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Diskutiere im Thema Hilfe, nach der Diagnose drehe ich nun richtig frei im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
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Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #11
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 68

    AW: Hilfe, nach der Diagnose drehe ich nun richtig frei

    Bei mir war das ähnlich wie bei Cocolores. Anfangs war ich zudem noch sehr irritiert, weil die Diagnose für mich unerwartet kam. Dann bestätigte sich die Diagnose und ich entdeckte nach und nach mehr Symptome. Außerdem bemerkte ich jetzt auch, dass ich bestimmte Dinge stets unterdrückt habe. Manche von denen, die niemandem weh taten, habe ich mir daraufhin mehr erlaubt. Ich merkte, das tut mir gut. Ein paar Dinge hab ich mir sogar neu angewöhnt, weil sie sich gut anfühlten, wie ein Ausdruck meiner Selbst, was auch gut tat.

    Allerdings sind mir auch viele negative Verhaltensweisen erst da richtig bewusst geworden. Die waren vorher schon da, ich hab sie nur nicht bemerken können. Das war nicht schön, weil so Sachen leider nicht einfach verschwinden, nachdem man sie registriert. Es ist harte Arbeit, mit ihnen umzugehen. MPH verstärkte diese Bewusstwerdung bei mir ebenfalls oder machte sie vielleicht auch erst richtig möglich, ist schwer zu trennen.

    Insgesamt war die Diagnose aber definitiv sehr hilfreich. Aber nicht einfach. ^^

  2. #12
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 57

    AW: Hilfe, nach der Diagnose drehe ich nun richtig frei

    Danke für eure Beiträge!!! Hab zwar bislang "nur" meine Verdachtsdiagnose und die auch erst seit letztem Samstag, also knapp 'ne Woche. Aber in dieser Zeit ging es mir - nach anfänglicher Erleichterung - erst so richtig besch*** ! Fühlte mich noch verwirrter als sonst, bekam noch weniger auf die Reihe... hatte irgendwann den Eindruck, dass ich durch die Erkenntnis mein inneres Chaos nur noch deutlicher wahrnehme und irgendwie meine bisherigen Strategien erstmal so gar nicht mehr griffen. Hatte auch das Gefühl, dass tief in mir was zerbrochen ist, was irgendwie wieder neu formiert werden will... fühlte und fühle mich andererseits seitdem aber erstaunlicherweise mehr bei mir, authentischer
    Bin jetzt dabei, mich wieder mehr zu stabilisieren. Und bin dankbar für meine beiden mir sehr nahe stehenden Menschen (meine Lebenspartnerin und eine Ex), die mit sehr viel Verständnis und Wärme damit und mit mir umgehen. Und bin total dankbar, Euch hier gefunden zu haben!!!
    Geändert von samo (17.06.2016 um 01:48 Uhr)

  3. #13
    Pip


    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 4

    AW: Hilfe, nach der Diagnose drehe ich nun richtig frei

    Hey,
    ich hoffe du hast die Zeit gut überstanden... klingt ja einigermaßen so

    Ich bin auch erst kürzlich diagnostiziert worden, und nach dem ersten Teil des Tests (den ich in Köln/Uniklinik gemacht habe)
    und der Verabschiedung " ist schon sehr wahrscheinlich, das sie's haben"....
    bin ich zu Hause eine Woche total frei gedreht....

    So schlimm, das ich meinen ehemaligen Therapeuten aufgesucht habe mit den Worten: "das ist keine Depression, was zum Teufel ist das????"
    und von der Hausärztin Diazepam verschrieben bekommen habe, um mich erstmal wieder irgendwie einzukriegen.

    Da ist soviel zusammen gekommen bei mir, unter anderem solche Gedanken:
    - na toll, jahrelang Symptombehandlung
    - na toll, Leben (Ausbildung) verpfuscht, weil Ärzte doof sind
    - na toll, große Liebe deswegen weg
    - na toll, hätte ich früher ne Diagnose gehabt (sie war doch immer so ein lebhaftes Kind... :/ )
    hätte ich auch keine Meds bekommen über 18..... alles Irrsinn
    ...
    ich könnte die Liste endlos fortsetzen.....

    Auf alle Fälle bin ich wie gesagt richtig durchgedreht, im Nachhinein würd ich sagen so ne Mischung aus:
    Frustration
    Angst/Panik
    Ungeduld (endlich ne "Diagnose", endlich richtige? Behandlung/Medis)
    und was weiß ich für ner überfordernden Menge an Emotionen, die ich vielleicht gar nicht so richtig einsortieren konnte.

    konnte auch nicht abwarten, endlich Meds auszuprobieren, die vielleicht was nützen/ endlich die Lebensqualität verbessern

    naja, hab mich wie gesagt mit Benzos 'eingefangen' was den inneren Orkan+Taifun+Tsunami+Weltunter gang anging


    und bin heilfroh, auch wenns noch ein Weg ist, Meds ausprobieren, neue Strategien ausprobieren, Menschen finden, die einem gut tun!!!,
    fühle mich so normal wie seit Jahren nicht
    Anders ja! Aber nicht mehr krank/verrückt/bekloppt.....

    Und das ist so schön
    Dir viel Glück und Erfolg auf deinem Weg

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