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Diskutiere im Thema Ärztliche Bedenken vor MPH...? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
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Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 35

    Ärztliche Bedenken vor MPH...?

    Hallo liebe Mit-Chaoten,

    seit nun fast 2 Wochen habe ich jetzt auch meine Diagnose: Erwachsenen-ADS.

    Eigentlich keine großartige Überraschung für mich, bestand der Verdacht doch bereits seit meiner Kindheit. Aber irgendwie doch gut, es nun mehr oder weniger abgeklärt zu haben (100%ig sind die Diagnosen ja leider nie).

    Tja...nun kommt das große ABER:

    Nach meinem 3. Termin der Diagnostik, an dem mir die Auswertungen der Fragebögen gezeigt wurden und der Arzt mir sagte, dass er also davon überzeugt ist, dass ich ADS habe, es aber nochmal mit seinem Kollegen besprechen muss (war in einer Uniklinik, ich vertraue da einfach mal deren Kompetenz), und ich also quasi eigentlich schon ein "Ergebnis" hatte, habe ich von einem Freund EIN MAL eine Kapsel Ritalin Adult 20mg genommen. Ich weiß, dass das nicht okay ist. Und es ist auch bei dieser einen Kapsel geblieben. Ich wollte einfach wissen, ob dieses Medikament eine positive Wirkung auf meine Symptome hat.

    Und JA, die hatte es!
    Ich spürte, nach mehreren Jahrzehnten, das erste Mal eine innere RUHE in mir. Konnte ganz entspannt einlaufen gehen, ohne Hektik, und ohne irgendwas zu vergessen.
    Und auch wenn das blöd klingt, ich hatte das Gefühl, erst NACHZUDENKEN, bevor ich etwas sage. Zusätzlich waren meine Nackenverspannungen irgendwie besser, so kam es mir zumindest vor.

    Naja, nun mein "Problem":

    Ich hatte dann nun also vor knapp 2 Wochen meinen 4. Termin und bekam offiziell das Ergebnis, sprich die Diagnose.
    Und eigentlich sollte bei diesem Termin auch darüber gesprochen werden, wie es therapeutisch und medikamentös nun weiter gehen soll.

    Ich habe meinem Doch von dieser einmaligen Erfahrung erzählt, doch er meinte, er habe Bedenken, mir MPH zu verschreiben, aufgrund der anderen Tabletten, die ich so nehme.

    Das wären 2 Medikamente gegen Bluthochdruck (der ist momentan meist bei etwa 135/80, Puls 80), Cotalopram (wurde mir mal einfach so ohne große Untersuchung vor Jahren verschrieben, weil ich erzählt habe, dass ich Gedanken-Kreisen habe, was ich aber inzwischen eher dem ADS ankreide, denn ich hatte eigentlich nie depressive Verstimmungen oder so).

    Und ich spritze Insulin zu den Mahlzeiten.

    Der Doc meinte nun, evtl wäre es eine Möglichkeit, mich mit "Bupropion" zu behandeln, was aber eigentlich ein Antidepressivum ist.

    Aber wozu, wenn ich mich doch kein bisschen depressiv fühle? Und mein Doc eigentlich auch meinte, dass er mich eigentlich nicht wirklich depressiv erlebt hat bei unseren Terminen?

    Okay, ich habe Übergewicht, und ich verstehe auch, dass man dann beim MPH auf Blutdruck und so achten muss...

    Ich würde einfach zumindest gern ausprobieren, ob MPH bei mir wirklich großartig negative Nebenwirkungen verursacht. Ist es nicht auch möglich, dass der Blutdruck sogar etwas SINKT, weil man weniger innerlich angespannt ist?

    Nun ja...jetzt habe ich Ende Juni nochmal einen Termin, mit meinem Doc und dem Chefarzt zusammen, und wir wollen das dann nochmal in Ruhe bereden. Mein Doc meinte auch, es ist ganz gut, wenn der Chefarzt mich persönlich kennenlernt, da kann man die Dinge besser beurteilen.

    Nun kreist in mir die Frage, wie soll ich mich bei dem Termin verhalten?
    Soll ich drauf "bestehen", es mit MPH zumindest versuchen zu wollen (bin ja mündiger Patient)?

    Oder soll ich alles abnicken und dieses Antidepressivum probieren?

    Oder soll ich gar sagen, wenn denen das mit dem MPH zu heikel ist, suche ich mir vor Ort nen Therapeuten, der es macht?

    Aber eigentlich habe ich da bei der Uniklinik ein gutes Gefühl, also fände es schon schön, zumindest erstmal weiter dort betreut zu werden...

    Würde mich über eure Meinungen dazu sehr freuen.

    Sonnige Grüße,
    euer blowy!

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 131

    AW: Ärztliche Bedenken vor MPH...?

    Der Blutdruck sinkt unter MPH leider nicht. Er steigt leider. Frag doch mal nach Elvanse. Damit habe ich, auch übergewichtig, einen besseren Blutdruck und bessere Blutwerte als mit MPH. Elvanse ist ein sehr sanftes Amphetamin, was in den USA auch gegen Fresssucht (BingeEating) eingesetzt wird und um Welten weniger aufkratzt als MPH, wenn Du es selbst bezahlen kannst. Die Krankenkassen zahlen das nur sehr ungerne und es ist für Erwachsene nur Off-Label verschreibbar.

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 63

    AW: Ärztliche Bedenken vor MPH...?

    Hmm,ich würde auf jeden Fall das ganze Tabletteneinstellungszeug in Nem Klinischen überwachten Rahmen machen (hab ich selbst auch gemacht),wenn Dir die Möglichkeit gegeben wird. Take care about you ....

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