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Diskutiere im Thema Zweifel an meiner Diagnose im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 10

    Zweifel an meiner Diagnose

    Hallo zusammen,
    ich weiß nicht so ganz ob das der richtige Platz ist. Falls nein, bitte verschieben.
    Ich habe irgendwie Zweifel an meiner ADS-Diagnose. Kurz zu mir wer meine Vorstellung nicht gelesen hat. Ich bin 41 Jahre alt und habe erst vor kurzem die Diagnose ADS vom „Träumertyp“ erhalten.


    Dass ich ein gutes Abitur und nachfolgendes Biologiestudium ohne größere Probleme absolviert habe, begründete meine Neurologin mit einer vorliegenden Hochbegabung. Zitat: „Ihr ADS hat ihre Hochbegabung verschleiert und umgekehrt“ Sie mussten halt selten länger zum Lernen sitzen. Das stimmt schon. Das erste Mal richtig gelernt habe ich für mein Vordiplom, sonst reichte eigentlich ein gelegentliches Durchlesen.


    Zum Arzt ging ich, weil ich nun zum dritten Mal, und dies gehäuft, berufliche Probleme hatte.


    Dass bei mir übliche Problem, Konzentrationsprobleme, ständiges gedankliches Abschweifen, Organisation von Arbeitsabläufen ist chaotisch, Anfangen von Projekten ohne sie weiter zu verfolgen, häufiges Vergessen von Details und mit Routinetätigkeiten habe ich es gar nicht. Speziell Verwaltungskram ist bei mir eine Katastrophe.
    Nur dieses Mal war es ganz schlimm. Ich sitze in einem Großraumbüro mit 25 anderen Kollegen.
    Von Vorgesetzten höre ich meist:
    - Intelligent
    - Gute Ideen
    - Kreativ
    - Toller Analyst und gut im Erkennen von Zusammenhängen
    - Sehr hilfsbereit und sozial
    - AAAAber chaotisch, unzuverlässig und ständiges Nichteinhalten von Deadlines
    - „Solche Fehler dürfen einem Senior einfach nicht passieren“
    - „Nimm Dir doch mal Freitags eine Stunde um deine nächste Woche zu planen und zu organisieren“


    Meine Neurologin verschrieb mir Medikinet adult, erst 10mg, dann 2xTag 10mg. Mittlerweile bin ich bei 2x20mg. Nach ca. 6 Wochen Medis geht es mir schlechter als vorher. Ich bin zum Teil unruhiger als vorher, wippe mehr mit den Füßen unter dem Tisch und meine Aufnahmefähigkeit ist nicht besser geworden. Das Erfassen von Texten fällt mir auch schwerer als vorher.


    Liegt das einfach am Einschleichen des Medikaments, oder habe ich was ganz anderes?
    Was denkt ihr?

    Vielen Dank
    Schussel

  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 1.649

    AW: Zweifel an meiner Diagnose

    Wie sieht das denn in deinem Privatleben aus? Die belastenden Symptome hat man ja nicht nur auf der Arbeit?

    Evtl.ist deine Dosis zu hoch und du könntest auf 2x 5mg runtergehen,besprich das mal mit deiner Ärztin.6 Wochen finde ich svhon lang dafür dass du keinen nutzen merkst.Eigtl.merkt man direkt ob die Symptome besser werden,bei mir war das so.

    Das Thema Selbstmanagement kam man übrigens gut mit Verhaltenstherapie angehen.

  3. #3
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.982

    AW: Zweifel an meiner Diagnose

    Es ist möglich,dass Du die Symptome jetzt einfach deutlicher selbst wahrnimmst,als vorher.
    Eine "Diagnose per Medi-Wirkung" ist so nicht machbar.

    Bei Abi und Studium ohne Behandlung in der Kindheit würde ich persönlich stutzig werden. Hochbegabung kompensiert eben nicht einfach alle Defizite in dem Ausmaß-auch,wenn sich der Mythos hartnäckig hält.

    Ich selbst habe-trotz IQ im früheren Mensa-Aufnahme-Bereich-weder Abitur,noch (natürlich) Studium,oder auch nur eine Ausbildung geschafft.

    Mein Rat wäre,erstmal runter mit der Dosis und abwarten und schauen,wie es sich entwickelt. Und dann eventuell eine qualifizierte Zweitmeinung einholen. Möglichst nicht an einer Stelle,an der Diagnosen "gern" vergeben werden-da sind im Forum einige bekannt.

  4. #4
    Impulsbombe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 3.123

    AW: Zweifel an meiner Diagnose

    Es ist aber auch möglich dass du die Atmosphäre Großraumbüro plus die an dich gestellten Erwartungen im Moment nicht erträgst.
    Was sich dann auch nicht durch eine geringere Dosierung, ganz ohne Medis oder mit einer anderen Diagnose ändern würde.

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 718

    AW: Zweifel an meiner Diagnose

    hier noch der Link zur Umfrage mit den Bildungsabschlüssen. Die Mehrheit derer, die daran teilgenommen haben, hat Abitur ohne jemals zuvor bezüglich der ADHS behandelt worden zu sein...:

    https://adhs-chaoten.net/ads-adhs-er...abschluss.html

  6. #6
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 61

    AW: Zweifel an meiner Diagnose

    Hallo Chaoten,

    falls es noch jemanden interessiert.. ich habe auch Abi und irgendwann auch ein abgeschlossenes Studium hinter mich gebracht.

    Und ja, ich bin jahrelang gegen Depressionen behandelt worden, weil ich trotz Bemühungen nix gebacken gekriegt habe (selbst den Titel meiner Magisterarbeit weiß ich nicht mehr vollständig). Therapien ohne sicht- und messbaren Erfolg. Bis ich selbst 'Stop' gesagt habe, weil ich Therapie nicht als Freizeitbeschäftigung sehe und Medikamente nicht als Leckerli einnehmen möchte.

    Vielleicht hab ich ja auch kein Adhs und bin wirklich nur nicht anpassungsfähig und dazu noch lediglich depressiv. Der Vertreter meiner Krankenkasse meinte vor Jahren, ich soll mich "doch an meinen Freund klammern" statt überhaupt einer Therapie (O-Ton).

    Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass ich eines dieser seltenen Phänomene bin, eine Adhslerin mit 'hörthört!' einem Studienabschluss.

    Nur soviel zu unterschiedlichen Lehrmeinungen, meine Diagnose bei einem Adhs-Spezialisten wird's im September wohl zeigen. Auch auf Grundlage aller meiner Zeugnisse inkl. Magisterwisch.

    Sofern sich herausstellt, dass ich kein Adhs habe, spare ich mir zumindest das Gerenne um einen Therapieplatz.

    So, das wollte raus...

    LG und einen schönen Abend euch allen!
    Chaotos
    Geändert von Chaotos (24.05.2016 um 22:50 Uhr) Grund: 'r' hinzugefügt

  7. #7
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 1.649

    AW: Zweifel an meiner Diagnose

    Völlig unabhängig ob Diagnose oder nicht würde ich an deinem Problem mit der Detailorientierung/Gewissenhaftigkeit arbeiten-eben mit VT oder Coaching. Da hilft ein Medikament auch nur zum Teil, wenn es denn wirkt. Und es gibt ja Techniken, die man einsetzen kann wie z.B. wirklich alles aufschreiben, immer und überall, oder sich die Möglichkeiten schaffen bestimmte Tätigkeiten zu delegieren und sich damit einfach vom Hals zu halten o.ä.

    Großraum hab ich auch hinter mir, können auch viele "Normalos" nicht ab- ohne Chance auf Home Office- das ist nicht unbedingt ein Zeichen von AD(H)S. Die haben sich alle die Ohren irgendwie zugestopft.

    Finde ich interessant, dass du "frei" besser arbeiten kannst-bei mir ist es umgekehrt, ich brauche enge Führung und Struktur und Vorgaben, wenn ich die nicht habe kriege ich nichts gebacken.
    Für so eine Situation musste ich mir jetzt auch wieder therapeutische Hilfe holen....

    Von daher kennst du ja deine optimalen Bedingungen und da würde ich jetzt konsequent nach suchen und das im Vorstellungsgespräch auch schon ansprechen im Sinne von, was brauche ich um optimale Arbeitsleistung zu erbringen...

  8. #8
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.982

    AW: Zweifel an meiner Diagnose

    Lieber ChaotSchland,zunächst:
    Danke für die Kritik! Ich freue mich darüber,dass Du mir durchaus eine sachliche Reaktion zutraust und keine falsche Scheu hast.

    Rein sachlich betrachtet gibt es verschiedene Auffassungen,was ADHS ist und welches Ausmaß die diagnostisch relevanten Beeinträchtigungen von Kindheit an haben "müssen",um noch eine Diagnose zu rechtfertigen.

    Das ist nicht nur meine persönliche Meinung,sondern auch in Fachkreisen anzutreffen. Da gibt es dann eben jene,die die Diagnose eher auch trotz- ,und solche,die sie aufgrund eines solchen Leistungsniveaus nicht oder nur selten stellen.

    Wer recht hat ist noch unklar und eine Entscheidung darüber steht weder mir,noch Dir oder irgendeinem anderen hier schreibenden zu. Daher ist für mich auch Deine Einstufung meiner Beiträge insgesamt irrelevant.

    In diesem Thread und Beitrag schrieb ich nicht ohne Grund-und sehrwohl eventuell vehementen Widerspruch erwartend-,dass ich persönlich bei einer solchen Vita stutzig würde-nicht,dass ich eine ADHS ausschließe! Dazu stehe ich. Das hat nichts mit getroffenem Ego zu tun-im Gegenteil,ich gönne jedem Menschen von Herzen seinen Erfolg!-,sondern ist meine Meinung.

    Diese habe ich mir nach Prüfung der vorliegenden Informationen gebildet und Du kannst beim Lesen meiner Beiträge feststellen,dass sie sich- weil ich dazugelernt habe-im Laufe der Zeit durchaus geändert hat. Zunächst war ich tatsächlich eher dem "liberalen Lager"zuzurechnen-trotz meiner Erfahrungen.

    Abgerundet habe ich sie hier mit meiner ganz persönlichen Erfahrung dessen,was mir an Leistung möglich war und ist. Dies tun in diesem Thread und Anderen Viele. Es fiel woanders gar der Begriff "Gegenbeweis". Nur,weil meine Erfahrungen nicht denen der Mehrheit entsprechen,sind sie noch lange nicht fehl am Platz und sollten nicht geäußert werden.

    Die Verschiedenheit der Meinungen ist das,was ein solches Forum ausmacht-ja erst interessant macht!
    Aus diesem Grunde werde ich hier auch in Zukunft meine Meinung vertreten. Die muss weder Dir,noch jemand anderem persönlich gefallen. Ich schreibe nicht,um mich beliebt zu machen. Allerdings ist sie ebenso wenig ein Angriff auf andere-und schon gar nicht persönlich gemeint.

    Wenn jemand hier ausdrücklich um Meinungsäußerungen bittet,sollte er bereit sein,als Fragesteller die verschiedenen Meinungen zunächst einmal einfach zur Kenntnis zu nehmen.

    Sollte das-aus welchen Gründen auch immer-nicht möglich sein,kann der TE das auch gern offen äußern. Ich gehe davon aus,dass er für sich selbst sprechen und eventueller Verunsicherung Ausdruck verleihen kann.
    Dann lässt sich sowas bestimmt schnell aufklären.

    Geändert von luftkopf33 (24.05.2016 um 20:07 Uhr) Grund: was vergessen:oops:und ein bisschen Ordnung reingebracht

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 10

    AW: Zweifel an meiner Diagnose

    Streitet Euch nicht. Ich finde es gut verschiedene Meinungen zu diesem Thema zu hören, gibt es doch auch die verschiedenen Positionen der Forschung wieder.
    Aber vielleicht sollte ich einfach weniger zu ADS lesen. Je mehr umso konfuser wird das Ganze für mich.
    Eine gesicherte Diagnose wäre mir schon im Hinblick auf meinen Vierjährigen wichtig. Laut Kindergarten wäre er normal, allerdings im Zeichnen etwas hintendran, dafür im Abstrakten Denken und Detailwahrnehmung seinem Alter voraus.
    Manchmal versinkt er auch derart in einer Tätigkeit, dass man ihn mehrfach ansprechen muss um eine Reaktion zu erhalten.
    Für mich wäre es auch gut einen Job länger als 2 Jahre zu behalten.

  10. #10
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.982

    AW: Zweifel an meiner Diagnose

    Keine Sorge,sowas passiert halt manchmal wenn zwei Leute von ihrer jeweiligen Position überzeugt sind und nicht einen Millimeter nachgeben wollen.

    Deinen Wunsch nach Klarheit-gerade im Bezug auf eigene Kids-verstehe ich absolut. Mir hat es "seinerzeit" wirklich geholfen,ein paar Wochen lang gezielt eine Lesepause einzulegen und alles sacken zu lassen.

    Gerade weil es ja so viele Meinungen gibt,schwirrte mir nach einer Weile ganz gehörig der Kopf und ein paar Wochen mehr können kaum Schaden anrichten-es sei denn,es bestünde nun akuter Handlungsbedarf beim Sohnemann. Bei Dir ist abwarten ja ohnehin noch notwendig,bezüglich Mediwirkung.

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