@Neji:
Klar darfst du fragen und ich kann auch was dazu sagen.
Die erste Psychologin bei der ich war (eigentlich aus einem anderen Grund), kam mit mir zusammen so nach und nach im ersten Gespräch auf die Idee, dass es ein wenig nach ADS klingen würde, aber hat direkt gesagt, nicht ihr Thema, aber sie hat ne Kollegin paar Straßen weiter, die das Ewigkeiten für Kinder gemacht hat mit ADS und auch seit längerem mit Erwachsenen. Sie hat die kontaktiert und dann erstes (längeres) Telefonat.

Dann folgte 3 Wochen später ein Termin der auf unbestimmte Zeit angesetzt war (insgesamt wurden es dann etwas mehr als 3 Stunden).
In dem Termin ist sie auf alles eingegangen, Kindheitserinnerungen, Jugend, Erwachsenenalter... Hat ganz viele offene Fragen gestellt und nur zwischendurch mal kurz die Bögen gemacht.
Wenn ich mich an etwas nicht erinnern konnte, hat sie versucht die Fragmente zusammenzusetzen und so weiter.
Am Ende sagte sie, dass ADS mehr als wahrscheinlich ist und zudem eine Persönlichkeitsstörung vorliegt, die aber mehr als eine Art individuelle Lösung die ich unterbewusst entwickelt habe.

Ich glaube sie ist da einfach mit ganz viel Erfahrung, Offenheit, Intuition und Know-how rangegangen.
Ich hatte auch keine Probleme mit meinem Lebenslauf bei ihr. Abi, Bankausbildung und aktuell Studium zu 99% fertig. Manche scheinen da ja in der Diagnostik ein Problem mit ADS zu haben, so dass es nicht geglaubt wird.

Aber das was ich von früher nicht wusste war dann halt egal, sie hat sich dann ganz viel aus der aktuellen Zeit angehört und ihr Bild nach und nach zusammengesetzt.

Bei einer anderen hätten der Lebenslauf oder das Fehlen der Kindheitserinnerungen wahrscheinlich Probleme gemacht.
Ich weiß das hilft nicht viel, weil es halt stark in so einem Moment auch davon abhängt wer einem da gegenüber sitzt (mein Eindruck bei dem was ich hier so lese).