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Diskutiere im Thema Zweifel an meiner Diagnose im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #21
    hästkrake

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 813

    AW: Zweifel an meiner Diagnose

    Also ich kenn mich jetzt auch nicht mehr aus. Da werden ganze Beiträge gelöscht, ohne dass ersichtlich bleibt, dass da Beiträge waren und ohne Begründung??? Wie soll sich denn da noch jemand auskennen??
    Ich verstehe, dass gelegentlich Beiträge gelöscht werden. Ich bin Euch dankbar für Eure Sorgfalt, liebe Mods. Aber so stiftet es doch nur Verwirrung - Es sind ja noch in einigen Beiträgen Bezüge auf die gelöschten, die stehen nun haltlos im Raum.

    Das Thema des Threads, das ja mehr die Dosisfindung beim MPH ist als die Diagnose, finde ich übrigens immens wichtig.
    Ich würde mich sehr freuen, wenn das nochmal in eine seriöse Diskussion zurückkehren könnte.

  2. #22


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 9.524

    AW: Zweifel an meiner Diagnose

    Hallo zusammen,

    vor hier die Gerüchte noch weiter Wogen schlagen, will ich zu den Vorkommnissen Stellung nehmen.

    Ja, ich habe heute einige Beiträge in diesem Thema gelöscht oder genauer gesagt unsichtbar gemacht.

    In diesem Thread war ein Streit zwischen Usern entbrannt. In dessen Folge hatten mehrere User im Laufe der Nacht und des Morgens verschiedene Beiträge gemeldet. Um zu verhindern, dass das Thema völlig überkocht, erschien es angebracht einzugreifen.

    In diesem Zusammenhang habe ich eine Reihe von Beiträgen gelöscht, wobei dies im Einzelfall unterschiedliche Gründe hatte. Einige Beiträge wurden gelöscht, da sie direkt Teil des Streits waren. Bei ein paar weiteren war der Inhalt zwar nicht direkt Teil des Konflikts, bezog sich aber auf diesen und hätte erfahrungsgemäß ausgereicht, damit sich der ursprüngliche Streit von neuem entfacht hätte. Ein letzter Teil der gelöschten Beiträge war zwar unproblematisch, bezog sich direkt auf den Konflikt und ihr Inhalt wäre unverständlich gewesen, wenn die problematischen Beiträge nicht mehr vorhanden sind.

    Die User, deren Beiträge ich gelöscht hatte, habe ich per PN darüber informiert und die Entscheidung jeweils kurz begründet. Da eine ganze Reihe von PNs innerhalb kurzer Zeit notwendig waren, ist die Begründung sehr kurz und in einigen Fällen leider auch missverständlich ausgefallen. Das hat in der Folge zu weiteren Problemen geführt.


    Viele Grüße

    Clown
    Geändert von traenenclown (25.05.2016 um 15:43 Uhr)

  3. #23
    Impulsbombe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 3.127

    AW: Zweifel an meiner Diagnose

    Skywalker schreibt:
    @ Schussel: Ich teile einige deiner Erfahrungen und auch Fragen.
    Verstehe ich dich richtig, dass es dir um die Medikation geht, mit der du nicht zurecht kommst und die dich in Zweifel bringt mit deiner Diagnose?
    Ich bin genauso eintitriert worden wie du: 2x Medikinet 10mg retardiert, sofort die 20mg retardiert mit in den Schrank, ich sollte sobals als möglich erhöhen. Ziel sollte sein 60-70mg tägl.


    Dosisfindung.
    In einer kontrollierten Studie, bei der der Effekt unterschiedlicher Dosierungen von MPH auf das Arbeitsgedächtnis von Erwachsenen mit ADHS getestet wurde, waren 12% Non-Responder. Von den Respondern zeigten 41% die beste Wirkung unter 5mg, 12% unter 10mg und 35% unter 20mg Methylphenidat.
    Krause und Krause: ADHS im Erwachsenenalter (4. Aufl. 2014) 253


    Was ist mir passiert? Ich werde hier nicht alles ausbreiten. Nur soviel:
    - Ich bin unter großen inneren Druck geraten, der sich auch äußerlich gezeigt hat.
    - Es war ein feiner Grat, an dem sich viele Symptome wie durch eine Schubumkehr plötzlich in ihr Gegenteil umgekehrt haben. Meine Schwierigkeiten haben sich in vielerlei Hinsicht verstärkt oder sind wieder aufgebrochen. Ich bekam ADHS-Symptome, die ich von mir aus gar nicht hatte.
    - Obwohl ich immer mehr herunterdosiert habe, bin ich am Ende (fast?) durchgedreht.
    Jetzt bin ich seit vielen Wochen dabei, die Scherben zusammenzukehren. Die Medikamente vertrage ich gar nicht mehr.

    Noch einmal aus dem sehr ausführlichen Handbuch:

    Behandlungen mit Dosierungen von bis zu 1mg MPH pro Kg Körpergewicht führen bei empfindlichen Patienten rasch zu Überdosierungserscheinungen in Form von erneut auftretender vermehrter Unruhe, Verstärkung der Konzentrationsstörungen und zunehmender Depression. Diese Patienten brechen auch nach initialer kurzfristiger Besserung in der Phase der Auftitrierung die Behandlung deshalb ab, weil sie den Eindruck haben, dass diese Medikation für sie ungeeignet ist. (...)
    In einer placebokontrollierten Crossover-Studie mit hohen MPH-Dosen bis 1mg/kg Körpergewicht bei 45 EW mit ADHS fanden Kooij et al. (2004) signifikant erhöhte Scores für Angsstörungen und Depression in der Hamilton-Skala unter MPH im Vergleich zu Placebo.
    Krause und Krause: ADHS im Erwachsenenalter (4. Aufl. 2014) 253


    Hier ist noch von 1mg/kg Körpergewicht die Rede, es folgen viele Beispiele, bei denen es um viel geringere Dosen geht. Dass Erhöhung der Dosis oft bald keine Besserung mehr bringt, aber die NW dann stark zunehmen können, dass sich die Wirkung ins Gegenteil kehren kann. Ach, ich könnte das ganze Kapitel abschreiben.
    Pass auf dich auf! Ich habe das leider zu spät gefunden.
    Dann habe ich entweder Pech oder bin ein 1 m 70 großes Glücksschweinchen. Auf jeden Fall bin ich die Ausnahme. Meine Medikation derzeit 300 mg Elontril und 2 x 10 mg Ritalin Adult. Wirkung laut meiner Umgebung nur positiv. Ich bin angeblich ruhiger und konzentrierter.
    Meiner Ansicht und der meines Bruders nach bin ich immer noch unterdosiert. Von Nebenwirkungen ist absolut nichts zuspüren. Nur um aufzuzeigen dass es nirgendwo die 100 %ige Antwort gibt.

  4. #24
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.989

    AW: Zweifel an meiner Diagnose

    Studien sind ohnehin ein zweischneidiges Schwert.

    Zu diesem Thema gibt es andere,die eben zum gegenteiligen Schluss kommen. Die Mehrheit ihrer Patienten sei unterdosiert gewesen und habe von Mengen zwischen 0,9 und 1mg/kg am stärksten profitiert.

    Gefunden habe ich die "damals" bei pubmed und Chadd.

    Allerdings ändert das nichts daran,dass vorsichtig eintritiert werden muss. Ich habe mit 5mg unretardiertem MPH pro Einzeldosis angefangen und nach etwa 10-14 Tagen zum ersten Mal gesteigert. Die bei einigen Ärzten wohl beliebte "Holzhammer/Viel-hilft-viel"-Methode richtet ja offensichtlich immensen Schaden an.

  5. #25
    hästkrake

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 813

    AW: Zweifel an meiner Diagnose

    @ luftkopf:
    Allerdings ändert das nichts daran,dass vorsichtig eintritiert werden muss.
    Das war es, was ich eigentlich sagen wollte: Eben dass es keine pauschalen Lösungen gibt und man nicht vorsichtig genug sein kann.
    Der Schluss sollte nicht sein: Nehmt alle weniger, sondern: Sei vorsichtig.

    Mit den 2x10mg redardiert - das kann man hier dauernd im Forum lesen, und auch, dass es dann anscheinend nicht so selten Schwierigkeiten gibt. Ich kann das nicht nachvollziehen, warum so begonnen wird, wenn es offenbar Leute gibt, die damit überdosiert sind.
    Das heißt doch im Klartext: Ich schreibe ein schweres Psychopharmakon auf und riskiere, dass die Person mit einer Überdosierung einsteigt.

    Du hast es anscheinend gut getroffen, lufti, und hoffentlich die meisten anderen auch.
    Aber wenn ich so etwas lese, bekomme ich eine Gänsehaut.
    Meine Neurologin verschrieb mir Medikinet adult, erst 10mg, dann 2xTag 10mg. Mittlerweile bin ich bei 2x20mg. Nach ca. 6 Wochen Medis geht es mir schlechter als vorher. Ich bin zum Teil unruhiger als vorher, wippe mehr mit den Füßen unter dem Tisch und meine Aufnahmefähigkeit ist nicht besser geworden. Das Erfassen von Texten fällt mir auch schwerer als vorher.

  6. #26
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.989

    AW: Zweifel an meiner Diagnose

    Besonders unverständlich wird es für mich dadurch,dass ausgerechnet bei Medikinet Adult ja sogar eine echte Minidosis zum Einstieg möglich wäre. Da gibt's die 5mg retard,heißt:2×2,5mg!!

    Wobei natürlich der "Faktor Patient" auch berücksichtigt werden muss. Denn ich lese hier mindestens ebenso oft von Menschen die-aus teils ja verständlichen Gründen!-sehr schnell eigenständig hochdosieren oder beim Arzt gleich ganz gezielt Druck in Richtung einer schnellen Verfahrensweise machen.
    Geändert von luftkopf33 (26.05.2016 um 11:42 Uhr)

  7. #27
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 10

    AW: Zweifel an meiner Diagnose

    Hallo zusammen,
    Ich bin 190cm groß und wiege ca 107kg.

    Vielleicht relativiert das die Dosierung?

  8. #28
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.989

    AW: Zweifel an meiner Diagnose

    Nö,tut's nicht. Gewicht und Größe spielen nur in Statistiken eine Rolle. Sie bestimmen nicht,wer wieviel braucht oder verträgt. Das ist individuell verschieden.

  9. #29
    hästkrake

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 813

    AW: Zweifel an meiner Diagnose

    Wir sind alle so unterschiedlich, ADHS ist ein Riesenfeld - es gibt unendlich viele Varianten davon.
    Und man kann ja auch unterschiedlich damit zurecht kommen: Es gibt ja auch Dinge am ADHS, mit denen man vielleicht prima leben kann.

    Und jetzt bekommen fast alle dieselben Medikamente.
    MPH hat keine moralische Instanz. Es greift in das gesamte System ein. Es verändert alles, du kannst ihm nicht sagen: Bittschön, ich habe nicht alles, sondern nur das und das aber nicht. Und bei dem einen trifft es dann vielleicht genau dort, wo es hilft, und dann ist es ein Segen. Und beim nächsten macht es vielleicht das kaputt, wo das Leben bis dahin funktioniert hat. - So meine naive Vorstellung im Moment. Bitte korrigiert mich, wenn das nicht stimmt oder besser auszudrücken wäre.

  10. #30
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.989

    AW: Zweifel an meiner Diagnose

    Was die Auswirkungen auf den Hirnstoffwechsel betrifft muss ich schweigen,weil komplett ahnungslos.

    Ganz persönlich kann ich keine unendlich vielen Formen von ADHS,nur sehr sehr viele sehr unterschiedliche Menschen mit ADHS erkennen.

    Ich selbst bin nicht in der glücklichen Lage,ein auf meine individuellen Stärken und Schwächen genau abgestimmtes Umfeld zu haben. Hätte ich das,könnte ich vielleicht mit meiner ADHS ohne großartige Interventionen leben. Ich weiß es nicht. Das ist für mich Fiktion.

    Bei mir beseitigt MPH bestimmte Schwierigkeiten,andere mildert es ein bisschen ab,auf wieder andere wirkt es nicht. Ich stelle jedoch absolut keine ungewollte Wirkung auf "nicht betroffene Anteile"(sorry,kann's gerade nicht besser ausdrücken) fest.

    Vielleicht bin ich ja ein Glückspilz.
    Vielleicht auch nur korrekt eingestellt (worden).

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