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Diskutiere im Thema Beim Psychiater/Neurologe heute wegen Vermutung ADHS im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #11
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Fachperson
    Forum-Beiträge: 671

    AW: Beim Psychiater/Neurologe heute wegen Vermutung ADHS

    Bei uns in der Klinik ist es ein Dauerthema, dass ich zufällig oder unauffällig gerade bei Frauen ein ADHS diagnostiere. Die haben auch seit Jahrzehnten Depressionen bzw. das, was die Psychiater dafür halten. Aber die Antidepressiva helfen nicht.

    Ein Blick in die Zeugnisse und man hat dann schon lehrbuchmässige Beschreibungen. Dann noch nachgefragt, wie viele Jobwechsel (gestern 1 in den letzten 20 Jahren) und zufällig noch ein ADHS-Sohn.

    Ja, klar. Ist Depressionen. Soll mit Venlafaxin noch höher dosiert behandelt werden. Laut dem behandelnden Psychiater....

    Derzeit gibt es erste Untersuchungen, die bei 30 Prozent der chronisch verlaufenden Depressionen ein nicht erkanntes ADHS beschreiben. Ich glaube dass der Anteil noch höher ist.

    Ab morgen wird diese Frau jedenfalls erstmal mit MPH und nicht allein mit noch einem neuen Antidepressivum plus einem weiteren Neuroleptikum therapiert.

  2. #12
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.207

    AW: Beim Psychiater/Neurologe heute wegen Vermutung ADHS

    Nein, ADHS hätte ich nicht dann wäre ja die Diagnostik die vor über 20 Jahre bei seiner Vorgängerin gestellt wurde, falsch?
    Liebe Mony, der ist ja süß!

    Vor 20 Jahren habe ich zum ersten Mal Dr. Johanna Krause in einem Vortag gehört.

    Das Buch "ADHS im Erwachsenenalter" von Krause/Krause ist im Jahr 2003 erschienen.

    Auch da gab es noch nicht viele Ärzte, die gewagt haben, Erwachsenen off-Label Methylphenidat zu verschreiben.


    Ich wünsche dir mehr Glück mit dem neuen Arzt.

  3. #13
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 32

    AW: Beim Psychiater/Neurologe heute wegen Vermutung ADHS

    Ich kann nachvollziehen, dass es für dich frustrierend ist. Jeder von uns hat einen langen Irrweg mit Ärzten durchgemacht bis er dann die richtige Diagnose bekommen hat.
    Was ich dir empfehlen kann: bleibe nicht bei einem Arzt/Psychiater, sondern mache gleich bei mehreren jetzt einen Termin aus, das erspart dir ggf. lange Termin-Wartezeiten.

    Denn bei mir war es so, dass laut Arzthelferin alle Ärzte in der Praxis sich mit ADHS auskannten. Daher hat mich zuerst eine Neurologin behandelt. Von ADHS wollte sie nichts wissen und verschrieb mir drei Monate lang ADs, als diese nichts brachten hat sie mich dann zum Psychiater in der Praxis geschickt. Nach weiteren zwei Monaten (Aussage Neurologin: "Sie haben nun über 20 Jahre damit gelebt, da können zwei weitere Monate nicht schlimm sein.") bin ich endlich zum Psychiater angekommen. Habe sehr lange auf den Termin wartet und was passiert? - Er hört sich alles an, bestätigt mir meinen Verdacht aus ADS und gibt mir eine Überweisung an eine Partnerklinik, wo dort die Diagnostik gemacht wird. Rufe dann in der Klinik an, bekomme einen Termin in zwei Monaten, aber keine Diagnostik, sondern Vorstellungstermin, wo dann die einzelne Termine für die Diagnostik gemacht werden können...

    Daher meine Empfehlung. Ich nachhinein hätte ich sicherlich mehr Durchhaltevermögen zeigen müssen und von Arzt zu Arzt rennen müssen. Aber hinterher ist man immer schlauer.

  4. #14
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.726

    AW: Beim Psychiater/Neurologe heute wegen Vermutung ADHS

    Howard schreibt:
    Ich finde es wirklich bemerkenswert, wenn man überlegt, wie viele ADS/ADHS'ler vor 20 Jahren in den Kliniken falsch behandelt worden sind (bzw. nur die Komorbiditäten, wie Angststörungen, Depressionen, Persönlichkeitsstörungen, Suchterkrankungen etc ) ca. 99% ???

    Und ich möchte auch gar nicht drüber nachdenken wie viele immer noch falsch behandelt werden, sodass ich mich nur auf die Zukunft freuen kann und mir einfach vor stelle, dass in den nächsten 20 Jahren die Behandlungen nur noch besser werden können!
    Vielleicht hat es sich von 99 auf 90-95 % verbessert. ADHS scheint eher bei ambulanten Psychiatern als in der stationären Psychiatrie angekommen zu sein. Die allermeisten erkennen oder behandeln ADHS bei Erwachsenen gar nicht, und der größte Teil der anderen dann wenn es sich aufdrängt, also bei sehr verzettelten jungen Männern beispielsweise. Aber dort wo andere Störungen bereits im Vordergrund stehen, muss schon jemand wie Martin/webforhealth da sein, der aktiv danach sucht auch wenn man nicht gleich daran denkt. Und solche Ärzte müssen sich ein dickes Fell anschaffen gegen Kollegenschelte. Und selbst wenn sie erfolgreich sind, werden sie immer wieder erleben, dass die begonnene Therapie ambulant oder in anderen Kliniken nicht fortgesetzt wird.

    Weiterhin werden vorwiegend die ADHS-Erwachsenen behandelt, die es am Wenigsten nötig haben, die nämlich gebildet, einkommensstark und hartnäckig genug sind, sich ihre Störung nicht ausreden zu lassen und zu ihrem Arzt durch das halbe Land zu fahren.

    Gut, aber ich hoffe wie du auf die nächsten 20-40 Jahre.
    Geändert von 4.Kl.konzert (16.06.2016 um 20:12 Uhr)

  5. #15
    rob


    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 88

    AW: Beim Psychiater/Neurologe heute wegen Vermutung ADHS

    @4.Kl
    ADHS scheint eher bei ambulanten Psychiatern als in der stationären Psychiatrie angekommen zu sein
    bei mir um die Ecke in der Ambulanz ist es definitiv nicht angekommen, diese ELENDEN STÜMPER !!!
    Nur die üblichen "Klassiker", agitierte Depressionen zb. damit bin ich anscheinend schon auf die Welt gekommen ...
    Antidepressiva und Beruhigungsmittel ect. ... .
    Es kann doch nicht sein das die damit durchkommen!!!???

    ...und zu ihrem Arzt durch das halbe Land fahren...
    Diese Strategie habe ich jetzt auch, also genau genommen im Dezember, voher sind keine Termine frei .
    Ist wohl vorerst der letzte Anlauf, wenn ich da auch "ablaufen" kann dann weiß ich nicht mehr...

  6. #16
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 998

    AW: Beim Psychiater/Neurologe heute wegen Vermutung ADHS

    Howard schreibt:
    Ich finde es wirklich bemerkenswert, wenn man überlegt, wie viele ADS/ADHS'ler vor 20 Jahren in den Kliniken falsch behandelt worden sind (bzw. nur die Komorbiditäten, wie Angststörungen, Depressionen, Persönlichkeitsstörungen, Suchterkrankungen etc ) ca. 99% ???

    Und ich möchte auch gar nicht drüber nachdenken wie viele immer noch falsch behandelt werden, sodass ich mich nur auf die Zukunft freuen kann und mir einfach vor stelle, dass in den nächsten 20 Jahren die Behandlungen nur noch besser werden können!

    In 40 Jahren , sollte ich dann noch leben, bin ich gespannt, wie die ADHS-Therapie dann aussieht.. ich vermute und hoffe einfach, dass viele der jetzigen Begleiterkrankungen dann Geschichte sein werden.

    Ich wünsche einen schönen und entspannten Abend!
    Ehrlich gesagt wäre ich froh gewesen, wenn mich mal überhaupt einer behandelt hätte - egal ob ADHS oder die Begleiter. Man (n) wurde nur als Dummkopf "behandelt" und kein ar....hat es wirklich interessiert wie es einen geht (Schule, mit der schei....Bundeswehr hatte ich einen jahrelangen Kampf, und überhaupt waren die staatlichen Instituten für mich die schlimmsten - zu denen ich heute noch ein "ambivalentes Verhältnis" habe).

    Ich glaube, dass ich sie mittlerweile vermissen würde. Mit "sie" ertrage ich es mittlerweile relativ gut.....ohne "sie"
    (?)
    Ist wohl ähnlich wie bei einen Alkoholiker, der die Welt auch nicht "nüchtern" erträgt
    Geändert von spacetime (17.06.2016 um 20:07 Uhr)

  7. #17
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 131

    AW: Beim Psychiater/Neurologe heute wegen Vermutung ADHS

    Man kann nur auf eine bessere Welt hoffen, auf eine gerechtere Welt, für alle!

    Auf eine humanere Welt, die uns weniger manipuliert, die jedes Individuum gleichwertig wahrnimmt, auf eine wirklich humane und sanfte Medizin.
    zB: Therapie bei Depressionen: Die neue Form des alten Elektroschocks mit Klaus Kinski als behandelnden Arzt


    Da gabs schon mal bessere Ideen, die man auch wieder aus den Schubladen holt.

    ( Stigma2
    x PolitikExperten )
    -------------------------------------
    Experten-1


    Kann man das nicht mal jemand "kürzen"?



    Geändert von C9H13N (16.06.2016 um 22:59 Uhr)

  8. #18
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.632

    AW: Beim Psychiater/Neurologe heute wegen Vermutung ADHS

    4.Kl.konzert schreibt:
    Weiterhin werden vorwiegend die ADHS-Erwachsenen behandelt, die es am Wenigsten nötig haben, die nämlich gebildet, einkommensstark und hartnäckig genug sind, sich ihre Störung nicht ausreden zu lassen und zu ihrem Arzt durch das halbe Land zu fahren.
    Du sagst es, Bruder, habe heute auch wieder 550 Kilometer abgerissen.

  9. #19
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.632

    AW: Beim Psychiater/Neurologe heute wegen Vermutung ADHS

    web4health schreibt:
    Bei uns in der Klinik ist es ein Dauerthema, dass ich zufällig oder unauffällig gerade bei Frauen ein ADHS diagnostiere. Die haben auch seit Jahrzehnten Depressionen bzw. das, was die Psychiater dafür halten. Aber die Antidepressiva helfen nicht.
    Das ist überhaupt kein Problem. In einem solchen Fall wird dann einfach auf Schizophrenie oder in Richtung Persönlichkeitsstörungen (Stichwort: Borderline) diagnostiziert. Dass eine Depression einfach als das deklariert wird, was sie ist, nämlich therapieresistent, ist quasi überhaupt noch nie vorgekommen...

  10. #20
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 207

    AW: Beim Psychiater/Neurologe heute wegen Vermutung ADHS

    @ Eiselein
    Leider ist es tatsächlich so- ich tippe mal, die häufigsten Fehldiagnose sind stationär wohl Persönlichkeitsstörungen (hmm, vielleicht wäre das mal, ein Thema für einen neuen Thread: "was waren eure häufigsten Fehldiagnosen" - wenn es das nicht schon mal gab..)

    Mein Tip wäre von der Reihenfolge: Persönlichkeitsstörungen als Nr.1 der häufigsten Fehldiagnose;
    an 2. Stelle tippe ich Depression, wobei hier die richtige Diagnose in den meisten Fällen eher "atypische Depression" lauten müsste;
    eine weitere Fehldiagnose ist meiner Meinung nach Posttraumatische Belastungsstörung, wobei ich hier vorsichtig sein möchte, da die meisten ADS/ADHSler in geringer Form durchaus traumatisiert sind und einige davon möglicherweise so schwer , dass komorbid die Diasgnose auch häufiger vorkommt,
    und dann naja weiterhin werden Angststörungen, die aber auch nicht immer ganz typisch sind hinzugedichtet oder es werden irgendwelche Colibris wie "atypischer Autismus" oder tatsächlich Verdacht auf Schizophrenie genannt....
    Ein schönes Wochenende!

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