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Diskutiere im Thema Zweifel an meiner Diagnose im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #41
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 718

    AW: Zweifel an meiner Diagnose

    Dazu noch: Lisdexamphetamin ist zwar mittlerweile für Kinder, aber noch nicht für Erwachsene auf Kasse zugelassen. D.h. man muss sich das auf Privatrezept verschreiben lassen und damit den vollen Preis selbst bezahlen. Und Elvanse kostet fast doppelt so viel wie z.B. Concerta. Ich zahle für 30 Tabletten (ich hab den exakten Preis gerade nicht mehr im Kopf) um die 120 Euro. Nicht jeder kann sich das leisten.

    Auch noch dazu: zu Beginn meines Umstiegs von Concerta auf Elvanse war ich mit 30 mg Elvanse klar unterdosiert und habe dann erhöht auf 70 mg. Das hat sich mittlerweile herausgestellt als meine optimale Dosierung.

    Bei der medikamentösen Therapie der ADHS mit Stimulantien kommt es letztendlich an auf:

    -welcher Wirkstoff (es gibt bezüglich der medikamentösen Therapie der ADHS Methylphenidat, Dexamphetamin und dessen Prodrug Lisdexamphetamin, Adderall in USA ist ein Gemisch aus L- und D-Enatiomeren von Dexamphetamin, sofern ich das richtig rekapituliere, neuerdings zugelassen (auch wieder nur bei Kindern glaube ich) Guanfacin und seit längerem Atomoxetin/ Strattera. Zu Atomoxetin: dies ist ein atypisches Antipsychotikum und kein Stimulantium. Es unterliegt nicht dem Betäubungsmittelgesetz und kann daher unkomplizierter verschrieben werden. Atomoxetin entwickelt sich aus medizinisch nicht gerechtfertigten Gründen (Atomoxetin gilt laut Fachgesellschaften als Second Line oder eher nur Third Line der medikamentösen Therapie der ADHS) in Deutschland mehr und mehr zum von Ärzten bevorzugt verschriebenen Medikament. Vor allem auch, weil viele in der Therapie von ADHS unsichere und nicht versierte Ärzte Btm-Rezepte scheuen. Und in Deutschland spielt da dann wieder mal die "German Angst" auch ne Rolle. Ich habe persönlich noch von niemandem gehört, dem es mit Strattera/ Atomoxetin gut ging. Vielleicht profitiert ein (überschaubarer) Teil der ADHS-Patienten von Atomoxetin, die Verschreibungspraxis von Atomoxetin als zunehmend First-Line-Medikament in Deutschland ist dadurch jedoch nicht gerechtfertigt. Es gibt insgesamt nicht wenige Hinweise, dass Atomoxetin im Vergleich mit Methylphenidat und anderen Stimulantien abseits von Methylphenidat zurecht umstritten ist. Erwähnt soll es hier dennoch sein.
    -welches Präparat (stärker retardierte Präparate sind meist besser verträglich als schwach retardierte. Ich habe über 10 Jahre lang von Concerta, dem am stärksten retardierten Präparat mit Methylphenidat profitiert. Wie alle Mph-Präparate hatte es jedoch quasi keinen Effekt auf die Impulsivität und es ist in Deutschland nicht auf Kassenleistung zugelassen, man muss es also selbst bezahlen.)
    -welche Dosierung (tendenziell gilt, je höher das Körpergewicht, desto höher die Dosierung. Jedoch kann bei gleichem Körpergewicht die optimale Dosierung so unterschiedlich sein, dass der eine die doppelte Dosierung benötigt wie der andere)
    -u.U. welche Begleitmedikation bei möglicherweise vorhandenen Komorbiditäten (Antidepressiva bei depressiver Symptomatik, Mood-Stabilizer bei komorbider Bipolarer Störung, also Lithium, Quetiapin und ich glaube Antikonvulsiva (Valproat etc.) haben diesbezüglich als Second Line auch eine Indikation), Antipsychotika wie Quetiapin/Seroquel, Risperidon etc. die aber mehr und mehr eben als Stimmungsstabilisierer eingesetzt werden)

    Insgesamt ist die medikamentöse Einstellung bei ADHS wie gesagt eine ausgesprochene Sysiphus-Arbeit und man sollte da Geduld haben.

    @Schussel75: deine Schilderung zu Beginn des Threads spricht wie gesagt klar für ADHS und zwar in allen Aspekten. Probleme in Großraumbüros sind allzu charakteristisch für ADHS, deine mutmaßlichen kommunikativen und sozialen Probleme am Arbeitsplatz (bedingt durch die Impulsivität und weil man ADHSlern (abhängig vom Schweregrad) sehr oft alles zweimal oder dreimal oder viermal sagen muss, was ich persönlich deswegen schon Probleme bekommen hab) sind ebenfalls absolut charakteristisch für ADHS. Aus deinen Schilderungen ergeben sich klare Hinweise für ADHS und keinerlei Hinweise für z.B. Asperger.
    Jedoch tritt ADHS oft komorbid mit einem Asperger-Syndrom auf und bei komorbidem Asperger soll Methylphenidat tendenziell schlechter wirken als bei ADHS ohne komorbides Asperger-Syndrom. Die Häufigkeit aller Ausprägungen des Autismus-Spektrums zusammen liegt jedoch bei ca. 0,7%, die Häufigkeit von ADHS bei ca. 8% bei Kindern bzw. ca. 4% bis 8% bei Erwachsenen (und hier: auch diejenigen, die im Erwachsenenalter die offiziellen! Diagnosekriterien für adultes ADHS nicht mehr ausreichend! erfüllen, im Kindesalter aber ADHS "hatten", sind weiterhin ADHSler, jedoch mit schwächerer Symptomatik) und damit ist die Prävalenz von ADHS im Erwachsenenalter ca. 10-fach so hoch wie die des Asperger-Syndroms.
    Und wie gesagt, deine Schilderung spricht klar für ADHS und in keinerlei Hinsicht für Asperger.

    Die Zuverlässigkeit der ADHS-Diagnosen in Deutschland ist übrigens weit besser, als in der Laienpresse und durch die institutionalisierte ADHS-Gegnerschaft allzu oft suggeriert wird. Es gibt viel eher eine Unterdiagnostik als eine Überdiagnostik. Jedoch gibt es auch hier im Forum gerade unter den aktivsten Schreibern viele, die biographisch so durch ADHS gezeichnet sind, dass sie ADHS quasi als schwere Krankheit und drastische Diagnose betrachten, die als Diagnose überwiegend den schweren und ernsthaft kranken Fällen vorbehalten sein sollte.
    Geändert von ChaotSchland ( 2.06.2016 um 13:40 Uhr)

  2. #42
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Zweifel an meiner Diagnose

    ChaotSchland schreibt:
    Jedoch gibt es auch hier im Forum gerade unter den aktivsten Schreibern viele, die biographisch so durch ADHS gezeichnet sind, dass sie ADHS quasi als schwere Krankheit und drastische Diagnose betrachten, die als Diagnose überwiegend den schweren und ernsthaft kranken Fällen vorbehalten sein sollte.

    Also weisst du, wenn du persönlich auf so jemanden antwortest und eine andere Meinung hast, ist das völlig ok, aber diese ständigen Anspielungen bei Dritten finde ich langsam wirklich feindselig, zumal du nie dazu erwähnst, das es auch ausgewiesene ADHS-SPezialisten in Ärzteschaft und Forschung gibt, die das auch so sehen. Du schiebst diese Leute in eine Ecke, in die sie nicht gehören, denn es gibt eben auch andere, die so denken, ohne das sie selbst betroffen oder "gezeichnet" sind.

    Ich habe keinen von deinen viel genannten "Aktivschreibern" erlebt, der sich ständig bei Dritten über deine Ausführungen und Vorstellungen was ADHS ist, äussert, und die sind ja auch recht polarisierend.

  3. #43
    Impulsbombe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 3.124

    AW: Zweifel an meiner Diagnose

    Zunächst einmal macht eine Diagnose ohne echte Einschränkungen und Leiden des/ der Betroffenen mAn so überhaupt keinen Sinn. Wie schwer die einzelne Person seine eigene ADS Beeinträchtigungen einordnet, ist persönlich und höchstens noch vom FA zu bewerten. Ganz sicher aber nicht von fremden Dritten.

    Lieber Chaotschland, ich hoffe dass du auch weiterhin deine zT. doch sehr eigenwillige Meinung hier vertreten wirst. Aber bitte ohne diese ewige Angriff ist die beste Verteidigung Mentalität. Es sei denn du denkst du müsstest dich (vor dir selber?) rechtfertigen oder willst damit nur provozieren. Was ich beides sehr schade fände.

  4. #44
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 718

    AW: Zweifel an meiner Diagnose

    Bitte vielmals um Entschuldigung !!!!!

  5. #45
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Zweifel an meiner Diagnose

    Wie passt diese Aussage:
    ChaotSchland schreibt:
    Aus deinen Schilderungen ergeben sich klare Hinweise für ADHS und keinerlei Hinweise für z.B. Asperger.
    zu dem was Du in diesem Thread geschrieben hast:

    ChaotSchland schreibt:
    Ich muss außerdem gestehen, dass ich nur sehr wenig über Autismus-Spektrum-Störungen weiß,
    ?

    Das sagt eigentlich schon wieder alles...

    Wenn Du ja wenigstens etwas in der Art geschrieben hättest wie:
    "Ich kann keine Hinweise ... erkennen" oder "nach dem, was ich weiß, kann ich keine ..." aber neee ... wieder eine absolute und definitive Aussage auf der Basis von fehlendem Wissen, wie Du selbst eingestehst ... abgesehen davon, dass Du das schon einige Male selbst unter Beweis gestellt hast ...
    Das ist schon echt nicht mehr lustig ...

    BTW: Setz mal einen Aspie in ein Großraumbüro .... die sind dort genauso reizüberflutet.

    Und dazu:
    ChaotSchland schreibt:
    Jedoch gibt es auch hier im Forum gerade unter den aktivsten Schreibern viele, die biographisch so durch ADHS gezeichnet sind, dass sie ADHS quasi als schwere Krankheit und drastische Diagnose betrachten, die als Diagnose überwiegend den schweren und ernsthaft kranken Fällen vorbehalten sein sollte.
    ... dieser inzwischen nur noch amüsanten Form der "präventiven Notwehr", schreibe ich weiter nichts, das haben creatice und Sun schon getan ...
    Geändert von Fliegerlein ( 2.06.2016 um 22:29 Uhr)

  6. #46
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 615

    AW: Zweifel an meiner Diagnose

    Nun ja, bei mir sind die Zweifel auch immer noch da.

    Habe ohne Behandlung mein Fachabi und meine Ausbildung geschafft, Studium wäre auch kein Problem, wenn nicht eine "kranke" symbiotische Beziehung dazwischen gefunkt hätte. Mein IQ reicht t für Mensa nicht aus, also bin ich nicht hochbegabt.

    Medikinet macht mich zwar selbstsicherer und dickhäutiger, steigert aber keinerfalls meine Konzentration. Manchmal fühle ich mich sogar "dümmer" als ohne und überlege mir, doch ohne Medis mein neuer Job anzufangen.

    Ich kann nur jedem, der sich eine Auszeit erlauben kann, raten, sich stationär testen zu lassen.
    Kann mir es momentan leider nicht erlauben.

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