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Diskutiere im Thema Eure Meinung? AD(H)S - oder eher nicht? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #21
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 141

    AW: Eure Meinung? AD(H)S - oder eher nicht?

    Das Strukturieren von Texten muss ich als gelernte Bürokauffrau können ;-) Hab viele Jahre im Sekretariat gearbeitet und dort sowohl Briefe, als auch Protokolle verfasst. Da muss ich also können ;-)
    Was mir schon immer schwergefallen ist, ist es mich kurz zu fassen und meine Probleme kurz und knapp auf den Punkt zu bringen. Ich hole immer Meilenweit aus und meine, dass ich ja keine Information vergessen darf, damit mein Gegenüber eine Chance hat, das Problem auch in Gänze erfassen zu können. Ich tippe mit 10 Fingern und das sehr schnell, weil ich es eben für den Job lernen musste. Aber die Löschtaste zur Korrektur ist mein bester Freund ;-)
    Rechtschreibung und Fehlerlesen ... da bin ich durch eine harte Schule bei meinem Ex-Chef gegangen. Wenn da auch nur ein Tippfehler im Protokoll war... huiuiui....

    Den Eingangstext hier habe ich auch erst erfasst, nachdem ich mich schon näher mit dem Thema ADHS befasst hatte. Den hab ich nicht einfach so drauf los geschrieben, sonst wäre er deutlich kürzer ausgefallen. Aber mir sind hier viele Parallelen aufgefallen mit mir und ich hab mir Notizen gemacht, damit ich im Eigangspost nichts Wichtiges vergesse ;-)

    Das Thema Selbstreflektion... naja... durch diverse Therapien hab ich ich schon sehr intensiv mit mir beschäftigt und da auch schon viel mitnehmen können. Da lernt man schon eine ganze Menge über sich selbst....

  2. #22
    Chef - Knuddler

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.318

    AW: Eure Meinung? AD(H)S - oder eher nicht?

    Ich schrieb ja "bei vielen,der hier und in anderen Threads schreibenden". Damit warst nicht Du (allein) gemeint und auch nicht nur der Eingangstext.

    Der Hinweis auf die Selbstwahrnehmungsproblematik war durch stjernje' s Frage inspiriert.

    In beiden Fällen wird meine Argumentation übrigens nicht durch Dein Beispiel tangiert,eher noch bestätigt.

  3. #23
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 7.323

    AW: Eure Meinung? AD(H)S - oder eher nicht?

    Das ist mir alles sehr vertraut!

  4. #24
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 141

    AW: Eure Meinung? AD(H)S - oder eher nicht?

    :-D KoMmt mir alles tierisch bekannt vor!!
    Nun ja, ich würde dir mal eine pos. Fernverdachtsdiagnose geben!

    Was mir immer wieder auffällt, dass sich adsler( innen!) sehr gut beschreiben können - auch reflektieren und auch gut selbsteinschätzrn können- obwohl adslern oft eine schlechte seltbstwahrnehmung nachgesagt wird...

    Wie sehr ihr das?
    Lg
    Ausserdem: das viiiiel schreiben ( gedanklicher ergussgetippe!! Kenne ich von mir!!!!!)

    Hm... ich denke gerade bei ADHS im Erwachsenenalter muss man ja schon fast selbst drauf kommen, dass es das sein könnte, um an einen geeigneten Arzt zu geraten.. Und da muss man sich ja quasi zwangsläufig sehr mit sich selbst beschäftigen und sich überlegen, ob es zutreffen könnte, oder nicht... Auf der Suche nach Antworten auf meine Probleme bin ich irgendwann hierher geraten, aber ich suche schon viele Jahre. Und da setzt man sich natürlich auch arg mit sich selbt auseinander. Ist bei mir jedenfalls so, auch durch die Therapien wegen der Angststörung etc..


    Ergussschreiben klingt gut Da beschreibt es prima! Und trotzdem fällt mir hinterher oft auf, dass ich was in meinen Augen Wichtiges vergessen habe und schiebe es noch nach. Gut, dass es hier eine Editierfunktion gibt

    Ich wäre froh endllich zu wissen, was mit mir los ist. Mein Leben verläuft nicht normal und ich bin ständig erschöpft und müde und antriebslos.... das ist mal besser, mal schlechter, je nachdem wieviel (psychischen) Stress ich grad so habe. Aber mindestens einmal, eher zweimal im Jahr muss ich mich krankschreiben lassen, weil ich nicht mehr kann. Das war schon immer so. Und wennich das nicht mache, wünsche ich mir, ich werde krank, damit ich mich ausruhen kann und kein schlechtes Gewissen haben muss mich krankschreiben zu lassen, weil ich ja "WIRKLICH" krank bin. Tja und dann werde ich meist auch krank... Grippe o. ä...
    Ich hab da echt keine Lust mehr drauf... Jemals normal zu funktionieren und belastbar zu sein, das habe ich mir abgeschminkt. Aber wenn das Kind einen behandelbaren Namen hätte, könnte ich da wenigstens mal Ruhe reinbringen und käme nicht immer wieder an den Punkt an dem ich jetzt wieder bin. Müde, ausgebrannt mit dem Wissen, dass ich mir ganz viel Stress sparen könnte un mir ganz viel Druck selbst mache, aber ich weiß nicht wie ich es abstellen soll.
    Gestern hab ich aufgeräumt, Besuch hatte sich angekündigt. Heute starre ich die Spülmaschine an, die ausgeräumt werden müsste und finde 1000 Dinge, die vermeindlich wichtiger sind. Ich kriege da keine Kontinuität rein und nächste Woche siehts hier wieder aus, als hätte ne Bombe eingeschlagen. Darauf könnte ich wetten!

  5. #25
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 7.323

    AW: Eure Meinung? AD(H)S - oder eher nicht?

    Ich räume sehr gerne auf, nur nicht jeden Tag ....

  6. #26
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 141

    AW: Eure Meinung? AD(H)S - oder eher nicht?

    Ich räume sehr gerne auf, nur nicht jeden Tag ....
    Manchmal mache ich das auch gern... aber eigentlich nur, wenn ich einen Anreiz habe. Irgendwas Neues, neue Deko, neuer Staubsauger den ich ausprobieren möchte... Oder mein Schatz ist motiviert und zieht mich mit.. was leider auch eher selten vorkommt.

    Ich schrieb ja "bei vielen,der hier und in anderen Threads schreibenden". Damit warst nicht Du (allein) gemeint und auch nicht nur der Eingangstext.

    Der Hinweis auf die Selbstwahrnehmungsproblematik war durch stjernje' s Frage inspiriert.

    In beiden Fällen wird meine Argumentation übrigens nicht durch Dein Beispiel tangiert,eher noch bestätigt.
    Keine Sorge, ich hatte das jetzt auch nicht nur auf mich persönlich bezogen. Aber das Thema interessiert mich. Wenn ich dich richtig verstehe, stellst du die These auf, dass man als ADHSler solche strukturierten Texte eher nicht verfassen kann und auch die Selbstreflektion "gestört" ist? Wobei das Wort "gestört" für mich abwertend klingt, ich meine es aber nicht so. Mir fällt gerade kein besseres Wort ein..
    Die Frage interessiert mich jetzt wirklich. Immerhin bin ich ja auch der Suche nach dem Ursprung meiner Probleme und möchte natürlich nicht in die falsche Richtung tappen..

    Aber gibt es nicht verschiedene Stufen des ADHS? Und nicht alle haben die gleichen Symptome, noch dazu unterschiedlich ausgeprägt, oder? Fragen über Fragen...

  7. #27
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 104

    AW: Eure Meinung? AD(H)S - oder eher nicht?

    Hallo Vennezia,

    du hast ja jetzt schon einiges an Antworten erhalten, aber ich möchte dir auch gern noch sagen, dass ich mich in deinem Eingangstext dermaßen wiedergefunden habe, als hätte ich ihn selbst geschrieben. Nicht-AD(H)Sler werden wohl nicht verstehen können, wie man sich über eine solche Diagnose freuen kann, aber hier ist die Lage ja anders. Viele von uns sind wohl erleichtert und fühlen sich befreit.

    Ich wünsche dir noch alles Gute für deinen weiteren Weg, ob mit AD(H)S oder ohne, ob mit Medikamenten oder ohne!

    Grüße, Lefty

  8. #28
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 104

    AW: Eure Meinung? AD(H)S - oder eher nicht?

    Noch zur Selbstwahrnehmung: AD(H)Sler werden geradezu gezwungen, sich selbst ganz genau anzuschauen - die "Normalen" brauchen das nicht, da sie sich in der Mehrzahl ihrer Mitmenschen in ihrer Art und Weise bestätigt sehen. Hat man aber ständig Probleme, die andere nicht haben, wird man immer wieder auf Eigenheiten oder angebliche Charakterschwächen angesprochen und sogar von Menschen deswegen gemieden, dann schaut man natürlich auf sich selbst und fragt sich: was stimmt nicht mit mir?

    Ich weiß mittlerweile, dass ich Schwächen habe wie jeder andere Mensch auch, dass ich aber im Großen und Ganzen ziemlich dufte bin :-)

  9. #29
    Chef - Knuddler

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.318

    AW: Eure Meinung? AD(H)S - oder eher nicht?

    @Venezia: Du hast mich fast ganz richtig verstanden. Erstmal danke auch an Dich für's "nicht-persönlich-nehmen"!

    Ich meinte keineswegs,dass ADHS'ler schlicht nicht-und unter keinen Umständen-zu solchen Texten in der Lage wären. Absolut nicht.

    Ich sehe es so dass-gerade beim vorwiegend unaufmerksamen Typus-die spontane Strukturierung mehrerer selbstverfasster Texte der hier (im Forum) häufiger anzutreffenden Länge ohne Medikation oder spezielle,erlernte Coping-Strategien zur Kontrolle der Unaufmerksamkeit etc. sehr sehr schwierig bis unmöglich sein dürfte.

    Du siehst,nichts kategorisches,sehr viele Bedingungen und Einschränkungen. Nicht wirklich gut zum Provozieren geeignet.

    Bezüglich der Selbstwahrnehmung kann ich nur zur Beschäftigung mit Texten und/oder Videovorträgen (letztere frei zugänglich bei YouTube) von Russel A. Barkley ermutigen.

    Kurz: Man geht erfahrungsgemäß davon aus,dass die Selbst-und damit letztlich auch Fremd-und Situationswahrnehmung von ADHS'lern ein wenig...nun ja... kaputt ist.und dadurch-natürlich immer in Abhängigkeit vom Schweregrad der ADHS-bis zum Eintritt in die dritte Dekade teilweise im Grunde zu sogut wie nix zu gebrauchen ist.

    Heißt: Nicht die intellektuelle Reflexionsfähigkeit an sich ist im Eimer,sondern ihre Informationsquelle. Auch blöd.

    Schweregrade gibt es-meiner Meinung nach-selbstverständlich. Aber auch da scheiden sich-wie in einigen Diskussionen der jüngeren Zeit sehr gut ersichtlich-die Geister...*seufz*

    Die Frage ist am Ende halt,wo wir (als Gesellschaft) die Grenze zwischen gesund und pathologisch ziehen. Danach wird sich auch die Beurteilung des Schweregrades richten,sowie die Haltung zur "Schweregrade Ja oder Nein??"-Frage als Ganzes.

    Uff. Irgendwie bin ich jetzt doch müde geworden...hoffe,es war bis hierhin verständlich.


  10. #30
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 141

    AW: Eure Meinung? AD(H)S - oder eher nicht?

    Ich weiß mittlerweile, dass ich Schwächen habe wie jeder andere Mensch auch, dass ich aber im Großen und Ganzen ziemlich dufte bin :-)
    Lefty, das ist eine super Einstellung finde ich Jeder Mensch hat Macken und Schwächen, sonst wären wir ja alle perfekt. Wie langweilig wäre das denn???

    Es ist spannend für mich zu lesen, dass es doch ein paar Chaoten hier gibt, die die Diagnose bereits haben und sich mit meinem Text identifizieren können. Ich bin gespannt was bei mir herauskommt. Heute geht's los, mit der Diagnostik. Ich bin ziemlich aufgeregt und wirklich gut geht's mir nicht. Die letzten Wochen der intensiven Beschäftigung mit dem Thema haben meine innere Ruhe doch sehr gestört und die Panikattacken lauern wieder...
    Aber ich denke trotzdem, ich wäre froh, wenn die Diagnose stehen würde. Dann wüßte ich, was der Ursprung für meine Probleme ist und könnte anders damit arbeiten, als ich es bisher getan habe. Und auch einfach mal denken, dass es jetzt eben so ist und ich halt meine Auszeiten und Entspannungsphasen brauche, mehr als z. B. mein Freund. Ich könnte da wahrscheinlich einfach mehr "loslassen" und mein schlechtes Gewissen etwas eindämmen, wenn ich mal wieder nicht so funktioniere, wie ich es gerne hätte.

    @luftkopf

    Na du hast mich ja nicht persönlich angegriffen oder so - sondern einfach nur deine Meinung geschildert. Verschiedene Blickwinkel sind wichtig und auch wenn man nicht immer einer Meinung ist, ist das in meinen Augen nur gut und förderlich für eine gute, konstruktive Diskussion

    Ich hatte es auch nicht so verstanden, dass du AD(H)Slern die Fähigkeit, strukturierte und ausführliche Texte zu schreiben, grundsätzlich absprichst.

    Hier habe ich allerdings ein Verständnisproblem:

    Kurz: Man geht erfahrungsgemäß davon aus,dass die Selbst-und damit letztlich auch Fremd-und Situationswahrnehmung von ADHS'lern ein wenig...nun ja... kaputt ist.und dadurch-natürlich immer in Abhängigkeit vom Schweregrad der ADHS-bis zum Eintritt in die dritte Dekade teilweise im Grunde zu sogut wie nix zu gebrauchen ist.

    Heißt: Nicht die intellektuelle Reflexionsfähigkeit an sich ist im Eimer,sondern ihre Informationsquelle. Auch blöd.
    Besonders beim letzten Satz kann ich gerade nicht so richtig folgen. Ihre Informationsquelle ist kaputt? Kannst du das näher beschreiben? Da komme ich gerade irgendwie nicht mit.
    Ich verstehe es so, dass man zwar die Reflexionsfähigkeit besitzt, aber durch das Chaos im Kopf zu falschen Schlussfolgerungen gerät und sich dadurch selbst ganz anders wahrnimmt, als Andere es tun? Wobei Eigen- und Fremdwahrnehmung ja eh immer zwei verschiedene paar Schuhe sind...

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