Last von mir abfallen.

    Und ja.. bei mir war es in der 5ten und 6ten Klasse schon schwierig auf dem Gymnasium, da sackten die Noten schon ab, aber es hielt sich noch im Rahmen. Ab der 7 war dann tatsächlich schluss. Ich habe Französisch gehasst und selbst mit Nachhilfe wurde es nicht viel besser. Kunst und Musik, darin war ich super

    Abitur im ersten Anlauf = sicheres Indiz für Hochbegabung + sehr gut strukturiertes Elternhaus.
    Das strukturierte Elternhaus hatte ich z. B. gar nicht. Nach der Grundschule war ich in Sachen Hausaufgaben quasi auf mich alleine gestellt. Es wurde vielleicht mal gefragt, ob ich diese erledigt habe, kontrolliert wurde es nicht und Hilfe hatte ich eh keine zu erwarten. Ich bekam immerhin irgendwann Nachhilfe in Mathe und Französisch, aber da war nichts mehr zu retten...
    Auf der Realschule wurde es dann aber sofort um Längen besser und auch die Berufsschule habe ich ziemlich gut gemeistert, die Noten können sich sehen lassen.

    Viele Eltern,v.a. Mütter kompensieren die mangelnde Strukturiertheit des Kindes bis zum Abitur.
    Das glaube ich auch. War bei mir nicht so, aber ich habe es in verschiedenen Familien genau so erlebt. Da hätte quasi die Mama das Abitur für den Sohn / die Tochter schreiben können...

  10. #30
    Yvy


    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 21

    AW: Kein Hinweis in Zeugnissen?

    Oh den Satz mit dem faul kenne ich zu gut. Aber ganz ehrlich das war ich zusätzlich noch .

    Nachdem keiner kontrolliert hat hab ich auch nie Hausaufgaben gemacht. Gelernt hab ich nie.
    War auf der realschule Abschluss mit 2.5 ohne irgendetwas dafür zu tun. Geschichte fast 5 ( einmal gelernt für die 4 denn im Abschlussjahr hätte ich sonst den Stoff des ganzen Jahres lernen müssen zur Nachprüfung ). Lag an fehlendem Interesse und ganz persönlich der Lehrerin in Geschichte.

    1 und 2 ohne etwas zu tun hatte ich in Mathematik, Physik, Chemie und Biologie. Die Teile die ich aufgeschnappt hab waren irgendwie wichtig. Und Lehrer die bildlich erklärt haben.


    2-4 in sprachlichen Sachen . Deutsch und Englisch

    Und sinnloses Auswendig lernen meistens ne 5.

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