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Diskutiere im Thema Diagnose "vielleicht", Erfahrungen? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 71

    Frage Diagnose "vielleicht", Erfahrungen?

    Hallo! Gestern ENDLICH hatte ich meinen Termin bei der Psychiaterin. Die Testung liegt ja nun schon eine Weile zurück (Dezember), aber bis dann EEG, EKG, Blutbild zusammen waren, diverse Urlaube und Feiertage...nunja. Mal wieder alles verschlunzt, aber jetzt hab ich es ja geschafft,

    Ich hatte ja gleich mehrere Fragebögen gemacht, die Ärztin meint, der Screening Test sagt nein, ein weiterer Test bei "Auswertung durch den Computer" ebenfalls, ein dritter sagt "vielleicht", aber wenn man sich die Antworten im Einzelnen anschaut und meine Gesamtsituation berücksichtigt, geht sie davon aus, dass eine ganzheitliche ADS-Therapie mir durchaus helfen kann. Puh! Als sie angefangen hat, zu erzählen, hab ich direkt wieder angefangen zu heulen, weil ich dachte, das war's. Aber wie gesagt, sie möchte mir helfen, ich bin echt froh. Ich finde mich zu 100% in der Beschreibung des hypoaktiven ADSlers wieder, es kann in meinen Augen einfach nicht "nicht" sein. Aber ich bin ja kein Fachmann. Zum EEG sagte sie übrigens was von überdurchschnittlich vielen beta Wellen, ich sei wohl nicht sehr entspannt gewesen. Nunja, keine Ahnung, wann ich das letzte mal wirklich entspannt war....

    Nichtsdestotrotz, wir haben jetzt mit 5mg Medikinet Adult angefangen, davon merke ich nicht wirklich was, außer vielleicht, dass ich insgesamt etwas entspannter bin. Kann aber auch daran liegen, dass ich mich gestern um 21:30 ins Bett gehauen habe. Am Freitag soll ich mich bei ihr melden und berichten, wie es mir damit geht, und dann sehen wir weiter.

    Leider ist die Psychotherapeutin nicht mehr in der Praxis, was ich wirklich schade finde. Bei ihr hatte ich ja das Erstgespräch. Ich habe der Psychiaterin gesagt, dass ich nun Angst habe, wieder den Anschluss zu verlieren, denn eine Psychotherapie ist sicherlich angebracht, und ich habe ja schon Jahre gebraucht, um mir in der ganzen Sache mal Hilfe zu suchen. Sie hat mir dann einige Adressen gegeben und mir außerdem Ergotherapie verordnet, bei einer spezialisierten Praxis.

    Was ich gern besser in den Griff bekommen möchte ist insgesamt geduldiger werden, dass ich bei Stress nicht gleich an die Decke gehe und hektisch werde, dass ich vor allem meinen Finanzkram besser organisiert bekomme und dass der Haushalt besser "fluppt". Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie das alles funktionieren soll, da ich nur unter großem Druck wirklich gut arbeiten kann, aber der verursacht ja Stress und der wiederum macht mich fertig, körperlich und psychisch. Ach es ist so gemein, ich kenne 100000 Tricks, Methoden und Strategien, aber ich bekomme es einfach nicht umgesetzt. Hoffe, das wird.

    Ich bin (nicht medikamentösen) Therapien eher nicht so aufgeschlossen, kann mich nur schwer auf sowas einlassen, aber ich habe mir fest vorgenommen, jeden sch*ß mitzumachen, es muss sich unbedingt was tun.

    Insgesamt fühle ich mich gut beraten und behandelt und bin wirklich froh, dass sich etwas tut.

    Ist hier vielleicht jemand, der auch eine "Vielleicht"-Diagnose und mag berichten, wie es ihm so ergangen ist?

  2. #2
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.213

    AW: Diagnose "vielleicht", Erfahrungen?

    Ich bin sicher, du bist auf einen guten Weg!

    (Mir fehlt grad die Zeit, deine bisherigen posts anzuschauen. )

    Vielleicht findest du in dem link in meiner Signatur was Brauchbares.

    Alles Gute weiterhin!

    Liebe Grüße
    Gretchen

  3. #3
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Diagnose "vielleicht", Erfahrungen?

    Hallo prittstift,

    zu Deiner eigentlichen Frage, was eine "Vielleicht-Diagnose" betrifft, kann ich leider nichts beitragen, aber vielleicht doch ein wenig helfen .

    prittstift schreibt:
    Ich finde mich zu 100% in der Beschreibung des hypoaktiven ADSlers wieder, es kann in meinen Augen einfach nicht "nicht" sein.
    Aber es könnte auch etwas anderes sein.
    Hat man denn mit besprochen, was ansonsten in Frage käme?
    Es gibt ja durchaus (reichlich) andere psychische Erkrankungen, Störungen, Probleme, die einer (hypoaktiven) ADHS sehr ähnlich sein können.
    Wurde da differentialdiagnostisch weiteres abgeklärt/ erörtert?




    prittstift schreibt:
    Was ich gern besser in den Griff bekommen möchte ist insgesamt geduldiger werden, dass ich bei Stress nicht gleich an die Decke gehe und hektisch werde, dass ich vor allem meinen Finanzkram besser organisiert bekomme und dass der Haushalt besser "fluppt". Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie das alles funktionieren soll, da ich nur unter großem Druck wirklich gut arbeiten kann, aber der verursacht ja Stress und der wiederum macht mich fertig, körperlich und psychisch. Ach es ist so gemein, ich kenne 100000 Tricks, Methoden und Strategien, aber ich bekomme es einfach nicht umgesetzt.
    Wenn ich das allerdings so lese, dann macht das schon auf mich einen ADHS-Eindruck, denn das sind typische Merkmale einer ADHS.
    Besonders das "100.000 Tricks kennen und nicht umsetzen können".

    Und da wird es knifflig, denn es ist sehr wichtig, da auch genau zu wissen, womit man es zu tun hat.

    "ADHS ist keine Störung des Wissens, sondern eine Störung, das Wissen in die Tat umzusetzen" [Barkley].
    Und genau da liegt der Knackpunkt.
    Was Du nämlich nicht erwarten solltest ist, das alles zu lernen und dann klappt das schon.
    Das wird nichts, wie Du ja auch selbst schon erfahren hast, denn das ist genau das, was Du beschreibst.
    ADHS-Betroffene wissen ja durchaus, wie es geht und wollen das auch, aber es klappt einfach nicht mit der Umsetzung.

    Wenn es also eine ADHS ist, muss man da (therapeutisch) anders rangehen, als bei Betroffenen von anderen Erkrankungen.

    Was Du beschreibst, z.B. dass Du erst dann funktionierst, wenn der Druck stark ist und da natürlich zu Stress und weiteren Problemen führt, ist sehr typisch für eine ADHS.
    ADHS-Betroffene sind "zeitblind", d.h. sie können nicht weit genug in die Zukunft denken und planen und eine Aufgabe wird erst dann für uns akut und spürbar wichtig, wenn sie uns schon direkt vor die Nase stößt, also wenn der Druck so stark ist, dass es schon weh tut.

    Mit so etwas geht man therapeutisch aber anders um, als mit anderen Störungen, daher sollte auch eine Differentialdiagnostik mit durchgeführt worden sein.


    Während Nichtbetroffene da eher etwas lernen können, ist es bei ADHS-Betroffenen anders.
    Einiges kann man sicherlich auch lernen, muss aber wissen, dass es im Vergleich zu Nichtbetroffenen ungleich länger dauert und viel mehr Zeit und Geduld braucht, um es zu erlernen und einiges wird man auch einfach nicht lernen können und das ist nicht wenig.
    Das ist Teil der Störung, so wie es z.B. auch bei querschnittsgelähmten Menschen ist ... ob sie wollen oder nicht und auch wenn sie schon mal gehen konnten, jetzt werden die Befehle, die vom Gehirn/ Rückgrat kommen, nicht mehr an die Muskeln weitergeleitet, denn die Nervenverbindung ist unterbrochen.
    Das ist bei ADHS recht ähnlich.

    Wie der Rollstuhlfahrer, muss auch der ADHS'ler also auf "Prothesen" "kleine Alltags-Krücken" zurückgreifen um das, was er nicht intern kann, zu externalisieren.

    Man benötigt also ein "ADHS-Management".

    Und das unterscheidet sich von anderen Störungen.

    Daher wäre mein Tipp, auf jeden Fall am Ball zu bleiben und abzuklären, inwiefern velleicht auch etwas anderes in Frage kommt, denn es nützt ja keinem was, wenn die Behandlung, egal welcher Art, letztlich verpuffte Energie ist, weil sie nicht das richtige behandelt...

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 71

    AW: Diagnose "vielleicht", Erfahrungen?

    Gretchen schreibt:
    Ich bin sicher, du bist auf einen guten Weg!

    (Mir fehlt grad die Zeit, deine bisherigen posts anzuschauen. )

    Vielleicht findest du in dem link in meiner Signatur was Brauchbares.

    Alles Gute weiterhin!

    Liebe Grüße
    Gretchen
    Danke! Der Link funktioniert leider nicht

    Fliegerlein,
    dir auch danke für dein Feedback. Ich selbst glaube, dass ich sicher auch ne Kandidatin für Depressionen bin. Wenn ich zu lange kein Erfolgserlebnis habe, zieht mich das massiv runter und ich bekomme psychosomatische Beschwerden. Vor 3 Jahren war es so schlimm, dass ich Sehstörungen bekam (starke Veränderung des Dioptrien Werts, dachte, es würden Raupen auf meinem Monitor krabbeln und sowas), außerdem RLS, heftigste Kopfschmerzen, Migräne Aura, ich bin dauermüde und weinerlich usw.

    Ende letzen Jahres war wieder so eine Phase wo ich merkte, wie es bergab mit mir geht. Da hab ich den Teufel bei den Hörnern gepackt und den Weg zum Doc in Angriff genommen.

    Ja, die Therapeutin wollte eben auch abseits vom möglichen ADS schauen, was da los sein kann, deshalb bin ich ja jetzt so traurig dass sie weg ist. Ich habe mir für heute Nachmittag vorgenommen, mal die Liste abzuarbeiten, die ich vom Doc bekommen habe. Hoffe, mit Erfolg!

    Ich habe die letzten Jahre immer gedacht, es wäre einfach heftigste Prokrastination, vielleicht eine SD Unterfunktion, aber alle körperlichen Optionen habe ich abklären lassen, inklusive CT und MRT, als ich damals die heftigen Symptome hatte, aber da war nix...

  5. #5
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Diagnose "vielleicht", Erfahrungen?

    Depressionen können natürlich auch eine Folgeerscheinung, also Komorbidität sein.
    Auch das sollte geklärt sein/ werden.

    Was Du beschreibst, sind schon auch Merkmale einer ADS, keine Frage.
    Aber es kommt eben auch so einiges mehr in Frage, das zumindest abgeklärt werden sollte ... spontan fallen mir da z.B. ASS (Autismus Spektrums Störung, z.B. Asperger, SCT (Sluggish Cognitive Tempo) und da gäbe es gewiss noch einiges mehr.

    Es ist schwer, das weiß ich und dass Deine Psychologin weg ist, macht es nur schwerer, das ist echt Mist...

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 71

    AW: Diagnose "vielleicht", Erfahrungen?

    Jo, Mist ist das wirklich! Habe mich überwunden und herum telefoniert, natürlich bisher überall nur absagen, ewig lange Wartelisten, beim Ergo geht keiner ans Telefon. Na super....

    Die Autismusschiene habe ich bisher gar nicht beachtet und mich gestern mal etwas eingelesen, glaube aber nicht, dass das auf mich zutrifft. Aber wer weiß?! Gestörtes Selbstbild hab ich ja, keine Ahnung, was ich noch so alles verdränge.

    Was ich merke, ist, dass es mit den Jahren alles irgendwie schlimmer bei mir wird, liegt wohl an den wachsenden Verpflichtungen (?!) Während der Schulzeit - und Ausbildungszeit waren auf jeden Fall Symptome da, aber sie haben mich wenig bis kaum belastet, außer, dass ich irgendwie nie so richtig dazu gehört habe, obwohl ich mit allen gut zurecht kam, das hat mich traurig gemacht. In Zusammenhang mit der schweren Kindheit (boah, das klingt so klischeehaft) hatte ich es rückwirkend betrachtet glaub ich wirklich nicht leicht. Am ehesten kommt da wohl eine PTBS in Frage, könnte ich mir vorstellen.

    Ach menno, ich hoffe, ich komm schnell in Therapie. Überlege ja auch schon wieder, eine Kur zu machen - schwierig, mit 2 Kindern und voll arbeitendem Mann, und ganz ehrlich habe ich auch wenig Lust, mich zu rechtfertigen im Familien- und Bekanntenkreis. Die sind nicht "so", dass man da drüber reden könnte...blöd.

  7. #7
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 83

    AW: Diagnose "vielleicht", Erfahrungen?

    Mir geht es ähnlich. Der Psychiater will sich nicht auf eine Diagnose festlegen nach zwei Terminen, in denen hauptsächlich ich erzählt habe (Habe das Gefühl, er möchte keine ausführliche Diagnostik machen). Bekam einige Standard-Fragebögen, die er grob überflogen hat. In meinem Fall greift das beliebte "Abitur mit ADS unmöglich"-Vorurteil. Jedenfalls nervt es auch mich ziemlich, keine Diagnose zu haben, obwohl ich völlig sicher bin, ADS ohne H in einer leichteren Form zu haben. Kein generelles Gedächtnisproblem, ich kann mir durchaus einiges merken und normale Konzentrationsübungen bringen mir nichts fürs richtige Leben. Auch bei mir zeigten EKG, Blutbild und Schilddrüsenuntersuchung erwartungsgemäß nichts Ungewöhnliches. Ich finde mich in so vielen Berichten aus dem Forum wieder und denke ebenfalls, dass es nicht "nicht" sein kann. Das war zwar vor zehn Jahren schon so, aber damals wusste ich nicht, dass die Kasse solche Untersuchungen bezahlt und meine Eltern sprachen nie mit mir über so was. Und da hatte ich auch keine acht Jobs hinter mir, alle wegen demselben Spiel verloren (Gründe laut Chefs: Schusseligkeit, Verplantheit, Vergesslichkeit, Blöd- und Dummheit, auch "absichtliches Blödstellen bei Anweisungen", Provokation, Aufmüpfigkeit, Kritikunfähigkeit, Faulheit, Zuspätkommen, Ungeschicktheit, Überperfektionismus). In den Arbeitszeugnissen findet man das natürlich nicht und ich sehe die Dinge ganz anders, da ich mir immer sehr viel Mühe gegeben habe, was aber nicht so ankam. Ich gehörte auch in der Schulzeit nie dazu, obwohl mich das traurig machte. Vorerst habe ich also auch nur ein "Vielleicht" bekommen, durfte aber Medikinet schon ausprobieren. Das wollte ich, um einen schnellen Effekt zu haben, denn die Warterei ist echt zermürbend. Deshalb hab ich es dem Arzt extra leicht gemacht, es mir auch ohne Diagnose zu verschreiben. Siehe da, es hilft mir sehr gut. Trotzdem brauche ich irgendwann eine gescheite Diagnose, um weitere Hilfe zu bekommen. Bis dahin muss ich mich erst mal selbst therapieren...
    Ich wünsche Dir, dass Du auch bald Klarheit hast.?,

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 71

    AW: Diagnose "vielleicht", Erfahrungen?

    Schusseligkeit, Verplantheit, Vergesslichkeit, Blöd- und Dummheit, auch "absichtliches Blödstellen bei Anweisungen", Provokation, Aufmüpfigkeit, Kritikunfähigkeit, Faulheit, Zuspätkommen, Ungeschicktheit, Überperfektionismus
    Hallo, Spiegel

    Das klingt tatsächlich alles sehr vertraut

    Also ich bin ja jetzt eine Weile mit MPH unterwegs und merke inzwischen doch deutlich eine Änderung. Zwar nicht diesen on/off-Effekt, aber es gibt immer Situationen wo ich denke, boah, da hätteste vor 3 Wochen noch anders reagiert. Und wenn ich abends auf meinen Tag zurück blicke merke ich einfach, was ich so alles gefühlt nebenbei geschafft hab!

    Arbeitsmäßig bin ich noch nicht weiter, bin ja derzeit noch in Elternzeit und möchte wieder einsteigen (bzw muss - Geld wächst ja nicht an Bäumen...wobei Pflanzen eh nie lange überleben, außer die Brombeeren im Garten...). Aber mir ist eigentlich klar, dass ich das nicht will. Na mal schauen, was sich ergibt.

    Inwiefern merkst du denn eine Veränderung?

  9. #9
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 83

    AW: Diagnose "vielleicht", Erfahrungen?

    Auch ein liebes Hallo :-)
    Ich habe auch keinen On-Off-Effekt, aber es hilft schon. Da ich vorerst nur morgens was nehmen soll und keine weitere psychologische Unterstützung habe, versuche ich, die positiven Dinge herauszufinden und für den Nachmittag mitzunehmen. Vor allem die ruhigere Reaktion auf Dinge, die andere zu mir sagen, und nicht gleich patzig/panisch zu werden. Mich langsamer und weniger hektisch zu bewegen, weil das letzten Endes paradoxerweise erstaunlich viel Zeit spart. Mir nicht für jede Kleinigkeit Verantwortung aufzuhalsen und so intensiv drüber nachzugrübeln, dass ich nicht mehr arbeiten kann. Ich schiebe den Medikamenten einen kleinen Teil (natürlich nicht alle) Verantwortung zu und allein das entspannt sehr. Ich versuche mir vorzustellen, sie würden den ganzen Tag wirken und somit profitiere ich von einem gewissen Placebo-Effekt. Das wird zwar immer schwieriger, je dusseliger ich den Nachmittag über wieder werde, aber es hilft trotzdem ein wenig...
    Die positive Auswirkung von mehr Schlaf und tagsüber essen ist mir bewusster als vorher und da mir das MPH Hoffnung gibt, bin ich auch motiviert, die Wirkung mit Schlaf und Ernährung zu unterstützen, was ich vorher nicht war (da ja eh nichts wirklich geholfen hat - auch nach 10 Stunden Schlaf und Frühstück war ich benebelt, reizbar und schnell desorientiert). Dass jetzt wenigstens irgendetwas passiert, verringert den Stress und es ist nicht mehr ganz so schlimm, noch keine Diagnose zu haben. Die Angst, auch diese Ausbildung zu verlieren, ist nicht mehr so stark. Hoffe die positive Kettenreaktion setzt sich fort und ich schaffe es eines Tages, mal einen Vertrag noch innerhalb der Frist zu kündigen und meine Pflanzen nicht eingehen zu lassen :-)

    Das Spiel mit "ich erreiche keinen übers Telefon" hasse ich genauso, egal bei welchem Amt etc. Es frustriert mich immer dermaßen, bis zum Heulanfall, dass ich mir einrede, es sei hoffnungslos, um mich vor Telefonaten grundsätzlich zu drücken ;-) Die Vernunft allein richtet da nicht viel aus...

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 71

    AW: Diagnose "vielleicht", Erfahrungen?

    Das ist der Wahnsinn, fast jedes Wort hätte genau so von mir stammen können

    Wenn du vorgestellt bist und Zugriff auf die Tagebücher hast, kannst du ja mal bei mir rein schauen! Muss jetzt los einkaufen, schreibe später nochmal was (wenn ich es nicht vergesse - also schonmal sorry im Voraus!)

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